Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 38 (19.9.1902)
- Date
- 1902-09-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2432763-2432917-2432955--1640-2435419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- hazzan 1× ep/1004827
OCR text
Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 19. September 1902 Nr. 38 es verlassen und sich in einer neuen Heimat niederlasscn. Die Geschichte der Inden ans der pyrenäischen Halbinsel bleibt ohne Kenntnis der Schicksale der portugiesischen Inden Amsterdams nnd ,sßnnbnrgs tinvollstäitdig. Die Geschichte der portugiesischen Gcineinden in Deutschland ist eigentlich die Fortsehnng ihrer Geschichte in der asten Heimat, ja, sie bietet eine für uns Inden hochwichtige Lehre, welche ans dem Vorgehen Spaniens und Portugals gegen die Jude,', gezogen tverden in ns;: der allmähliche Verfall des einst so inächtigen pyrenäischen Staates beginnt mit der Vertreibung der Inden ans dem Lande, und der kulturelle nnd ivirtschaftliche Aufschwung der Städte Hamburg, Amsterdam nsw., welche damals die Inden ausgenommen, ist Zinn guten Teile der Mitarbeit dieser Inden zu verdanken. Hätte Dr. Grnnwald in seinem trefflichen Buche auch nichts anderes geboten, als den Nachweis der eben ausgcführten Tatsache, so sollte eS schon ans diesem Grunde die iveiteste Verbreitung sinden als nnabiveisliebes Memento für alle Volker, ivelche sich der Inden zu entledigen suchen. Aber das Buch Grnnivalds bietet auch vorn kriltnrlind kiinstbistorischen Gesichtspunkte ans viel Interessantes lind Wissenswertes. Sara lognniitlls! Er läßt die Steine sprechen lind sie sprechen eine gewaltige Sprache. Knnsthistorischen Wert besitzen die ans beu Grabmaleril befindlichen Skulpturen, von welchen uns der Verfasser eillige Reproduktionen nach sieichittingeit der Frau Mar» Fink gibt. Wir sind jedoch nicht der Allsicht des Prof. Dr. A. Snlzbach in seiner Besprechung dieses Buches (Frankfurter Zeitung, 21./8. 1902), das; diese in Stein genreiszelten Darstellungen mit denr Lebensgeschicke des Verstorbenen nichts gemein haben liild der Name allein maßgebend gelveseil sei. Es ist schade, daß der Verfasser den Illustrationen nicht auch die betreffendeil Grabinschriften hinzngefügk hat, sie hätteil gewiß unsere Behanptung, daß derKünstler zur Charakteristik des Verstorbenen lind seines Lcbenslvandels irgend eiile Szene alis dein biblischell Schrifttum heranzog, welche nicht mir auf den Na,neu des Verstorbenen, sondern auch auf dessen Eigenschaften oder irgend ein hervorragendes Moment seines Lebens hindentet, bestätigt. Auch moderne Rabbiner vergleichen in ihren Leichenreden z. B. das Gottvertranen eines verstorbenen Daniel ,nit dem biblischen Dalliel in der Lölvengriibe und cs ist fraglich, ob die Szene Josef lind feine Brüder nicht das Lebensgeschick irgend eines hart geprüften Josef darstelleii soll lUld vielleicht von dem Verstorbenen selbst bei Lebzeiten bestellt tvllrde, lvie dies ja häufig der Fall war. Von den als Beilagen dienenden Akten ist^der in portugiesischer Sprache abgefaßtc Kontrakt eines Chasans sS. 68) besonders interessant. Der Chasan hatte damals nicht nur die