Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 10 (7.3.1902)
- Date
- 1902-03-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt Nr. 10 7. März 1902 jeffein. Unsere christlichen Mitbürger hingegen ließen sich in ihrer Arbeit nicht stören und machten mitunter nichts Schlechtes sie machten bloß Vermögen. Unsere Juden giengen natürlich mit leeren Händen und Taschen aus diesem Geldprägeamte hinaus. Also Tod der Intelligenz! Die superklugen Leute haben ja eh schon ihre Kanzleien — wo Beuschelausreißereien ä l’avocat Lueger vorgenommen werden, wozu diese da noch in der Stadtgemeinde? Die Bürger treffen er ja auch, diese Handfertigkeit. Die bürgerlichen Elemente — das muss dem geehrten Leserkreise schon jetzt verrathen werden — erwarben sich hier, orts den sehr schmeichelhaften Herdennamen der Partei — Koltuny. ko 1 tun ist der technische Ausdruck für das deutsche Wort Weichselzopf. Also stand Lemberg nach dem siegreichen Austreiben der meisten gelehrten Drohnen fünfzehn Jahre lang unter jener ochlokratischen Majestät deS Koltuny- Magistrat, an dessen Spitze wohl kein Beuschelausschneider ü la Lueger, der Herr von Wien, aber ein Fachcollege, Dr. Kuzsmerz Malachowski stand. Au seiner Seite standen die Herren Michael M i ch a l s k i und unter dem glänzenden Namen Ciurcinski — Tschurt s ch i n s k i beide, (?) Klempfner. — Beide verstanden es, die Blechplatten in Silberbarren mittelst des modernen Alchymismus umzuwandeln und eine kleine Zugabe von recht soliden Häuser zu erw erb en. Diese Herren richteten die Gemeinde Lemberg — sollte ich den landläufigen Jargon gebrauchen, müsste eS heißen — statt her — hin. Wir wollen aber gerechter Vorgehen und behaupten, dass sie die Lemberger Gemeinde neu cinrichteten, und bei so vielen Millionen und Transaciionen bleibt der Verstand nicht still, er wächst sogar bei sonst ganz harmlosen Demokraten sich aus zur Erkenntnis ,nm» T1 Eine fnhrung unb Veröffentlichung einer Reihe von immer umfassenderen Untersuchungen handelt, so dass mit relativ geringen Mitteln begonnen werden kann. Erst mit der Zeit müssten die Fonds und die Arbeitskräfte vennehrt werden. Letzteres wird vielleicht umso gebotener erscheinen, als das mit den Erforschuugsarbeiten betraute Comitee höchstwahrscheinlich auch 31t bircctcni mündlichen und brieflichen Verkehr mit dein informationsbedürftigen Publicum berufen sein wird. Da dieses Comitee zahlreiche wertvolle Informationen gesammelt haben wird, von ömcit der.Natur der Verhältnisse nach nur ein Theil zur Veröffentlichuug gelangeu kann, so wird es sich höchstwahrscheinlich zu einen: Jnforiuatiousbureau für die gesarumte jüdische Coloiüsationsthätigkeit im Orient entwickeln. Da es andern^ seits alle für die Kenntnis von Palästina unb den umliegenden Ländern erforderlichen wissenschaftlichen Materialien, zum Theile kostspieliger Art, wie Karten, seltene Werke uftv. erwerben muss, so wird cs zugleich ein Centralinstitut für die wissenschaftliche Erforschung des Orients in mice darstellen, dessen Ratschläge rmd Sannnlnngen wohl öfters in Anspruch genonnnen werden. 4, /nrchführnng des ganzen Unternehmens er> Znr 'Pereine in Anbetracht seines humanen Zweckes, seiner außerordentlichen Leistungen und der im fortwährenden Steigen begriffenen Zahl von Hilfesuchenden ein höheres Interesse entgegenzubrmgen, schloss der Redner seine mit lebhaftem Beifall anfgenommenen Ausführungen und beantragte, als nächsten Gegenstand die Verlesung des Jahresberichtes vorzunehmen. Nachdem Schriftführer Nosenfelv diesem Anträge entsprochen, wurde dem Vorstaude mit Rücksicht auf das int Berichte uachgewiescne günstige Ergebnis einhellig das Äbsolutorium ertheilt. Hierauf