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Jüdisches Volksblatt · 1902-11-21 · 47 (21.11.1902) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
47 (21.11.1902)
Date
1902-11-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien» Freitag Jüdisches Volksblatt 21. November 1902 Nr. 47 Nr. 4' Zu Heu Wahlen! Nur noch wenige Tage trennen uns von den Kultuswahlen!! Scheinbar handelt es sich um unwesentliche Dinge, i:n: geringfügige Verbesserungen, um administrative Details. In Wirklichkeit aber stehen vitale Interessen jüdischer Individualitäten und Gruppen auf dem Spiele, es handelt sich um wichtige Ausgaben der Gegenwart und nächsten Zukunft imb mehr vielleicht wie bei einer anderen Wahl muß hier Farbe bekannt werden. Partei ergreifen, wird hiermit zur notwendigen Pflicht. Daher dürfte vielleicht dieser Appell irr letzter Stunde gar manchen aufrütteln und wir wenden uns nicht allein an das „Jüdische Gemüt", sondern auch an den guten „Jüdischen Kopf". Unsere Gegner verbreiten die Ansicht, daß wir den Wahlkampf mit den vergifteten Pfeilen des persönlichen Angriffes zu führen gedenken. Wir geben aber an der Spitze unseres Blattes die Erklärung ab, daß wir gegen die Mitglieder des Kultusvorstandes, als Privatpersonen betrachtet, nichts einzuwenden haben, daß wir überzeugt sind, daß einzelne unter ihnen große Opfer an Zeit und Geld gebracht haben und daß gar mancher voi: den an der Regierung besindlichen Herren nicht nur Fleiß, sondern auch ün Detail viel Verständnis und Intelligenz aufweist. Aber darf uns all dieses am sachlichen Kampfe hindern, gebietet uns dieser feste Glaube an die persönliche Ehrenhaftigkeit einzelner Gegner, unsere entgegengesetzte Anschauung a u f z u g e b e n, soll Achtung vielleicht die p r o g r a m m a t i s ch e D i f f e r e n z überkleistern helfen, sollen wir in der Anständigkeit, mit der wir diesen Kamps zu führen g edenken, etwa so weit gehen und den Syftemwechsel, der: die Bevölkerung mit tiefer Sehnsucht h e r b e i w ü rr s ch t, aufgeb e n? Nein und tausendmal nctit, wir werden fortfahren, unseren Gegner persönlich zu achten, systematisch zu bekämpfen. Es ist keine Systemänderung notwendig, argumentieren viele unserer Gegner, es handelt sich nur um eine bessere Verwaltung, die angestrebt werden soll. Nun wollen wir gleichsam im Vorübergehen darauf Hinweisen, daß gewiegte und gediegene Kenner der Verhältnisse mit dem Gottesdienste nicht zufrieden sind, daß manches an der Armenpflege zu wünschen übrig bleibt. Wir wollen mit entern einzelnen Blicke die Tatsache streifen, tvelche in einer öffentlichen Versammlung vott einem Kultuswähler, bis jetzt uttwiderlegt, enthüllt wurde, die schwerwiegende Tatsache nämlich, daß von der Gemeinde aus Lieferungen nicht nur an N i ch t j u d e n, sondern sogar irr, manchen Fällen an ausgesprochene Antisemiten vergeben wurden. Sicherlich sind alle diese Uebelstände gu beseitigen. Aber es hartdelt sich um mehr! In der Kultusgemeinde soll gut verwaltet werden, das ist richtig, ebenso richtig, wie daß üt der heutigen Kultusgemeinde nicht sehr gut verwaltet wird, aber die Hauptsache ist und bleibt, daß wir in der heutigen Vertretung den mode r tt jüdis ch e tt Geist vermissen, der utts vor allen: nottut. Ja der modern jüdische Geist, er ist in diesen Reihen nicht zu fiubett. Ein altmodischer, patriarchalischer Standpttitkt herrscht hier vor, Philanthropie an Stelle der Sozialpolitik, lautet in vielen Fällen die Parole. Zt: große Achtung vor dei: Neichen statt des richtige,: demokratischen Gefühls ::nd weil die Kultusgemeinde von diesem modernen jüdischen Geiste nicht durchdruntzenist,äst dies unerhörte Wahlsystem