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Jüdisches Volksblatt · 1903-02-13 · 7 (13.2.1903) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
7 (13.2.1903)
Date
1903-02-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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N r. 7 \\,r i ‘‘ •' i, Frc-itas Jüdisches Volksblatt 13. Februar 1903 Seite 7 Professor Joest, die die Schule in Tetuan kürzlich besuchte, erzählt, daß auch die christlicheil Kinder die von der Mischien Gemeinde in Tetuan subventionierten beiden Schulen besuchen. lieber die Schwierigkeiten des Unterrichtes erzählte ihm die Lehrerin Fräulein Behar: „Denkeil Sie einmal, ich stoße beim Unterricht auf das Wort Walzen. Kein Kind hall aber jemals -einen Wagen gesehen, denn es gibt feinen in Tetuan." Nur anl Hose des Sultans soll es in Fez einen Wagen geben. Bei den grundlosen Wegen im Lande wäre auch mit einem Fuhrwerk niemandem gedient. Neben den jüdischen Elementarschulen, für die sich die Konsuln der europäischen Mächte sehr interessieren, bestehen ailch an mehreren Orten Haiidiverker- und Ackerbauschulen der israelitischetl Gemeinden, sahne Handarbeitsschulcn sür Mädchen. Es wäre traurig, wenn dieses Knltnrwerk ins Stocken käme. Ein jüdisches Auswanderungsbureau. Die Errichtung eines jüdischen Auswanderungsbnreans dürfte binnen kurzem zur Verwirklichung gelangen. Seit Jahren fordern einsichtsvolle Männer int Judentum bi'c Schaffung einer Organisation zum Schuhe der jüdischen Auswanderer, welche alljährlich in der Stärke von 100 000 Seelen ihre östliche Heimat verlassen, um in fernen Ländern ein neues Asyl zu suchen. Auf dem weiten Wege von dem Heimatsstädtchen bis zum Bestimnnmgsorte sind diese unsere armen Brüder und Schwestern den schlimmsten Unbilden Preis¬ Heroismus zugute geschrieben werden. Wer verzeichnet die Zahl der gefallenen Menchenopfer, wer die der jungen Leute, die nicht von der Kugel des Kriegers, sondern vom Henker ans dem Leben geschaffen wurden. Ebenso können wir auch nicht zählen die jüdischen Freiwilligen, die auszogen und nicht mehr einzogen ins Elternhaus. — Jüdische Mädchenopfer gab es wohl nicht, zumal wir keine Aristokraten besitzen — nun, um diese Opfer hat die polnische Sache wahrlich nicht angestanden. Uns geht es aber zumeist darum, uns Rechenschaft zu geben, was dann nach dem „Kracia-"Rufen, welche den geldspendenden Juden zugerufen wurde, geschah. Ob es auch zu Gunsten oder gar zum Gegenteile ansgeschlagen ist. Diese historische Untersuchung muß früher oder später einen Fachmann finden, wenn die Geschichte der Juden vom Jahre 1848 weitergeführt werden soll. Diesem werden wohl eher alle Behelfe dieser so hochwichtigen und hochernsten Zeit zur Verfügung gestellt werden, als uns. Wir können gleichsam in Brouillon Vorarbeiten helfen. Gehen wir daran. Vater Jakob der Gegenwart möchte heute ungefähr einen ähnlichen Traum wie sein Urahne träumen. Auch er würde etwa von einer Leiter träumen, deren unterste Sprosse auf heiliger galizischer Erde, deren Spitze in dem Ministerpalais in Wien sich befindet, mit deren Sprossen man ein beständiges Auffieigen der polnischen Nation und ein Niedersteigen oder Hinabsteigen des jüdischen Volkes in Galizien wahrnimmt. Das Jahr 1863 hat unser Volk in noch ziemlich guten, gegeben. Sie werden von den verschiedensten Behörden malträtiert und von gewissenlosen Agenten und sonstigen berufsmäßigen Betrügern oft um ihren letzten Groschen betrogen. Viele werden noch in der zwölften Stunde in ihrer letzten Hoffnung getäuscht, indem sie am Ziele ihrer Sehnsucht von den Behörden am Landen gehindert werden. Alte diese schweren Uebel ließen