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Jüdisches Volksblatt · 1902-03-28 · 13 (28.3.1902) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
13 (28.3.1902)
Date
1902-03-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 13 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt. 28. Marz 1902 Seite 7 Aufruf Seit Jahren grassiert hier die ägyptische Augen-Entzündnng, ivelche leider eine gros;e Anzahl non Opfern gefordert hat. Wie traurig auch das Schicksal der erwachsenen Personen ist. welche von dein furchtbaren Unglück der Erblindung betroffen sind, um so jammervoller und herzerschütternder ist das Los der Kleinen, ivelche ihres Augenlichtes beraubt, ganz hilflos einem hoffnungslosen Leben entgegengehen! Das überaus traurige Dasein dieser Kleinen zu erheitern und sie einer menschenivürd'igen Erpistenz znznführen, ist die ebenso heilige Ivie schivierige Aufgabe, die ivir uns gestellt haben, und habe'n ivir deshalb eine jüdische B l i n d e n - A u st a l t gegründet, in ivelcher diese Armen nicht allein eine zweckmässige, streng religiöse Erziehung erhalten iind in unserer heiligen Religion unterrichtet werden, fonbcrn auch Schreiben und ein Handwerk erlernen. Wir hoffen mit Zuversicht, dass unsere Zöglinge durch die Erlernung der Korbflechterei, ivie Anfertigung von Strohhiitcu, Schnüren, Stricken, Teppichen usw. imstande sein lverden, sich nach ihrer Entlassung aus dein Institut redlich durch ihre Handarbeit ,;u ernähren, ohne auf das Bettelbrot augeivieseil sein zu müssen. Die segensreiche Thätigkeit, ivelche unsere Anstalt schon entfaltet hat, macht ihr alle Ehre. Um so bedauerlicher ist es daher, dass sie, bis jetzt ausschließlich auf die geringen Beiträge unserer hiesigen Freunde angewiesen, immer mehr und mehr in die Schwierigkeiten geräth, deii vielen a>i sie herantretenden Anforderungen in gebärender Weise gerecht zu werden; ja ihr Fortbestand ist ohne den Beistand edler Menschenfreunde äußerst gefährdet. Dieser drohenden Gefahr entgegenzntreten und mit uns an der Erhaltung und Förderung unseres Liebeswerkes nach Kräften mitzuwirken, ist nun die innige Bitte, die ivir im Namen so vieler Unglücklichen aii Sie hiermit richten. Durch jeden Beitrag, sowie durch Ihre gütige Verwendung bei Ihren Freunden zum Wohle unserer Zöglinge werden Sie sich ein Verdienst eriverben, das Ihnen und den iv. Ihrigen gewiss den reichsten Segen Gottes ins Hans bringen wird! Mit diesem herzlichen Wunsche und Ihrer gütigen Unterstnhnng entgegenschend, tvclche sotvohl durch directe Quittung bescheinigt, als auch in unserem Jahresberichte veröffentlicht lverden soll, zeichnen Hochachtungsvoll Der Vorstand des Palästinischen jnd. Blinden-Jnstituts für Palästina in Jerusalem. Tr. I. K r i s ch e w s t y, Arzt des Vereins „Lemaan-Zion". A. M. ü ii ii c ü, Herausgeber des Jahrbuches „Jerusalem". A. 9t athansoh n, Kaufmann. -i- Spenden nimmt die Leitung des jüdischen Blindeninstitutes in Jerusalem entgegen. 00°0>P ÖOog OOoPo oOOfPPOO rPOoQOp ■vO AnV.On^ »SSo®fiäQ MM ° oßpoonen SooqöüoJ ooS-oo i OQ'zi booo b® mp Kathreiners Kneipp- fValzKajfee. oo^av-w Keine Hausfrau säume länger, dies gesunde u. schmackhafte Kaffeegetränk einzuführen. OTPrVCd öxoxo;co,o Mittheilungen des Vereines für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13.920.) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualificierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. A m 15. M är z 1902 standen in Vormerkung: I. Classe: Manuelle Arbeiter. 9 Anstreicher. — 1 Aufpapper. — 4 Bäcker. — 1 ßuch-! binder. — 2 Buchdrucker. — 1 Destillateur. — 7 Drechsler, j — 1 Elektromonteur. — 1 Fleischhauer. — 4 Friseure. — : G Glaser. — 14 Goldarbeiter. — 1 Gürtler. — 33 Haus-! knechte, Geschäfts- und Bureaudiener. — 41 Hilfsarbeiter. — 2 Holzbildhauer. — 2 Hutmacher. — 2 Kellerarbeiter. J— 9 Kellner und Marqueure. — 1 Kürschner. — 8 | Kutscher, — 4 Laufburschen. — 12 Lehrlinge. — 1 Lithograph. — 7 Magazineure. — 4 Maschinisten und Heizer. — 9 Mechaniker. — 5 Metalldreher. — 10 Monteure. — 3 Photo- : graphen — 33 Schlosser. — 1 Schmied. — 10 Schneider. — 3 Schriftsetzer. — 1 Schuhmacher. — 20 Spengler. — i 15 Tapezierer. — 1 Taschner. — 23 Tischler. — 7 Uhri macher. — 3 Zeichner. — 6 Zimmermaler,! II. Classe: Kaufmännische Angestellte. i 6 Brantweinverschleisser. — 17 Buchhalter und Corj respondenten. — 63 Commis diverser Branchen. — 19 Comptoiristeu und Strazzisten. —4 Ineassanten. — 4 Kanzlisten und Schreiber. — 5 Manipulanten und Expedienten. — 3 Platzagenten und -Vertreter. — 3 Praktikanten. — 2 Reisende. Weibliche Abtheilung. 