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Jüdisches Volksblatt · 1902-11-28 · 48 (28.11.1902) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
48 (28.11.1902)
Date
1902-11-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Die Aussprüche, Gedichte, Erzählungen, Abhandlungen, Musikstudien, welche dank den Bemühungen des Vorstandes des „Ferienheim" in diesem bemerkenswerten Buche vereinigt wurden, gestalten sich durch die Uebereinstimmung aller Nationen, me darin vertreten sind, zu einem überwältigenden Plebiszit für die Ferienkolonien und für die den armen Kindern -uzuwendende Sorgfalt derjenigen, die, sei es mit Glücksgütern oder mit Geistesgaben nusgestattet, dazu beitragen sollen, daß die Wohltaten in zweckmäßiger Organisation der Kinderwelt zugute kommen. Mit einem stimmungsvollen Spruche eröffnet dre Komgrn- Dichterin Carmen Sylva die Sammlung. Ihr tiefes Müempfinden für fremdes Leid kommt in den Worten zum Ausdruck: ,.L«s laruiea sor.t lutnineuses car ila refletent le ciel.“ Durch ihren Beitrag hat aber Königin Elisabeth auch zu erkennen gegeben, daß sie mit voller Sympathie das Werk der Kinder pflege begleitet, wie sie ja nicht bloß in ihren Worten, sondern auch in ihren Werken allezeit sich der Armen und insbesondere der Kinder anzunehmen bemüht ist. Zwei Staatsmänner reihen sich an, der österreichische und der italienische Unterrichtsmnnster, Ritter von Härtel und Guido Baecelli, ersterer mit dem Spruche : „Benevolentia lux in tenebris!" letzterer mit den Worten: ,,&i dev« instruire il popolo quanto basta, ina educarsi piü que si pui." 82 Schriftsteller haben Beiträge geliefert — die Reihe schließt Emil Zola. 26 Schriftstellerinnen, 1 l Maler, 2 Malermnen, 11 Musiker, 2 Musikerinnen, 11- Sänger und Schauspieler, 17 Sängerinnen und Schauspielerinnen, 3 Theologen, 4 Professoren, 3 Aerzle und Philosophen, 1 Architekt haben mit ihren Gedanken in Bild und Wort und Tönen das Buch geschmückt; aus JtaUen, Frankreich, Rumänien, England, Rußland, Japan kamen Beiträge, die das Buch so reich gestalten, wie kein anderes seinesgleichen bisher erschienen ist. Ein Wunsch beseelt sie alle, daß auf den Altar der Wohltätigkeit unermüdlich Opfer dargebracht werden. Diesem Wunsche schließen auch wir uns in dem Sinne an, daß wir das Buch wärmstcns anempfehlen, dessen Reinertrag der Förderung der Zwecke des „Ferienheim" gewidmet ist. Emgesendet. Mn offener Brief an Dr. Rosenbachcr, Kultnsvorsteher in Prag. Es,W eine erwiesene Tatsache, daß ein großer Teil der Kulthsgemeinden im Geinemdelmnde, deren Borsitzender Sie sind, mit Ihren Leistungen nicht zufrieden ist. Die Gmnde sind verschiedene. 8lls Hauptigmnd würde ich das Nichtstun im Interesse der Kultusgomeinden betrachten..