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Jüdisches Volksblatt · 1903-01-16 · 3 (16.1.1903) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1903)
Issue
3 (16.1.1903)
Date
1903-01-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 3 Wien, Freilai.' Jüdisches Volksblatt Jänner 1003 Seite 7 c) „Warum, weinen Sie, Frau?" - — „Wie soll ich nicht weinen? Ich bin so unglücklich. Mein Mann ist in Amerika und ich bin hier mit den drei Kindern. Wenn ich um eine Uuterstübung bitte, sagt mail mir: „Sie sind jung, gehen Sie arbeiten!" W a s soll i ch nt i t d e n K i n - d e r n t u n V Soll i eh s i e li i e r l a s s e n, soll i ch sie t o t s ch l a g e >l? I ch h a b' a l l e s d e r k a u f t, i ch h a b' n i ch t s in e h r. Sol! i ch m i ch diell e i ch! v e r k a u f e n V" d) Ein alter Mann. „Haben Sie Kinder^" — „S i e b c n h a b' i ch; aber sie sind alle in Pittsbnrg, in Amerika." — „Geben sie Ihnen zum. Leben?" — „Wie sollen sie mir gebeil? I e d e r v o it i h n e il hat f n il f bis s e ch s K i n d e r." c) „Wo ist Ihr. Mann?" — „In Eanada, seit Schebuoth." — „Sind daS Ihre Kinder?" — „Ja, ich Hab' sechs Mädchen uild zwei Knaben." — „Wer ist jene Alte?" — „Das ist meine Schwiegermutter; sie ist gelähmt. Meine Müdeheil. arbeiten; die eine (1.4 Jahre alt ) verdient JO F r anes im Monat, die aildere (12 Jahre) 8 F r a il c S. Mein Knabe verkaust Ansichtskarten in den Kaffeehäusern lind verdient 80 E e n t i m e S o d e r e i n e n Ir a n e in d e r A a ch t. U it d dav o re lebe it lv i r . . . ." .... Und so geht es weiter und lveiter. Der rmnänische Berichterstatter' (Alex. Jonescn) beschreibt die Wohnungell, die furchtbar armen, falten, frostigeil, nassen, dunklen Stuben, ttt welch eil alles zusammengepfercht liegt. Jede setiler Erzählungen ist eine erschütternde Tragödie. Und als er viele blutige Wunden gelüftet hat, läuft er eicksetzt davorl. „V o il all e n V e z i r k e n, d i e i ch u n t e r s u ch t h a b e, i st, o h n e z u ü b e r t r e i be n, der j ü d i s ch e d e. r ä r ul st e. Was ich dort gesehen habe, trotzt jeder Vorstellung. Ich selbst glaubte bis jetzt, dieBeschreibungen feien übertrieben. Was ich aber, mit meineil eigenen Augen sah, hat mich entsetzt. Es ist mir schwer zu glauben, das; sich in London und Paris elendere Viertel befinden. I ch k ön nie lv e 11 c n, d a s; jeder M e n s ch, d e r i m A u s l a n d e die ä r m st e n Stadtteile g e s >e h c n h a t, wie v e rstc inert ff c f) c n bleib e! tr würde, wenn ich ihm die Wo h it unge n zeigen w it r dc, dieich b esucht Hab e. N ach dies e n S z e n e n — fügt, später Jonescn hiilzn — h a 11 e i ch n i ch t m e h r d o'n M u i m eine lt ntersn chu n g e n f o r t z u s e tz e n. Vor E n t s e tz e n verzichte ich." Trotz dieser Beschreibungen kann sich nur derjenige einen Begriff von der Tiefe des Elendes machtzn, der die jüdische Arbeiterschaft in Bukarest aus früheren Zeiten her kennt. Wie sind diese lebenslustigen, stolzen, wohltätigen. Leute, die früher so leicht einem halfen, wie sind sie selbst so tief gesunken, daß das Betteln ihr einziges Mittel geworden! " tz, g Erngesenster. Zur S p r a ch e n f r a g e! Nummer 1 dieses Blattes vom 2. Jauner d. I. hat ein gewisser Dr. Erfahrung aus Uug.