Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 29 (17.7.1903)
- Date
- 1903-07-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2432763-2432970-2432999--2028-2435849- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt Nr. 29 17. Juli : »3 mm Ukas erscheinen wird. Zum Schlüsse fordert der Lord-Mayor die Lcnidoner jüdischen Massen auf, Vertrauen zu ihm und den übrigen Führern der jüdischen Gemeinde zu buben, da diese sehr gut wissen, ums sie zu tun und zu unterlassen haben. Im gleichen Sinne und am selben Tuge (am 28. Juni) hat sich in der Sitzung des Board of Depnkies Leopold de Rothschild geäußert: Gr sowohl, wie Sir Samuel Montagu als namentlich auch Lord Rothschild sind alle der Ansicht, das; ein von der jüdischen Bevölkerung Londons so stürmisch verlangtes Protestmeeting mehr schaden als nützen würde. Ein dahingehender Antrag des Mr. B e n tw i ch wnrde darauf mit 90 gegen 1 Stimme abgelehnt. Unter der Ueberschrift „Philosemitisches" äußert sich die hier erscheinende „Deutsche Wochenzeitnng in den Niederlanden" wie folgt: „Der entsetzliche Jndenmocd in Kischenkw bat hier die Gemüter tief ergriffen, und die Beweise der Barmherzigkeit haben dargetan, daß hier nicht, wie in anderen Ländern, die soziale und politische Stellung der Juden scharf umgrenzt ist. Man muß aber auch zugeben, daß die gesellschaftlich von einander getrennt lebenden portugiesischen und deutschen Juden ihre Machtstellung niemals mißbrauchen, ja im Gegenteil, in ihrem Auftreten die größte Bescheidenheit beobachten. Die jüdischen Bankiers, welche hier den Geldmarkt so ziemlich beherrschen, und sich den Luxus einer Equipage leicht gestatten könnten, kann man täglich per pedes apostolorum durch die Straßen wandeln sehen; höchstens bei schlechtem Wetter gestatten sie sich eine Droschke. Ihre Presse, das „Algerneen Handelsbiaad“ an der Spitze, vermeidet mit großem Takt jegliche religiöse Reibung, die im Uebrigen auch weder von den führenden katholischen, noch von protestantischen Blättern gesucht wird. Im ganzen Land hat man überhaupt nur einen offiziellen Judenfresser, den Pastor Thissen, Redakteur des katholischen „Limburger Koerier", der sich jeden Morgen zum Frühstück einige Juden leistet. Aber auch er schwieg nach dem Bekanntwerden der Kischenewer Greuel. Selbst von den Herzen der Patrizier und der Vertreter des geschäftslosen Hochadels schmolz die Eisrinde, die sich — allerdings nicht vor der Öffentlichkeit — gegenüber dem Judentum gebildet hatte. Verteter aller Stände, jeden Glaubens reichten sich die Hände zu gemeinsamen Wohltun. allen voran die protestantische Geistlichkeit mit Dr. Bisset an der Spitze. Herr Dr. Biss er nimmt hier ungefähr dieselbe Stellung ein, wie Hofprediger Stöcker in Deutschland. Ec ist die linke Hand des Premierministers Kuyper, de Savornin Lohman die rechte. Und dieser selbe Doktor B i s s t r, Mitglied der zweiten Kammer und Leiter der protestantischen Bewegung, trat Hand in Hand mit einem Rabbiner und anderen jüdischen Rednern gegen die russischen Büttel in die Schranken. Mit stammenden Worten geißelte er das barbarische Vorgehen der russischen Behörden gegen die Juden und die freiheitliebenden Finnen und das selbstsüchtige Treiben der russischen Kirche, welche die absolute Monarchie um der eigenen Macht willen zu handhaben