brachte der Vereinsobmann zur Kenntnis, dass sich der Vorstand beranlasst sah. Herrn Professor S. Hofmann in Anerkennung seiner Verdienste um den Verein zum Ehrcnobmann zu ernenne». (Beifall.) Es wurden sodann mehrere Anträge, die Agenden des Vereines betreffend, einer Discnssion unterzogen und schließlich zur Wahl des Vorstandes geschritten. In denselben erscheinen nach der am 27. b. M. stattgehabten Constitniernng tljeils lvicder-, thcils ncngctvählt: Obercantor M. Schorr, Obmann, Sig. Figdor, Obmann-Stellvertreter, Josias Goldschmidt, Cassicr» Arnold Roscnfeld, Schriftführer, Marcus Spiegel, Schriftführer-Stellvertreter» Michael Figdor, Controlor, S. Diamant, Geza Braun, I. A. Wasservogel, Jg. Klein, Ausschuss und Moritz Felsenburg, Gustav Kohn, Revisoren. D. Skutezky. Bücher-Einlaus. Jung-Juda. Inhalt: Elijahu als Baumeister. — Johann Hyrkan. 186—106. — Es kommt doch alles an den Tag. — Banu Chaibar (Schluss). — Perlen ans dem Talmud: Bescheidenheit. Verschiedenes. — Räthsel. — Näthselauflösungcn. — Uebersetzungsanfgabe. — Aufsätze aus unserem Leserkreise. — Briefkasten. Jüdische Turnzeitung. Professor Dr. O. Marburg: Jüscheineu folgende Mittel als die geeignetsten. Ein Comitee mit dem Wohnsitze in Berlin und mit dem Cooptat.ion.s- ..... „ udjt hätte zunächst die bisher pnblieieiten einschlägigen! psgh^ Ackerbaucolouicu in Anatolien. Richard B l u m : Antike Houptweite aller sprachen zu sammeln und ^dnrchzustu-> moderne Ghnmastik. Georg Otto: Psychologische Betrachdieren, gleichzeitig abei sich mit ^berufenen Persönlichkeiten Nlngen. über das Wettturnen. (Eine Entgegnung.) — Aus der (hanpcsächlich mit den in Palästina wohnenden) für die! jüdischen Tiiruerwelt. — Turnerische Rundschau. —- Zeitschriften - Zwecke der geplanten Ersorschnngsarbciten in Verbindung Rundschau. - Literarisches. — Mttheilung der Redaction. — ZN setzen. Eine oder mehrere vorbereitende Jnfornmtions- I Berichtigung. Hand zur anderen bleiöl nicht rein, vder mit den vst citierten1 ifeit der ^^itci der nntern0mmenei 1 Arbeiten nach dein! Die Sociatistischen Rtvllaisheste (Administration..' Berlin W.^ Sprichworten: ,,86Mp»6r alignick haeret." Es bleibt stets etwas. werden iinerläst'lich fein. -,zNl übrigeii MujHmcm Lützoivstr. 86a) haben soeben das Märzheft ihres 8. Jahrganges hängen. Arbeiten in dce Lpeise zu fuhrein dasv^die' c-rschriueu lassen. Ans dein Inhalte desselben heben wir hervor: . Blieb aber auch für unsere Juden Lembergs etwas ut Pallntliia wohnenden Persönlichkeiten in erster Linie! Jean I a il r e s: Einbildung oder Wirklichkeit? — Adolph von hängen? Das wollen wir sofort zu beantworten suchen.!znr Verwendung kommen, weil dieselben den Weg zur Er-! Elm : Neutralität der Genossenschaften. — Eduard Vernsteiu: Die Lemberger Juden blieben zunächst hängen an der-: llnignng von Informationen leichter finden und weil die j Vom deutschen Arbeiter einst und jetzt.— Robert Schmidt: Arjet&en Ungerechtigkeit, an derselben Missachtung ihrer vitalsten - Kosten des Unternehmens hierdurch verringert Werdern Bei! bciterkammern und Arbeitsamt. — Isegrim: Skizzen aus der Interessen, wie unter der Suprematie der Intelligenz. s der Wahl der von Europa ans zu entsendenden Fachmänner' soeialpolitischcn Literatur unb Bewegung. 