möglich geworden, das m einer privilegierten Wahlkurie mündet und bei aller Sachlichkeit muß es gesagt werden, daß das Judentum attf das schwerste kompromittiert wird. Wir sagen kompromittiert, wir ziehen da§ Wort nicht zurück, denn die besten und edelsten Menschen der Welt können in öffentlichen Angelegenheiten eine Sache verwirren, komplizieren, ja kompromittieren. Einerseits schlägt die Schaffung einer privilegierten Wahlkurie allen Traditionen des Judentmns geradezu ins Gesicht, andererseits wird diese Wahlordnung nach außenhin einfach zur politischen Gefahr. Wie müssen alle Nichtjuden über die Tatsache denken, daß wir, die stets von Unterdrückung, von Verfolgtwerden sprechen, in unseren eigenen Reihen die Freiheit geradez:: knebeln. Wie sollen die Juden nach außen einen erfolgreichen Kampf tzegen den Antisemitismus führen können, wenn sie in ihrer ureigensten Organisation Ungerechtigkeit auf Ungerechtigkeit, Beraubung und Beschneidung der elementarsten Volksrechte aufeinanderhäufen? Ist daher nicht ein neuer Geist notwendig, brauchen wir daher nicht eine Systentänderung, können wir es länger dulden, daß brave, ehrenwerte', ja edle Männer durch Mangel an Einsicht in die soziale Entwicklung unser Judentum auf das schwerste kompromittieren!!! Wir wenden uns in letzter Stunde noch mit einer anderen Erwägung an die Einsicht der Wähler! In der Woche, wo wir an die Vorbereitungen zur Wahl schreiten, feiert man im Judenviertel par excellence, in der Leopoldstadt, ein antisemitisches Siegesfest. Es dürfte vielleicht auch manchem politisch ungeschulten Kopfe der Gedanke kommen, daß zwischen diesen, scheinbar so verschiedenen Dingen ein inniger Zusammenhang, obwaltet. Mangel an sozialem Verständnisse, Furcht, sich offen als Jude zu bekennen, die verfehlte Politik der liberalen 'Schlagworte, sie haben die Niederlage bei den Landtagswahlen ebenso bewirkt, wie sie unter anderen Bedingungen und anderen Formen die bisherige Rückständigkeit der großen jüdischen Selbstverwaltung verursachten. M sind am 23. dieselbe n Macher bei den Wahlen und es ist auf jeden Fall derselbe antintoderne jüdische' Geist. Es wird daher nicht besser werden im Reichsrate-und Landtage und in der Gemeindestube, bis es mchEin der „eigenen" — Organisation besser werden wird. ( Sicherlich spielen bei. der Bekämpfung des Antisemitismus auch andere, von: Willen der Juden unabhängige Faktoren mit, aber eine erfolgreiche Bekämpfung ist nur möglich, wenn die Juden selbst sich zu reiferen Politikern heranbilden. Mehr soziales Verständnis auf der einen und mehr jüdisches Gefühl auf der anderen Seite — bedeutet weniger Antisemitismus. Die „Wiedereroberung" Wiens hängt viel mehr, als man allgemein glaubt, von einer guten und vernünftigen Vertretung des Judentums ab. In diesen: Sinne ersuchen wir alle einsichtsvollen Juden, für unsere Kandidaten zu stimmen. Renegaten. II. Eine Anfrage an den Minister Dr. v. Härtel. Zu den vollkommensten Assimilationstypen Wiens gehört neben Karlchen Mießnick, auch Fackel-Kraus genannt, und neben dem geschmadten Rabbinatskandidaten Tillinger, welcher sich als „Gamliel" im „Deutschen Volksblatt" entleert, der unter dem Decknamen „Eugen Friedrich Höfler" für das gleiche Organ schaffende Renegat und Gymnasialsupplent Dr. Friedrich Hirsch. Gut jüdischem Hause entsprossen — noch leben sein alter braver Vater und seine Schwestern — findet Hirsch sein Lebensglück darin, bei jeder Gelegenheit Juden und Judentum aufs unflätigste zu beschimpfen; dabei verschlägt es ihm nicht, daß nicht bloß seine ureigene Verkehrssprache von Ghetto-Naturlauten widerklingt, sondern — wie fatal! — auch seine Schriftsprache — Höfler, der Heine- Hasser, fühlt und lobpreist sich nämlich als Dichtergestirn erster Größe 1 Jüngst hat sich nun Freund Hirsch verbrannt. Mittwoch den 5. d. M. mußte er sich vor dem Strafrichter der Leooldstadt, Gerichtssekretär Dr. K ü n st l e r, gegen eine Ehrenbeleidigungsklage verantworten, die sein bisheriger Schüler Friedrich S. gegen ihn erhob. Dr. Hirsch wurde im Sommer während der Ferien vom Bauunternehmer Sucharipa ausgenommen, um den jungen Mann für die Maturitätsprüfung im September vorzubereiten. Als die Lehrzeit zu Ende ging, blieb der Vater des Schülers dem Lehrer 166 Kronen schuldig, die dieser gerichtlich einklagte und später auch erhielt. Bevor es zur Zivilverhandlung kam, wurden zwischen Dr. Hirsch und Herrn S. sowie seiner Gattin einige Briefe gewechselt. In einer offenen Korrespondenzkarte schrieb Dr. Hirsch an Frau S. unter anderem: „Hat Ihr Mann e p p e s wegen der hohen Feiertage nix Zeit, zu bezahlen? Gott wie talentvoll; Ihrem Bübchensollte man das Höschen h erunterlassen und Fünfundzwanzig geben!" Der junge Sucharipa, der nun die Technik besuch:, erhob durch Dr. Viktor Rosenfeld die Ehrenbeleidigungsklage. Der geklagte Lehrer behauptete, durch einen unhöflichen Brief des Schülers gereizt worden zu sein. Durch seine Bemühung bestand Friedrich Sucharipa die Püfung und wenn sich dieser als Akademiker wird eine Existenz gründen können, ist dies nur sein Verdienst. Dieser Undank des Schülers empörte ihn und er ließ sich zum Schreiben dieser Karte hin reißen. Dr. Nosenfeld legte einen Brief des Dr. Hirsch an Frau S. vor, welcher die Ursache jener von dem Schüler geschriebenen Antwort war. In diesem Briefe droht Dr. Hirsch, er werde die Sache in die Zeitung geben, damit man wisse, daß S. den Lehrer seines Sohnes nicht .bezahle. — An gekl.: Das war doch nichts Beleidigendes. — Dr. Rosen feldr Etwas anderes gewiß nicht.' Ich könnte Ihnen sogar sagen, daß dieser Passus an das Verbrechen der Erpressung grenzt und daß wegen der Drohung mit der Ver« öffentlichung in der Zeitung letzthin einer zu einer Kerkerstrase verurteilt wurde. Nach durchgefühctem Beweis verfahren beantragte Dr. Rosenfeld die Bestrafung und wies darauf hin, daß es dem Angrklagten, der noch vor kurzer Zeit Jude war, beliebte, in der seinem Stande gewiß nicht geziemenden Korrespondenzkarte zu „antisemite ln". — Der Richter verurteilte Dr. Hirsch zu 50 Kronen Geldstrafe. Merkwürdig ist bloß das eine, daß sich noch immer jüdische Eltern finden, die einem solchen Renegaten die Erziehung ihrer Kinder anvertrauen, als ob nicht hunderte von gleichbefähigten und dabei ungetauften jüdischen Akademikern darbten und aufs Stundengeben geradezu lauern. Doch so fassen unsere biederen Liberalen den Kaddisch. Von Victor Fleischer. Nach langer Zeit zum erstenmale wieder in der Synagoge der Heimat. Weiß eigentlich nicht, warum ich hergegangen bin. Aus Frömmigkeit gewiß nicht. Es ist allesnoch wiefrüher.Der Tempelgesang ist immer noch so schlecht und es geht gar nicht recht feierlich zu. Und doch ist alles so traulich und heimatlich. Die braunen Bänke, die Galerie auf den schlanken Säulen, vorne der kleine Altar mit der Bundeslade und darüber das große, färbige Glasfenster, durch das die letzten Abendschimmer hereinscheinen, das ist alles wie ein süßes, wehmütiges Erinnerungsbild. Und dazu die altehrwürdigen Gesänge, die noch immer dieselbe Macht auf mich üben wie einst. Da wird so viel Längstoergessenes in mir lebendig. . . Es ist alles ganz so wie früher . . . Auf ihren Stammplätzen sitzen noch immer die Väter der Gemeinde; hier und dort fehlt einer, den der ewige Friede umfängt. Mancher ist grau und alt