sieh durch Errichtrmg eines Aus Wan d er u n gsb u rem« s, das an allen Ans- und Einwanderuugsplätzen geeignete Filialen, hätte, leicht beseitigm, und wir können zu unserer großen Genugtuung nur mitteilen, daß der erste Schritt zur Gründung eines solchen Bureaus bereits im Gauge ist. Wie Mr. M. L. Cohen in der Sitzung des Londoner Board of DepuKes vom 25. Jänner mitteilen konnte, wird in den nächsten Wochen schon in London ein „Jnfonnationsbureau für _ jüdische Auswanderer" eröffnet werden. Dasselbe wird hauptsächlich über England und dessen Kolonien Auskunft erteilen und die Auswanderer! über die Plätze unterrichten, wo bereits jüdische Gemeinden bestehen oder in denen Nachfrage noch bestimmten Kategorien von Arbeitern und Handwerkern vorhanden ist. Es ist das noch nicht sehr viel, aber der Anfang ist gemacht und wir zweifeln nicht, daß die neue Institution sich mit der Zeit zu dem so sehr dringend notwendigen Answandeiilmgsbnreau auswachseu wird. Das vierzigjährige Ausstaads- Jubilaum der Polen in Galizien. Krakau, Ende Jänner. Am 21. Jänner wurde in allen Städten Galiziens der Wiede-kehrende 40iäürige Gedenktag des polnischen Aufstandes gefeiert. Dieses Faktum hat für niemand etwas Befremdendes, noch Aufregendes. Man kann es den Polen, die erst ein Jahrhundert lang ihre Selbständigkeit eingebüßt haben, nicht verargen, wenn von Zeit zn Zeit ein rückwirkender patriotischer Gedcu-ke in ihnen sich regt und eine nervöse Zuckung ibren Volkskörper ergreift. Am allerwenigsten haben wir Juden Veranlassung, dagegen zu remonstriren. Hat nicht, der Bar Kochba'sche Aufstand eine Million blutiger Opfer gekostet kaum hnndertfünfzig Jahre nach der Zerstörung des jüdischen Reiches und halten wir nicht mit kalenderischer Genauigkeit alljährlich unsere neunzenhnndcrtjährige Nationaltrauer ab!? Freilich gleicht unser Narioualnnglück in keiner Werse dem polnischen. Blieben ja die Polen Herren ihrer Scholle selbst, als das polnische H-'rrschechans des Thrones verlustig wurde. Wir Juden aber verloren nicht bloß unser Königshaus, sondern auch jeden Fußbreit nationalen Bodens unseres angestammten Ahnenlandes und gerieten nicht bloß in fremde Länder, sondern auch unter barbarische Stämme. Der Grund, weshalb wir aber vor diesem sremdnationalen Feste Notiz nehmen, ist der Konnex, welcher sich herausgcbildet zwischen den Polen und den Juden Galiziens und den Glauben erweckte, daß das Fraternisieren in nationalpolitischen Glnttagen seinen Wärmeeffekt auch für weitere Zeitläufte behalten könnte. — Wir wollen daher dieses Thema sine ira et studio einer näheren Besprechung würdigen. Am 21. d. M. hielt im Lemberger israelitischen Knltustempel der Prediger Herr Dr. Jecheskiel Caro eine bescheidene Andacht für die gefallenen Aufständler ab. Ob mit Recht wird mancher Nengirige fragen und wir möchten dieses nicht ganz verneinen. Zumal auch jüdische temperamentvolle junge Leute am Aufstande sich beteiligten, sonnt auch jüdisches Blut dem pol-! uischen sich beimischte. In noch größerer Zahl ist das jüdische flüssige Gold in die polnische Kontribtttionskasse geflossen, ohne die polnische Kriegskaffe hiedurch entweiht zu haben. Freilich war es nur ein Bruchteil unseres Volkes, welches ans überhetzter Phantasie ihr Leben der polnischen Insurrektion zum Opfer brachte. Wer würde auch bei ruhiger politischer Erwägung der so ganz unpolitischen und strategisch fast unmöglichen Insurrektion sich hinopfern! — Geschah ja diese auf Grund einer vagen Zusage Napoleon 111. dem polnischen Volke, welches bei alldem seine Söhne in die Greuel eines Gemetz^js (denn Schlacht kann man es ans völkerrechtlich-strategischer