8. Herr Gamp, die Ne- Zunächst haben die Koltuny es wohl verstanden, dieZväre zu berücksichtigen, dass zunächst hauptsächlich ein! gieruiig, Arbeitsnachweis und Arbeitervertrekung. —- Ricarda Juden bei der beschränkten Anzahl der Gemernderäthe —s richtiger allge>neiner Ueberbttck über juridische, agrarische,' H u ch : Der Mensch in der romantischen Weltanschauung. — Ruzwischen 16—18 jüdischen Grmernderäthen — zu halten,; commerzielle, industrielle 1111 b hygienische Verhältnisse von? > dols K lein : Die Darmstädter Künftlercolouie. — Fanny Jmlc: während uns verhältnismäßig dreißig Sitze gebüren, eventuell . UÖthen ist. Ein wichtiges Ersorschnngsmittel )vorden,Die Arbeitsloseulinterstützung in den deutschen Geroerkschaften. — eine Vertretung im Präsidium. iFragebogen sein, welche man an alle mit den Verhältnissen!Rundschau: Politik; von Richard Calive r. — Wirtschaft; von Der heuchlerische Jesuitismus der Z iemialk0ws ki-Gwivisser Gegenden des Orients genau vertranten Per--Max Schippet. — Socialistische Bewegung; von Dr. L. Intelligenz wusste es sich nämlich derart zurechtzulegen, dass' sönlichkeitcni Versenden Wird. So werden dW einander j G u m p lo w i e z. — Gewerkschaftsbewegung; von Heinrich B ü rder Gemeinderath aus seiner Mitte den christlichen vst widersprechenden Ansichten der im Orient lebenden!0cr. — Geuosscnschaftsbewegung; von Gertrud David. — So- Cultusrath in der Höhe von 80 Gemeinderäthen wählt,i Personen mit einander verglichen und cs wird ein FaeitCiake Communalpolitik; von Dr. Hugo Linde man (C. Hugo), und überließ daher nur 20 Stellen für eventuelle Nichtjuden.! gezogen werden, das als zuverlässig gelten kann. \ — Naturtvissenschaften; von Dr. Crirt Grotte Witz. — Bücher; Dass wir um kein Haarbreit weiter gekommen sind als! Präcisere Angabeli über die Einthellung der Arbeit,! Ma^ Schippet, Dr. L. G um p ko wieg, Wally Zepter vor der Koltun-Epoche, ist bereits erwähnt. Indes scheint ein! über die Zahl, bou Umfang und die Dauer der' vorzuj und Dr. Curt G ro ttc w i tz. — Der Preis des Heftes beträgt gewisses cordiales Verhältnis zwischen dem Gememderathe und! nehmenden Reisen, über die Art der zu veröffentlichenden 5l) Wu- Pro Quartal 1,50 Mk. ber Zidowski Kahal sich herausgebildet zu haben. Der jüdische! Schriften und die Organisation der Commission werden Cultusvorstand erwies sich bei' jeder Gelegenheit als ein! wohl erst möglich sein, nachdem die vorliegende Literatur Appendix, als der saftige.. Anhang der Koltuny, deren Kämpfe! gesichtet sein wird und nachdem eine erste Jnformationser kämpft,.für dessen Bestand er eintritt, für besten theure,;reise sowie die Verständigung mit den an Ort und Stelle liebe antisemitische Schoßhunde er eintritt. Der christliche - lebenden Personen über das Erreichbare und zu Leistende Gemeinderath concentriert seine Glieder in der Schießstätte! vollständige Klarheit verschafft haben wird. Es darf aber S t r z e l n i c a, um von dort aus seine Allgewalt strammer zu i Wohl die Hoffnung ausgesprochen werden, dass ans Grund organisieren, während unser Cultusvorstand, respective Cultus-, der Literatur, der ersten Fragebogenerhebungen und der rath sich in dem neuen Heim in der Bernsteingaste als Wahrer der antisemitischen Interessen der Koltuny als ihr treuer Parteigenosse organisierte. Kein Wunder, dass der Sieg des einen den des anderen T h e i l e s voraussetzt, besonders den der Koliony, welche von den demokratischen Parteien, der alt- und der juugdemokcatischen, aufs Messer bekämpft werden. 8—n. (Fortsetzung folgt.) Ueber die Uothwendigkeit von Grforschungsarbeiien in Palästina und seinen Nachbarländern. Von Dr. Alfred Ätossig. (Schluss.) Die Colonisation soll ferner nicht ausschließlich auf Palästina beschränkt bleiben. Es empfiehlt sich, Palästina, welches vorläufig für die Emigranten am unzugänglichsten ist und das auch unter günstigeren Verhältnissen die ganze Masse auswanderungsbediirstiger Juden kaum fasten könnte, mit einem Klranze möglichst zahlreicher jüdischer Ansiedlungen zu. umgeben, die mit einem künftigen größeren Centrum in Palästina in reger