Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 45 (7.11.1902)
- Date
- 1902-11-07
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 7. November 1902 Seite 7 Herzoge von Savoyen veröffentlichend, welche Berliner in der Mailander Bibliothek vor 25 Jahren vorgefunden hat (S. 57 Anm. 20). Abgesehen von noch einigen Inkorrektheiten, welche vorliegende Monographie enthält, wird Moscatos Biographie, wenn Apfelbaum bei einer neuen Auflage sich genauer an den Gegenstand halten wird, eine recht gelungene und lesenswerte sein. Aber auch das erste Heft des sechsten Bandes des bekannten hebräischen Jahrbuches 'aib»vv von Lunz _ verdient Interesse. Der bereits erblindete, um die jüdische Palästina-Literatur hochverdiente Mann, A. C. Lunz in Jerusalem, der dieses Jahrbuch ausgezeichnet redigiert (siehe unsere Rezension „Die Neuzeit" 1902, Nr. 7 S. 72), bemüht sich ununterbrochen, Erfolge in der jüdischen Palästina-Literatur zu erzielen. Das uns vorliegende Heft (gr. 8" S. 1—76, Druck und Berlag des Herausgebers) enthält wissenschaftliche Abhandlungen und wir können mit Freude konstatieren, daß der alte Meister es noch gegenwärtig versteht, der jüdischen Wissenschaft nützliches Material zuzuführen. Aus den vielen Arbeiten wollen wir nur hervorheben Doktor S. Krausz's Artikel „Beirut", welcher die Geschichte der jüdischen Bevölkerung bis zur Gegenwart historisch entwickelt. Die wichtige Arbeit: Lunz's „Namensverzeichnis aller Ortschaften Palästinas", „Handschriften und Briefe aus Jerusalem aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert", „Mizpalikritische Untersuchungen", aus dem Französischen von Samnelsohn, „Bemerkungen zu älteren Neisebriefen" vom Herausgeber und „Die Sammlung von Material zur Geschichte des Orients". Außer diesen Abhandlungen bringt noch dieses Heft Exegetik, Nachrichten, Mitteilungen u. v. a. Indem wir aber, sobald dieses Jahrbuch komplett wird, noch darüber eingehend referieren, wollen wir nur bemerken, daß die Lunz'schen Leistungen die Anerkennung der Forscher verdienen. MMerümgen aus dem UrchMmm Gute, billige Möbel sind jetzt in der Zeit der Verlobungen und Verheiratungen ein gesuchter Artikel. Das reichassortierte Möbellager von Hermann Hoffmanu, 2. Bez., Stefaniestraße 13, bietet allen Möbelbedürftigen die reichste, gediegenste Auswahl. Die WcchselstubenMktien-Gesellschaft „Mercur" veröffentlicht die Kundmachung betreffend die Einberufung einer autzerordentlichen Generalversammlung für den 14. November d. I. Auf der Tagesordnung steht in erster Linie der Antrag der Verwaltung auf Erhöhung des Gesellschaftskapitales um 3 Millionen Kronen sowie die Wahl von drei Verivaltuugsräteu. Diese Kapitalserhöhung hängt mit der Transaktion zusammen, welche der „Mercur" mit der Darmstädter Bank in Berlin und dem Bankhause Dutschka u. Co. ' in Wien durchgeführt hat/ In den Verwaltungsrat sollen delegiert werden seitens der Firma Dntschka u. Co.: der Chef derselben Herr Vörserat Moritz Pflaum, welchem eine Vizepräsidcntenstelle in dem Verwaltungsrat eingeräumt werden wird, überdies seitens der Darmstädter Bank zwei ihrer Direktoren. Der Verwaltungsrat toird sich von der Generalversammlung auch die Ermächtigung erteilen lassen, die „Böhmische Wechselstuben-Aktiengesellschaft" mit dem Sitze in Prag zu errichten. Der Termin für die Deponierung der Aktien endet am 7. November. Unentgeltliche Stenographiekurse. Der Zentralverein für Fanlmann'sche Stenographie eröffnet im November zweimonatliche Abendfreikurse. Die Einschreibungen werden Dienstag den 4. und Freitag den 7. November, von halb 7 bis halb 9 Uhr abends, borgenommen im 13. Bezirke, Alserstraße 7 (Maschinenschreibschule) und im 15. Bezirke, Neubaugürtel 36 (Privat-Unt.