-Brod „zur Frage der jüdischen Nationalsprache" noch die folgende lächerliche Frage aufgeworfen: Ist der Jargon denn überhaupt eine Sprache? Der Jargon ist ein korruptes Deutsch in.Verbindung mit Floölcln aus allen Sprache», eine lvahre Olla potridal — Es macht mich stutzig, daß ein Manu, der, wie^ sein Name zeugt, ein gelehrter Mensch ist, eine solche närrische Frage publizieren kann. Ist dies eine Frage? Ist eine Mundart, die zirka 8 Millionen Juden führen, keine Sprache? Ist die holländische Mundart, darum, loeil sic ein korruptes Deutsch ist, leine Sprache? Diese Frage, ob der Jargon eine Sprache ist, ist schon längst bejahend beantlvortcr. Hier, in der durch Herrn I. Lunetzky in diesem Blatte eröfsneteu Diskussion, handelt es sieh nur darum, welche bou den beiden Sprachen, die wir Juden, als sonderbares Volk, mit Ausnahme bou allen anderen Völkern der Erde, unter denen es kein einziges gibt, das zlvei Sprachen haben soll, besitzen, unsere Nationalsprache sein soll. Das ist eine wichtige und schioer zu beantlvortende Frage. Es ist keine «müßige Frage", kein „Streit um des Kaisers Bart". Einerseits steh: die hebräische Sprache, eine alt-neue, vom Tode auferstandeue, neubelebte Sprache und, um mit den Worten des Herrn Dr. Erfahrung zu sagen, „die Sprache der Thora, unserer Propheten und Liturgie, das einzige Band, ivelcheS die Juden aller Länder und Sprachen umfaßt", andererseits die. Jargon-Sprache, ein junges aufblühendes Spröstlein, eine Sprache, die in sich die schönsten und witzigsten Ausdrücke aller Länder, die lvir in dem ziveitansendstihrigen Exil durchlvandert haben, ausgenommen und ihrer Eigenart angepastt hat, und einem Gefäße, gefüllt mit wohlriechenden Blumen und Kräutern (Olla potridal) gleicht. Die Jargvn- S p rache kann und darf lvahrlich nie unsere Nationalsprache sein, dagegen kann aber, meiner Meinung nach, die hebräische Sprache nie eine Volkssprache werden, lvähreud die Jargon-Sprache es schon ist. Ich spreche, daher hier meine Meinung aus, das; es auch so, wie eö sich jetzt verhält, auch bleiben soll, und lvie ich hoffe, auch bleiben Ivird. Daß die Jargon-Sprache unsere Volkssprache, die Sprache zur Heranbildung des ungebildeten Pöbels und die hebräische, unsere. Nationalsprache, unsere Sprache nach außen, die den Sprachen aller anderen Völker hoffentlich gleichkommen oder noch überragen Ivird, sein soll. K o l o m e a, am 7.' Jänner 1003. I. H. Bücher-Einlanf. Der zweite Jahrgang des „D o n Q u i x o t e" wird mit dem Aufsehen erregenden Aufsatze „Der deutsche Kaiser und Exzellenz Goethe" bon Hermann Hafner eröffnet. Mit Temperament und Freimut geschrieben, bringt er eine durchaus originelle Charakteristik der neudeutschen Politik. Ferner enthält Heft 37„Glossen" von Josef Spiegler, solvie eine prachtvolle. Skizze „Laster" von Octave Mirbeau, die das Heikelste mit hohen: Ernste schildert. Es folgt der Dialog „Die Geliebte", der die vielbemerkte Reihe tendenziös-philosophischer Gespräche fortsetzt, das Kampfspiel, „Der Neujahrsausgleich" und der gelungene „Saucho Panza" („Reisebrief"). — Bezugspreis für Oesterreich-Ungarn, ganzjährig, portofrei, K. 14.—, halbjährig, portofrei, St. 7.—; für das Deutsche Reich, ganzjährig, portofrei, Mark 12.—, halbjährig portofrei, Mark 6.—; für die übrigen Länder des Weltpostvereines, ganzjährig, portofrei, Mark 14.—, halbjährig, portofrei, Mark 7.