Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 37 (12.9.1902)
- Date
- 1902-09-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 12. September 1902 Nr. 37 vollen Erwartung, dag gewisse Prophezeiungen erfüllt werden sollten und daß ein großer Boom in den Grundbesitz des heiligen Landes emtrcten würde. Ich weis; nicht, was dieselben von ihrer Spekulation heute denken, aber ich würbe nieinandem, dein an seinem Geld etwas gelegen ist, raten, es in einer solchen Spekulation anzulegen; wenn Mr. Greenes- Vorschlag Anhänger fände, lvenn die verlangten Millionen beschafft würden und der Sultan dem Verkauf an ein Syndikat znstiminte — alles Dinge, die ich für unmöglich halte — dann wäre das Resultat ein europäischer Krieg." („M-. A. Ztg.") Das Berliner Ghetto. In der Jndenstraße waltet die Spitzhacke des Maurers. Ein ganzer Häuserkomplex ist niedergelegt, wie lange der andere noch -stehen wird, wer weiß es? Es ist ein Stück interessanter Berliner Vergangenheit, das mit der alten Judenstraße zn Grabe geht. Die Geschichte der Berliner Inden ist eng mit ihr verknüpft. Die Juden waren in unserer Stadt schon unter den Askaniern ansässig, genossen schon unter den Wittelsbachern als des Markgrafen „Kammerknechte" sogar nicht unbedeutendes Ansehen. Das Stadtbuch hat ein ganzes Kapitel mit der Ueberschrift: »Hier beginnt der Inden Recht." Das Ghetto Alt-Berlins lag auf dem großen Jndenhof, der schon um 1200 bestand und schon damals eine Synagoge trug. Im 13. Jahrhundert standen neun „Judenbuden" darauf. 1348 fand in Berlin die erste Judenverfolgung statt. Die elenden Baracken des Judenhofes gingen in Flammen auf, wer mit dem Leben davonkam, wurde unter entsetzlichen Greueln aus der Stadt vertrieben. Erst nachdem Berlin sich mit dem bayrischen Markgrafen versöhnt hatte (nach der Komödie des falschen Waldemar), durften die Juden von neuem ihr altes Heim beziehen. Bis 1510 konnten sie in Frieden wohnen, dann stachelte der unsinnige Hostienprozeß die Volkswut und vor allem den Zorn Joachims I. auf. 38 Inden wurden unter fürchterlichen Martern auf dem Neuen Markte verbrannt, die übrigen mußten Berlin und die Mark verlassen. Joachim II. ließ die Verfolgten gegen ein „Schutzgeld" von 42.000 Talern zurückkehren, Lippold beu Chluchini, „Jude Lippold", gehörte bekannlich zu seinen Günstlingen. Der Jüdenhof war damals nicht mehr die einzige Wohnstätte der Berliner Juden. Lippold selbst wohnte bereits in der Breiten Straße (nach anderen in der Stralauer Straße). Johann Georg, der den Freund seines Baters bekanntlich ebenfalls verbrennen ließ, wies auch die Juden wieder aus. Sie kehrten indessen bald zurück. Tanger. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Maquinez: Die Berberstämme griffen die Stadt Maquinez an und erbeuteten viel Marktvieh; sie konnten nur dadurch abgehalten werden, in der Stadt selbst Beute zu machen, daß der Gouverneur sie zu beschwichtigen verstand. Das Judenviertel ist geschlossen und mit Barrikaden versehen; die Bewohner sind in großer Angst um ihr Leben. Die äußere Umwallung ist vom Feinde besetzt. In den Eingeborenen-Vierteln geht das Gerücht, die Bewegung sei zugunsten des Bruders des Sultans erfolgt. Ein Jude als Minister in Australien. Wie aus Brisbane geschrieben wird, ist dort nach kurzer Krankheit Isidor Lißn er gestorben, einer der Deutschen, die es in Australien zu