Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1903)
- Issue
- 16 (17.4.1903)
- Date
- 1903-04-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3 ich ganze 85 Juden naturalisiert hat, non Dunen 29 in zwisa-eu bereue oalsto-roeil plw. „rie|c ttaijacyc allem genügt schon, um den orgen Eliten ocr. rlilnamstpell Regicrllng oarzutun. Irs ist oao c’iu trenlojer ^tniaj eine* Bcrrrages, nurer degeir.licomguug oie rlnavpanglgtclt :Ji11 maineus >elnerzen anerkannt lvordeir 1111 “ xa» einzige Mittel, Rnuiaiilen zur piachgievlgtelt zu zivingen, )icijt chiazor lSoroon m einer allieiugen .Kreoltverivelgernug. Aie ökononiischeil Zusläudc Rumäniens sind nichts weniger als rosig. Jede ziveite Wohnung in Bukarest steht leer imd S(K)() Häuser stehen zur Snbhastation. Wenn Rothschild wollte, tonnte er Rumänien, leicht den Kredit sperren. Freilich geben die Machthaber in Bukarest vor, lieber sich einer internationalen Finanzkontrolle unterziehen Zil tvollen als Den Inden Rechte zn gewähren. Blleiir Major Gordon hält diese Drohung für einen plumpen „Bluff", da eine solche Kontrolle den rumänischen Nationalstolz tätlich verleben. lunrde. Inzwischen nimntt die Answandernllg ans Rulnänien ihren iiiigefchtvächtrir Fortgang. Allwöchentlich verlassen durchschnittlich 275 Inden Rumänien und das geht schon seit 18 Monaten. Die von Komitees klug organisierte Emigration geht aber wohlgeordnet und überaus planmäßig vor sich und Major Gordon freut! sich, konstatieren zic können, dag mir sehr wenige rnmäntsche Inden nach England anstvandern." Anläßlich des vor Kurzem stattgefundeneu Jubiläums der weiblicher! Aerzte in Rußland bemerkt der „Ing.", daß sich unter den ersten Piouiereu zwei jüdische Mädchen befanden (Herzenstein und Berlinerblau), welche nach einem langen Kampfe mit ihrer Familie sich bem Studium der Medizin widmeten. Die erste dieser Frauen starb bald, ohne zmn endgiltigen Ziele gelaugt zu sein, die zweite nimmt gegenwärtig eine angesehene Stellung in einem der ersten Spitäler von Philadelphia ein. In Petersburg wurde vor kurzem von der„Jüdis ch e n G e s e l l s ch a f t zum Schutze der jüdischen Mädchen", welche unter denr Probktorateder „N ussis ch e n G e s e ll s ch a ft z um S ch utz e der Frauen" steht, ein Heim für zehn Mädchen errichtet. Dieses Heim, welches mittel- und wehrlosen jüdischen Mädchen eine Zufluchtsstätte gewährt, ist ein philantropisches, edles Werk und steht bis jetzt in seiner Art in Rußland ganz vereinzelt. Es wäre nur lebhaft zn wünschen, daß der Verwaltung dieser so gemeinnützigen Anstalt genügend Mittel zur Verfügung stehen sollen, um sie recht bald bedeutend zu vergrößern, denn die Zahl der jungen schutzbedürftigen Mädchen ist in Rußland sehr groß. Petersburg, I. G. Troitzkji, Professor an der theologischen Akademie, hielt vor kurzem einen öffentlichen Vortrag über das Wesen des Zionismus. Der Vortragende bezeichnete als Grundgedanken des Zionismus das Streben der Inden, sich, gestützt auf die Ueberlieferungen der jüdischen Geschichle und ans moderne Kultur, ein eigenes Reich zu gründen. Herr Troitzkji wies, nachdem er den allgemeinen Entwicklungsgang des Zionismus dargelcgt hatte, darauf hin, daß die Zunahme der zionistischen Bewegung in den letzten zwanzig Jahren im Znsanrmenhange mit dem Steigern des Antisemitismus stehe. Der Vortragende zitierte (nach