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Jüdisches Volksblatt · 1903-04-10 · 15 (10.4.1903) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
15 (10.4.1903)
Date
1903-04-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt Seite 6 10. April! 903 Nr. 15 den Tag gelegt von einer Härte, die Staunen erwecken muß und in den jüdischen Quellen kaum ihresgleichen hat. In diese Zeit fallen auch jene Stellen in der Bergpredigt und anderswo, welche die strikte Befolgung des mosaischen Gesetzes und selbst der daran sich knüpfenden Ueberlieferungen einschärfen. Einen Wendepunkt bilden die Parabeln, in welchen die Zöllner und die Samaritaner im Widerspruche zu allem, was die Geschichte erhärtet, als Typen wahrer verinnerlichter Frömmigkeit erscheinen, indes die Pharisäer ohne Ausnahme als Heuchler und Scheinheilige gebrandmarkt werden. Auf diesem Wege ging es weiter fort zur Verletzung der Sabbat- und Speiseverbote, womit gleichzeitig eine abfällige Kritik dieser Institutionen Hand in Hand ging. Später wurden die Thora, wie nicht minder die Propheten in aller Form als aufgehoben erklärt und in Verbindung damit erscheint die Apotheose der eigenen Person uii» der Anspruch, einziger Vermittler wahrer Gotteserkenntnis und ausschließlicher Vermittler zwischen Gott und Menschen zu sein. Alle diese Tatsachen wußte keiner durch frappierende Beispiele und Belege ans den Evangelien zu erhärten. So erklärt es sich, wenn der Konflikt bis auf die äußerste Spitze getrieben ward. Trotzdem liegen die Dinge so, daß wir von unserem Standpunkte zu einem abschließenden Urteile über das von den Führern des Volkes beobachtet Verfahren nicht gelangen können. War die Einleitung des Prozesses unvermeidlich oder wäre es vielleicht besser gewesen, wenn sic ihn hätten gewähren lassen? — Daß aber dieser Prozeß sich nicht so, wie die Evangelien ihn beschreiben, abgespielt haben könne, ist außer Zweifel, denn dagegen protestiert die gesamte jüdische Rechtsverfassung, die als ein offenes Buch vor uns liegt. Theologischer Verein der Hörer an der isr.-theol. Lehranstalt in Wien. Mit der Donnerstag am 2. April abgehaltcnen Plenarsitzung schloß der Verein das 19. Semester seines Bestandes. Wie in den früheren Semestern kann der Verein auch in diesem Semester auf eine reiche Tätigkeit zurückblicken. Die Vorträge, die an den einzelnen Abenden im Laufe des Semesters gehalten wurden, gehören verschiedenen Gebieten, wie Philosophie, jüd. Geschichte, Belletristit, Homiletik, Sprach- und Altertumskunde, an. Glauben und Wissen - M. G. Mehrer. Nachkantische Ethik — S. Z i mm e 1 s. Die Beteiligung der Inden an den Frciheitskämpfen im Jahre IS AS — H. S ch wengc r. Die Maudaeer — Dr. S. £) e h s e r. Die Lage der Juden in Rumänien — Dr. A. B e ck. Die Stellung der Juden und Israeliten zu den Fremden — G. Siche r. Saul Czernichowsty, ein junghebräischer Dichter — K. K upfe r. Sabbatay Kohen, ein Lebensbild — Dr. G. Rose nman n. Sabbatpredigt zu Kedoschim — Dr. R. Fede r. Die Gesetze Hmnmurabis und das Gesetz Mosis — M. Tauber. Die syrische Dreschtafel — S. Sfr je. Die Stellung des Rabbiners zum Zionismus — I. 2 t ö tz l e r. Sämtliche Vorträge waren fast von allen Mitgliedern des Vereines besucht und die Diskussionen gestalteten sich zu einem sehr lehrreichen, anregenden Meinungsaustausche über die einzelnen Themen. Jüdisch-Nationaler Slrbeiterverein. Sonntag den 26. April 1903, bei ungünstiger Witterung am 3., resp. 10. oder 17. Mai großes Ansilngsfest nach Hüttcldorf-Knödelhütte, verbunden mit heiteren Vorträgen, Gesang, Damen-Preiswettlaufen, Sacklaufen, Topsschlagen, Gesellschaftsspielen. Koriandoli nsw. und Tanzkränzchen. Aenderungen im Programm Vorbehalten. Zusammenkunft