einer hervorragenden Stellung gebracht haben. L i ß n e r stammte aus Posen und war jüdischer Konfession. Im letzten Kabinet war er Minister für das Minenwesen; die Entwicklung des reichen Goldfeldes von Charters Towers ist wesentlich sein Verdienst. Später vertrat L i ß n e x lange Zeit den Cairns-Distrikt im Unterhause. Unvergessen ist ihm bei allen Deutschen die mannhafte Art, wie er seinerzeit den heftigen und grundlosen Angriffen entgegen trat, welche im Oberhause gegen die Deutschen geschleudert wurden. Briefkasten. An Karlchen Kraus von der „Fackel." Du staunst im Vollgefühle Deiner Gymnasialbildung darüber, daß die Bächlein in Ischl mauscheln. Die Erklärung aber ist sehr einfach. Die Traun ist ein sehr gelehriges Wasser; sie hat von dem internationalen Kurpublikum Ischls die verschiedensten Sprachen gelernt. Sie spricht mit dem Frazosen französisch, mit den Engländern englisch und mit den Deutschen deutsch; sieht sie aber nur von weitem Chaim Kraus aus Gitschin heranschleichen, so mauschelt sie; denn das ist ja das trauliche Idiom, in dem Chaim aufgewachsen ist. Das ist das Idiom, das Du in der Villa Kraus im „Alpenghetlo" hörtest und in dem Du Deine bekanntesten Witze machst. Mach Deine Witze nur weiter. Du Ritter von der traurigen Gestall. Aber laß gefälligst die rumänischen Juden aus dem Spiele, denn da bringt die „Fackel" doch nur Lügen vor. Schon einmal klopften wir Dir so empfindlich auf die Finger, daß Du es heute noch nicht vergessen kannst. Die Nachrichren über die Audienzen einiger Großjuden sind trotz der Dementis wahr; überdies hat Dr. Gaster niemals dementiert, und den Wert des Dementi des Marco Mendel kann man nach unseren Nachrichten gebührend einschätzen. Also bleibe bei Deinem ureigenen Gebiete, auf dem wenige mit Dir konkurrieren können, nämlich bei der Erzählung der neuesten Börsenwitze und des neuesten Börsentratsches. Schlosser, Bochnia. Leider Redaktionsgeheimnis. National-sozial. Sie haben Recht. Vielleicht legt sich die Aufregung des „Deutschen Volksblatt" über das Attentat gegen den „jüdischen" Ritter von G uttmann, wenn es erfährt, daß beide Kinder und dereinstigen Erben des Bergrates von ® uttmann - getauft sind. | Mathildenhof, Czcrnowiy. Herzliche Glückwünsche. Hoffe bald von Ihnen mehr zu hören. D. R. Der Schlüssel. Erzählung von Eduard 5kulke. (Fortsetzung.) Anrelie war der Genius nicht nur der Heranwachsenden Jugend, sondern ihrer ganzen Umgebung. Allem, was mit ihr in Berührung stand, teilte sich etwas von ihrem eigensten Wesen und ihrem eigenen Werte mit. So verflossen die Tage, die Jahre in st^ts gleicher Einförmigkeit, aber mich immer gleicher Heiterkeit. Die Rosen von ihren Wangen, die einstmals einen Felix entzückten, waren verschwunden, die ehemals goldenen Locken, worin seine Finger so gerne sich verwickelt, sie fingen an, die graue Farbe des Atters anzunehmen, ihre belebte Physiognomie gewann zwar au Ausdruck, aber auf Kosten der Schönheit, Ivelche mit der Jugend dahinschivand. Sie hatte auch ihren Vater schon verloren, und sie wäre einsam in der Welt gestanden, wenn derjenige, welcher die ganze Menschheit int eigenen Busen trägt, einsam sein könnte. Wer von der Welt nichts mehr erhofft, nichts von ihr verlangt, sondern ihr nur noch gibt, wer alle Wünsche im eigenen Herzen ertötet und seine ganze Bestimmung darin setzt, der Menschheit Wohl und