1 Bedienerin. — 3 Bonnen und Kindergärtnerinnen. I — 33 Comptoiristinnen und Kanzlistinnen. — 10 Ex-; pedientinnen und Manipulantinnen. — 2 Hilfsarbeiterinnen, j— 2 Cassafräuleins. — 2 Pflegerinnen. — 2 Praktikantinnen. 135 Verkäuferinnen. — 4 Verschleisserinnen. — 8 Wirtj schafterinnen und Stützen der Hausfrau. , III. Classe: Geistige Arbeit. j 45 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, I welche Gymnasial- und Realschüler unterrichten). | 6 Lehrerinnen und Erzieherinnen. I Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung j im November 1899 bis inclusive 15. März 1902 3735 Ver- I mittlungen durchgeführt, und zwar:; 1598 Vermittlungen in der I. Classe (manuelle Arbeiter) 926 1124 87 II. (Handelsangesteilte) „ „ weiblichen Abtheilung „ „ III. Classe (geistige Arbeit). ,Erster Wiener Jüdischer Turnverein4 I., Mölkerbastei Nr. 5, nahe der Universität. ~>i= Turnstunden für Herren: Montag und Donnerstag ’/gft-t-O Uhr abends; für Damen: Mittwoch und Samstag 7—*/29 Uhr abends; Fachf-Secfion: Dienstag 1/27—'/,9 Uhr abends, Samstag 3ji6—7 Uhr abends. Athletik-Section. — Vorturnerturnen. — Geprüfte Lehrer. Eiutrittsgebür 2 K; Monatsbeitrag 2 K; für Hoch- und Mittelschüler, Handelsangestellte und Arbeiter die Hälfte. gjSSF“ Anmeldungen am Turnplätze. SENSATIONELLE QELEQENHEITSKrfUFEI 150 K! Noin, bloss iS K kostet dio neueste, beste hocharmige Singer-Niili» liiascliinoi'. Haus u. Gewerhe, starke Bau jrt, ni. Fussbetrieb, Verschlussk., allen Apparat, u. p r a k t. N euerungen 48K.ltlngRoliifl’in. Luxusausst., 8, Zugeh. u. Kaston i'. nur7OK.V0rk.unt. 5 J. Garant, n, geg. nar. Preis-Courante gratis. Gr. Kataloge für Fahrriider-Zubohör gegen 00 h in Marken. Fahrrad-u.Nähmasohinenfabriks-Nioderlago M.lluiulbakin, Wien IX., Bergg. 3. 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K Wien, IX., Porzeilangasse Nr. 20 Gegründet 1890. — Provinzversandt streng reell. Mein neues Album sarnmt genauesten Abbildungen gegen 30 kr. in Briefmarken Langjähriger Lieferant des Vereines der k. k. Staatsbeamten etc. etc. In Anbetracht des eminent wichtigen Zweckes, den unser Institut verfolgt, erlauben wir uns, jeden Glaubensgenossen dringendst zu bitten, dasselbe durch Beitritt ZU Unterstützen. Gredlt-Instifut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte. DerAutsiehtsrath Die Direelion: J. K a r e i s, k. k. Hofrath. Ri< hard R a p p a p o r t. Hermann Eltbogon, Cultusvorstand. Emanuel P o 11 a k, Oberbuchhalter. Pr. pbil. Paul W e i s e n g r ii n. Heinrich Kornmebl, Fleischhauer. Alfred M o r a w i t z, Beamter. Jacob R e i c h m a n n, Buchdrucker. Adolf R a k o w s k i, Kaufmann. Zahnarzt Leon D r u b 1 o w i t z. Josef P o 11 a k, Firma Pollak & Neuron, Obmann. Moriz Pozsonyi, Schriftführer, Salo Klausner, Kaufmann, Obmann-Stellvertreter. Gottlieb II e r r m a n n. Max P a p p e n b e i nt, leitender Director. Auszug aus den Statutendes „Creditinstitut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte“ (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haltung). Gegenstand und Sitz der Genossenschaft. § 2, Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Wien und bezweckt: a) bei ihren Mitgliedern durch Entgegennahme von Einlagen, weiche verzinst werden, und den Anspruch aut Gewährung von Darlehen erhöhten Sinn für Sparsamkeit und Capitalsammlung anzuregen; b) den Mitgliedern entsprechende, leicht rückzahlbare Darlehen zur Förderung ihres Erwerbes oder zur Verbesserung inrer wirtschaftlichen Lage zu verschütten. Genossenschaftsfonds. § 3. Der Fonds der Genossenschaft wird gebildet: a) aus den von den Mitgliedern zu zahlenden Geschäftseinlagen b) aus dem Reservefonds c) aus dem von der Direction zu beschaffenden Betriebsfonds. Derselbe kann durch Aufnahme von Spareinlagen beschallt werden; d) aus freiwilligen, nicht rückzahlbaren, einmaligen Beiträgen, welche der Genossenschaft, von welcher Seite immer, zur Verfügung gestellt werden. Personen oder Gesellschaften', welche solche Beiträge leisten, sind nie li t Mitglieder der Genossenschaft und besitzen weder Rechte noch Pflichten in derselben. Geschäftsantheife der Mitglieder. § 4. Der Geschäftsantheil jedes Mitgliedes wird auf einen Betrag von 100 Kr. festgesetzt Das Creditinstitut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte, r. G. m. b. H., Wien, II , Leopoldsgasse Nr. 49 übernimmt Spareinlagen zu 37» Percent mit 14tägiger, zu 4 Percent mit monatlicher, zu 4*1» Percent mit dreimonatlicher Kündigung. bas birectorium.

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