Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 31 (31.7.1903)
- Date
- 1903-07-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 31. Juli 19« >3 Wj. I' V 9nj! t jp '.r-.'i.-.Trrrrr Tr.Tf''-*-\rs^.~.r‘z,':^:^T.-'.rrv.-j,',x.r!nKS;* ar i: ,-v.n Kn\r4r^<,r^.* °v-.-hjhjerurso»r«nr7y«ntortr»yxrtijM.»jliuar^mnortvttv.:v ~jw>;^.r.;*agy>^rvr.,J» '.üiape*.vriM>*g^g^y«g7g:w ^-\T.,!*anB«rBj?nr/ >.ar; ~ti. .•;.•■•• - -trr-j - --«. ,.-. 7..- - „•.. . Wir bitten «nftrr Leser, ihren Bedarf hei unseren Znserente» zu decken, und sich dabei auf unser Blatt zu beziehen. "MW ■ Eingesendet. 01 e f d) 1W3 t c Redaktion!^ Schon seit Jahren bringen besonders russische und galizische Auswanderer eitle Masse Gegenstände mit, welche nicht den h a l b e tt W e r r d e r Fracht n it d sonstiger S p e s e u wert sind, welche sie verursachen. Soweit Kleidungsstücke in Betracht kommen, kann kauin der snnfte Teil dessen, ,vas die Emigranten mit sich schleppen, in Amerika länger als wenige Tage, selten ztvei Monate lang getragen werden, insbesondere was Mannerkleidttng betrifft. Andere Gegetlstände eriveisen sich bei Ankunft schon von vornherein als unbrauchbar, werden zuweilen mit Zoll belegt, von der Hafenbehörde nicht selten als „infektionsverdächtig" beanständet und lenken die Aufmerksamkeit des Hafeninspektors dann auch oft in unliebsamer Weise auf den Eigentümer. Es ist kein seltenes Vorkommnis — und ich habe solche selber schon in New-Dork erlebt, — daß solcherart Personen detiniert und sogar itach Europa zurückgeschickt wurden, allein deshalb, weil das „Gepäck" die Aufmerksamkeit auf den Eigentümer lenken mußte. Nach einer vor etwa 5 Jahren aufgestellten Berechnung eines New-Iorker Hafenbeamten werden pro Einwanderer — hier sind nur jüdische aus dem Osten berücksichtigt — durchschnittlich Schillinge LG5 für Fracht etc. ausgegeben, für Gegenstände, die absolut wertlos sind. Bei der Durchschnittssumme der 60.000^Einwanderer pro Jahre rgeben sich zirka 95.000 Schillinge rein verlorenes Geld! Nach den Aufstellungen desselben Beamten geht eine um die Hälfte noch größere Summe durch B e r l u st d e r Gegenstände, die bereits mit solcher Fracht belastet waren, alljährlich bei obgenannter Einwnnderungszahl total verloren, und wächst mit dieser Einwanderung proportional. Der G e l d v e r l u st und eventuelle „Wert" der Gegenstände beträgt somit bei gleichbleibenden Einwanderungsziffern pro Jahr über einehalbe M i l l i 0 n M a r k!! Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. Arthur Kahn. Bücher-Einlaus. Monographie» zur deutschen Kulturgeschichte. Georg Liebe „D as Judentum in der deutschen Vergangenheit." Mit 100 Abbildungen und Beilagen. Verlegt bei Eugen Diederichs, Leipzig 1903. 4 Mk. Das Buch ist in technischer und illustrativer Hinsicht gut gemacht; davon abgesehen bemüht sich der Verfasser tendenziös jeder Ausschreitung des religiösen Fanatismus ein wirtschaftliches Mäntelchen umzuhängen. „Unlösbare Fesseln-" Eine Erzählung aus dem jüdischen Leben der Gegenwart. Von Gotthard Deutsch, Frankfurt a. M., I. Kauffmanns Verlag. Offene helfen: G e s u c h t werden: von männlichen Arbeitskräften: mehrere Anstreicher, von v.viblich-m Arbeht-kriii':<-n : mehrere Kontoristinnen mit Praxis, 1 Maschinenschrciberin mit Praxis, 1 Verkäuferin von der Niirnbcrgerbranchc, 1 Verkäuferin von der Galanteriebranche, 1 Kassafräulein, repräsentabcl, mit buchhalterischer Kenntnis. Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 25. .Juli 190.3 0825 Vermittlungen durchgefiihrt, und zwar: 3J84 Vermittlungen in der I. Klasse (manuelle Arbeiter), 1611 Vermittlungen in der IT. Klasse (Handelsangcstellte), 1898 Vermittlungen in der weiblichen Abteilung, 132 Vermittlungen in der III. Klasse (geistige Arbeit). Alninrviif Protokoll. Lohnwayen - Unternehmung . CHgei JUI1.9 00 TELEPHON 10.975 00 Centrale und Comptoir: WIEN. XIX., Pyrkergasse Nr. 36 % 49t 463 Keine mehr durch meine Stuhlverstopfung Huss-Kuchen Niederlage:Wlen,l.,Habsburgerg. Nr.la.Prospukt, gratis. Zur Probe 1(2 Stück K3.—frankoNachnalima Wien. (Verein jüdisch er Handelsangestellter, II., Stephaniestraße 8.) Stellenvermittlung. Gesucht werden: Platzvertreter für Galanteriewarenbranche (Buchbinder re.) für Wien, eventuell auch gegen Fixum. Buchhalter für ein Bankgeschäft. Deutscher und böhmischer Korrespondent. Stenograph. Kommis für Manufaktur und Tuchhandlung, tschechisch sprechend. Schriftliche Offerte sofort an Herrn Alfred Neumann, II., Weintraubengasse 19. Mitteilungen desVereinesfür unentgeltlich. Arbeitsnachweis. Der Verein fllr unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13920) bittet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Am 25. Juli 1903 standen in Vormerkung: I. Klasse. Manuelle Arbeiter: 15 Anstreicher, 18 Aufpapper, 6 Bäcker, 11 Buchbinder, 5 Buch drucker, 3 Bürstenbinder, 3 Kartonnagearbeiter, 8 Drechsler 10 Elektromonteure, 12 Fleischhauer, 2 Friseure, 10 Glaser 13 Goldarbeiter, 44 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 47 Hilfsarbeiter, 3 Hutmacher, 12 Kellner, 5 Kutscher, 12 Laufburschen, 9 Lehrlinge, 6 Magazineure, 1 Maschinist, 8 Metall arbeiter, 11 Monteure, 48 Schlosser, 42 Schneider, 5 Schuh rnacher, 34 Spengler, 3 Tapezierer, 3 Taschner, 10 Tischler 8 Uhrmacher, 1 Zeichner, 8 Zimmermaler, 5 Zuckerbäcker tüchtige und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestellte: 5 BrantweiHverschleisser, 19 Buchhalter und Korrespondenten, 85 Kommis diverser Branchen, 62 Kontoristen und Strazzisten, 3 Inkassanten, 5 Kanzlisten und Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 3 Platz-Agenten und -Vertreter, 34 Praktikanten, 8 Reisende. Weibliche Abteilung: 2 Bonnen, 44 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 13 Expedientinuen und Manipulantinnen, 1 Hilfsarbeiterin, 1 Kassafräulein, 14 Praktikantinnen, 35 Verkäuferinnen, 2 Verschleisserinnen, 10 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: 40 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. empfiehlt sich den P. T. Publikum zur Beistellung von feschen Gumniirniller, Ein- und Zwolspännor, sowie alle Gattungen Gespanne zu kulantesten Preisen und Bedingungen. Fuhren zu Hochzeiten ». Leichenbogängiiifisen mit livrierte Kutscher ohne Erhöhung der Preise. — Durch mein reiches Betriebsmatorial bin ich stets in der Lage, allsn Anforderungen -—--— in jeder beliebigen Anzahl zu entsprechen. Hoistollung in einer halben "Stunde durch Anrufen mittelst Telephon 1(5.975 xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx in anerkannt besten Ausführungen liefert billigst J. 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