Rücksicht nicht heißen) sandte und seine Edeltöchter die an das angenehme Dasein eines polnischadeligen Schlosses gewöhnt waren, in männliche Kleidung gesteckt, in nächtlicher Finsternis, das Gewehr umgehängt, allen Gefahren einer derartigen Kampagne anssetzte, möge dieser blutige I schier patriarchalischen Verhältnissen getroffen. Es durfte sich j frei bewegen, hatte zudem Wohlwollen einer Zentralregierung j zu gewärtigen, welche die treue Anhänglichkeit an Kaiser und , Staat stets in Betracht zog. Handel und Wandel mit allen! möglichen Produkten war ihnen nicht vorenthalten, diese j Situation besserte sich mit der Emanzipationsära stetig.! Im galizischen Landtage gab es noch Freiheitshelden: Dr.! F. Smolka und andere; in Wien eine illustre gesetzgebende i Gesellschaft voll Adel der Gesinnung und Freiheitsliebe. Diese j führten als Menschen die Sache des jüdischen Volkes. Die Führer des jüdischen Volkes, wie Kuranda und andere, würden es ja als einen Schimpf angesehen haben, pro domo sprechen j zu müssen und den Juden, den die damalige Fortschrittspartei! so gerne in eine Camera obscura hineingesetzt hätte, gar!kraß hervorzukehren. Die jüdische Intelligenz sandte ihre besten Kräfte in den Dienst des Staates, die heute noch als die letzten Reste einstiger österreichischer Freiheit und Gerechtigkeit sprangen. In unserm galizischen Heimatlande trugen sich die j Dinge anders zu. Der Aufstand gegen Rußland wurde kanonisiert, j Die polnischen Führer wußten die österreichischen Regierungen ganz zu umgarnen nnd im Reichsrate als ganzes und einiges Kontingent mit den Ministern nach dem Schlüssel Do ut des zu handeln und glückliche politische Geschäfte abzumachen. Gegen die Juden aber wurde Jan Dobrzanski, ein Vorläufer und Zeitgenosse des Jan BratianN losgelassen, welcher mit unerhörtem Zynismus eine journalistische Hetze in seiner „Gfazeta narodowa“ arrangierte und in seinen Artikeln des Jahres 1867 seinen Brotherren wie dem polnischen Volke die Parole gab: „Kampf gegen die Juden auf ökonomischem Gebiete" mit der Begründung: da es nicht möglich, dieselben mit Feuer und Schwert sofort auszurotten. Dieser edle Jan ließ sich auch von seinen Gassenbuben als Krol Jan apostrophieren, als er sich die — Konfederatka auf sein teures Haupt und den Kontusz ans seine Schulter setzte. Er blieb bei diesem Artikel nicht stehen, sondern griff überall in den vollen journalistischen Unrat, wo immer er gegen Inden anzutreffen war, und entleerte ihn in die Spalten seiner „Narodowa“, je giftiger, je brennender, umso lieber. Wir standen diesem Hetzblatte ratlos gegenüber, selbst unsere Eingabe an Lasser (der übrigens der erste Geheimrat des latenten Antisemitismus mit Fug und Recht genannt werden kann) blieb erfolglos. Der politische Verein „Schomer Israel" sammelte die Mittelpartei des Volkes, allein das Gesetz ließ eben nicht die Bildung von Filialen zu. Darin lag der Grund, daß er nicht, wie es nötig war, mit der Energie eines großen Apparates vorging. Nicht wenig trug die Abneigung gegen die Unterstützung eines Vereines bei, welcher weniger zur Förderung der Wohltätigkeit, als vielmehr politischen Zwecken diente. Es braucht nicht erst hinzngefügt werden, wie die journalistische Brandschatzung und Drangsalierung der polnischen Blätter zur Einschüchterung unserer Volksmassen einerseits wie zur Verbreitung der feindlichen Stimmung im Lande andererseits, zu Boykotten — offenen und geheimen — führte. Einmal gelang es wohl die galizischen Juden zu einer politischen Tat zusammenzubringen, allein der mittlerweile im eigenen Lager im galizischen Israel entstandene Bruderzwist, der trotzige, unüberlegte