suche. Niederlandens Volk würde seinen Charakter verleugnen, seine Geschichte zu Schanden machen, wenn es hiergegen nicht seine Stimme erhöbe. Auch Herr I. A. Wormser, Verleger des protestantischen Hauptorganes „De Standaard“, mit welchem Premierminister Dr. Kuyper eng liirt ist, konstatierte die jahrhundertelange Freundschaft zwischen Christeu und Juden hier zu Laude. Mau habe hier wohl Hexen verbrannt, aber an den Ritualmord der Juden habe man nie geglaubt. Gewiß ein deutlicher Beweis dafür, daß man in Holland den Menschen nicht nach dem Glauben, sondern nach dem Wert schätzt." Nach den Wahlen. Aus Berlin wird geschrieben: „Die Waffen ruh'n, des Krieges Stürme schweigen." Der Wahlkampf ist ausgefochten, und die Parteien ziehen das Fazit ihrer Anstrengungen. Das Ergebnis für die Antisemiten, das allein an dieser Stelle in Berracht kommt, stellt sich so, das; sie neben einer namhaften Stimmen-Einbuße mit einem Verluste von drei Mandaten aus der Schlacht heimkehren. Außer Ahlwardt, Köhler, Lotze, Gacbcl und Zimmermann, die schon beim ersten Wahlgange beseitigt wurden, sind am vorigen Donnerstag auch Raab in Flensburg-Apenrade, Vindewald in Alsseld-Lanterbach, Müller in Waldeck-Pyrmont auf der Strecke geblieben. Indessen haben die Stichwahlen ihnen größere Erfolge gebracht, als sie erwarten durften. Auf den Krücken anderer Parteien sind zmn Siege gelangt Gräfe in Bautzen-Kamenz, Lattmaun in Kassel-Melsungen, Werner in Hersfeld-Hünscld, Nevcntloiv in Ninteln-Hofgeismar, Brnhn in Arnswalde-Friedeberg, Böckler in Schlochan-Flatow, Fröhlich in Ost- und West-Sternberg, Krösell in Pyrih-Saatzig. Tic drei Letztgenannten haben Konservative verdrängt, die sich crm letzten Ende nur in der Tonart von ihren Nachfolgern unterschieden. Es ist derselbe Faden, mir eine andere Nummer, wenn statt des verschämten Antisemiten Hilgendorff der rnwerschäinte Böckler in den Reichstag einzieht. Die Wahlpraktiken, mit bcrtcu einzelne der Gewählten die Mandate ergatterten, haben zlvar nichts lieberraschendes, verdienen aber für die Ankunft festgenagelt zu werden. Der Pfarrer Krösell hat, um die Stimmen der Sozialdemokraten zu erhalten, zngesichert, daß als Gegenleistung seine Parteifreunde in Stettin dem sozialdemokratischen Kandidateil zl>m Siege verhelfen würden. Dieser Kuhhandel kam wirklich znskailde, Krösell ist in der Tat durch die Unterstützung der Sozialistcii gewählt worden. Auf die gleiche Weise ist Fröhlich in Slernberg Sieger geblieben. Hingegen haben in Stettiii nild ebenso in Frankfurt a. M. die Antisemiten für die Sozialdemokraten gestimmt. An diesen sauberen Wahlschacher wird mail die Judenhetzer erinnern, wenn sie sich wieder in der Toga der „staatserhaltendcn Partei", als die «Vorkämpfer gegeil den Umsturz" sprcizeil. Daß die Sozialdemokraten auf das Geschäft eingingen, kann nicht überraschen. Abgesehen davoil, daß ihneil dasselbe einige Sitze cinbrachte, wissen sie, daß die Antisemiten ihnen nur Vorarbeit leisteil, iildenl sie durch ihre Verhetzung die Bevölkerung dem Sozialismus zutreibcil. Diese Erfahrung habeil die letzten Reichstagswahlen ans das Drastischste bestätigt.. Von den sechs antisemitischeil Malldaten in Sachfeil siild fi'mf bereits von den Sozialdemokraten erobert, und in dem sechsten haben sich ihre Stimmen vervierfacht. Dasselbe Bild zeigen