um 2 Uhr im Vereinslokale: 14. Bez., Ullmannstratze 31, Kauerhos, 10. Stiege. Im Falle ungünstiger Witterung findet dortselbst während des Sommers der Tanzknrs stark. Karten zu 30 H. sind im Vereinslokal jeden Sonntag beim Tanzkurs, jeden Monrag und Donnerstag bei den Turnabenden von 7—9 Uhr im Cafe Sch'.venderhof zu haben. Adaß-Jisroel. Sonntag den 5. April a. c. fand die Prüfung an der Privat-Religionsschnle des Vereines „Adaß-Jisroel" (L-chifs- Synagoge) unter Leitung Sr. Ehrwürden des Herrrr Rabbiners S. Fürst) starr. Erschienen waren außer dem Gesamtvorstande der Vereine „Adaß-Jisroel" und „Thora Ez Chajim": in Vertretung des Kultnsvorstandes die Herren Dr. Alfred Berger, Hermann Eltbogen und Bezirksschulrat Dr. Markus Spitzer; des Vereines Montefiore: Herr Jacob Weiß, des Schulvereines des neunten Bezirkes Herr Ntax Pappenheim, ferner Herr Otsschulrat Professor Moritz Äntscherl, der dieser Schule auch sonst mit Rat und Tat bcisteht, Herr Oberkantor Bauer, sowie viele Eltern der Zöglinge und sonstige Gönner und Freunde der Slnstalt. Die große Ungleichheit des Schülermaterials hat die Leitung der Slnstalt veranlaßt, acht Abteilungerr zu kreieren, so daß es möglich war, den Lehrstoff genau dem Wissen und Könnerr der Schüler anzupassen. Diese Einrichtung erwies sich für das Lehrziel als ungemein förderrrd. Von den untersten Klassen, in denen Herr Dr. H. Oesterreicher einen vorzüglichen Grund für die weitere Slusbildung legt, in den Mittelklassen unter Leitung des Herrn A. Feuerring, der auf dem Gegebenen gediegen weiterbaut und besonders in den obersten Klassen unter Leitung des Herrn Dr. M. Rosenfeld überraschten sämtliche Zöglinge durch die Promptheit und Präzision ihrer Antworten. Der Lehrplan in allcir Abteilungen ist ein derart umfassender, daß die gründliche Beherrschung des Lehrstoffes allgemeine Bewunderung erregte. Geradezu rührend war es zu sehen, daß man den Kindern die Freude und den Stolz, dieser Schule anzugehören, vom Gesichte ablese n konnte. Unter dem Jubel der Schüler und Schülerinnen rmd dem Beifall der Gäste hielt Herr Rabbiner Fürst eine Ansprache. in der er in zu Herzen gehenden Worten dem Lehrkörper und Vorstande für ihre aufopfernde Mühewaltung, derr Gästen für ihr Erscheineir dankte und die Kinder unter Slnerkenmmg ihres besonderen Fleißes ermahnte, eifrig sortzuarbeiten und das Erlernte auch in Taten umzusetzen. Znm Schlüsse würdigte Herr Dr. Rosenfeld im Namen des Lehrkörpers in schwungvollen Worten die außerordentliche Sorgfalt, ivelche Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Fürst dem Institute ununterbrochen widmet. Hochbcfriedigt verließen alle Slnwesendcn die Schule mit der Ueberzeugung, einer Slnstalt Ehre erwiesen zu haben, die Großartiges und Nachahmenswertes leistet. Die deutsch-akademische Lesehalle und die Juden. Bekanntlich hat der Arbeitsausschuß der Wiener zionistischen Studentenschaft kürzlich an alle jüdischen Kollegen den Aufruf ergehen lasten, sich schon bei der Jnskribierung ins kommende Sommersemester als Juden zu deklarieren, ob nun die Jnskriptionsblankette den Vormerk »Nationalität" oder „Muttersprache* tragen; denn nur auf diesem Wege läßt sich die bisher praktizierte verlogene Uebung abstellen, daß wir Juden fremden, uns überdies gehässigen Völkern zugezählt werde«. ES ist höchst wünschenswert, daß jener Aufruf auch tatsächlich von den jüdischen Studenten aller Hochschulen, zunächst Oesterreichs, beherzigt n»d befolgt und daß diese Befolgung strenge überwacht wird. Wie notwendig die endliche Abhilfe war und wie verächtlich wir Juden uns durch unsere „Bescheidenheit" selbst bei Freunden gemacht haben, springt mit beschämender Klarheit aus der Eintrittseinladung