der Broschüre von Dr. Gordon) die Meinungen vieler hervorragender Schriftsteller und politischer Persöulichleiren, und er schloß seinen Vortrag mit der Bemerkung, das; der Zionismus dem „Jndentiim" jetzt eine solche Kraft verliehen habe, mir welcher wie mit einem politischen Faktor gerechnet werden müsse. Unter den katholischen Feiertagen des Jahres gibt es feste und bewegliche. Selbstverständlich ist es das Osterfest, welches die Feier der übrigen beweglichen Feste bestimmt, beim sieben Wochen nach Ostern, sind die Pfingsten. Dieses Osterfest wird jedoch nach einer für Nichtastronomen überails komplizierten Regel berechnet, die — so wenigstens lautet die historische Tradition — nur deshalb ausgestellt worden sei, mir ein Zusammenfällen des Ostersonntages mit dem Pa ssah feste der Juden Zit vermeiden. Nun, zeigt uns der Kalender für das Jahr 1903, dasz das Osterfest der nach dem. gregorianischen Kalender rechnenden Christen in diesein Jahre ans den 12. April fällt, also genau cuif denselben Tag, an dem die Inden ihr Passahseft feiern, das ist ans Sonntag, deir 16. Nissan. Im gregorianischen! Kalender ist dies übrigens das Viertental, daß Ostersonntag und das Passahfest der Juden nnf denselben Sonntag fallen. Am, 4. Oktober des Jahres 1582 n. Ehr. wurde der neue Kalender von Papst Gregor denk Dreizehnten ins Lebengerufen, und schonim Jahre 1009 fielen: beide Feste ans den Sonntag den 19. April. Ain- 14. April 1806 ereignete sich dies zum zlveilemnale, schoit zwanzig Jahre später, mir 3. April 1826, zmn drittenmale, nnd mtit> anti 12. April 1903 znm Viertenmale. Bis zur ,S la l ei i derst i eso mm tunt gestalteten sich die Dillge also: Vom- Ende des achten Jahrhunderts bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders, also acht Jahrhunderte hindurch, kam: es nientals vor, daß Ostersonntag and das jüdische Passah ans den gleichen! Tag gefallen wärm. Im achten Jahrhundert habeir wir zwei Koinzidenzen zn verzeichnen : 783 März 23 und 743 April 14. Im siebenten Jahrhundert ereigitete sich dies nur einmal: am 3:1. März (114, während das sechste Jahrhlmdert acht, ch Im „Parlamentär" spricht ein Katholik über dieses Thenra. Wir bringen einen Auszug aus dem Artikel. 17. April 1803 Odessa. Herr A w i n v w i tz k y, der Inhaber Arier vor kllrzcur hier gegründeten Knabrifichnle, hatte die Absicht, an Samstagen Abendkurse an dic;cr Schule zu eröffnen. Sein an den Odessaer Schulmsvektvr diesbezüglich gerichtetes Gesuch wurde jedoch abgewieseu. Die Bildung eiircr Aktiengesellschaft zur Einrichtung von zwei Zigarettenfabriken steht bevor. Zwei Kapitalisten ans W a r s ch a rl urld ans Odessa sollen, Zeitungsnachrichten zufolge, zu diesem Zwecke je 10.000 Rubel bestimmt haben, und 70 jüdische Arbeiter beteiligen sich an dem Geschäfte mit je 100 Rubeln. Für das Grsamtkapital werden in Warschau und in Odessa zwei Fabriken zur Erzeugung von „Zion"-Zigaretten eröffnet werden. Aus den Einkünften dieser Fabriken, an denen nur jüdische Arbeiter angestellt sein werden, werden 5% für zionistische Propaganda bestimmt sein, das übrige Geld wird entsprechend unter den Aktionären verteilt werden. Die Arbeiter-Aktionäre erhalten außerdem 10 Rubel wöchentlich als Arbeitslohn. Odessa. Hier starb einer der ältesten Pädagogen und Pioniere der jüdischen Bildung, I. M. Bar dach. Odessa. Den hiesigen