Holstein. Schleswig, Provinz nild Großherzogtum Hessen, lmd sogar tu Arnswalde-Friedeberg hat sich die Fahl der sozialdemokratischen Wähler verdoppelt. Wie in diesem Wahlkreise Vrnhn, so haben Krösell imb Fröhlich ihnen den Boden bereitet zu dem nächstmaligen Siege. Biicher-Emlauf. Tie zehn Gebote des Fntterlranleil. Prani scher Ratgeber für Zuclertranke von Dr. Wilhelm S r e r n b e r g, Spezialarzt für Verdannng-T und A.nckerlranle in Berlin W. und Neuenahr. Religiöse Ethik des Alten und des steilen Tesininentes. Eine Gegenüverstelliing von L. S. Berlin, Kommissionsverlag der Eon cordia, Deutsche Verlags Anstalc. Agadnth Veresthith. Midrascbiscb.' Anslegnngen znin erstell Buche Moses. Nach den älnsten Drnckirerkeii in Vergleichung mit einer Orforder Handschrift cod. 2340 hcraiisgegcheii. Mit Erklärungen und einer Einleitllng versehen voll S a l o m o n B u h t r. Kralan 1908. Druck und Verlag hon Josef Fischer. Die Echtheit der Moabitischen Inschrift im Louvre, aufs neue geprüft von Dr. A l b e r t L ö!v h. Rnthenische Revue. Halbmonatsschrift. .Herausgeber: llleiehsratsabgeordneter B. I a w o r s l h, Reiehsratsabgeordiieter Dr. A. K o s, 9i o ul a n S e in b r a t v >v h e z. Inhalt: .Historische Mission des Grasen Potvekh von 9k. Seiirbratolvhez. Die Rnthenophovie der galizisehc» Finanz-LandeSdireltion von Reiehsratsabgeordneten B. JmvorSkh. Das galizisehc Mittelsrhnliveseii von I. Sneholvan. Erempla trahnnt von W. Teiilnlielhj. Rnthenisehes Blut von I. Manaslhrskvj. Makstim .Hrt)nmcz. Eine Erzählung voll Marko Wowezol. Glossen. Biblische Geschichte nach den Worten der heilige» Schrift von Dr. A d o l s W e i ß. Erster Teil. Preis 2 K. 10 H. Politisch-Anthropologische Revue. Monatsschrift für das soziale und geistige Leben der Völker. Inhalt: W. Dünkelberg: Erfahriingen über Nasscnziieht, Inzucht und .Krenznng. Lndlvig Woltniann: Die anthropologische Geschiehts- und Gesellschaftstheorie. I. von Neu pan er: Ideen zur Entwicktnngsgeschichte der Knltnr. A l e r. .K o ch - H e s se: lieber die Verbindmlg der anthropologischen mit der historischen Wissenschaft. Eberhard Kralis: Für volitischen Geschichte nild Zu lim ft der; Ostseeländer. Pank Näcke: Da? dritte Geschlecht. Thomas A ehe l i s: Die Idee einer vergleichend-ethnologischen Rechtsivissensehaft. L i v i n s Fürst: Die Rassenschönheit Der Javanerinnen. — Berichte. — Besprechungen. — Thüringische Verlags-Anstalt Eisenach, Leipzig. Tie Duldung in Babplonieu, Assyrien, Persien nrld China. Drei Knltnrbilder von Dr. Franz S ch e i ch l. Gotha, Fricdr. Aildr. Perthes. Der Islam und die Tulduug. Eine Studie von Dr. F r a n z S ch e i ch l. Der Buddhismtts nnd die Tillduug. Eine Studie von Dr. F r a il z S cb c i ch l. Verlag E. Marcis, Liilz. Soeben erschienen: Jüdische Statistik, herausgcgeben vom „Verein für jüdische Statistik" linier der Redaktion holl Dr. A. Nossig. Berlin 1003. Indischer Verlag. Tie Deutschen in Tolstois Schilderung von F r i e d r i ch D l> k m che x. Sonderabdrncl ans der Beilage zur „Allgemeinen Zeitung", Nr. 111. 