Kampf der Chaffidim, von einem Wrukelschreiber geführt, brach unsere Kraft nnd so sonderten sich eine Fortschrittspartei unter dem berühmten Namen „Polacy mojzyszowego wyznania“ (Talmi-Polen) und die Schomeristen ab. Das patriotische Israel, das an einem Scheidewege angelangt war, verlor gerade in jenem wichtigen Zeitpunkt, 1878, seine Aktionsfähigkeit. Llephusar-Nepborad (zerstreut und zersetzt) merkten sie nicht, daß die Zeit echter bürgerlicher Freiheit für die Juden bereits ans der steilsten schiefen Ebene war. Seit jener Zeit gemeinsamer politischer und religiöser Fahnenflucht, welche alle in den vierzigjährigen Zyklus fallen, sanken die jüdischen Lebensgeister von Stufe zu Stufe und mit ihnen die ökonomischen und moralischen. Wie ganz anders geht es unseren Polnischen Landsleuten. Bei ihnen wirken alle möglichen Kräfte, von der allmächtigen katholischen Kirche nnd dem allmächtigen Fendaladel bis zn jenen bürgerlichen Elementen der Intelligenz, die mit offenen Händen antichambrieren, um Aemter und Würden in Empfang zu nehmen, zusammen. Alle bilden eine Organisation mit dem Hackenkopf, dem Polenklub. Kein Wunder, daß dieser als der Mittelpunkt jedes Brotgebers und Brotnehmers gefürchtet und angebetet zugleich wird. Die Polen haben also verstanden, aus einer von Wien regierten Nation ein Volk zn machen, das ganz Oesterreich beherrscht. Die Juden aber sind heute zu Parias herabgesunken, dank ihrer politischen Unreife nnd der Fahnenflucht einiger sogenannten Führer, alias Verführer, die für ihren Verrat mit Mandaten belohnt wurden. Werden auch diese Zeilen wie die Worte des Rufers in der Wüste verhallen? S a m u e l s o h n. Eiugesendet. Sehr geehrte Redaktion! Die „M akkabäerfeier" ist glänzend verlaufen, zu unserer Freude und Genugthunng, aber auch zum größten Aerger unserer Gegner, wie dies die giftgeschwollenen Artikel zur Genüge beweisen, was uns ebenfalls freut. Allen, die mitgewirkt haben an dem großen Erfolge, gebührt unser Dank und Anerkennung. Hierbei »vollen wir nicht vergessen der Geschäftsleute, die in entgegenkommendster eWffe die Feier dadurch förderten, daß sie den Kartenverkauf übernahmen nnd die Plakate in ihren Lokalen affichierten. Sie haben sich angesichts der herrschenden Stimmung in Wien dadurch sehr exponiert nnd verdienen umsomehr unsere Unterstützung, welche wir ihnen in erster Linie durch recht zahlreichen und anhaltenden Besuch ihrer Geschäfte zuwende» sollen, ja müssen. Wir gecbn uns der angenehmen Hoffnung hin. daß diese Anregung die Unterstützung von Seiten der geehrten Redaktion finden wird und zeichnen, im vorhinein dankend Hochachhmgsvoll Dr. Cohn nnd Schlesinger. W i cn, den 0. Februar 1908. *' Zur „Nastelbinder"-Anfführung im Carl-Theater. Seit 20. Dezember wird im k. k. priv. Carl-Theater eine Operette unter dem harmlosen Titel „Der Rastelbinder" aufgeführt. Daß in dieser Operette ein Jude Wolf Bär Pfefferkorn vorkommt, würde einen Nationaljuden nicht genieren. Doch glaube ich, daß Herr Victor Leon (Auch-Jude), der Autor des Stückes, Herrn Pfefferkorn nicht eine so verächtliche Figur spielen lassen müßte, als es tatsächlich der Fall ist. Der Zwiebelhändler Pfefferkorn ist ein armer Jude ans Tcencsin, der n. a. folgende „geistreiche" Bemerkungen macht: „Ans Heiraten denk ich ebensowenig, wie ans Baden; wenn ich mit meinen krummen Füßen in ein Bad ginge, so wäre das eine Mesalliance israelite (I)", oder: „ich Hab' seit zwei Wochen keine Zeit gehabt, mir die Hände zn tvaschen!" Dazu kommen diverse Anspielungen auf die große Nase, auf die Moral der Inden, auf die Speisegesetze nsw. Im ersten Akt sagt Pfefferkorn z. B.: „Ich kann