Juden wurde vom Odessaer Stadtoberhanpte gestattet, eine Begrübniskasse für die armen jüdischen Kauflente und Handelsleute zn errichten. doppelt lchmerzlich empfinden, ihren Kindern keine Mittelschnlnnd llniversikätsbildnng geben zu können. Gonvcrnt merit Taurien. Das Komitee zur Beratung der Bedürfnisse des landwirtschaftlichen Betriebes findet, tute aus dem gedruckten Protokolle eines feiner Sitzungen zu eiiluelnin'ii ist, iit der Abwese n heit des jüdischen Elementes eine der Ursachen des Verfalles der Landwirtschaft. Der Beschluß der Versammlung über diese Frage lautet folgendermaßen: „Einen Einfluß auf die Hebung des Handels könnte bei uns nur die den jüdischen Kauslenten und Handwerkern gewährte Erlaubnis, in den Dörfern oder wenigstens in den bei den Eisenbahnstationen befindlichen Ortschaften wohnen zn dürfen, ausüben." Die Versammlung beschloß in Anbetracht dessen um die Erlaubnis anznsilchcn, es möge den Inden das Wohnen in allen Dörfern und Landgemeinden des Gouvernements Taurien gestattet werden. Der Ofsiziersklnb in N i s chn j i - N o w g o r o d beschloß, in Zukunft Gäste jüdischer Herkunft an seinen Familienabenden nicht znzulassen. Lodz. Der hiesige Kapitalist I. Herz hat ein Gesuch eingereicht um die Erlaubnis, aus eigenen Mitteln in Lodz eine ausschließlich für die jüdische Jugend bestimmte Realschule errifttipn r» Die Odessaer palästinensische Gesellschaft hat neuerdings mehrere namhafte Spenden erhalten. So wurden von der Witwe des in Dünaburg verstorbenen Sch. Sacks, laut einer testamentarischen Verfügung des letzteren, 1000 Rubel zur Verstärkung des Fonds der Gesellschaft übermittelt, Moskau. Auf dem vor kurzem hier abgehaltenen allrussischen Lehrerkongresse wurden auch einige die jüdischen Lehrer speziell betreffende Anträge gestellt. Der zur Beratung gelangte Bericht des Herrn M. Jglitzkji bezog sich auf die Gewährung von Pensionen und Unterstütznngsgeldern an die bei Staats- und Gemeindeschulen angestellten jüdischen Lehrer. Der Referent wies daraus hin, daß die jüdischen Staatsschnlen seit dem Jahre 1845 bestehen und daß der Lehrkörper dieser Schulen in den jüdischen Lehrerinstitnten herangebildet werde. Um den jüdischen Lehrern Pensionsrechte zu geben, wurden -ihnen seit 1852 2% von ihrem Lehrergehalte abgezogen und im Jahre 1873 erfolgte der Allerhöchste Befehl, dem Staatsrate den Vorschlag zn machen, daß die jüdischen Lehrer, welche in den jüdischen Lehrernistituten und in den jüdischen Staatsschulen anaestellt sind, als im Staatsdienste angestellt und pensionsfähig zn betrachten seien. In dem am 24. März 1873 erschienenen Artikel 52 über die jüdischen Anfangsschulen heißt es, daß ein spezieller Erlaß über diese Rechte der jüdischen Lehrer veröffentlicht werden wird. Seit dieser Zeit sind aber 30 Jahre vergangen und die Lage der genannten Lehrer hat sich noch immer nicht geklärt, vbschon ihnen während der ganzen Zeit die 2°/0 für den Penfionssonds vom Gehalte abgezogen worden sind. In Anbetracht dessen schlügt der Referent dem Kongresse vor, es möge an den Unterrichtsminister ein Gesuch gerichtet werden, in welchen! um Gewährung der Pensionsrechte aus dem genannten Fonds an die jüdischen Lehrer anznsuchen sei. Dieser Antrag wurde angenommen, dagegen wurden die Referate: a) „Ueber die Erlaubnis, daß die jüdischen Lehrer überall wohnen