16. Mai 1902, München, 1902. Der Zorn Jehovas. Tragödie tu einem Akt von Friedr i ch D n k ni eye r. München 1901. Staegmcyr'sche Verlags- Einer für alle. Eine Tragödie in fünf Akten von Friedr i ch D n l m c y e r. Müncheil 1901. Staegmehr'sche Vcrlagsbnchhandlnng. Mitteilungen ans dem Publikum. Aufruf zur Zentennarfeier Salomon Sulzers. Am 30. März 1904 ist der hmldertstc Geburtstag Salomon Sulzers liild im Schoße der Wiener Kultlisgemeinde rüstet man sich bereits, um den Tag, an welchem der Reformator des moderileil Synagogengesanges unb geniale Schöpfer des „Schir Zion" das Licht der Welt erblickte, mit festlicher Weihe zu begehen. Wenn aber das gefaulte Judentum sich ehrfurchtsvoll vor dieser bedeutsamen Erscheinung neigt, so erivächsr uns jüdischen Kailtorcn doppelte Pflicht, dem Andenken unseres großen Meisters, der eine neue Epoche im jüdischen Shnagogengesange begründet und unserem ganzen Stailde Ziel nnd Richtung gegeben bat, an seinem hnnderlsten Geburtstage deil schuldigen Tribut der Dankbarkeit in solenner Weise zu entrichten. Darunl wollen tvir an diesem Tage hier itt Wien an der Stätte feiltet unsterblichen Wirksamkeit, eine Zentennarfeier veranstalten und laden das gesamte jüdische Kantorentnin in aller Herren Länder ein, entweder persönlich oder durch Entsendung von Delegierten zur Feier zu erscheinen imb' durch eine imposante Kundgebung zu manifestieren, daß das jüdische Kmltorentnm die Bedeutung nnd Große Salomon Sulzers zu würdigen versteht und stolz darauf ist, ihn als seinen Lehrer und Meister zu nennen. Da die Vorbereitungen zum Feste und den an demselben geplanten künstlerischen Veranstaltungen längere Zeit beanspruchen, ersuchen wir alle jene Kollegen, die an dem Fest teilzunehmen gedenken oder durch Rat und Tat geistig oder materiell unser Vorhaben fördern wollen, ihre diesbezüglichen Anmeldungen cbcbaldigst an das Präsidium des „österr.-ungar. K'antoren-Vcreines", Wien, 1. Bez., Seitenstcttcngasse 4, gelangen zu lassen. Mit kollegialem Gruße und Handschlag Ter Vorstand des Oesterr.-uugar. Knutoreu-Lereines. Jakob Bauer, 1. Vizepräses. Josef Singer, Präses. Selbstfürbeiide Stampiglien liefert zu d e m s c l b e n P r e i s, wie .Handstempel mit Holzgriff, die renommierte Kantschuk- Stainpiglieil-Typenfabrik Josef Chotincr, Wien, 2. Bez., Floßgasse 8. Es wurden bei dieser Firma bereits viele Bestellungen von k. k. Behörden, M ilitärk a n z l e i e n, Gemeinde- und For st ä m t e r n, Fabriken und K a u f l e n t e n gemacht und ist dieses Fabrikat als e r st - k l a s s i g anerkannt worden. Das billigste Reinigungsmittel für Tuch- und Wollstoffe, giftfrei, n i cht f e u e r g e f ä h r l i ch, ist S o l d a fci u. Soldatin ist das beste und billigste Fleckenlvcisser der Welt. Bei tveit mebr als 200 Regimentern im Gebrauche. Soldatin wnrde vom k. n. k. Reichs'-Äwiegsministerinm erprobt und begutachtet. Für den Haushalt in Sommerfrischen unentbehrlich. Versandt nach überallhin gegen Nachnahme bei sämtlichen Niederlagen der Firma Ferdinand Sickenbergs Söhne, l. u. k. Hoflieferanten. Wir verweilen unsere geschätzten Leser aich das heutige Inserat i>: nn,'.'reni Blatte. * Selbsisühreudeß Pferd „Vorwärts". Das von der Wiener F'r-i'a L i n u e r ». G e i e r, Wie n, 17. Bez., Weidmanngasse 29 erfundene und patentierte Pferd „Vorwärts" hat bei der Messe in Leipzig wegen seines praktischen Wertes Aufsehen erregt. Hierüber schreibt das Berliner internationale Offertenülatt „Fachbwtt für Kurznnd Spicllvaren-Jndustrie": „Das stlbstfahrende Pferd „Vorwärts", bei welchem bloß durch