—. Einzelne Hefte 40 Heller (35 Pfennig). — Mau bezieht den „Don Quixote" in allen Buchhandlungen,' ZeitnugSburcanx und Postanstaltcn sowie beim Verlage: Wien, 1. Vez., Bauernmarkt 3. Briefkasten. I. M. Der zum Herrenhansmitglted ernannte Generaldirektor der Nordbahn, Hsfrat Jeitteles, ist schon lange kein. Jude. Die Präsidentin des Wiener HauSfranenvereines, Frau. Ottilie B o n d y , ist die Schwester des Herrn Jeitteles. Die edle Matrone lies; sich k n r z n a ch ihre m G ebnrts t a g c1 n n d k n r z v o r d er Er n e n nn n g ihres B r u d e r s z u m H e r r e n haus in i t g I i; c b c taufen. Ob _ ein Zusammenhang zwischen diesen Tatsachen besteht, Ivissen wir nicht, aber in Oesterreich ist's nicht unmöglich. Vergeiüurg. Erzählung aus der Zeit des zweiten polnischen Aufstandes i>m Jahre 1861. Von P e r e z S m o l e n s k i. Einzig autorisierte Uebersetzung aus dem Hebräischen. Von Otto Werne ck. Als Karl das Haus verlassen wollte, erhob sich Aurelie von ihrem Platze. Ans ihre» Lippen erschien ein ironisches Lächeln und mit einer Gcberde unsäglicher Verachtung schüttelte sie das Haupt. „Dnmmkopf!" murmelte sie vor sich hin- „Dein Größenwahn läßt dich sehr gering von einem Polnischen Edelsrnnlein denken, in dessen Händen die Schicksale einer tapferen Naüon und der Wille ihrer Fürsten rnhen. Glnnbst du wirklich, daß ich jemals dir angehören, die Blüte meiner Jugend einem schmutzigen Judenjungen schenken werde? O» welch ein Tölpel bist du! Ekelt mich doch schon daS entwürdigende Liebesspiel an, das ich heute mit dir treiben nmß, so lange ich nnd meine Bundesgenossen deiner Hilfe bedürfen. Wenn wir aber am Ziele sind nnd die Herrschaft unser ist, dann werde ich dir die Augen öffnen über deine wahre Stellung in unserer Gesellschaft und du wirst dich wohl noch glücklich lchätzcn, wenn man dir gestatten wird, zum Lohne für deine Aufopferung unbehelligt in unserer Mitte zu wohnen.-" Aurelie war nur eine Vollstreckerin der strikten Befehle ihres Vaters, der sich gezwungen gesehen hatte, nach Paris zu flüchten. Er kante die Wirkung, welche ihre begeisternde Beredsamkeit nnd ihre blendende Erscheiuuug selbst auf Feige und Unentschlossene auszuübcn vermochte und trug ihr auf, mit allen Mitteln — erlaubten und unerlaubten, mit List nnd mit Güte — im Dienste der Revolution zu arbeiten. Zu klug, um den großen Wert einer einmütigen Beteiligung der Juden Polens an dem Aufstande zu verkennen, wies er sie an, sich auch ihres Beistandes durch Versprechungen aller Art zu versichern und Aurelie führte die empfangenen Weisungen mit peinlicher Gewissenhaftigheit durch. So kam es, daß die Fäden der Revolution in ihren Händen zusammcnliefen. In ihrem Hause fanden die regelmäßigen Zusammenkünfte der Verschworenen statt, wurden die Beratungen abgehalten und die geheimen Korrespondenzen mit dem Auslande dirigiert. 2. Kapitel. In einer jener engen, nebeligen, von keinem freundlichen Sonnenstrahle erhellten Gassen, wie sie dem verachteten, aller Rechte beraubten Volke zum Wohnsitze dienen, steht ein niedriges Haus, die Wände gebeugt vom Alter nnd die Fenster bis zum Erdboden reichend. Auf dem Dache hat eine Storchenfamilie ihr Nest gebaut. In ruhiger Stille, wie in einem Totcntale, leben die Bewohner dieses Hauses dahin. Das Geräusch des Lebens dringt nicht zu ihnen, und das Brausen der Stadt stört nicht die Ruhe des gemiedenen, von allen Freuden abgeschnittenen Judenviertels. Das Brot, das dort gegessen wird, ist mit Prcisgebung des Lebens erkauft, und das Wasser, das die Bewohner des Ghetto trinken, haben sie für ihr Herzblut eingetnuscht. Dicht aneinandergedrängt stehen die Häuser, als ob das Land zu enge wäre und keinen Platz hätte für die Ansgestoßenen der Gesellschaft. Und mögen sie sich auch tausendfach vermehren — der Raum, der ihnen zum Wohnen angewiesen ist, darf die Grenzen der Jndenstadt nicht überschreiten. Was soll auch de«: elenden, im tiefsten Herzen verzagten Volke das strahlende Licht deS Lebens! . . . O ihr herzlosen Barbaren! Hat nicht