Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 30 (24.7.1903)
- Date
- 1903-07-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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24-. Juli 1903 Nr. 30 Wion, Freilaj Jüdisches Volksbiatt Seite 7 t III MH I' BIM IHM IIIII I!■ ’IT" II IIIIII I '■■Hill!■■■■!■ HW ■ IM I Hl I ~ Hill Bll 11 11 irTTll I il 1 1 ITTri I "' ■■ — ""— 11 ■! ■ III ■ "■■ in tWZXK. JW raTOWlTl-. - - ~*TT**rrwir bitten unsere Leser, ihren Bedarf bei unseren Inserenten zu decken, und sich dabei aus unser Blatt zu beziehen. ""WW A MfLIHilJUIJJU Es war feilt schönstes Ideal, sein Kind ohne einen bestimmten Glauben zn erziehen, nnd dieses Ideal wollte er nicht preisgeben. — — — Der Tag der Entbindung ist da. Dora leidet fürchterlich. Sie phantasiert, rnst nach ihrer Mutter. Der Arzt erklärt, das; die Mutter kommen in n ß, es sei das einzige Bernhrgnngsmittel, sonst... Max gibt nach. In seiner unendlichen Liebe zn seiner Frau, in seiner an Wahnsinn streifenden Angst um ihr Leben gibt er das Versprechen, das; das Kind getauft werden solle. Die Mutter erscheint. Alles geht gut. Dora genest. Sie fühlt sich bereits wohl nnd glücklich. Max eröffnet ihr nun, das; er sein Wort, das Kind werde getauft werden, zurücknehmen wolle. Das Versprechen sei erzwungen, erpreßt, ihr Vater habe die Sachlage schändlich ansgenntzt; er habe die Taufe gelobt, als ihr Leben ans dem Spiele stand, er habe das Versprechen in halbem Wahnsinn gesthrieben, nun wolle er nicht sein schönstes Ideal zertreten sehen. Dora entgegnet, das wäre doch ein Wortbruch, das dürfe er nicht thnn, das hätte sie nie von ihm gedacht, nnd da er auf seinem Willen bebarrt und das Vorgehen ihres Vaters einen gemeinen Streich nennt, schlendert sie ihm die Worte entgegen: „Was du tun willst, ist schlimmer, schmutziger, das ist ein Wvrtbrnch, das heißt meinen Vater betrügen, das ist ein I n d e n st r e i ch!" Und das Kind wird am folgenden Tage getauft. — Bor unseren Angen steigt das Gespenst des jungen Van Oppen herauf, der seinen Vater beschimpft, verfolgt, weil er ein Indo ist. Und wir fragen mit der alten frommen Tante Maxens: „Hätte er nicht ebenso gut eine von seinem eigenen Glauben nehmen können?" D? N e b e n z a h l. Briefkasten. Tür nufere Glanbensbriider in Kischenew sind uns von Herrn Hugo Fischet, Reichenau Kr. 10 zngeloinmen, welchen Betrag wir dein Aktions-Komitee iiberlviesen haben. Oberlehrer in Wien nimmt Knaben ans gutem jüdischem Hause in ganze Pension. Ferrenaufenthalt im Gebirge. Vorbereitung für Anfuahmsprüfnugen. „Oberlehrer 10©" Stefanieftraste post!. Indische Arbeitgeber! Die Stelle n v e r in i t t l n n g s -?l b t e i l n n g des B e r b a n d e S I ii d. H a n d e I § a n g c st c llte r n n d Arbeiter stellt den p. t. Arbeitgebern ihre Dienste behufs Besorgung männlichen und weiblichen Personals jedweden Berufes sowie den p. t. Knltnsgemeinden zur Besetzung offener Posten, k o st e n l o s z u r V e r f ü g n >t g, und bittet, im Bedarfsfälle sich an dieselbe wenden zn wollen. 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Kaufmännische Angestellte: 6 Brantwcinversclilcisser, 29 Buchhalter und Korrespondenten, 116 Kommis diverser Branchen, 74 Kontoristen lind Strazzisten, 3 Inkassanten, 3 Kanzlisten und Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 6 Platzagenten und -Vertreter, 16 Praktikanten, 11 Reisende. Weibliche Abteilung: 2 Bonnen, 41 Kontoristinnen und Kanzlistinneii, 1 Dienstmädchen, 13 Expedientiniien und Manipulantiunen, 1 Hilfsarbeiterin, 14 Praktikatiunen, 35 Verkäuferinnen, 3 Vcrsclileisseriuneii, 10 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: 40 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschiiler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Offene Stellen: Gesucht werden: von männlichen Arbeitskräften: I Buchhalter mit böhmischer Korrespondenz, 1 Kontorist mit italienischer Korrespondenz, m. Spezerei-Kommis, 1 Kommis, Manufaktur- und Auslage-Arrangeur, 1 Kommis, Manufaktur- und Auslage-Arrangeur nach auswärts, in. 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