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Jüdisches Volksblatt · 1902-03-11 · 11 (11.3.1902) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
11 (11.3.1902)
Date
1902-03-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 14. März 1902 Nr. 11 genüge, dass dieses große, kostbare Hospital sich würdig an die monumentalen Bauten dieser Art in Jerusalem reiht, wo die verschiedenen religiösen Gemeinschaften in der Errichtung von Gebäuden für wohlthätigc Zwecke Ivctteifern. Dieses Schaare-Zedek-Hospital wird für immer Zeugnis oblegen für den selbstlosen und freigebigen Wohlthätigkeitssinn des jüdischen Volkes. Das Eomitee hat beschlossen, dass die Namen der fünf Gründer: Distriktsrabbiner S B. Bamberger s. A.—Würzburg, S. R. Hirsch s. A.—Frankfurt a. M., Akiba Lehren s. A.—Amsterdam, Rabbiner Dr. M. Lehmann s.?l.—Mainz und Oberrabbiner Stern s. A.—Hamburg alif einer großen Gedenktafel veretvigt werden. Auch zu Ehren des Chief-Rabbi Nathan Adler s. A. in London soll, aus Anlass einer Stiftung, eine Gedenktafel errichtet werden. Personal- und Uerelnsnachrichten. Leopolvftädter Betsiauöverein „Montefiore". Samstag, den 16. c„ 8 Uhr abends findet die Generalversammlung des Bethausvereines „Montefiore" im Cafe B a n k, 1l., An der Ferdinandsbrücke, statt. Vorher um 6 Uhr wird im Bethaus „Montefiore", II., Taborstraße 38, ein feierlicher Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder des Vereines „Montefiore" abgehalten, bei welchem Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. M. Rosenfeld die Gedenkrede halten wird F. R. Lese- und Redehalle indischer Hochschüler Wiens. Um das neue Vereinssemester in würdiger Weise einzuleiten, veranstaltet die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler am Dienstag den 18. März 190-2 im Cursalon dasr ö f f n u n g s f e st des XVI. Vereinssemesters. Die Vorarbeiten für dieses groß angelegte Fest sind bereits vollständig bewältigt. Das Fest selbst wird ein imposantes Bild schon daourch bieten, dass sämmtliche jüdisch-akademische Vereine, sowie die jüdisch-bürgerliche Gesellschaft durch ihre hervorragendsten Repräsentanten vertreten fein werden. Den ersten Theil des Abends bildet der solenne Eröfsnungscommers, wo nach der Rede des Präses des Vereines eine Anzahl hervorragender Persönlichkeiten sprechen werden. Dem osficiellen Theile, dessen Hauptaufgabe es sein wird, der Oeffentlichkeit die Ziele und Zwecke des Vereines vor Augen zu führen, folgt eine glanzvolle Akademie, zu deren Gelingen hervorragende Kräfte, wie Frau Elise von Sieger-Bach, Arthur G u t t m a n n (Mitglied des Josefstädter-Theaters), Clavirvirtuose Roderich B a ß, Gesangskünstler Waldemar und andere berühmte Kunstkräsle, die sich gleich den Genannten in selbstlosester Weise dem Vereine zur Verfügung stellten, beitragen werden. Als letzte Piece der Akademie wird ein gelungener musikalischer Ulk fungieren, welcher von den an den beiden Eomiteabenden in diesem Fache glänzend bewährten Mitgliedern des Vereines aufgeführt wird. Der musikalische Ulk bildet den Uebergang zum Tanzkränzchen, welches bei dem studentischen Charakter der Veranstaltung amüsant ausfallen wird. Das Fest findet nur vor geladenem Publicum statt. Regiebeitrag 1 Krone. Studenten haben freien Eintritt. — Nach dem am 6. März abgehaltenen Vortrage des Prof. Dr. Benedikt „Causerie über Criminalanthropologie", nach dem am 15. März