Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1904)
- Issue
- 5 (29.1.1904)
- Date
- 1904-01-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 29. Jänner 1904 Seite 7 « I Mr bitten nnsere Leser, ihre« Bedarf bei unseren Inserenten zu decken, «nd sich dabei ans unser Matt zu beziehen. Eingesendel. Hochgeehrter Herr Redakteur! Der mit „Vederemo" gezeichnete Artikel über die Verhältnisse der Prager Kultusgemeinde, veranlaßt mich, mit einigen wenigen Worten zu erwidern. Die Tendenz, die aus dem Vederemo-Artikel hervorleuchtet, läßt in eingeweihten Kreisen den Verfasser oder Inspirator desselben gar leicht erkennen. Sinoh mekalkeles haschuroh — die leichtbegreifliche Enttäuschung über fehlgeschlagene Hoffnungen verwirrte des Autors Blick. Dies ist insbesondere der Fall bezüglich der Schilderung der Besetzung des Rabbinerpostens beim „Or Tomid" und der Religionslehrerposten an den böhmischen Mittelschulen. Es ist eine unwahre Behauptung, wenn Vederemo erklärt, der Vater des betreffenden Religionslehrers habe für ihn eifrig agitiert. Ich fordere den Einsender hiemit auf, auch nur einen einzigen jener Herren namhaft zu machen, besten Einflußnahme auf die Besetzung in Anspruch genommen wurde. Auch die ferneren Behauptungen bezüglich der Qualifikation des betreffenden Neligionslehrers sind nichts als Wind. Oder ist es vielleicht mit der Würde eines Neligionslehrers unvereinbar, einmal vor zirka 17 Jahre,i Medizin studiert zu haben? Konnte er etwa nicht — wie es tatsächlich der Fall ist — späterhin philosophische Studien an der Universität und rabbinistische Theologie getrieben haben? Ich kenne jemand, der unter den Bewerbern gewesen ist und ebenfalls Medizin studiert hat. Das hat ihn nicht im geringsten gehindert, seit Jahren in Böhmen als Rabbiner zu wirken. Der Wahrheit entsprechend ist, daß der Posten bei Or Tomid auf Grund freier Konkurrenz und nach sorgfältiger Erwägung der Qualifikation für das Predigtamt in böhm. Sprache und für das Religionslehreramt verliehen wurde. Ich hoffe, die Angaben des Vederemo ins richtige Licht gestellt zu haben und danke für die eventuelle Aufnahme. Prag. Anhew Emes. „Die Liedertafel der Jüdischen Arbeitewereine" in Wien hält ihre Uebungen jeden Montag und Donnerstag in ihrem Vereinslokale, 2. Bez., Stephaniestr. 8, von 8 bis halb 10 Uhr abends ab. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Neu-Anmeldungen werden dortselbst entgegengenommen." Mitteilungen aus dem Publikum. Der Goldonkel. Das schöne Geschlecht dürfte es gewiß interessieren zu erfahren, daß seit 1. Jänner d. I. in Wien, 1. Bez., Sonnenfelsgasse 19, eine Zeitschrift unter dem Titel „Der Goldonkel" erscheint. Dieses Blatt befaßt sich ausschließlich, mit Heiratsangelegeuheiten. Näheres im Ankündigungsteil unseres Blattes. Klaviere kauft und verkauft zu den günstigsten Bedingungen das Klavier-Etablissement Bacher, Wien, 2. Bez., Taborstvaße 11. (Siehe Inserat.) 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Diese Korrespondenzen müssen nebst dem entsprechenden Siegelverschlusse, mit der deutlichen Bezeichnung den Eigenschaft der Versendung und des Gegenstandes, wodurch die Portobefreiung begründet wird, versehen sein. Zeitungsleser. Das «N. W. T." setzt seine Proselytenmacherei lristig fort. Dies beweist sein Briefkasten vom letzten Montag. Er enthält folgende Notiz! Religion, nicht Konfession. Wir haben Sie schon das letzte mal bezüglich Eruierung der gewüilschten Details an die politische Bezirksbehörde oder den betreffenden Seelsorger gewiesen. Ge setzliche Bestimmungen in der angedeuteten Richtung bestehell nicht und so bleibt nichts übrig, als bei den kompetenten Faktoren selbst Erkundigungen einzuziehen. An «userr geschuhte« Akouueuteu und Leser! Wir bitte« unsere geschätzte« Abonnenten «nd Leser uw gefällige Bekanntgabe solcher Adressen, von denen anznnehmen ist, daß eine Probesendung unseres Blattes von Crfolg begleitet wäre. Mit jüdischnationalem Gruß Die Administration. 403 Keine Stuhlverstopfung mehr durch meine Niedf>rlago:Wlen,l.,Habsburgerg. _■_ Nr la.Proapektgratis. ZurPr.be H - ‘ K3.—frankoNiichnahmn * ■ ■ 12 Stück frankoNachnahme Verein zu rHeb nn gderGowerv e, 1. Bez., Wipplingerstraste 20. Einem Graveur (Israelit) wird Gelegenheit geboten, sich eine dauernde Existenz in einer Industriestadt mit 20 000 Einwohnern sofort zn gründen. MKlatt Kritische Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. S ch r if t e i t u ug: Alexander Freiherr von Bernus nnd Adolf Daunegger. Die. Freistatt bient allen freiheitlichen, politischen, literarischen nnd künstlerischen Jllteressen Siiddentschlandö, frei von allen einseitigeil Parteibestrebungen tritt sie freimütig für nationale Krafteentfaltung lind sozialen Fortschritt ein lind sncht durch Essays aus ersten Federn über alle bemerkenswerten Ereignisse der Litevtl'tnr, Kunst und Musikivelt zu linterrichteii. 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