dürfen" und d) „über die Ausnahme von Kindern jüdischer Lehrer in Mittelschulen und höhere Lehranstalten außerhalb der festgesetzten „Norm" durch den Moskauer Bezirks-Schnlrnspektor zur Beratung nicht zugelassen. Die Zahl der offiziellen jüdischen Lehrer beträgt gegenwärtig ungefähr 1500, unter denen sich nicht wenig Männer mit höherer Bildung befinden, welche es In S e b a st v p o l wurde mit Erlaubnis des Bezirksschulinspektors eine jüdische Talmud-Thora eröffnet, welche bereits 70 Schüler aufweist. Die Emigration der Juden nimmt in Rußland stetig zu. In der letzten Zeit sind aus Minsk mehrere Familien nach Süd-Afrika ausgewan'oert. „Wjestnik Inga" teilt mit, daß viele jüdische Bergarbeiter, welche in den Bergwerken arbeiteten, jetzt aus zweierlei Gründen das Stückchen hartverdientes Brot verlieren müssen. Erstens, weil sie vvn vielen Verwaltungen der Bergwerke als Arbeiter nicht mehr akzeptiert werden und zweitens, weil ihnen das Wohnen dort nicht gestattet ist. Ebenso geht es auch den anderen Handwerkern im Süden Rußlands, welche massenhaft aus den Fabriken entlassen werden und nun mit ihren Familien brotlos dastehen. In K i e w wird eine jüdische zweiklassige Staatsschule (selbstverständlich auf jüdische Kosten) mit einer Abteilung für gewerblichen Unterricht errichtet werden. Kutaiß. Hier wurde endlich nach langen, mühseligen Vorarbeiten eine vom kaukasischen Bezirks-Schulinspektor genehmigte jüdische Schule gegründet. Der Löwenanteil an dem Zustandekonrmen dieses so gemeinnützigen Werkes gebührt dem eifrigen Zionisten Herrn Lang, welcher seit seiner im Jahre 1901 in Kutaiß erfolgten Anstellung als städtischer Veterinär- Arzt unermüdlich an der Verwirklichung desselben gearbeitet hat. Gegenwärtig werden in der glänzend eingerichteten Schule 110 Kinder von vier Lehrern in den allgemeinen und jüdischen Fächern unterrichtet. Bis dahin gab es hier bei einer Zahl von einigen tausend jüdischer Einwohner bloß schmutzige, sanitätswidrige Talmud-Thvras. Wie sehr diese Schule einem dringenden Bedürfnisse entspricht, erhellt aus dem Umstande, daß man unter den grusinischen Juden (welche sich übrigens nach einem jüngsten Erlasse diesen Beinamen nicht mehr geben dürfen), entgegen den allgemeinen Behauptungen, daß es unter den Juden keine Analphabeten gebe, sehr oft Leute findet, welche nicht imstande sind, ihren Namen in russischer Sprache zn schreiben und noch öfter solche, welche keine Ahnung von der jüdischen Schrift haben. das fünfte Jahrhundert neun und das vierte Jahrhundert; gleichfalls neun solcher Koinzidenzen zu. verzeichnen hat. - Ueberhaupt war im vierten Jahrhundert jedesmal, wenn! das jüdische Passah auf Sonntag fiel, zugleich auch Oster-! sonntag (die betreffenden Osterdaten sind: 316, März 25;’! 319, März 22; 323, April 7; 343, März 27; 347, April 12; 367, Llpril 1; 370, März 28; 374, April 13; 394, | April 2); bloß das Jahr 387 macht diesbezüglich eine! Ausnahme, insofern: das jüdische Passah ans Sonntag den! 21. März fiel, während Ostersomttag erst am- 26. April gei feiert wurde.! Deir Ueberliefernngen zufolge ist der Inhalt einer der! ün Jahre 341 voir der Spnode zu: Antiochäa erlassenen Kanones folgender: „Alle, die sich unterstehen, das Gebot der heiligeir und großen Spnode, die zn Nikäa in Gegenwart des srouunen und von Gott geliebtesten. Kaisers Konstantin