Schaukeln die Fortbelvegung des Pferdes erzeugt wird, verbindet bei völliger Sicherheit sivgienische Vorzüge mit angenehmer Unterhaltung für Kinder und hat viel Anklang gefunden. Iw Soinulcr, wo die Damen die Schleppe höher halten, soll de» Fuß ein schön fassonierter Schuh zieren. Reiche Auswahl eleganter Halhschiihe, modernster Spange»- und Drillschnhe findet man mir hei der hetannten ^chiihfabrikSfirina M i ch e l st ä d t e r, B Bez., Rokhenthnrnislraße to, 7. Bez., Marial,Uferstraße 7,8, e-chnhschiveniine und Favritsgehände, 7. Bez., Neuhangasse 57. Für alle diejenigen, ivelchen es teils durch ihren Berns, teils durch ihre materielle Lage nicht vergönnt ist, einen Landanfenthalt zu nehmen, isst ein frisches Bad getviß sehr erwünscht. Als solches kann das Russische Bad, 3. Bez., ^ofienbrnckengasse 12, sehr empfohlen werden. Das russische Bad kann durch die Straßenbahn sehr leicht erreicht lverden. Man findet dort russische Schlvitz-, Dampf- und Wanneiihäder: Bäder gegen Fettleibigkeit, Ischias, (bicht und Rheiiliiatisilills. Ein einmaliger Besuch genügt, utu sich oon der Vornehmheit dieses Bades zu übrrzengeu. Wiener Eicervne, Illustrierter Freuldeuftthrer durch Wien und Umgebung. 12. Auflage, redigiert von Franz Höllrigl. Wien 190,">. Vollswirtschaftlicher Verlag Alexander Dorn. Ladenpreis Kr. 2. - (Mark 1.7<>). — In einer der letzten Wiener Geineinderatssitznngen ivnrde darauf hingelviesen, daß ein englisches Reisehandbuch heute noch über Wien eine vor mehreren Jahrzehnten verfaßte Schilderung enthält nnd beispielsweise noch von den GlaeiS nnd vom Kärntnertor-Theater spricht. Bei der Wahl eines Führers sollte daher der Käufer in erster Linie darauf achten, daß er einen Weglveiser erhält, der den tatsächlichen Verhältnissen entspricht nnd iiisbesondere die in unserer Zeit so vielfach unb rasch aufeinander folgenden N'enernngen nnd Verändernngeii tut Stadthilde auf das Anfmerlsaniste verfolgt. Als ein in dieser Hinsicht besonders empfehlenswerter Führer für Wien muß der soeben in 12. Auflage erschienene „Wiener Cicerone", redigiert von Franz | Höllrigl, bezeichnet werden, der allen Anforderungen eines Frem- | denfübrers in der vollkommensten Weise Rechnnng trägt. Wien » und seine nnvergleichlich schöne Umgebung hat der bekannte Wiener; Autor in trefflicher Weise geschildert und eine reiche Fülle, von : gelungenen Jtlnstrationen erhöht besonders den Reiz der textlichen Darstellung. Die Verlagshandlimg hat nebst der ansprechenden Ansstatmng für die Beigabe von Begiinstigiingslnpons bei Einkäufen gesorgt, durch welche sowohl dem Fremden als auch der Wiener Geschäftslvelt ein danlenslverter Dienst erwiese» ivird, der allein schon dem Büchlein Iveiteste Verbreitung verschaffen 1 TnirfhN ff Die Redaktion des Fnchblnttes „Dcstcrreichisch-ung,'.rischer Zündwnrenfnlirikant" stellt an uns die Bitte, die Herren Kanflente i in Oesterreich ansmerlsam zu machen, daß die Länderbanl von den 00 Zündlvarenfabriken in Oesterreich im ganzen zwei gekauft hat und daß somit die Herren Kanflente in aller llinhe den österreichischen - Znndtvarenfabriken cheitcrhin ihre OrdreS einsenden können. An die löbl. Kultusgemeinden und Vereine! Der theolog. Verein der Hörer an der isr. theot. Lehranstalt in Wien empfiehlt den löbl. Kultnsgemeinden und Vereinen seine