^ Wenn sich nun eine Anzahl Kultusgemeinden bemüssigt fühlt, einen nciuen Verein zu gründen, der das Interesse' aller Knltusgemeinden Böhmens wahren soll, und zwar ohne Nücksicht darauf,/ ob alle diese Killtnsgelneinden der. zu errichtenden ismelitischen Landeskammer sich gleich anschließen, so betreten. Sie den Weg der Unduldsamkeit, indein Sie mich als Proponenten in der Ihnen eigenen Weise angreifen'. •> Ich habe hierauf zu erwidern:. Ich kann von Ihnen weder Art noch Weise lernen, „lieber die Form", in der ich an die Kultusgeineinden die Anffordertlng zur Gemeinsamkeit gerichtet, habe, will ich kurz bemerken: Im Laufe von zwei Monaten habe ich an 12t)0 Briefe geschrieben. Die Bekämpfung Ihrer. juristischen Einwendlmgen muß ich einem anderen überlassen. Ich willl jedoch bemerken, daß, wenn es Aerzteko.mmern>' und ZldvoLaten^ammevn gibt, es umso notwendiger ist, israelitische Landeskammern zu errichten. 'Die Rechte, welche diesen nach den bestehenden.Gesetzen erteilt würden und die Pflichten, welche diese in Bezug 'der Glaubensgenossen übernehmen' würden, zu bestimmen, ist dann Lnche der Kammer, bis sie konstiltüiert ist. Daß Sie, Herr Dr. Rafenbacher, dieser Einigimg des Jndeiitums Ihre persönliche jnridisch-wisseusä>aftliche Gegnerschaft entgegenschen werden, darauf waren die Proponenten gefaßt. Julius Bondy, Killtusvorsteher in Horowitz. -- Aufruf! Die Stadt Äntab (Türkei) wurde vor kurzem durch eine Feuersbrunst vollständig vernichtet und sind dabei 400 Glaubensbrüder um ihr Hab und Gut gekommen. Auch die Schule samt allen Büchern ist zugrunde gegangen. Die jüdischen Bewohner befinden sich in einer traurigen, jeder Beschreibung spottenden Lage und sind genötigt, von Zwiebeln ihr Dasein zu fristen. Auch mangelt es ihnen an Kleidern und Schuhen. Der Grand- Rabbiner Sa ul D a v i d Sitton wendet sich daher im Namen der unglücklichen Bewohner an alle edlen Glaubensgenossen mit der Bitte um hilfreiche Unterstützung. Spenden nimmt der Präsident der türkisch-sephardischen Gemeinde, Herr Bankier Markus Russo, Wien, IX., Türkenstraße 33, entgegen. 4- Ein Mädchen, 19 Jahre alt, sehr tüchtig in der Wirtschaft, auch in der Schneiderei sehr versiert, wünscht als Stütze der Hausfrau Stellung. Geneigte Anfragen an Leopold Vogel, Agent, Proßnitz. Mitteilungen des Vereines für unentgeltlich. Arbeitsnachweis. Der Verein für uiwntgvilliiwsn Arbeitsnachweis, Wien, ii., Taborstrasse 59 <T p I p ).) hon Nr. 13.920) V o r g e in e r kt, s i n 3 : I. Klasse: Manuelle Arbeiter. <1 Anstreicher, 5 Aufpapper, 8 Uiicker, 3 Buchbinder, 1 Buchdrucker, 4 Kartonnagoarboiter, 7 Drechsler, 2 Elektromonteure, (> Fleischhauer, 3 Frisetiro, 4 Glaser, 13 Goldarbeiter, 40 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 54 Hilfsarbeiter, 1 Ilutniacher, 3 Kellermeister, 4 Kellner, 8 Kutscher, 2 Laufburschen, 17 Lehrlinge, 2 Magazineure, 1 Maschinist u. Heizer, 5 Metallarbeiter, 4 Monteure, 37 Schlosser, 10 Schneider, 5 Schuhmacher, 20 Spengler, 1 Steinmetz, 0 Tapezierer, 10 Tischler, 5 Uhrmacher, 4 Zeichner, II Zimmennaler, 4 Zuckerbäcker. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 7 Branntweinverschleisser, 25 Buchhalter und Korrespondenten, 05 Kommis diverser Branchen, 55 Kontoristen und Strazziston, 7 Inkassanten, 11 Kanzlisten und Sehreiher, 8 Manipulanten und Expedienten, 8 Platz-Agenten .und -Vertreter. 50 Praktikanten, ' 6 Reisende; Weibliche Abtheilung. ' 25 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 102 Kontoristinnen u. Kanzlistinnen, 7 Expedientinnen ii. Manipulantinnen, 0 Hilfsarbeitei innen, 0 Köchinnen, 4 Modistinnen, 28 Näherinnen u. Schneiderinnen, 20 Praktikantinnen, 02 Verkäuferinnen. 