stattfindenden Vortrage des Herrn Schriftstellers Martin B u b e r über „Kunst und Gesellschaft", sowie nach all dem vom neuen Ausschüsse trotz seiner noch kurzen Amtsthütigkeit vollbrachten Leistungen wird dieses Fest den Beweis dafür liefern, dass der neue Ausschuss einerseits mit allen Kräften darauf hinarbeitet, die Ziele und Zwecke des Vereines zu verwirklichen, andererseits aber es für seine Pflicht erachtet, durch ein solennes Fest in würdiger Weise mit der Oeffentlichkeit, dem großen Kreise der Gönner und Förderer des Vereines, in Contact zu treten. Der humanitäre Geselligkeitsverein „Die Szenicze" in Wien veranstaltet am 15. März 1902 im Hotel Continental, 2. Bezirk, Taborstratze 4, eine geschlossene Maskenredoute. Der Schlüssel. Erzählung von Eduard Kulke. (Fortsetzung.) „Aber warum nicht, Reb Bär?" sagte der Schadchen. „Seid mir „elef pomim moichel" (tausendmal Verzeihung), seht nur an, wie Ihr seid; ich kann Euch nicht versteh'n, und es verstehts keiner in der ganzen Khille. Ihr habt eine Tochter, wie sie nicht ist zu finden weit und breit in ganz „Marreland" (Mähren). Ihr könntet die obersten „Schiduchini" mit ihr ausnehmen. Reb Bär, seid mir noch einmal „moichel", Ihr steht Euch „in der Licht" (im Wege). Warum wollt Ihr das Madel „dawke" (durchaus) sitzen lassen? Auf was wollt Ihr warten, bis sie „leoirech jomim" (nach langer Zeit) eine „Beßule fekenes" (eine alte Jungfer) sein wird? Ich thu' das meinige, Reb Bär, ich sag' Euch, macht einmal ein „Szof" (Ende) und handelt, wie ein ehrlicher Jüd." „Und wie, wenn ich Euch anhören wollt", sagte Reb Bär, „lasst einmal sehen, was Ihr „Bedneh" (im Gedanken) habt." „Hört Nlich an, Reb Bär, ich will mit Euch reden ganz offenherzig. Wenn man kommt in ein Gewölb hinein und verlangt „S'choire", weist man einem nicht gleich die beste; erst kommt die schlechteste, dann die bessere und zum „Szoff" die beste. Das geschieht darum, weil der „Solcher" (Kaufmann) noch nicht weiß, wie viel jener für die „S'choire" geben will; darum halt' er zurück. Ich aber seh' Eure „S'choire" vor mir, und ich muss darum auch gleich meine beste „S'choire" weisen?" „Das ist ehrlich gesprochen," sagte Reb Bär wohlwollend. „Was meint Ihr, Reb Bär, zu dem Anschlag, so etwas, wie die „Mechutten" (Schwieger) von Reb Löb Frank zu werden, ha? Das ist doch eine „Amzoe" (geistreiche Erfindung)!" „Das ist richtig eine „Amzoe," sagte Reb Bär, „denn Ihr habt Reb Löben einen Sohn erfunden, den er gar nicht hat; oder hat Reb Löb efscher noch einen Sohn? Denn dass Ihr Feiwl meint, kann ich doch nit glauben! „Und warum nicht Feiwl?" fragte der Schadchen. „Habt Ihr etwas gegen ihn einzuwenden?" „Was schrie Bärl Lederer, „dem „Schegez" (Leichtsinnigen) soll ich mein' Tochter geben? Dem Posche Jißrol so eine „koschere Beßuleh" (reine Jungfrau)? Das ist Euer Ernst nicht, Reb Kloinemes, seid mir „moide" (bekennet), Ihr habt Euch mit mir nur wollen einen Spass machen, Einen solchen Spass könnt ich Euch „moichel" sein, „chodsche" (obgleich) dass heute kein „Purim" und kein „Simchesthoire" (jüdische Feste der Lustbarkeit) ist; den Ernst aber könnt' ich Euch nicht verzeihen." „Reb Bär, Ihr sprecht im „Roizes" (Zorn), und ich weiß, warum. Ihr könnt nicht vergessen, was Euch Reb Sawel für „Dworim" (Worte) gesagt hat; wenn Ihr Euch aber die Sach' ruhig überlegt, so .. . „Ich überleg' nix und mach' nix und thu' nix", fiel Reb