Mitglieder als Prediger für die hohe» Feiertage. Offerten sind zu richten an Gustav Sicher, dz. Vizepräsident, Wien, 2. Bez., Mayergasse 8. V r ü n n, Datum des Poststempels. Der jüdische Buchnnd Ktunstverlag in Brünn errichtet in Basel zur Zeit der Verhandlniigen des 0. Kongresses ein Korrespondenzbnrean, welches über die Kongrcßsitznngen 'zweimal täglich ausführliche Mitteitmigeil heraiisgibt und versendet. Wir si'nd übcrzengt, das; diese Nenernng allseits mit großer Freude begrüßt tverden wird. Unser Unternehmen ist geeignet und benifen, das' Interesse für den Kongreß in die tveitesten Schichten zu tragen und diesen möglichst rasch zuverlässige nnd umfassende Nachrichten zu vermitteln. Der Buch- und Kunstverlag in Brünn nimmt jetzt schon ^lbonnements entgegen. Der eingezahlte Betrag von 3 Rnbeln für; Rußland, Kronen 7 für Oejterreich-Ungarn, Mark 0 für Deutschj land, Francs 8.50 für Frankreich, Schweiz, Rumänien nstv., berechtigt zum Bezüge der.Kongreßmiitciluugeil, welche zweimal täg-! lieh an die Aboinienten abgeschickl tverden, so daß die Interessenten! sofort über die Verhandlungen informiert sein tverden. Bestellungen \ und Abonnementsbeiträge sind zu richten an: Jüdischer Buch- und i Kunstverlag, Brünn. Hochachtungsvoll I ü d i s ch e r B u ch - nnd K n n st Verlag, B r ü n n.; Absolvierte Handelsschülerin, perfekte Stenographin, Ma»! schinenschreiberin, doppelte Buchhaltimg, sucht Stelle in Wien. \ M. S., 17. Bez., Otialringerstrnße 80, T- 18. s * I Für ein Spezereinnd Schnittwarengeschäft in Friedland bei Miftek in Mähren wird junges^ | ehrliches Mädchen, Israelitin, zu baldigem Ein» tritte gesucht. — Kenntnis der deutschen und l tschechischen Sprache, Verwendbarkeit für Haus! und Geschäft Bedingung. — Einlangende Offerte \ sind zu senden an Josef W e i ß, W i e n, 2. Bez.. Herrn inen gaffe Nr. 23. * i Oberlehrer in Wien nimmt Knaben ans gutem indischem Hause in ganze Pension. Ferienanfenthalt im Gebirge. Vorbereitung für Ans-- nahmsprüfnngen. „Oberlehrer 100" Stefanie» strafte poftl. __ j Kriefirasten. An die Redaktion der „Arbeiter-Zcitunn". Sie sind diel zu feige, um sich offen und ernstlich über die jüdisch-nationale Idee nnd die Indisch-Nationalen anseinanderzüsetzen. Dagegen benützen Sie jede Gelegenheit, um von hiuteu, uach Art vou Gasseububen, deu i Jüdisch-Natioiialeu eins zu versetzen. So z. B. in der Nr. vom 1 15. d. M., in der Sie anläßlich der Krakauer Krawalle von „kleri- | federn und j ü d i s ch - n a t i o n a l e m Fanatismus" spreck)<m. Das I ist eine ganz gemeine F ü l s ch n n g der Tatsack>eil. Weder das 1 „I. V." n o ch ein anderes nationales Blatt hat von I den unsimiigen Gerüchten Kenntnis genoimnen; an den Exzessen! haben ebensowenig bewußte Natioiialjude» teilgenvmmen, bietlUehr! gingen sie von Elementen ans, die den N a t i o n a l j u d e n? fremder gegenüberstehen als selbst den Christen. Es ist also eine i Verlogenheit ohnegleichen, die Exzesse den Jüdisch-Nationalen! in die Schuhe zu schieben, eine Verlogenheit, die nur dadurch erklärlich ist, das; in der „A.-Z." Renegaten des Judentums das große Wort führen. Weiter eiuzugeheii auf die Auslassuugeu eiues Blattes, das au P r e ß k o r r u p t i o » getrost mit den bürger-« licheu Blättern wetteifert, lohnt nicht der Mühe. David I. Delatpu. Glicht geeignet.