jedes Geschöpf seinen bescheidenen Anteil an Leven und Sonne? Ihr aber habt auch dies den Unglücklichen geraubt. Empfingen doch alle Menschen die Erde als ein Geschenk aus Gottes Hand, noch ehe der Zwist der Religionen Bruder gegen Bruder hetzte! Und nun verstoßt ihr sie um des Gottes willen — sie, die doch derselbe Gott gleich geschaffen! Mit der Fülle des grauenhaften Elendes beladen, das ihr über sie gebracht, nnd das sie vergeblich von sich avzuwälzen suchen, schleppen sic ihr Leben dahin. Der Segen der Fruchtbarkeit wird an ihnen zum Fluche. Denn in dem Maße, wie sie sich vermehren, wird ihnen der Mangel an Raum, Luft und Licht fühlbarer, und ihre Lebenssphüre ist verpestet, ist Schmutz und Unrat. Euch aber genügt auch das nicht. Zn dem trostlosen Jammer, dessen Größe jeder Beschreibung spottet, fügt ihr noch den ätzenden Hohn, und jenen, die ihr selbst beschmutzt und in den Kot gestoßen, ruft ihr euer giftiges: „Fort, schmutziger Geselle!" zu. O, es gibt keinen Verrat, der dem euren an Schändlichkeit gleicht .... Dem Hause, in welches wir unsere Leser führen wollen, würde man es von außen gewiß nicht ansehen, welche Reichtümer sein Besitzer, Hirsch Goldheim, darin anfgestapelt hat. Einst, als noch wohlorgnnisierte Räuberbanden es nicht nötig hatten, im Schutze der Wälder zu Hausen und auf heimlichen Wegen ihrem Gewerbe nachzugehen, sondern wie ehrliche Menschen gekleidet, am Hellen Tage in die Häuser der Juden kamen, um deren Schätze zu rauben, wußten sich viele nicht anders zu helfen, als indem sie ihre Habe in ihren engen, winkeligen Hausern vergruben, an versteckten Orten, die dem Auge des Räubers unzugänglich waren. Der öffentliche, schamlose Raub hat nun allerdings aufgehört» aber die Juden wohnen noch immer in den alten Ruinen wie früher, und das Haus des Acrmstcn unter ihnen weist keinen Unterschied auf gegen das des Reichsten ihrer, dem alle Genüsse erreichbar sind. In das geschilderte Haus begab sich Karl, die engen Treppen in wilder Hast hinnnstürmcnd, so daß er beinahe ein junges Mädchen, welches aus dem oberen Stockwerke hernntcrkam, niedergcrannt hätte. „Was hast dn denn," rief sie ihm entgegen, „daß du in solcher Eile dahcrstürmst?" „Verzeih, habe ich dir weh getan?" „Ach, nicht der Rede wert, aber sieh mich nur an! Merkt man nicht, daß ich heute in der Druckerei mitgeholfcn habe? Mit meinen eigenen Händen habe ich selbst einige Blätter gedruckt, bis der Arbeiter zurückkam. Nun aber will ich rasch Kleider wechseln." Damit eilte sie fort nnd Karl betrat das Wohnzimmer seines Vaters. Dieser, ein ehrwürdiger Greis, saß in einem bequemen Lehnsessel, vor einem Tische, der mit wissenschaftlichen, alten und neuen Werken in hebräischer nnd in anderen Sprachen, bedeckt war. Es war dasselbe Zimmer, in welchem einst Hirsch Goldheim sein Vermögen gesammelt hatte — langsam und unverdrossen, in der emsigen Art der Ameise. In jungen Jahren ein fleißiger und tüchtiger Kaufmann, hatte er sich mit zunehmendem Alter vom Geschäfte gänzlich zurückgezogen, um sich ungehindert seinen Studien — religiösen nnd weltlichen — widmen zu können, und stand in großem Ansehen bei seinen Glanbensgenossen wie bei Andersgläubigen. Dieses Gemach betrat nun Karl in seiner vornehmen ungewählten Kleidung und in froher Stimmung. „Gott grüß dich, Vater," sagte er, indem er Hut und Stock auf den Tisch legte. „Du wirst erstaunt sein, daß ich so spät komme. Ach ja, du sitzest da still und zurückgezogen in deinem Gelehrtenstttbchen, siehst nichts als deine Bücher, und merkst gar nicht, wie sich da draußen