hervor, welche die liberale Deutsch-akademische Lesehalle in der Wiener Aula ausgehäugt hat. Da heißt es wörtlich: . So unauflöslich auch die unbewußten Bande sind, die den Einzelnen an Geistesart und Sitte seines Volkes knüpfen, die volle Wechselwirkung zwischen Individuen und Gesamtheit kann nur durch bewußte Arbeit uudgewollte Ausscheidung alles V o l k s f r e m d e n aus der eigenen Persönlichkeit erreicht werden. Das dauernde Streben nach diesem Ziele nennen wir nationale Gesinnung. Deutschtum nach Geburt und Sprache genügt uns nicht, wir fordern Gesinnnngsdeutschtum! Somit ist unsere Stellung in der Judenfrage nur eine Anwendung unseres allgemeinen Grundsatzes: Wir verlangen von jedem Inden Selbstzucht und Energie in seiner Assimilationsarbeit. Wer sich deutsches Wesen und Gebaren erworben hat, ist uns zur gemeinsamen Arbeit willkommen. Wer diese Arbeit an sich nicht leisten kann oder will, den schließen wir aus dem Kreise der Volksgenossen aus! . . . ." Zunächst sei auf den groben Widersvruch hinzewiesen, daß die Deutsch-akademische Lesehalle einerseits die unauflösliche Verknüpfung jedes Menschen mit seinem Volke betont und andererseits die Assimilierung der als fremd erkannten Juden zu Deutschen für ausführbar Hali. Direkt infam aber ist es, daß diese Dentschliberalen, während sie von ihren Deutschen gewollte Ausscheidung alles Volksfrcmdcn, d. h. uaiionalc Gesinnung verlangen, dem als politischen Genossen aufzunehmenden Juden die gewollte Ausscheidung alles Volkseigenen, die bewußte Aneignung alles Volksfremden, die Assimilierung, d. h. die nationale Gesinnungslosigkeit und -Lumperei oktroieren. Und woher dieser Widerspruch und dies zweifache Maß? Je nun, diese Juden sind Heloten, deren Sklavendienste das deutsche Edelvolk benötigt, die selbst es aber verachtet. Sapienti satis. Wr.-Neustadt. Zum zweitenmale innerhalb kurzer Frist war der hiesige Kasino-Saal Zeuge von echt national-jüdischen Festen. Das erstemal war es die Makkabäerfeier im Dezember, das zweitemal Samstag den 4. ds., wo sich ein illustres Publikum zu einer zionistischen Schekel-Feier einfand. Unter den Erschienenen bemerkte man Herrn Knltusvorsteher Schischa mit seinem Stellvertreter Herrn Dr. Keßler, den gesamten Kultus-Ausschuß, Herrn Rabbinatsverwcser Weiß und Herrn Oberkantor Landau mit ihren Familien. SlnS Wien waren erschienen Herr Dr. Kahn mit Gemahlin, Herr Dr. Bernhardt, zwei Kadimahner und andere. Nachdem die Gesangs-Sektion des Vereines „Eintracht" einen Eingangschor von Mozart vorgetragen hatte, bestieg der Obmann des zionistischen Lolalkomitees Herr Jakob Jaul das Podium, um die Wiener und Wr.-Neustädler Gäste aufs herzlichste zu begrüßen. Nachher ergriff Herr Dr. Bernhardt als Obmann des innerösterreichischen Distrikts-Komitees das Wort, um den Erschienenen die Grütze aller ilationalgesiilnten Inden zu überbringen. Herr Dr. Kahn entwickelte in inehr als cinstündiger Rede die Zwecke des Zionismus, erklärte das Wort „Schekel" lind bewies schließlich, daß die zionistische Bewegung uralt ist und datz fast jedes unserer Gebete sich mit Zion und Jerusalem befasse. Unter lautem Beifall schloß er feine interessanten Ausführungen mit dem Wunsche, die zionistischen Bestrebungeil in Wr.