Pflicht, vorzubercn, sondern auch die Trauung derjenigen Gemeindemitglieder lIeehldim) zu vollführen, welche hierzu die Lizenz des Vorstandes besaßen, ferner die Geburts-, Tranungs- und Sterberegister zu führen, ferner auch „dizcr os dinimS nös Dias de Le»" lSchaaloth erledigen?). Und für all dies erhielt der Gewählte bei halbjähriger Kündigung ein jährliches Gehalt von zwanzig Reichsthalern. Von den „üblichen Nebencmolnmcntcn" keine Rede! Dr. GrniNvald ist bereits als Forscher lind Sammler vorteilhaft bekannt. Wir betrachten alle die bisher von ihm erschienenen Arbeitell, so mich die vorliegende, anläßlich der Feier des 250jährigen Bestandes. der Hamburger portugiesischen Gemeinde und mit deren Unterstützung publizierte, als einzelne Bausteine, die sich der fürsorgliche Baumeister für ein größeres, monumentales Werk selbst znsammenträgt. Dieses eben besprochenen Buches wird kein künftiger Schreiber der Geschichte des Judentums entbehren können. Jacob Krausz. * Abraham Geiger: „Was hat Mohammed aus dem Judentum ausgenommenZweite revidierte Auflage. Leipzig 1902. Verlag von M. W. Kaufmann. Jenes Erstlingswerk unseres genialen Abraham Geiger, das ihn über den Kreis jüdischer Theologen hinaus bekannt machte, mußte knapp siebzig Jahre auf eine zweite Ausgabe warten. Daß aber eine solche überhaupt zustande kommen konnte, spricht Bände für die Bedeutung des Buches. In der Tat wurde es durch spätere Arbeiten weder überflüssig gemacht, noch im großen ganzen überholt. Gastfreunds „Mohammed nach Talmud und Midrasch" (1875—1880 drei Hefte) sammelt wohl ein großes Material, doch ist dieses ohne schärfere Kritik und ohne die nötige Uebersicht geordnet. Hartwig Hirschfelds „Beiträge zur Erklärung des Koran" (1886) gehen ihren eigenen Weg, wenn sie auch im einzelnen Geiger berichtigen und ergänzen. Es ist ganz fraglos, daß unsere Schrift noch immer auf dem im Titel begrenzten Gebiete einen ersten Platz einnimmt. Zlt bedauern ist demnach, daß die sogenannte „revidierte Auflage" in Wirklichkeit nur ein Neudruck ist, sogar ohne Revision der Zitate und Korrektur der Druckfehler, und doch hätte das Buch in den Händen eines Fachmannes leicht denr gegenwärtigen Stande der Wissenschaft angepaßt werden können. Es könnte dies sehr wohl mit der weitestgehenden Pietät und Wahrung des urspünglichen literarischen Charakters in Einklang gebracht werden. So hat G e i g e r — um einen Hauptpunkt zu betonen — noch nicht wissen können, daß bereits das vorislamitische Arabertum sehr viel Jüdisches entlehnte. Bei den Südarabern finden wir Wendungen, die ein ganz jüdisches Gepräge zeigen (vgl. z. B. WZKM. Bd. X, S. 286 ff.), so bereits den Rahmün, den der Koran aufnahm, auch die Begriffe von n?n «an ob'&n u dgl. Das Wort „Adn" für „Paradies" ist älter als Mohammed (gegen Geiger S. 45, vgl. Goldzihers „Abhandlungen zur arabischen Philologie" I, S. 179, Anm.). Wie altarabische Eigennamen beweisen, ist auch äejtun — hebr. vormohammedanisch (vgl. ZDMG. Bd. 45, S. 685,Anm.). Andererseits hat Geiger den Einfluß der christlichen Tradition auf den Propheten — den Wellhausen vielleicht überschätzt — einigermaßen vernachlässig:. So z. B. sind