geworden, seit ich ihn nicht mehr gesehen... Ueber dem Altartische flimmert die rote Lampe. Darunter singt mit sonorer Stimme der alte Vorbeter. Einschmeichelnd drängen sich die Worte an mich heran, wie mit einem Zauber umfangen mich die vertrauten, lange entbehrten Klänge . . . Jetzt treten aus den Reihen der Bänke die Männer vor, die da trauern um heißgeliebte Verwandte, die da beweinen ihren Vater, ihre Mutter, ihre Geschwister. . . Mir hat's einen Stich durchs Herz gegeben; mir ist's, als sei in mir selbst schon längst etwas gestorben, für das ich Kaddisch sagen sollte--eine tiefe Liebe, ein schöner Märchenglaube, eine stolze Zuversicht oder ein hohes Ziel ... Und leise spreche ich die Worte mit: . . . Jisgaddal wejiskaddasch schemeh rabboh . . . Langsam geh' ich aus dem Tempel. Weiß nicht, für wen ich Kaddisch gesagt habe. Vielleicht für -meine toten Jugendjahre . . . Die Gisenbahnkoiyession im siebenten Himmel. Von N. Pruschansky. Deuffch von Julie Goldbaum. ' (Schluß.) 3. Auf welche Weise Jtzko Boruchowitsch in den siebenten Himmel geriet, was er dort sah und wohin er von dort versetzt wurde. Es war am Vorabende -des Schewuoth-Festes. Die sonst düstere und schmutzige Wohnung von Jtzko Boruchotvitsch hakte ein feiertägiges Gepräge bekommen, Frische Birkenzweige schmückten die Wände. Der Fußboden war blank gescheuert worden, auf den: mit einem sauberen weißen Tischtuche zugedeckten Tische brannten zwei Stearinkerzen in Messingleuchtern. Jtzko Aoruchowitsch selbst, seine Frau und Kinder hatten vom Kopfe bis zur Zehe ein festliches Aussehen; sie waren alle im Schwitzbade gewesen und hatten ihre Feiertagskleider angelegt. Nachdem sie gegessen hatten, gingen die Kinder schlafen. Jtzkos Frau begab sich in die Küche, um noch verschiedene schmackhafte Gerichte für den morgigen Feiertag zu, bereiten. Jtzko selbst aber begann nach alter Sitte, das Tikon-Schewnoth zu lesen, fest entschlossen, die ganze Nacht aufzubleiben und hauptsächlich den Augenblick abzuwarten, an welchem sich die Himmelstore öffnen. Er las midächtig die Geschichte von der Erschaffung der Welt, von der neugierigen Mutter Eva, von Kain, dem Bruderinörder. Er las immer weiter, und blickte dabei immer durch das Fenster ans einen Fleck bläulichen vom-Sonnenuntergänge rosa angehauchten Himmels. Als Jtzko zu der Beschreibung der Festgelage vom Könige Artaxerxes gelangt war, da empfand er bei der Aufzählung der diversen feinen Speisen, mit welchen dieser König seine Gäste zu bewirten pflegte, so etwas wie Hunger, außerdem ivar seine Kehle dnrch das anhaltende laute Lesen wie ansgetrocknet. „Ich uluß mich stärken," dachte Jtzko, Er schob sein Buch beiseite, nahm ans einem Kasten einen Teller mit Fischen und ein Fläschchen Schnaps heraus, trank ein Gläschen, aß ein Stück Fisch und leerte, um den Schlaf abzuwenden, ein zweites Gläschen, daun stellte erden Schnaps wieder.in den Schrank. Er begann von neuem seine Lektüre, nach einer Weile aber schien es ihm, daß er schläfrig werde. Davor aber mußte er sich am meisten hüten, denn schliefe er ein, er würde nicht sehen -können, ivie sich die .Himmelstore öffnen und alle seine Hoffnungen würden vernichtet sein. Sollte er nicht noch ein Gläschen leeren? Das würde gewiß den Schlaf vertreiben. Diese Frage wurde, in bejahendein Sinne erledigt, das Fläschchen ,nit dem Schnapse kam wieder zun, Vorschein und anstatt eines Gläschens wurden vier Gläschen geleert. — „Jetzt aber," entschied Jtzko, „werde ich sicherlich sehen, wann sich die Himmelstore öffnen und werde den lieben Gott um die Konzession zum Baue einer Eisenbahn bitten können." Eine halbe Stunde verging. Jtzkos gleichmäßige Stimme wurde