Bär dem Schadchen in die Rede, „was ist da vrrl zu überlegen? Hab' ich „efscher" früher, bevor man von Gumpels „Leweije" (Leichenbegängnis) zurückgegangen ist, über Feiwele eine andere Meinung gehabt? Für mich ist er kein Jüd' mehr, und wenn ich „chasswecholileh" (Gott behüte) so ein Kind' hält', möcht' ich *) Wegen technischer Schwierigkeiten musste das Erscheinen des Romanes unterbrochen werden; für die Zukunft wird er regelmäßig erscheinen. Anm. d. Red. (zur Trauer auf die Erde) setzen,-„Ihr versteht mich doch ganz gut, Reb Kloinemes, und wisst, nktt oder nicht, ist allesemS; ein was ich mein'. Red' nur rasch ein' „Schidech", aber einen guten. mich darum gleich „Schiwe denn ob er sich „koifer" ist (tauft) Posche Jißrol ist er doch. Was Ihr da gesagt habt von Reb das heißt einen, den ich gutheiß'. Ihr wisst, dass ich das'Geld Sawel, seid Ihr Euch grob „tote" (im Jrrthum). Reb Sawel von Reb Löben nicht zu verachten brauch', aber ich bin „Thilleleh" ist em „Schwanz" (Narr) und meint, er ist ein „Aufgekreüter" (Gottlob) auch kein „Schnorrer" (Bettler); ich sag' Euch, aufs (Aufgeklärter) und ein gebildeter Mensch, wenn er den „Meschumed" Geld kommt es mir nicht an; ich will ein' ehrlichen Juden als (Bösewicht) vertheidigen thut. Reb Sawel ist, das könnt Ihr „Aden" (Eidam.) Wenn Humpel kein „Schegez" (Gassenjung') mir glauben, nit der Lehrer, sondern der „Schoichet" (Schächter) geworden wär', ich halt' ihm mein' Tochter gegeben; seht Euch von unserer Khille. Er hat die ganze Khille „geschochten" (geschlachtet). Denn alles Böse, was wir jetzt hier haben, kommt von ihm her. Ich Hab' nur „Rachmones" (Mitleid) mit Reb Löb und mit Jentel; denn Reb Löb ist ja ein ehrlicher Jüd', das hat er jetzt erst wieder bewiesen, wie Schil das letztemal gesessen ist, und Jentel hat auch ein jüdisch Herz und ist ein „Esches chajil" (Biederweib). Aber der „Benak" (Sohn) „loi jisoicher weloi jepoked", das ist ein „Jerowem", der nit nur ein „choite" j (Sünder) ist. sondern auch ein „moahti es herabbim" (der! sündigen macht). Wenn unsere gute, fromme Khille einmal ein! „trefe Mokem" (ein nichtjüdischer Ort) wird, nicht will ich's derj leben, werden wir wissen, wem wrr das zu verdanken haben."! Reb Kloinemes war nicht der Mann, der sich durch eine solche donnernde Philippika einschüchtern ließ. Die Männer seines Gewerbes Hallen den Grundsatz: „Wer schändet, der kauft" noch mehr in Ehren als die gewöhnlichen Geschäftsleute. Als wohlgeübter und erfahrener „Schadchen" wusste er, dass man manchmal einen „Puff" auszuhalten habe, dass aber Energie und Eosuequenz endlich doch zum gewünschten Ziele führen. In; dieser Zuversicht erwiderte er: „Ihr wisst doch, stieb Bärleben/ dass „skone nefosches" (Lebensgefahr) von „Mizwes pattern", thut (von Geboten freisprichl), und Ihr werdet doch einem Doctvr ' nicht übelnebmen, was Ihr an einem andern mit Recht ans-, setzen könnt. ' „He he he", lachte Bärl Lederer, „Ihr seid doch kein Kind mehr, Reb Kloinemes, aber doch ein „Schortele" (Närrchen),, Was Ihr sagt, ist ganz falsch und gehört für Weiber, um sie damit zu „foppen" (fangen), aber nicht für Bärl Lederer. Erstens. kann ich Euch antworten, wie der „Now sichroine liwroche"I (der Rabbi, sein Andenken sei gesegnet), dem man gesagt:! „Wildpret mllss stinken", die „Tschuive" (Antwort) gegeben hat:! „Ich muss es aber nicht essen." Ja, es ist wahr, dass ein' Doeter von