nicht überall essen, ich Hab' eine Art Magenkatarrh l" Im zweiten Akt wird der vorlaute und freche Pfefferkorn plötzlich als personifizierte Feigheit dargestellt, da er es nicht wagt, sich einem Pferde zu nähern und natürlich beim Reiten abgeworfen wird. . . Es ist erklärlich, daß derartige antisemitische, dem „Kikeriki" entnommene Witze die jüdischen Besucher des Carl-Theaters nach nnd nach verscheuchen. Uebrigens stellt sich nach solchen stumpfsinnigen Bemerkungen durchaus nicht der gewünschte Erfolg ein. Bei manchen Stellen konnte man sogar ein deutliches Zischen vernehmen. Unglaublich ist es nur, daß sich jüdische Zuhörer Derartiges von jüdischen Schauspielern in einer von Herrn Leon verfaßten Operette gefallen lassen müssen. Das 11. priv. Carl-Theater scheint ein Konkurrenzunternehmen der Budapester Orpheumgesellschaft zu werden. Sapienti sat. Wien, 9. Februar 1903. Heinrich Steiner. Mitteilung aus dem Publikum. Herr und Frau B. Sigs r i e d und Frau Rosa Knecht geben die Vermählung ihrer Kinder Rosa und Adolf bekannt, welche am 22. Februar um hall» drei Uhr nachmittags im Tempel 20. Bez., Kluckygasse, stattfindet. Telegramm-Adresse: Sigfried, 2. Bez., Schifshof, T. 26. Samstag den 14. ds. veranstaltet der „Allg. Diskussionsklub" im Cafe „Rahnhof" einen Diskussionsavend, den S. Lirblinsky einleiten wird. Briefkasten. Halberthal. Nicht geeignet. —m.—k. Budapest. Bitte um Geduld. Aron recte Adolf Herzler wird aufgefordert, in Sachen feiner Zuständigkeit seine neue Adresse dem Bureau des „I. V." bekanntzugeben. Eisler ad. 1. Wir besprechen nie ein Buch, das uns nicht zugesandt wird. ad. 2: Nicht geeignet. Mitteilungen desVereines für unentgeltlich. Arbeitsnachweis. Der Verein filr unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 18.920) Vorgemerkt sind: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 7 Anstreicher, 6 Aufpapper, 7 Bäcker, 9 Buchbinder, 1 Kartonagearbeiter, 1 Drechsler, 16 Elektromonteure, 9 Fleischhauer, 3 Friseure, 7 Glaser, 6 Goldarbeiter, 24 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 24 Hilfsarbeiter, 4 Hutmacher, 2 Kellermeister, 9 Kellner, 1 Kürschner, 3 Kutscher, 6 Laufburschen, 5 Lehrlinge, 1 Magazineur, 2 Maschinisten und Heizer, 6 Metallarbeiter, 13 Monteure, 38 Schlosser, 21 Schneider, 10 Schuhmacher, 18 Spengler, 1 Steinmetz, 18 Tapezierer, 6 Taschner, 24 Tischler, 9 Uhrmacher, 2 Zeichner, 1 Zimmernmlcr, tüchtige und verläßliche Ha«smeister. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 6 Vranntweinverschleißer, 20 Buchhalter nnd Korrespondenten, 116 Kommis diverser Branchen, 63 Kontoristen und Strazzisten, 4 Inkassanten, 13 Kanzlisten und Schreiber, 4 Manipulanten und Expedienten, 11 Platzagenten und -Vertreter, 33 Praktikanten. 13 Reisende. Weibliche Abtheilung. 7 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 68 Kontoristinnen und Kanslistinnen, 2 Krabattenzuschneiderinnen, 14 Expedientinnen und Manipulantinnen, 3 Hilfsarbeiterinnen, 1 Kassafrüulein, 16 Näherinnen nnd Schneiderinnen, 21 Praktikantinnen, 63 Verkäuferinnen, 4 Verschleißerinnen, 8 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. 43 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, tvelche Gymnasiasten urrd Realschüler unterrichten), 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Offene Stellen. Von männlichem Personal: Mehrere Kontoristen mit böhmischer Korrespondenz, mehrere Kontoristen mit ungarischer Korrespondenz, 1 Saldo-Kontist, absolvierter Handelsakademiker von der Manufakturbranche, mehrere Kommis der Spezereibranche, mehrere Lager- und Kontorpraktikanten.

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