Glück zn befördern, der ist nicht einsam und verlassen, er findet sich in jedem anderen wieder. Das Glück der anderen ist sein eigenes Glück —~ und sein von der Selbstsucht freies Herz weiß nichts von der Dual betrogener Hoffnungen und vereitelter Sehnsucht. Hätte sie nicht von jV'it zn Zeit Blnmenthals Briefe empfangen, so wäre rvohl ans Erden nichts gelvesen, Ivas sich hätte rühmen können, in ihrem Herzen eine bevorzugte Stelle cinzunchmen; sie betrachtete in ihrer stillen Resignation die ganze Welt mit Ruhe und Gelassenheit, und alles schien ihr so recht, gerade als ob sie selbst es so angeordnct hätte. Für sie bedurfte es keines Beweises ans der Astronomie, das; die Welt rund sei: in ihrem Geinüte hatte sie sich selbst immer mehr und mehr gerundet und alles abgestoßen, ivas iwch Eckiges nnb KantikeS ans früherer Zeit an derselben haften mochte. Aber so lvie sie keine Wünsche und Hoffnungen mehr kannte, so waren ihrem Herzen auch alle Leiden fremd, die in diesen Wünschen und Hoffnungen ihre Quelle haben. Ein großer Schmerz stand ihr noch bevor. Der Vater ivar tot. Der Gedanke, das; Felix auch sterben könne, erfüllte sie zmveilen mit Angst. Seit dem Tode ihres Vaters trat dieser Gedanke iimner stärker in ihr auf, und so oft sie einen Brief von Bkumcnthal empfing, zitterte sie in Furcht, die betrübende Nachricht zn enthüllen. Was sie lange gefürchtet, trat endlich ein. Felix ivar tot. Es liegt für den, welcher einige Menschenkenntnis hat, nichts Befremdendes darin, zu erfahren, das; sie diese Nachricht von dem Tode ihres geliebten Felix nur größerer Fassung und Ruhe aufgenommen und getragen, als sich nach der vorausgegangencn Stimmung erivarten ließ. In den Tränen, die sie ihm iveihte, lag für sie zugleich der Trost, daß auch er jetzt ausgcrungen und ausgelitten. Hätte sie, als sie von ihm für ewig Abschied nahm, ahnen können, in tvekch bescheidener Stellung er sein ganzes Leben zubringen werde, sic wäre freilich nicht so grausam gewesen, ihm das bindende Versprechen abzunchmcn, daß er sich nie nach ihr erkundigen, nie nach ihr forschen solle. Sie fühlte das jetzt wie eine Art von Vorwurf, den sie sich selbst machen wußte. In Bezug auf Felix war sie beruhigt. Sb er an Gort geglaubt oder nicht, sagte sie sich, ist ganz einerlei, denn jedenfalls hat er so gelebt, wie cs einem Gott, wenn er ist, wohlgefällig nun muß. Aber wie wohl hätte ihm cs in der Stunde der Not getan, wenn meine Hand um ihn geschwebt, meine Sorgfalt über ihm gewaltet hätte. Sie schien sich eine Buße gerne anserlegen zu wollen, doch wußte sie nicht, Ivorin solche bestehen könnte. , Anrelie ahnte wohl nicht, daß sie ans diesem stillen Winkel, den sic sich geivählt, noch wieder hervortreten werde. Noch hatte jene Stimmung in ihr fortgcdaneri, die sic zur Schuldnerin des Hingeschiedenen Felix machte, als sie von Herrn Blnmenthal, mit dein sie auch nach Felix' Tode den Briefwechsel weiter unterhielt, die Nachricht zukam, das; Herr Schanenstein in Felix' Geburtsort ein Gut gekauft habe, den Meicrhos nämlich, welchen früher ein Freund des Frankschcn Hauses in Pacht gehabt hatte. Die Nachricht wurde von dem Briefschreibcr so nebenbei mitgeteilt und höchstens darum, weil sich darin Gelegenheit ergab, des Frankschcn H'auseS zu erwähnen. Herr Blnmenthal dachte keineswegs an die Folgen, die diese Mitteilung herbcisührte, und wie erstaunte