unsicher und immer leiser und versagte endlich ganz, die Umgebung verlor in Jtzko Boruchowitschs Augen nach und nach ihr bestiinmtes Aussehen und verwandelte sich endlich in eine form- und farblose Masse. Es war ein unbestimmtes Chaos, ohne Anfang und ohne Ende, ein Chaos oben, ein Chaos unten, ein Chaos rechts, ein Chaos links. Aus der Tiefe dieses unbestimmten, formlosen Chaos treten sonderbare» nie gesehene Geschöpfe hervor, sie wimmeln in: Chaos herum, und Jtzko bemüht sich, zu begreifen, lvas das für Wesen sein können. „Was wir für Wiesen sind?" ertönen hunderttausende Stimmen. — „Wir sind rätselhafte Wiesen, ebenso rätselhaft, wie das Chaos selbst. Wer uns begreift, der weiß auch, wo der Anfang und wo das Ende dieses Chaos ist!" — Plötzlich überzieht eine azurblaue Decke das ganze Chaos. Sollte das der Himmel sein? Der Himmel allein kann so azurblau sein. Der Himmel über dem Chaos? Wie schön wäre' es, aus diesem färb- und formlosen Chaos in den blaue,: Himmel zu gelangen. Dort muß es so hell, so schön sein, dort gibt es keine sormlosen, sonderbaren, rätselhaften Geschöpfe. Nun fühlt Jtzko, lvie die ganze Schwere seines Körpers schwindet, er fühlt sich so leicht, wie eine Feder uird beginnt, sich in die Höhe zu heben. Mit Blitzesschnelle steigt er immer höher und höher, breiter und immer breiter wird die azurblaue .Himmelsdecke. Jetzt ist er schon beiin Himmel angelangt, er greift mit der Hand nach ihm, er ist so glatt, wie poliert. Wird man ihm die Himmelstore öffnen? Die Tore werden geöffnet. Jtzko Boruchowitsch überschreitet die HinnnelSschwelle und tarlsende von Engelsstinunen begrüßen ihn: „Jtzko Boruchowitsch. Jtzko Boruchowitsch I" — Eine große Freude, ein Jauchzen erfüllt den Hittunelsrauin, die Engel spielen auf ihren Lyras zarte Melodien, wahrscheinlich freuen sie sich über seine Ankunft. Wie schön sind sie doch, trotz ihrer Flügel! „Könnten Sie mir nicht sagen, ivie ich in den siebenten Himmel gelangen kann?" fragte Jtzko die jauchzenden Engel. „In de,: siebenten Himmel? Bitte sich hinaufzubemühen. Zuerst kommen Sie in den zweiten, dann in den dritten Himmel und so weiter. Wir würden Sie gerne hinaufbegleiten, aber uns Engeln ist der Eingang dorthin verboten, ivir dü'.fen unseren Wohnort nicht verlassen, Sie aber, frommer Jude, können leicht hingelangen." Und Jjzko fliegt und fliegt in die Höhe. Ueberall, ans allen Himmeln, wird er von den Engeln mit Freuden und Jauchzen, mit Musik und Gesang empfangen, er aber fliegt innner höher, immer höher. Der siebente Himmel ist so hoch, so hochl - Endlich erreicht Jtzko Boruchowitsch das Ziel seiner Reise; der siebente Himmel wird vor ihn: geöffnet. Ein berückender Hauch hüllt ihn ein, er schwebt durch die Tore — er ist im siebenten Hiimnel. Mie prächtig, wie prunkvoll ist doch dieser siebente Himmel l Er strahlt Kampf { Kind ni Plansten christliche fachen .j lediglich kaiserlich getauften Minister- Hosmeist Empfehl weiterge; Tr bei seine als Hof den: di weiterstr Maximil anstalt letzten G jüdische Hirsch; 18 Jud er sein 11 Arie %■ seinen c E Gedichti wohl g und ali zornig < ist, wir! A Jom K aetrage, ,,Nu, n E Votivki Fridolii tum!" 2 gefühl sich be, währen hinsetztc „gern" Einmal mich g< 2 doch l Norma schulrai der B Haus lange „libera wie ein -i n eine, des siel sind no< Engels! mel vcr hundert Brüllen chaotiscl Heulen, Worte: bahn. hundert tose vo daher hörbar Stimm zurück!« und sei wcshal gerade konzcssi Raun, mel zc> schliche tiefer , hinter mit erj barn , soll; c! meindc daß er komm! keinen der Pi stunde versetz! Mo. ich wa Himm Augen -auf de guter, und de gewor!

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