ei« Unwetter über den Häuptern der Russen drohend zusammenzieht, um ihr Heer zu überschwemmen und ihr Joch von dem Halse der Polen nbzuschüttcln." „Ist das auch wirklich wahr?" „Ja, Vater, der Geist der Freiheit durchweht die Stadt Warschau und hat die Herzen aller erobert. Nicht kehrt man sich au Klassen- und Neligionsuntcrschiede — die Wahrheitsliebe üb erdrückt jede soziale Kluft und vermittelt zwischen den Gegensätzen. Der Vornehme fühlt sich als Bruder des Armen und dem Christen ruft der Jude Worte der Ermutigung zu. Ja, an dem Tage des Sieges werden die Mauern des Ghetto fallen, auf dem Throne des Menschenrechtes wird die Liebe sitzen und freudig wird der Jude sich zu seinem Glauben bekennen, ohne sich fernerhin seiner zu schämen." Der Jüngling zog ein Medaillon-Porträt ans der Tasche nnd fuhr fort: „Hier hast dn den Beweis! Dieses Bild haben die christlichen Geistlichen der Judengemeinde zum Zeichen, daß der alte Haß geschwunden ist, geschenkt. Sie selbst tragen als Symbol der Sklaverei eiserne Kettlein am Halse, mit dem Bildnisse ihres Erlösers, der gleich ihnen seiner Rechte beraubt wurde und sein Volk mit seinem Blute versöhnte." (Fortsetzung folgt.) öbel in denkbar bester Ausführung, altdeutsch und politiert, zu sehr billigen Preisen bei Jfac. Jfeiss Wien, IX., Porzellang’asse Nr. 20. Gegründet 1890. — Provinzversandt streng reell. Mein neues Album sammt genauesten Abbildungen gegen 30 kr. in Briefmarken Langjährig. Lieferant des Vereines der k.k. Staatsbeamten etc Mitteilungen desVereinesfür unentgeltlich. Arbeitsnachweis. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, li., Tabor- * Strasse 59 (Tele p h o n Nr. 13.920) Vorgeraerkt sind: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. ' 6 Anstreicher, 6 Bäcker, 11 Buchbinder, 3 aKrtonagearbeiter, 5 Drechsler, 6 Elektromonteure, 9 Fleischhauer, 3 Friseure, 5 Glaser, 9 Goldarbeiter, 35 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 41 Hilfsarbeiter, 1 Hutmachcr, 2 Kellerarbeiter, 5 Kellner, 1 Kürschner, 2 Kutscher, 7 Laufbursche::, 4 Lehrlinge, 3 Magazineure, 1 Maschinist und Heizer, 4 Metallarbeiter, 11 Monteure, 39 Schlosser, 31 Schneider, 1 Schriftsetzer, 15 Schuhmacher, 13 Spengler, 1 Steinmetz, 16 Tapezierer, 2 Taschner, 16 Tischler, 11 Uhrmacher, 2 Zeichner, 5 Zimmermaler, 4 Zuckerbäcker, tüchtige und verläßliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte 4 Braimtlvoinberschleißer, 20 Buchhalter und Korrespondenten, 104 Kom:nis diverser Branchen, 56 Kontoristen und Strazzisten, 3 Inkassanten, 8 Kanzlisten und Schreiber, 9 Manipulanten und Expedienten, 12 Platz-Agenten und -Vertreter, 25 rPaktikanten, 9 Reisende. Weiblich» Aldheilunti. 3 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 81 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 1 Krabattennäherin und Zuschneiderin, 13 Expedientinnen und Manipulantinnen, 6 HilfSarbeiterinnen, 1 Kassafräulein, 4 Modistinnen und Staffiererinnen, 3 Näherinnen und Schneiderinnen, 12 Praktikantinnen, 62 Verkäuferinnen, 2 Verschleißerinnen, 2 Sitzkassiererinnen, 13 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse : Geistige Arbeit. 48 Hauslehrer und Hofn:eister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 3 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Offene Sielien. Von männlichem Personal : 1 Kommis der Geschäftsbücherbranche, 1 Kommis der Modisten- und Schneiderzugehüre, 1 Kontorist (mit Kenntnis der Papierbranche), 10 Kontorpraktikanten, 26 Lagerpraktikanten.

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