er, da er im nächsten Briefe von Anrelie die Anfrage erhielt, ob er es wohl erzielen könnte, das; die Firma Schanenstein ihr das Gut überlassen möchte. Dies Geschäft war bald abgemacht.! Ihr war dieser Gedanke gleich beim Lesen des Briefes durch den Kopf gefahren, und der leise Wunsch, ihre ferneren Lcbenstagc aus der Stätte zuzubringen, wo Felix gewandelt, stand bald in ihrer Seele fest als Entschluß. Das Erzichungshaus konnte sie in der Einrichtung, die es hatte, der Leitung einiger Frauen überlassen, die bisher mit ihr im Vereine gewirkt hatten, sie aber trat, was sie selbst kaum für möglich gehalten hätte, aus ihrer stillen Zurückge- | zogenheit wieder in die Welt hinaus. j So kam sic denn hier an, ohne daß jemand ahnen konnte,; welche geheimen Beziehungen sie mit dem Orte verbanden, lange, bevor sie ihn mit ihrem Fuße betreten. Wir haben sie ans dem jüdischen Friedhofe am Grabe ihres Felix gesehen und haben erfahren, wie sie sich durch diesen Gräberbesuch der scharfsichtigen Näsele Bernstein verraten. Wir haben gesehen, wie diese der Fremden entgegentrat und ihr bas kostbarste Gut, das sie besitzt, das geistige Vermächtnis des geliebten Mannes, überantwortet. „Sie haben darauf ein größeres Recht als ich," sagte Näsele, da Anrelie es zurückgeben ivollte, „denn Sie sind von ihm geliebt ivorden. Auch werden Sic es besser verstehen als ich. Ich verstehe es nur mit dem Herzen, für meinen Verstand ist cs zu hoch; Sie werden cs mich mit dem Geiste verstehen." Welchen Eindruck das Tagebuch ans einen Geist wie Anrelie geübt, läßt sich denken. Die seligste Zeit ihres Lebens fanb sie darin in wenigen Sätzen vor die Seele gezaubert, und sie schwelgte in der Erinnerung an den herrlichen Mann; in Röscle aber fand sie eine Freundin, die dazu, wie keine andere, fähig ivar, den Abend ihres Lebens zn versüßen. Nie hat zwischen Frauen eine innigere, zartere Freundschaft existiert. Ihre Seelen waren miteinander verbunden durch das Band der Liebe, welches bis an das Grab des geliebten Toten hinausreichte. Die Begeisterung für den herrlichen ^Abgeschiedenen war es, worin sie miteinander wetteiferten und ivorin stets eine die andere zu übertreffcn schien. Ans der Erinnerung au ihn schöpften sie Erhebung und edle Andacht. Jede von ihnen wußte der anderen von ihm Dinge gn erzählen, die nur sie wußte, rmd wie keine von beiden im Erzählen, so ivurde auch keine von beiden im Zuhöccn müde. Noch ans dem Grabe hervohr bewirkte Felix dies Wunder einer nie gesehenen Freundschaft; denn unzertrennlich wanderten sie nun in Stille und Heiterkeit durchs Leben dahin. Herrlich war die Morgenröte, stürmisch ivar der Tag — freundlich aber sendete die Sonne ihre letzten Strahlen vor ihrem Untergänge und vergoldete mit hellem Scheine den Lebensabend des edelsten Frauenbildes und den ihrer unvergänglichen Freundin. (Fortsetzung folgt.) >1. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 8 Branliveinverschleißer, 21 Buchhalter und Korrespondenten, 96 .Kommis diverser Branchen, 33 Komptoiristeu und Strazzisten, 5 Inkassanten, 13 Kanzlisten rmd Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 8 Platz-Agenten nird -Vertreter, 55 Praktikanten, 3 Reisende. Weibliche Abtheilung. 61 Komptoiristinnen und Kanzilstinnen, 6 Manipukantilinen, 7 Hilfsarbeiterinneir, Miedersticke^innen, 23 Praltikantiinren, 2 Verkäuferinnen, 2 Verschleißerinneir. III. Klasse: Geistige Arbeit. 