die Noah-Sagen (gleich wie die Adam-Legende) in christlichen Kreisen erheblich erweiterl worden, was auch zu Mohammed gedrungen sein konnte (Geiger S. 108, vgl. die syr. Schatzhöhle, ed. Bezold, wahrscheinlich dem sechsten Jahrhundert angehörig). Es kann selbstredend nicht unsere Aufgabe sein, ein Buch, das längst eine hervorragende Stellung erlangt hat, wie eine Neuerscheinung zu besprechen. Wir wollen nur einige Punkte herausgreifen und besonders ans solche Hinweisen, die eine „Revision" hätte berücksichtigen müssen. 1. S. 7. und 8 stellt G. die Christenverfolgung des jüdischen Himjarenkönigs Jussuf dhu Nuwas als historische Tatsache hin. Bekanntlich fehlt es nicht an Stimmen, die das meiste auf Rechnung christlicher Tendenzschriften setzen. Uns stehen aethiopische Quellen (W Fell in ZDMG.) für die Zeit des jüdisch-arabischen Fürsten, auch epigraphische, zur Verfügung wgl. E. G l a s e r: „Zwei Inschriften über den Dammbruch von Marib" 1897). Zum augenblicklichen Stande der Frage, vgl. I. Halevy „Revue sbmitique“ 1900, jarjvier. 2. S. 9 Anmerk, zweifelt Geiger, ob der Dichter S am anal, dessen Ritterlichkeit bei den Arabern sprichwörtlich wurde (vgl. auch Charisi, Machb. JtiSl). Jude war. Es ist nun ganz sicher, daß er unser Glaubensgenosse ist, fraglich nur, ob auch Stamnresgenosse (sein voller Name Samaual b. Adijah, vgl. die Literatur bei Brockelmann „Gesch. der arab. Lit." I. S. 28). 0. S. 15. Der Ausspruch Mohammeds „Gebet Gott ein schönes Anlehen" scheint, was G. nicht bemerkt, jüdischen Ursprungs zu sein. Vgl. Prov. XIX. 17 „Wer sich eines Geringen erbarmt, leiht dem Herrn", (auch Talmud ähnlich in Bezug auf Heiligung des Festes). Wenn nun die Juden dieses Ausspruches wegen Mohammed und Abu Bekr höhnten, so spotteten sie eigentlich ihrer selbst und wußten nicht wie. 5. S. 18. Die Juden riesen dem Propheten (statt salüm ülälka) -sania'ika zu. als G e i g e r übesetzt: Verachtung über dich. Wenn ihm die Bedeutung (s. Anm.) nicht klar wurde, so lag es an der unrichtigen Vokalisierung (^U> statt Uo „hamzatum", was Ekel, Widerwillen bedeutet). Die Erklärung Elpherars „süm — Tod", braucht nickt auf hebr. bd zurückzugehen,daauch das Arab. dieWurzel „smm" kennt (stimm—giftig).Beachtenswert ist jedoch, daß im Persischen j UlJ \ nicht nur „Kopsfieber, Gehirnschwindsucht", sondern auch direkt „Tod" bedeutet. Ob Elpherar nicht daran dachte? 5. S. 25. Mohammed sagt, daß vor Johannes dem Täufer dieser Vorname den Juden fremd war. Das Mißverständnis beruht darauf (vgl. Müller „Die Propheten" re. I S> 26, Anm.), daß wohl der Berichterstatter dem Propheten die Stelle Luk. I. 61 falsch übermittelte. Dort heißt es nämlich: „Und sie sagten zu ihr (Elisabeth): Ist doch keiner in deiner Familie, der mit diesem Namen (Johannes) genannt wird." Ans der Familie wurde nun das ganze Volk. 6. S. 58. Ueber Lekina im Islam vgl. Goldziher Abhandl. I. S. 176-204. 7. S. 55. Hirschfeld (Ic. S. 85 Anm.) schreibt: „Geiger übersieht aber die vielen Stellen im Targun, wo mpto für „Götzen" gebraucht ist, hingegen sei bemerkt, daß H. die Nachträge Geigers übersehen hat (S. 201), in denen darauf verwiesen ist. Der Ausdruck ist übrigens nicht spezifisch jüdisch, findet sich auch bei den Syrern vgl. «nb« nx'JD xnvpa (s- Payne Smith, Thesaurus col. 1494). 