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Jüdisches Volksblatt · 1903-10-02 · 40 (2.10.1903) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
40 (2.10.1903)
Date
1903-10-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 40 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 2. Oktober! 003 Seite 7 wir bitten unsere Leser, ihren Bedarf bei unseren Inserenten zu decken, und sich dabei aus unser vlatt zu beziehen. Pciho darstcllen, für die Verfolgung der politischen Vorgänge^ in diesem Gebiete in der neuesten Zeit, ferner die Korten Deutschlauf die Expansionstätigkeit unseres Volkes nod) genauer ein. —- jKiirz, das ganze Werk ist so aktuell wie möglich und berdient nicht mir lexikographisch, sondern in vielen Gebieten auch monographisch gebührende Beachtung. Papier, Ausstettuug und Druck sind von gewohnter Vortrefflichkeit. Die Erwartuugeu, welche die drei ersten Bände in uns erregten, hat dieser vierte Band noch weit iibertroffen. Bei der bestbckuuutcu Wciufirma „Karmel", deren Ankündigungen tvir allwöchentlich im Inseratenteile unseres Blattes bringen, sind in jüngster Zeit Palästina-Orangen eiugetroffeu, von deren vorzüglicher Qualität sich jedermann überzeugen sollte. Die näheren Details sind im Inserat selbst ersichtlich. Nene und überspielte Klaviere zu den billigsten Preisen liefert die renommierte Fabrik Brüder M i k u l a. Wien, 0. Bez., Währingerstrasze 08. Daselbst tverden auch Klaviere auf bequemste Zahlungsweise geliefert. (Siehe Inserat auf der ersten Juseratcuseite, unten.) Jedermann sein eigener Trucker. Die bei der Knntschuckstampiglien-Fabrik Josef Chotiuer, Wien, 2. Bez., Floßgasse 80, bezogenen Kautschncktypen ermöglichen es jedem, alle Arten Drucksorten selbst herzustellen. Die verschiedenen Sortimente lucrbeu zu verschiedenen Preisen, lvie aus dem Inserat in unserem Blatte Ztl ersehen ist, gegen Voreinsendung des Betrages geliefert. Eine große Ersparnis im Haushalt macht jede Hausfrau, wenn sie ihre Kohlen ititb Koks bei der Firma F e rd. L i b a n, fl. Bez., Clusiusgasse 10, bezieht. Daselbst wird 1 Zentner prima Kohle itm 78 kr. verkauft. Von 2 Zentnern augefangen, werden dieselbert frei iits Haus gestellt. Wir machen unsere gcsch. Leser auf das Inserat „Nordsee", letzte Jnseratenseite, besonders aufmerksam. Briefkasten. Thieberger. Wir konstatieren weiters gerne, daß Dr. Rifscis in Karlsbad auch seine Kinder nicht taufen ließ. Nationaler. Wir haben die Briefkaftennotiz im vorletzten „Bloch" bemerkt. Die Entgleisung des Matthias Ach e r läßt sich nur durch den Ueberfluß an Temperament erklären. Sonst wäre es nicht möglich, daß Matthias Ach er aus den „Bloch" gekommen ist. Zeitungsleser. M a s s e i d e k scheint von der in der „Deutschen Zeitung" grassierenden Dummheit schon angesteckt zu sein. Er wundert sich, daß wir einen Aufruf an die jüdischen, unabhängigen Arbeiter publizierten. Ja, weiß er denn nicht einmal aus der antisemitischen Presse, daß es in Rußland mehrere jüdische Arbeiterverbände mit Tausenden von Mitglieder gibt, deren Macht sogar Plehwe und sein Intimus Wahle fürchtet? Wiener Geschworene. Dr. Rosenfeld ging zu weit. Wir hassen immer das Generalisieren. Daß aber der großen Masse der Wiener Geschwornen wirklich alles zuzutrauen ist, darin hak er Recht. Wir haben deshalb iu mehreren Artikeln, für. .die Zuweisung der Ehrenbeleidigungsdelikte an Berufsrichter plaidiert, Solange aber diese Reform nicht durchgefühlt ist, sind selbstbewußte Juden verpflichtet Konsequenzen zu ziehen. Mit papiernen Protesten und freisinnigen Entrüstungen ist es nicht getan. Die Juden müssen es unter ihrer Ehre finden, Ehrenbeleidigungsdelikte vor antisemitischen Geschwornen auszutragen. Ein weiterer Schritt wäre die Errichtung von jüdischen Ehrengerichten,, von jüdischen Ehrenräten und Beisitzenden. Das wäre eine würdige Aufgabe für unsere Rabbiner, eine Aufgabe, der sie in früheren Zeiten sogar gerne oblagen. Aber Herr Dr. G ü d e m a n n obliegt lieber dankbareren Aufgaben. Kommandit- Gesellschaft K(\mn WIEN, II 3> Gredlerstr. 9. 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