5 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, ivelche Gymnasiasten und Ncalschülcr unterrichten), 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Ostens Stellen. Gesucht werden von männlichem Personal: Mehrere Anstreicher, mehrere Spengler, 1 Stcazzist (mir von der Wirkivnrcnbranche). Expedicntinnen und 3 Kassafräulein, 2 Schneiderickneu, 23 SS ms. °%n Ko« Ä Oo°°Ort°°l OoCbopo ÖOrtöiQQß I PPrYPo OC£bO oc>6<?^ OOO /, CQ il ZK SbOcter o-';, ||fe IM# °U °0°ocPi ÖTOOO M zW W «f M> M Kathreiners Kneipp- WalzKaffee. Keine Hausfrau säume länger, dies gesunde u. schmackhafte Kaffeegetränk elnzuführen. m Tk Konkurs Von der Kultusgemeinde Kojetein (Mähren) ist der Posten des Rabbiners und Religionslehrers vom 1. Jänner 1903 an zu besetzen. — Gehalt 1600 K, freie Wohnung, Stiftungsbezüge von ca. 300 K, Einkommen aus der Matrikenführung, sowie übliche Emolumente Bewerber müssen österreichische Staatsbürger sein und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Gesuche bis Ende September an den Vorstand. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten ersetzt. Kojetein, 3. September 1902. Der Vorstand: Moriz Bicky. In der von der hohen k. k. Statthalterei konzessionierten Privat-Sprachschuk der Frau Olga Kadisch, IX., Grüne Thorgasse 23,3. Stock, Mitteilungen des Vereines für unentgeltlichen Arbeits- " nachweis. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13.920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Vorgemerkt sind; I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 7 Aufpapper, 4 Bäcker, 7 Buchbinder, 2 Buchdrucker, 1 Destillateur, 9 Drechsler, 1 Elektromonteur, 4 Fleischhauer, 3 Friseure, 2 Glaser, 5 Goldarbeiter, 1 Gürtler, 30 Hausknechte, Geschästsnnd Bnreandieiier 33 Hilfsarbeiter, 3 Holzbildhauer, 1 Hutmacher, 4 Kellner, 1 Kürschner ,4 Kutscher, 5 Laufburschen, 14 Lehrlinge, 3 Magazineure, 1 Maschinist und Heizer, 6 Mechaniker, 4 Metallarbeiter, 2 Monteure, 1 Niemer, 37 Schlosser, 27 Schneider, 2 Schriftsetzer, 5 Schuhmacher, 2 Selcher, 1 Spengler, 1 Steinmetz, 2 Tapezierer, 2 Taschner, 10 Tischler, 4 Uhrmacher. wird nach leichtfasslicher und modernster Methode französische Sprache in folgenden Kursen gelehrt: I. Anfängerkurs, 3mal die wöchentlich, 3 fl. per Monat. II. Kurs, 3mal wöchentlich, 3 fl. per Monat. II. Kurs,4-malwöchentj .1 lieh, 4 fl. per Monat IV. Kurs, 4tnal wöchentlich, 4 fl. per Monat. V. Kurs, 4mal wöchentlich, 4 fl. per Monat R-f at. \ Anschauungsunterricht mit gelegentlich einfliessender Grammatik. Fortsetzung des Anschauungsunterrichtes, Redeübungen, methodische Grammatik. Konversation, Lektüre, Grammatik, Konversation, Lektüre, Literatur. Grammatik, Korrespondenz. Konversation, Lektüre, Literatur, Poetik. Die Kurse dauern je ein Semester. Die Einschreibung findet vom 10. September an täglich von 11 bis 4 Uhr statt. Jüdischer Religionsiehrer mit der Berechtigung, jüdischen Religionsunterricht zu erteilen, guter Hebraist, für das nächste Schuljahr aufgenommen. Wöchentlich zirka 10 Stunden Unterricht. Bei entsprechender Leistung dauerndes Engagement. Nur schriftliche Offerte sind zu richten an den Jüdischen Schuiverein IX/, Seegasse 7. ^chaltoädcbci) aus gutem Hause wird von besserer Familie in Pension genommen. Anfragen sind zu richten an die Expedition des „Jüdischen Volksblatts“.