maunige „Mizwes" (Gebote) „poter" (frei) ist, wenn es sich um „Skonenefosches" (Lebensgefahr) handelt Wo steht . aber geschrieben, dass ich mei' Nöseleben g'rad einem Docter geben muss. Geb' ich sie kein' Doetor, erspar' ich die „Heh und die Wow" (die Konsequenzen des ersten Schrittes). Gesetzt aber, ich wollt' mei' Nöseleben ja ein Docter geben und machet mir nichts draus, dann müsst' er wenigstens ein Docter sein, der nur dann etwas „oiwer" ist (Übertritt), wenn er sich nicht anders helfen kann; Feiwele aber ist schon ein Posche gewesen vor der „Barmizweh" (bevor er dreizehn Jahre alt war). Ein Jüngel, ' welches mir nix Dir nix vor dem „Gallach" mit'n Glöckl das ■ Kappel herunterzieht, in dem steckt schon der „Ruech hetume", (der böse Geist) „minurow" (von seiner Jugend an), und einem solchen „Posche" geb' ich mei' Nöseleben nicht." i Auf diese kategorische Erklärung wusste selbst der viel-' erfahrene und vielgeübte Schadchen im ersten Moment nichts Schlagendes zu erwidern, er begnügte sich deshalb damit, ein. schiefes Gesicht zu machen, auf welchem der Ausdruck der Nicht-, besriedigung zu lesen war. - Bärl Lederer konnte sich aber trotz des Ernstes, in den er sich soeben hineingeredet hatte, nicht enthalten, über die lächerliche Figur, die der Schadchen im Augenblicke präsentierte, zu lachen: „Äas macht Ihr für „Münjon" (Gesichter), Reb Kloinemes?" fragte er, „Hab' ich efscher nicht recht, und lönnt Ihr mir etwas . einwenden?" Diese Herausforderung versetzte den Mann wieder in die gehörige Situation. Er besann sich plötzlich, dass er noch den letzten Trumpf auszuspielen habe. Bisher hatte er sich im Laufe der ganzen Unterrevuug nur als Geschäftsmann benoinmen; jetzt kehrte er die andere, die heilige Seite seines erhabenen Berufes hervor, und mit jenern Gefühle der Sicherheit, welches der römische Augur bei fernen Prophezeiungen aus den Eingeweiden der Thiere und dem Fluge der Böget leitete, sagte er: „Und wenn es „minhaschomajim" (vom Hinnnel) ist, mögt Ihr Euch stemmen und spreizen wie Ihr wollt, stieb Bär, und es wird doch sein!" Bärl Lederer wurde blass, da er diese Worte vernahm. „Minhaschomajim!" Hiemit war diejenige Saite seines Wesens angeschlagen, die am leichtesten in Schwingungen zu versetzen war. Er, der in jedem natürlichen Vorgänge, in dem Einsturz einer baufälligen Synagoge, in dem Herunlerfallen eines unachtsamen Knaben und in tausend ähnlichen Dingen lauter Wunder, lauter unmittelbare Einwirkungen der göttlichen Hand aus die. Geschicke der Menschen erblickte, er schauderte zurück vor dem schrecklichen Gedanken, dass der Schadchen am Ende recht be- I halten könne und er gezwungen würde, seine Tochter dem Willen ' Gottes zu opfern. Jetzt kehrte sich das Verhältnis in der Situation der beiden Männer wieder um; Bärl Lederer, der bisher von Siegesfreude erfüllt war, wurde kleinlaut, Reb Kloinemes hingegen, der bisher gegen die schneidige Dialectik seines Gegners gar nicht aufkommen konnte, er gewann jetzt wieder die Oberhand, und er besaß Scharfblick genug, um die Wirkung, welche seine zuletzt ausgespielte Karte auf den Gegner machte, wabrznnehmen, und war viel zu schlau, um aus der Situation kernen Vortheil zu ziehen. Lange Erfahrung hatte ihn darüber belehrt, dass er die Mittel seiner Beredtsamkeit nur so lange anzuwenden brauche, bis die Partei, mit der er eben zu thun hatte, auf irgend eine Weise ins Interesse