8. S. 69, Zeile 12 von unten ergänze Baba Mezia p. 38b, S. 70 Anm. Ergänze b. Berachoth p. 18a; auch sonst fehlen mehrfach Zitate. 9. S. 148. Die Moses-Sagen sind zusammengestellt bei Beer „Leben Moses rc." (1863), Goldziher „Mythologie". Es wird übrigens bemerkt, daß im Koran Roses- und Alexander-Sagen durcheinandergemengt wurden. Er nennt auch Moses den „Mann von zwei Hörnern", wie sie Alexander als Sohn des Gottes Ammon besaß. (Die Hörner bei Michelangelo gehen natürlich auf das biblische pp Exod. 34. 29 zurück. 10. S. 181. Von den, pnw des David ist nur bei Sukkah p. 26b die Rede (nicht an der Parallelstelle Berach. wie bei Geige r). 11. Etwas mager geraten ist der Abschnitt „Bestreitung des Judentums im Koran" und dürfte noch der Vervollständigung fähig sein. Die Stelle (K. II. 222): „Die Frauen sind euch ein Acker, bestellt sie, wie ihr wollt", hat (was Geiger entgangen zu sein scheint) eine Parallele im Talmud, Ne darin: p. 20b, muß also nicht antijüdisch sein. Die Anklage gegen die Juden, daß sie Propheten umbrachten, erhebt Mohammed wohl auf Grund der Strafrede Jesu (Matth. XXIII 34, besonders 37) „’hoozc/X-qp. 'Ispoa«).Tj[j., y] aitoy.TS'voosa toü; npO'pYjTa;" 12. Zu den im Koran ^erwähnten biblischen Männern ist noch zu stellen, nach S. Frän kel (ZDMG. 1902, I. S. 73) ">?;nbx/ der Diener Abrahams (mit weggelassenem das als Artikel betrachtet wurde, wie Isländer aus Alexander und dgl.). Mohammed hat Eliezer allerdings mit Terach verwechselt. Geiger, der, wie wenige seiner iheolvgischen Fachgenossen, jenes höchste Glück der Erdenkinder — Persönlichkeit — besaß, zeigt sich in der vorliegenden Abhandlung gewissermaßen noch :n Banden. Nur selten eine individuelle Note, an einigen Stellen nur bricht seine sonst so starke Subjektivität hervor. Freilich leidet dadurch die wissenschaftliche Leistung nicht. Er ist in seinen späteren Schriften wohl impulsiver, menschlich interessanter, seine Diktion belebter. Was Besonnenheit und Klarheit betrifft, nimmt es jeüoch diese Arbeit mit jeder nachherigen auf. Wien, 15. Juli 1902. Dr. H. P. C h aj es. Mttteitrmgen aus dem Uudiikum Am 14. ds. fand im Brigittenauer Tempel die Trauung des Fräulein Amalie Goldsand, Tochter des Herrn Alex. Max Goldsand, mit Herrn Salomon Saphier, in Anwesenheit der Tempelvorstände Hermann Eltbogen und Dr. Schreiber statt. Durch den angenehmen und billigen Verkehr in Wien ist jetzt alles uahegerückt. Aus allen Bezirken und aus der Umgebung Wiens kommen Kunden, um Michelstädters Welt-Schuhe für den Schulbeginn zu besorgen, denn es ist klar, daß nur ein großes Unternehmen alle Anforderungen in Auswahl, Preis und Qualität bestens erfüllen kann. Niederlagen: 7. Vez., Mariahilfcrstraße 58, 1. Vez., Eothenthurmstraße 10, Schwemme, 7. Bez., Neubaugasse 61. Musikschule Professor Adler. Höchst beachtenswert für Musiklernende ist der Perfektionsunterricht (Korrekturmethode) für Violine und Klavier in der bekannten Musikschule des Prof. Max A die r, 9. Vez., Roßanergasse Nr. 4. Schnelle