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Jüdisches Volksblatt · 1902-08-29 · 35 (29.8.1902) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
35 (29.8.1902)
Date
1902-08-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 35 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 29. August 1902 Seite 7 Das Bedürfnis nach Belehrung und Unterhaltung äussert sich bei der jetzigen Jugend in einer unwiderstehlichen Leselust. Die vielen Jugendschriften, die in der neuesten Zeit ins Leben getreten sind, haben das Bestreben, diese Lust zu befriedigen und auf die Jugend in einer sittlich-religiösen Richtung einzuwirken. Haben nun alle Kreise der Gesellschaft ein vitales Interesse daran, der Jusend eine erziehliche Lektüre zu bieten, so haben es die jüdischen Kreise bei weitem nötiger, wenn sie sonst nicht Gefahr laufen wollen, dass die jüdische Jugend durch nichtjüdische, ja sogar judenfeindliche Jugendschriften der angestammten Sitte und Religion entfremdet werde. Diesem tiefgefühlten Bedürfnisse entspricht „Jung Juda“ in vollem Masse. Seit seinem Bestände hat es bewiesen, dass es dem Ziele, das es sich gesetzt, wenn nicht vollkommen entsprochen, so doch nahe gekommen sei. Es wird auch von berufener Seite anerkannt, dass es an derartiger Zeitung bisher mangelte. „Jung Juda“ strebt vor allem an, Liebe zum Judentum unserer Jugend einzuflössen, sie mit der alt jüdischen Moral bekannt zu machen, sie in Geschichte und Literatur einzuführen : „Jung Juda“ belehrt, erbaut und unterhält zugleich. „Jung Juda“ enthält in jeder Nummer Illustrationen, interessante Ezählungen aus dem jüdischen Leben, Perlen aus dem Talmud. Oiiginal-Bilderrätsel, Auflöserrubrik etc. „Jung Juda“ ist die einzige deutsche Zeitung, die der Pflege der hebräischen Sprache ihre Spalten öffnet, und wird dieser Rubrik besondere Sorgfalt gewidmet. Jede Nummer „Jung Juda“ bringt eine hebräische Uebersetzungsaufgabe. „Jung Juda“ wird halb- oder ganzjährig bei der Administration in Prag, Myslikgasse 14 abonniert. 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