gezogen ist. Es war die Gleichgiltigkeit, die wirkliche oder simulierte, die seinem Anträge gestellt wurde, das Haupthindernis, welches aus dem Wege zu räumen war, und hierzu bedurfte es oft vieler Kunstgriffe. War aber einmal dieser Punkt erreicht, war diese Schwierigkeit beseitigt, und merkte der Schadchen, dass der Gegner anfange, sich für die Angelegenheit zu interessieren, dann betrachtete Reb Kloinemes sich auch schon als den Beherrscher des Terrains: er brauchte nicht mehr viel Worte zu machen, er konnte dies dem Gegner überlassen. Er konnte schweigen und hören, was der andere für Bedingungen aufstellen würde. Bärl Lederer war kein geringer Gegner; er hat. wie wir gesehen haben, lange genug gebraucht, ehe er ihn dahin gebracht, die Sache, deretwillen er zu ihm gekommen war, ihm nur als eine Möglichkeit darzustellen; jetzt aber war das Spiel halb gewonnen. Bärl Lederer sah nicht nur die Möglichkeit des fürchterlichen Falles ein, er entsetzte sich vor der Nothwendigkeit und Unabänderlichkeit des himmlischen Rathschlusses. Reb Kloinemes konnte daher überzeugt sein, dass sein Gegner sich jetzt gefügiger zeigen, dass er den Mund aufthun werde zu irgend emer Concesston, und er täuschte sich auch in der Thal nicht. „Es wär' mein Tod," sagte Bärl Lederer, „wenn das „minhaschomajim" war'. Gott soll mich nicht so hart strafen. Aber hört' mich an, Reb Kloinemes, eines will ich sagen, und das ist mein unabänderlicher Entschluss. Rösele muss eine „Kalle" (Braut) werden." „Wie kommt Ihr mir vor," erwiderte Reb Kloinemes, „weswegen bin ich denn zu Euch hergekommen? Jetzt reden wir über eine „Schoh" (Stunde) von nichts anderem; Ihr spreizt Euch, als wie wenn ich Euch die Tochter wollte zu der „Kfireh" (Teufe) führen; und jetzt red't Ihr auf einmal, als ob ich „dawke" (durchaus) dagegen wär', dass Euer' Tochter eine „Kalle" wird." „Stellt Euch nicht, wie wenn Ihr mich nicht versteh'n möchtet", bat Reb Bär, und sah dabei sehr jämmerlich aus. gut um, was ich mein', wisst Ihr. Ich will doch sehen, ob so ein „Schidech", der gar nicht znsammcnpasst, wirklich „minha-- schomajim" ist. Es bleibt dabei, Reb Kloinemes, ich verlass' mich auf Erich; macht, dass wir bald die Schal' zerbrechen und auf ein gut „Schadchones" (Gebür für die Vermittlung) könnt Ihr Rechnung machen." (Fortsetzung folgt.) Chcfrcdactcnr Briefkasten. Alois Munk sagt aus Anlass seines Rücktrittes von der Redaction des „Jüdischen Vvlksülattcs" alten Freunden und Lesern desselben herzlich Lebewohl und dankt bei diesem Anlasse für die vielen Bcw.tse wohlwollender Anerkennung, welche er während seiner Thätigkeit erfahren hat. Otto Wernck. Ein Abonnent bietet Jhileii die Merke Komperts zum .Kaufe an. Adresse: Meier Hiilnier, Nadivvrna, Galizien. Dr. G„ Brünn. Wir wcrdeii für die Zukunft Ihr Schreiben beherzigen. Goldstern, Wien. Wir danken Ihnen für Ihre Anregungen. m o opo ooo o cro oo o2 °9PqpOr&OQ 00-000-0$ ML £(00 0 06Ql mhM i oo o/i Oooi) m ■'-( Oos jO:c!§~ 'iggSsi ff ■JfSgo' EM Kathreiners Kneipp- HalzKaffee. c CgG^So QOniS Keine Hausfrau säume länger, dies gesunde u. schmackhafte Kaffee getränk einzuführen. bie schönsten und billigsten Grabsteine (rrase) von 15 fl. aufwärts bekommt man be» Steinmetz- und St^ingraveur-jvlcister II., Bothenstörng^ßS1:- 23. In der von der hohen k. k. Statthalterei concessionierlen priv. 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