-Neustadt mögen blühen, wachsen und gedeihen. Nachdem Herr Nosenzweig zwei Gedichte von Morris Rosenfeld borgetragen hatte, ergriff auch Frau Dr. Kahn das Wort; sie trat mit wannen Worten für den Zionismus ein rmd erhielt am Schlüsse ihrer Rede eine prachtvolle Blnmenspende. Nach Frau Dr. Kahn trug Herr Landall jnn. eine voll ihm selbst verfaßte Zions-Hymne vor, Re allgemeinen Beifall fand. Hierauf dankte Herr sind. jur. Weiß bcn Wiener Gästen für ihr Erschcinell, lvvmit die interessmlte Feier schloß. Prag. Gestern hatte die Repräsentanz der böhmischen Landesjudellschaft iil deil kleinen Saal der Produktenbörse eine außerordentliche Festvcrsammlling cinbenifen zu Ehren des vollendeten 70. Lebensjahres und der 30jährigen Wirksamkeit des Herrn Dr. Moritz Lichtenstcrn, Obmailnes dieser Repräsentanz. Obmann- Stellvertreter Herr Dr. Sachsl aus Chrndim eröffnete die Sitzung mit einer schwimgvoNen Slnsprache ail den Jubilar, in dem er seine hervorrageilden Leistungen ans dem Gebiete des böhmischen Judentlims, der verschiedenen von der Repräselltanz errichteten lind verwalteten Stiftlingen rühmend hervorhob. Ihm erwiderte der Jubilar, indem er diesen Dank und diese Slneckeilnung, die ihm hier gezollt wlirden, auf die gesamte Repräsentanz überwies, die ihin stets bereitwillig folgte und ihn unterstützte. Nach ihm sprach Oberrabbiner Herr Dr. Ehrenfeld uild Religionsprofcssor Dr. Kisch namens des Verwaltungsausschusses der Kaiser Frailz Josef-Jubiläuuisstiftinig lPensioiisverein für israel. Lehrer, deren Witwen und Waisen itt Böhmen). Schließlich beglückwünschte noch Dr. Meißner aus Deutschbrod in böhmischer Sprache. Wiederaufnahme eines Mordprozesses. In Dukla ivnrde in der Nacht vom 12. auf den 13. März 1398 der zivanzigjährige Sohil des Schailkivirtes Viktor Geller erinordet. Unbekannte Täter hatteil denselben erdrosselt und hierauf die Leiche in einen tiefen Brunnen geworfen. Die Familie eines zlveiteil Schankwirtes Nanleils Jsak Lichtig erschien verdächtig, aus dlirch Konkurrenzneid hervorgeriifenein Haß den Meuchelmord begangen zu habeil. Slm 13. März 1399 wurden in Jaslo liach elftägiger Verhandlung, bei der 120 Zeugeil zur Einvernehinnilg gelangten, die Slngeklagten Jsak Lichtig uild dessen Kinder Jakob Lichtig und Chaila Lichtig des Mordes, bcziehullgsiveise der Mitschuld au demselben, ferner: Basia Lichtig und die Dienstmagd Katharina Szyndak des Betruges und der Verleumdung Don den Geschworenen schuldig erkannt, worauf der Gerichtshof Jsak Lichtig zu sechs, Jakob Lichtig zu fünf Jahren und Chana Lichtig zu drei Jahreil schweren Kerkers, Basia Lichtig zrl sechs und Kathariila Szyndak zu drei Monaten mit Fasten verschärften Kerkers verurteilte. Das Urteil ist in Rechtskraft erwachsen. Chana Lichtig, Basia Lichtig und Katharina Szylldak haben bereits ihre Strafe ganz, die beiden anderen Verurteilten zum größereil Teile verbüßt. Jetzt hcrt mm, liach Ablauf von vier Jahreil, das Gendarmerieposten-Kommcmdo bei der Staatsanwaltschaft in Jaslo die Slnzcige erstattet, der Meuchelmord an Viktor Geller sei nicht von der Familie Lichtig, sondern, nach verschiedenen ernsten Slnzeichen zu schließen, von einem Grundbesitzer, dessen Name genannt wird, begangen worden. Infolgedessen begibt sich der Untersuchungsrichter Dr. Julius Nowotny voll Jaslo nach Dukla zur Durchführung neuer Erhebungen, nach deren Slbschluß die Wiederaufnahme des Verfahreiis in dieser aufsehenerregenden Slffäre erfolgeil dürfte. Ausirnsv. Die Arche Noich als MttllZtypnd. Es ist schon seit längerer Zeit bekaimt, das; die Münzen der von Antiochius dem Dritten gegründeten Stadt Slpameia Kibotvs in Kleinasien (Phrygien) seit der Mitte des ztveiten »achchristlicheil Jahrhunderts kein heidnischmythologisches Bild trage», sondern eine Slbbildmig der Arche Noahs. (S. Hirschfeld bei Panlly-Wipolva und Head „Hist. Numm." Griechische Ausgabe 2, 212.) Zivei Personen sitzen in einer schivinlinenden Kiste, ans der ein Knabe sitzl; zivei Personen stehen am Lande. Die Taube fehlt auch nicht, „Noe" steht darauf zu lesen. lAbbildung bei Head.) In der letzten Sitznilg der „Sveietli vs Biblieal Slrchaevlogy" besprach E. I. Pjscher diese Münzeli in einem Vorträge „Die Jude» der Diaspora im römischen Galatieu" und machte darauf aufulerksam, das; in den ersteil Jahr- '.s"'-!.