Ausgleichung der Tonleiter nsw. (Punktations-Methode), Entwicklung des Gesangstoncs (Zugfingermcthode), dadurch Gehörsverbesserung. ein Fehler der meisten Pianisten nnd Violinisten, a bista-Spiel. Briefliche Abteilung für theoretischen Unterricht. Schüleraufnahmeil finden täglich statt. Briefkasten. Pfiffer. Wir versenden prinzipiell keine Neporterkarten. Kurze, aktuelle Mitteilungen finden immer Anfnahine. A. B. C. Vorderhand bitte nur um aktuelle Mitteilungen. Längere Artikel wegen Platzmangel nicht erwünscht. Jschler. Am 15. ds. fand in d e r P f a r r k i r ch e zu St. G i l g e n die Tra:nmg des Fräuleins Lisa Brach, Tochter des Industriellen Dr. Jaeob Mach, mit dem Universitätsprofessor Dr. Arthur Biedl statt. Prof. Bredl wird vielleicht im Katholizismus die nötige Stütze für „vorurteilslose" nnd „voranssetzungslose" Wissenschaft finden, da er durch sein Judentum in seinen Forschungen behindert war._ Religionsunterricht. Ein durch seine vieljährige Tätigkeit an einer hiesigen öffentl. Schule, sowie durch seine literarische Wirksamkeit auf dem Gebiete des Jugend-Unterrichtes beslbekannter Religionslehrer unterrichtet Volks- und Mittelschüler (Knaben und Mädchen) in allen Fächern der Religion, von den Anfangsgründen bis zur höchsten Ausbildung. Auch Vorbereitung zur Konfirmation (Bar Mitzwa). Eigene leichtfassliche und vielbewährte Methode. Lektion 1 Krone. Adresse: Wi en TL, Grosse Schiffe'ne sc 30. Tür 8. Soeben erschienen: „HaeschKol“ Band IV. Derselbe (20 Bogen stark) enthält literarische und wissenschaftliche Beiträge von Dr. S. Bernfeld, Dr. S. Rubin, Dr. Berdyczewski, K. Brainin, M. D. Brandstätter, S. L. Citron, J. Lubetzki, S. Gordon, Salomon Bube?-, Abraham Epstein, Dr. Künstlinger, J. J. Weissberg, Josef Kohn-Zedek, Michael Weber, S. A. Horodecki, A. D. Dubsewitz, Lazar, Reggio, Rabb. Josef Löwinstein, Tschernichowski, Bialik, Lewin u. a. m. Der Preis dieses Bandes beträgt samt Porto fl. 1.30. Alle vier Bände zusammen (die ersten 2 sind bereits vergriffen) nur fl. 4.—. Zu beziehdn durch die Redaktion des „Haeschko 1", Dr. J. Günzlg, Rabbiner, Loschitz, Mähr. Mitteilungen des Vereines für unentgeltlichen Arbeitenachweis. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13.920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an.. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte* beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Vor gemerkt sind: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 8 Aufpapper, 4 Bäcker, 10 Buchbinder, 3 Buchdrucker, 1 Karkonagenrbeiter, 1 Destillateur, 9 Drechsler, 1 Elektromonteur, 4 Fleisch- Hauer, 5 Friseure. 1 Glaser, 6 Goldarbciter, 23 Hausknechte, Geschäfts- und Bnreandiencr, 31 Hilfsarbeiter, 3 Holzbildhauer, 1 Hiltmachcr, 4 Kellner, 3 Kürschner, 7 Kutscher, 5 Laufburschen, 10 Lehrlinge, 3 Magazineure, 4 Maschinisten und Heizer, 6 Mechaniker, 4 Metallarbeiter, 4 Monteure, 30 Schlosser, 30 Schneider,. 2 Schriftsetzer, 3 Schuhmacher, 2 Selcher, 5 Spengler, 5 Tapezierer, 6 Taschner und Niemer, 12 Tischler, 3 Uhrmacher, 1 Zuckerbäcker. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte 9 Branntweinverschleißer, 25 Buchhalter und Korrespondenten, 104 Kommis diverser Branchen, 37 Kontoristet: und Sirazzisten, 6 Inkassanten, 14 Kanzlisten und Schreiber, OManipulanten und Expedienten, 62 Praktikanten, 3 Reisende. Weibliche Abtheilung. 3 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 67 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 7 Expedientinnen tmd Manipulantiitnen, 6 Hilfsarbeiterinen, 2 Kassafräuleins, 2 Miederstickerinnen, 29 Praktikanten, 4 Schneiderinnen, 32 Verkäuferinnen, 3 Verschleißerinneit, 1 Wirtschafterin. Ul. Klasse: Geistige Arbeit. 5 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten nnd Realschüler nisierrichten), 3 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Ostens Steilen. Gesucht werden von männlichem Personal: Nahmentischler, junge Spengler, Schneider, Schuhmacher, Bäcker. Vom weiblichen Personal: Manipulautinnen (von der Tücherbranche), Lehrmädchen. ♦wiksöi pKo n^nnx nnyj D'jnntt p ytsj'iy ttn dbo it .112» DDtn fyj.TN .tsr« pytp 3 ra 2 pw 12 sv yaD'pn 3 .12 ontw duvwn m 4 » 3 » 12 » » 2 » » » » 5 » 4 ” 12 11 » 1 » r> n " 4 '' 3 » 6 >> D'ltw v-->N21!2 » A 5 " » » 6 » pB »> .dö 10 r\3 2 |xö pw NonasKrt snaopy uTjmntt "itton N51X Dmn id^ jytoD'p ybbs DSMpnpnpa bs-rtzrpKBi 122^-11221 «nxa-r ■iJWHsn jSOTp xn ,jpi2-)KD insn^ an 111tk "uns .fjmsrn 122W-M — .bvmiü' pxöi ."irW ui^ü vn DD*n .p1! yix p«p pv 'lyybb'i |i?nt2-ij;n [ysy-W’x 12k2Q'12^1?2 “pX DDS1 ,p"T 12-FM1PQ JKÖ ps'p NI mino i?ioD3nj7i» -17^ tjik p'iat»25 p j?t2Dnpn wyi maaö psbiS prna D^br^2 a^o-rn ,-ip &o p-w yvbrwwi ha 8 rs & WP-UDS1)« *D’12Kn^ f^blS np 50 p** 12127 100 ,i2“)n,'2TO'ix ddj;i2d>?d p^i2j?ba 3 jkb ipn'nrn tyoDims JACOB LUFT JACOB LUFT Triest, Poste restante. Tarnöw. JACOB LUFT Lemberg, Hauptlager. -)J?a 12DI7-! .12MX-12 30 Konkurs. Von der Kultusgemeinde Kojetein (Mähren) ist der Posten des Rabbiners und Religionslehrers vom 1. Jänner 1903 an zu besetzen. — Gehalt 1600 K, freie Wohnung, Stiftungsbezüge von ca. 300 K, Einkommen aus der Matrikenführung, sowie übliche Emolumenio Bewerber müssen österreichische Staatsbürger sein und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Gesuche bis Ende September an den Vorstand. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten ersetzt. Kojetein, 3. September 1902. Der Vorstand : Moriz Bicky. In der von der hohen k. k. Statthalterei konzessionierten Privat-Sprachschute der Frau Olga Kadisch, IX., Grüne Thorgasse 31, Mezz., Th. 4. wird nach leichtfasslicher und modernster Methode die französische Sprache in folgenden Kursen gelehrt: I. Anfängerkurs, 3mal wöchentlich, 3 fl. per Monat. A n s c h a u un g s u n t er r i ch t m i t gel e ge ntlich einfliessender Grammatik. II. Kurs, 3mal wöchentlich, 3 II. per Monat. Fortsetzung des Anschauungsunterrichtes, Redeübungen, methodische Grammatik. SiS.'itSSÄ I Konversion, Lektüre, Gran.ma.ik. IV. Kurs,4malwöchent- I Konversation, Lektüre, Literatur, lieh, 4 fl. per Monat. | Grammatik, Korrespondenz. V. Kurs, 4mal wöchent- I Konversation, Lektüre, Literatur, lieh, 4 II. per Monat. \ Poetik. Die Kurse dauern je ein Semester. Die Einschreibung findet vom 10. September an täglich von 11 bis 4 Uhr statt.