-Nealschule des Herrn Speneder). Der Verein erteilt auch brieflich unentgeltlichen Unterricht. Anmeldungen und Anfragen sind an den Schriftführer Herrn Viktor Kauders, Wien, 2/8, Engerthstratze 236 zu richten. Liebwerte Staimnesgenossen! Ein hebräischer Schriftsteller, dessen Name Euch wohl bekannt ist, R e u b e n A s ch e r Brandes, ist einem tückischen Krebsleidicn erlegen. Sein Name wird forstleben in der Geschichte jüdischen Strebens. Um aber auch ein äußeres ZeiDni unserer Verehrung zu stiften, richtiet die Redaktion des „Jüdischen Volksblatt" an alle Freunde und, Verehrer des Dahingeschiedenen und des hebräischen Schrifttums die herzlichste Bitte, Spenden zur Errichtung eines würdi g>en G r a 'bst ei n es für R e u b en As ch er B r a u d es an die Unterzeichnete Redaktion zu senden. Di>o eingelaufelnien Spenden werden in unserem Blatte ausgewiesen. Die Redaktion des „Indischen Volksblatt" 2/3, Äeopoldsgasse 49. Verfloffene Woche eingelaufene Spenden: Dr. Jakob Kohn Kr. 5.—, Ingenieur I. Löwenbein Kr. 1.—, Kar! Ellenberg (Podwoloczyska) Kr. 2.—, Arthur Schapira Kr. 4.—, Dr. Paul Weisengrün Kr. 4.—, Paul Abeles (Roman) Kr. 2.—, R. Sigfried Kr. 2.—, I. Freud er Kr. 1.—, Leon Zweig Kr. 2.—, Adolf Weiß Kr. 2. ~. Summe der bisherigen Spenden 179 Kronen. Kollegen, Kollegllmen! Eine Sanunelstelle der jüdischen Handclsangestelltcu in Wien bedeutete seit langem eine fühlbare Lücke in unserer Organisation- Ein neuer Verein jüd. H and e ls a n g es teilte r, der nach der Sachlage von heute dazu berufen scheint, die Führung der jüdischen Gehilfenschaft, speziell auf dem so heiß umstrittenen Boden Mens zu übernehmen, tritt demnächst als neuer Kämpfer auf den Plan, bereit, für Cure Interessen mit aller Energie einzutreten. Nicht bloße Lust an leerer Vereinsmeierei ist es, was uns zur Gründung dieses neuen Vereines beranlaßte, sondern die Ueberzeuguug, daß die jüdische Gehilfenschaft Wiens eines Sammelpunktes dringend bedarf, welcher jedem Kollegen, den: Volksstamln und Staudesinteressen fein leerer Schall ist, Aufnahme sichern soll. Der Verein jüd. Handelsangestellter in Wien wird im engsten Anschluß au die jüd. Organisation in der Provinz, unseren wirtschaftlichen Forderungen den größtmöglichstell Nachdruck verleihen, er wird die Stellenvermittlung des Verbandes jüd. Handelsangestellter Oesterreichs, für Wlieu feiten, unentgeltichen Rechtsschutz für Mitglieder beschaffen, die Errichtung des Koilditiolislosenfouds anstreben usw. Hier wird jeder jüd. Allgestellte Gelegenheit fiuben, frei lind unbehindert seine nationalell Interessen betätigen zu kömlen und der Raine Jude wird unter den jüd. Angestellten wieder mit Stolz erklingen. Kolleg enl Wenn unsere Bestrebungen wirklich von Erfolg gekrönt sein sollen, ist es notwendig, daß jeder j ü d. A u - gestellte den Verein durch feinen Beitritt st är k t. Jeder Kollege, der die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Oesterreich