->»"> w.'rrr hitn-ii die Anden, die sich in Slpanleia slerender Maglslral yave wm» vic mv Müiiztypus auSgewnlstt, lind so zeigeil die großen Kupfermünzen Slpameia aus der Zeit des Septimus Severns, Macrinus Philippus die Slrehe Noah. (goldene Hochzeit. Vor lurzeni feierten die Schneider-Eheleute Fränkel in Gleiwitz ihre goldene Hochzeit, aus iveleheul Sliilasse deiiselben vonl Rabbiner Herrn Dr. Münz eine voiil Kaiser gewidmete goldene Ehejnbilüumsmednille und ein Kabinettschreibekl überreicht ivnrde. ■ m scher Schulen ui Syrien nno :puui|uuu iumw vw gefaßt, einen besonderen Fonds für bas Erziehungs- und Schulwesen in Palästina, der nach Pinsler benannt werden soll, zn gründen. 60 Prozent von den Spenden worden in der Kassa des Fonds anfbewahrt werden, um eine Hochschule in Palästina zu gründen. .Natürlich werden auch andere Spenden, die von den Spendern zll irgend einem ausgesprochenen Zwecke bestimmt sind, entsprechend verwendet worden. Statistisches aus Deutschland. Ettvas über neun Zehntel der Ehen lvaren konfessionell ungemischte Ehen. Bei 277 480 " --«*•* r,«; i,ik 1A1 frtHinTSMi. bei MitteiUrngen aus dem Mblikum. Der Verein „Rettungs-Anker", lf„ Kaiser Josefsstraße, verteilt am Donnerstag den 9. April im »Hotel Zu Nord" an Arme Mazzoth, sowie auch Geldunterstützungen. Wir empfehlen unseren geschätzten Lesern die Taschnerwaren-Firma Jakob M o l d a u. Diese erzeugt alle Gattungen Holz- und Handkoffer, Taschen und Ledergalanterie-Waren. Spezialist in Musterkoffern und Kassetten. Nur eigene Erzeugnisse. Wir verweisen auf das heutige Inserat. Wir machen die geehrte Geschäftswelt und Hausfrau auf die renommierte Speditions- und Berzollungssirma Engelbert G e l l u e r, J., Po ft gaffe 6, aufmerksam. Die obgenannte Firma hat zur Bequemlichkeit der Kunden ein Telephon mit Nr. 16836 eingerichtet. Der kleinste Auftrag wird auf das pünktlichste effekluierr. Wir machen auf die Slehweinhalle, II., Große Sperlgaffe, besonders aufmerksam. Daselbst gelangen nur unverfälschte Orig. Oesterr. Land- und Gebirgsweine zu billigen Preisen zum Ausschank. Als besondere Spezialität ist Schratte u berge r- W e i n in weiß und rot zu empfehlen. 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Volksblatt", daß es sich in der ganzen Rabbinerfrage nur um eine Komödie handelt, da die Kandidaten vom Anfang an festftanden, stellt sich als imumstiößlich wahr heraus. Für uns ist diese Sache iwch nicht abgetan, denn wir werden noch ini späterer Zeit Gelegenheit finden, gegen dieses bis jetzt! noch nicht erhörte Vorgehen der Kultusgemeiude Stellung zu nehmen, um der Bevölkerung zu zeigen, wie mau ihre Vertreter als Marionetten benützt. Aber die Frage erlauben lvir uns heute schon an die geehrten Herren des Gesamt-Kultusvorstandes zu richten, wie Sie es mit Jhrenr Ansehen in der Bevölkerung veeinbaren können, daß fiee nur als Statisten g'ebrauD werden, um im Plennnr zll allem. An len zll sagen, was im Vertreter-Kolleginm allsgekocht wird. Selbst die wenigen Agenden, welche die neue' Geschäftsordining dem Plenum Vorbehalt, werden durch diese Machillationen ihm entzogm. Hoch lebe der Absollltisnrus in der Kultus gemeindet —ps Sriesüasten. Sin das Protestkomitee! Wir haben den bewußten Artikel nicht veröffentlicht, haben daher keinen. Slnlaß, einen Protest gegen diesen Strtikel zu veröffentlichen. Maunfried. Gut qemeint, aber nicht geeignet. Landau. Gleichfalls wie vorangehend. Max Hurtig. Wenden Sie sich an das Nechtsbureau deS Jüdisclren Volksvereines, 2. Bez., Leopoldsgnsse 49.

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