versamnlelt lvar, in. Betreff des heiligen Festes des Erläsnngspaschas, zir übertreten, fotfen von der Kirche ausgesehlossen und verworfen! fein, wenn sie ans ihrer Streitsucht gegen das trefflieh- Besehlossene hartnäekig beharren. Und zivar gilt dies von den Laien. Wenn aber einer vondeir Kirchenvorstehern, ein. Bisehof, Priester oder Diakon, auch nach dieser Verordnung noch wagen lvürde, zur Zerrüttung; des Volkes und zur Verlvirrnng der Kircheir seinem Ei'gensilln zu folgeil unb mit den Inden Pascha halten, einen solchen betrachtet die heilige Spnode von nn.n air scholl getrennt voll der Kirche, da er nicht llnr für sich sündigt, soildern auch für. viele die Ursache des Verderbens nnb der Zerrüttung ist." Es ist dies uinso! anffallender, als gerade im vierten Jahrhundert jene berühnltell Konzile zll Nikäa (326) lind Antiochäa (341) abgehalteir lvnrden, Ivelche sich mit der Frage des Osterfestes befaßt haben sollell. Unb da ist es deim doch allsfallend, daß, lvenn diese Minzile sieh ernstlich mit der Bestimmung des Osterfestes beschäftigt nnb hierfür eine Regel gesucht hätten, zufolge der das Osterfest nielnals mit dem jüdischen Passah Zllsalnenfalleil solle, schon seit zlvei Jahreil nach dem antiochischen Konzil, näntlich im Jahre 343 und dann wieder vier Jahre spater, im Jahre 347, die Regel vereitelt war, da in diesen Jahren, ebenso wie in den Jahren 367, 370 und 374, beide Feste denn doch zllsamlnellsielen. Aus diesen Tatsachell geht notrvendigerlveise hervor, daß die K'onzile zu Nikäa und Antlochäa sich wohl mit dem Osterstreite, der wegen der verschiedenen Termine, an denen die orielltalische urrd okzidentalisehe Kirche ihr Osterfest bestimillten, zwischen beiden ehristlichen Kirchen ausgebroehen war, eillgehend beschäftigt haben llwgell, aber umnöglich konnte damals der Zweck sein, ein Zusammenfällen des Osterfestes mit dem. jüdischen Passah zll verüneiden. Denn wäre dies der Fall gewesen, so hätte man schon wenige Jahre nach dem Konzil einsehen miisseil, das; dieser Zweck nicht erreicht ist. Hier ist es also direkt unter Androhling einer der schwerstell Kirchenstrafen verboten, das Osterfest gleichzeltig mit dem jüdischen Passah Zll feiern. Da wir aber sehen, UHll |UJtJl ovltujv uuv r^j\ir-r| r| r mir wut uw zusammensiel, so ist es einsoehj nnilwglieh, daß der Beschluß des Kloilzils von Antiochäa in der überlieferten Form erfolgt sei. Tatsächlich erhält auch keiiler der nikäischen Kanones irgend etwas, das ans die Feier des Osterfestes Bezug hätte. Es scheiilt so, als ob man ans den genannten Konzilen nicht so sehr gegen das jüdische Passahfest vorzugeheil beabsichtigte, vielnlehr war man bestrebt, den Zwist, der wegen des Termines der Ostenfeier zlvischell der morgenläildischell Kirche misgeb roch eil war, ehn für allemal zn beseitigen. Die Inden kamen dabei insoferne in Betracht, als ein Teil der Christelr, nanlentlieh. in Kleinasiell, das Fest stets anl gleichen Tage mit den Juden, am Vollmondstage des Monats Nissan feierte, mochte es Ivas immer für ein Wochentag sein, während die Majorität der Christenheit (das Mendland, Egppteil und GriechelllaN'd)^ das Fest stets ank darauffolgenden Sonntage beging. Fiel jedoch das jüdische Passah auf einen Sonntag, so konnte ganz wohl, wie dies die Tatsacheir allch bezeugen, das Osterfest mW' Knvm •‘’ftnTfnTv z11wininciiiRllon