10 Verschleissorinnen, 11 Wirtschafterinnen und Stützen der Haiofrati. III. Klasse: Geistige Arbeit. Offene Stellen. 51 Hauslehrer ii. Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 4 Lehrerinnen und Erzieherinnen.! Vom männlichen Personal : Mehrere Konfektionskürschner, meiner Mahagonitischler, 1 Handschuhmacher, 1 Blusenmanipulant, 1 Kontorist (Kenntnis der Möbelbranche),- 1 Buchhalter (I. Kraft, bilanzfühig). ,Von weiblichem Personal: : Erzieherinnen, mit perfektem Französisch. Manipulantinnen für Blusen und Kinderkleidchen, jiinge Hilfsarbeiterinnen. ii ^njj|7nTHn ym aiSDSi t;t;' jsp yix :fj?öD»p lya^VTj?*! — .fyprn dpvt'B’-ivd fl. 3.60 468 ta'ü Nr. 5 (fl.— 85 Nr. 0 5. 6. 640 809 :jy,Ti3«£5 v'1» jjnritm 12: J. LEWiNSON, WIEN I., Adlergasse 12 ODESSA, Kanatnaja 12. JPTW11 uw bpsariow BMWWWlM tsDj’SS’a ispnaKB jM,,a p« WjWWWM .bj’b-ujbujb .eaitya Ssiya'x .c*as-.a n Ich Hnna Lsillag« mit meinem iss Zentimeter laitfienRfescn’Eoreiey-lMar, habe solches infolge umonat- Hclieu ßebrauthes meiner, jclbfterfunbcncn pomade erhalten. Dieselbe ist als das einzige lllitlel gegen Nusfallen der fjaare, zur Förderung -des Wachstums derselben, zur Stärkung d. k)aarbodens anerkannr worden, sie .beförderr bei ljerre» einen vollen kräftigen Bartwuchs und verleiht schon nach kurzem Gebrauche sowohl dem Uopfals aud) dem varthaare natürlichen Glanz und fülle und bewahrt dieselben vor frühzeitigem Ergrauen bis in das höchste Alter. preis eines Tiegel» fl. 1.—, fi, r.—»tiz.— und ti. s.-. Postverranä täglich gegen porelurenäung de» Betraget oder mittelst Postnaehnadme der ganzen lv eit aus «ler pabriir. wohin alle HuttrSge zu richten sind. Knaben-Ulster Schulanzug Knaben- / Winter-Havelok (alles reime Schafwolle)- Jacob Roth- %% berger, k. u. k. HoflieferaÜt'tzn, l., Step h an s - platz 9. F ü r N i ch tko n v e n ie re n dies wird das. Geld retoürg eg eb e m WIEN, I., Graben 14. BERLIN, Friedrlchstr. 56. i'ffi MLlteilnngen aus dem ünüliltum. 40.000 Kronen beträgt der Haupttreffer der Wiener Kunstgeiverbe-Vereius-Lotterie. Wir machen unsere geehrten Leser darauf aufmerksam, daß die Ziel)uug unwiderruflich am 15. Jänner 1903 stattfindet dückiscber Oberlehrer nimmt einen Schüler in Pension — Gewissenhafte Nachhilfe. — Zuschriften an „Oberlehrer 100“, Wien, 11,, Slefaniestrasse, postlagernd erboten. ne Reklame verkaufen wir eine Anzahl von Winterröcken mit schiefen Taschen in dunkelgrau, schwarz und blau a fl. 12.—, sage zwölf Gulden. Feinere und feinste fl. 20.— und fl. 24.—, Raglans und Ulster aus dickem Doublestoff fl. 18.-- und fl. 2o!—, graue Coachman-Winter- Ulster, dasDauerhafteste, fl. 24—. Pelze, und zwar : Jenotten- Stadtpelz mit Prima-Seal-N-Kragen fl. 50. —, Prima-Nerz- Mnrmel - Stadtpelz, mit schwarzem Prima-Seal-Kragen fl. 70.—, Prima-Biber-Stadpelz mit Prima-Persianer- Kragen fl. 86.— re. rc>, Pelzsakko mit Murmelfntter und Biberkragen fl.28.—,Pelzsakko mitWallabysfutter u.Biberettekragen fl. 24.— rc., Schlafröcke fl. 6.50, fl. 9.— und fl. 12.—, Kamelhaar-Moraensakko fl. 11.—. 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