mit klarem Auge beobachtet, der sich fein Bewußtsein, seine Ehre erhalten möchte, der im schweren Kampfe als wirtschaftlich Schwächerer und als Jude zugleich, brüderliche Unterstützung lllld Kräftigung sucht, der sich noch etwas Liebe zu seinem jüdischen Volke bewahrt hat und dessen Not lnit lindem will, wird ll n d muß sich u n s a ll s ch l i e tz e n. Der vorbereitende Ausschuß. Anmeldungen (Zuschriften usw.) sind an Koll. Gust. Kohn, Wien, 2. Bez., Gr. Sperlgasse 21, zu richten. naben- Kleider, Schulanzug je nach G r ö ß e v o n fl. 4, M a t r o s e n - A n z u g fl. 5, j Ueberzieher fl. 6, Havelock fl. 5. 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Klasse: Manuelle Arbeiter. 4 Anstreicher, 8 Aufpapper, 6 Bäcker, 3 Buchbinder, 1 Buchdrucker, 4 Drechsler, 4 Elektroulouteure, 6 Fleischhauer, 4 Friseure, 6 Glaser, 6 Goldarbeiter, 21 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudieller, 47 Hilfsarbeiter, 1 Hutinacher, 4 Kellerarbeiter, 6 Kellner, 4 Kürschner, 7 Kutscher, 1 Laufbursche, 1 Lederzurichter, 10 Lehrlinge, 2 Maschinisten und Heizer, 6 Metallarbeiter, 8 Monteure, 20 Schlosser, 1 Schriftsetzer, 11 Speilgler, 4 Tapezierer, 2 Taschner, 7 Tischler, 1 Uhrmacher, 4 Zeichner, 8 Zimmermaler, 3 Zuckerbäcker. I!. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 3 Braunhveinperschleißer, 29 Buchhalter-und Korrespondenten, 107 Kommis diperser Vrallchen, 62 Kontoristen und Strazzisten, 16 Inkassanten, 16 Kanzlisten llnd Schreiber, 3 Manipulantell und Expedienten, 7 Platz-Agenten und -Vertreter, 46 Praktikanten, 3 Reisende. Weibliche Ahtheilung. 24 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 103 Kontoristiullen und Kanzlistlunell, 5 Expedienten uild Manipulantinnen, 9 Hilfsarbeiterinnea, 2 Kassafränleins, 1 Modistin, 18 Näherinnen und Schneiderinnen, 39 Praktikanten, 61 Verkällserillnen, 6 Verschleißerinnen und Kellnerinnen, 11 Wirtschafterinnen lind Stützen der Hausfrau. III. Klasse: Geistige Arbeit. 49 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, ivelche Gymllasiasten und Realschüler unterrichten), 7 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Ostens Stellen. Von weiblichem Personal: Kindergärtnerinnen und Bonnen (mit perf. Französisch), Verkällferinnell (Damenkonfektion, Wäsche, Wirkwaren), Maschinennäherinnen in anerkant besten Ausführungen liefert billigst J. Steinschneider, I., Quai 51, Ecke Schottenring. lasbnehstaben - {Erzeugung und jpassdtleiferei Leopold Hirsch WIEN, IX., Türkenstrasse 6 empfiehlt sich zur Uebernahme aller in dieses Fach einschlagenden Arbeiten; Reparaturen bei feinster Ausführung und angemessenen Preisen. ■*%-* Wappen und Schriften in 6188. * 2* Facottenschlciferei in allen Dimensionen, Schutzplatten, Elektrisierscheiben etc. wnppnTnn pju öi«attr njnr f«p -ps qj?BD»p — .fypwi DyiyrtnyD fl.—854ta^3,ß90t3'ü Nr. 0 „ 1.60 „ 140 „ „ | ,, 2.40 „ 253 j, ji 3 fl. 3.60.2V212 468 Nr. 5 n 5.— „ 640 „ „ 5a „ 6.— „ 809 „ ,, 5b D-'iK J. LEWINSON, WIEN I., Adlergasse 12 ODESSA, Kanafnaja 12. .fsrnsw bvm ‘tjik bya&ytaw ♦aairj» pwaK — LML-VE'LLLM tac.T»*rr.'X»,* öbel in denkbar bester Ausführung, altdeutsch und politiert, zu sehr billigen Preisen bei Ise. Jfeiss Wien, IX., Porzellangasse Nr. 20 Gegründet 1890. — Provinz versandt streng reell. 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