Verbindung bleiben würden. Demnach hätten die vorgeschlagenen Erforschungsarbeiten auch Syrien, Anatolien, Eypern, die ägyptischen Grenzgebiete nstv. zu umfassen. Erst nach Vollendung dieser ersten Untersuchungen, welche die unerlässliche Jnformationsgrundlage für die gegenlvärtig in Fluss befindliche Emigration herzilstellen hätten, wäre es an der Zeit, die Bedingungen für größere Ansiedlungen durch Commissionen von Fachmännern erforschen zu lassen: die Vodenmeliorationen und -Sanierungen, lvelche vorzunehluen lvären, die Stärke der uaiürlichen Kraftquellen, welche für Errichtung großer Betriebe verwendet werden konnten, das Vorhandensein von Miueralschätzen n. a. rn. Es erhelt aus dem Gesagten, dass es sich nicht um Herstellung eines einzigen Wertes, sondern um die Durch- -ersten Informationsreise bereits ein verwendbares, populäres Handbuch für die Colonisaiionsthätigkeit im Orient in deutscher und deutsch-jüdischer Sprache wird veröffentlicht werden können. Zu beziehen dinch alle Buchhandlungen, Colporicure mrd Postanstalten (Postzeitungs-Katalog Nr. 7138), ferner direct bei der Expedition der Socialistischen Monatshefte, Berlin W. 36, Lützowstr. 85a. (Zicsendungcn nuto .Kreuzband oder in geschlossenem Couvert.) Probehefte und Verlags-Kataloge gratis und franco. Das Märzheft der „Dokumente des Socialismns", yerausgegebcn von Ed. Bernstein, reproduciert einen inhaltsvollen Artikel über Bruno Bauer und das Urchristenthmn, den Friedrich Engels im Jahre 1882 aus Anlass von Bruno Bauers Tode für den Züricher „Socialdcmokrat" geschrieben hatte und der als Beispiel dev Anwendung des Mnrx-Engels'schen Geschichtsmatcrialismus für die Ergründung der heute wieder actuell gewordenen Frage nach der Natur des Urchristenthums besonderes Interesse beanspruchen darf. — Eine halbvergcssene Urkunde eines Zeitgenosseir über die Auf'- stände in Stadt und Land, welche sich in den Jahren 1624 und 1626 in Deutschland abspieltci^ und zusammengefasst als der große deutsche Bauernkrieg bezeichnet werden, führt der Artikel „Zrw Charakteristik der deutschen Vokkserhebringen von 1624 und 1626" vor. als ein Zeugnis für die rationalistisch-socialistische Unierstrvrnung in jener Bcivegung. — Einen Beitrag zur Charakteristik des aus der Schule Fouriers hcrvorgegangenen französischen Sorialistcu Franrois Bidal liefert der Aufsatz von Dr. N. Michels: „Francois Bcz., Glockengasse 4. Der obgenannte Verein erhielt folgendes! Mdal und die Arbeitscommission des Luxembourg." — Unter „Ur- Danktelegranrm: Ihre k. u. k. Hoheiten die durchlauchtigsten Herr! künden des Socialismus" werden Statuten von decitschen Arbeiter- Erzherzog und Frau Erzherzogin Rainer beauftragen mich, höchst- - consmngenossenschaften des Jahres 1848 abgedruckt, die als Docuihren wärmsten Dank für frenndliche Glückivünsche und Adresse auömente aus der ersten Phase der deutschen Genossenschaftsbetveguna zudrücken. Obersthofmeister Gras Rosenberg. G.-M. von Interesse sind. — In der „Bibliographie des Socialismus" Kaufmännischer Unterstütznngsverein „Osten", Wien, 2.» Herwerden ci. a. das soeben erschienene Buch von Dr. A. Nossig: „Die minciigasse 16. Am 0. März 1902 um 6 Uhr nachmittags findet! moderne Agrarfrage" und ein nachgelassenes Werk über die Ge-- iiu Saale des Hotels Enrove, 2., Asperngasse 2. die 26. ordentliche! schichte der französischen Arbcitsbörsen aus der Feder des vor einem Generalversammlung des Kaufmännischen Unterstützimgsvereines Jahre verstorbenen ehemaligen Generalsecretärs des Verbandes der Personal- und Vereinsnachrichten. Kolornea. Die Trauung unseres Correspondenten Herrn Moriz Haber aus Kolvmea mit Fräulein Rozia W e rd in g er ans Mrazmca bei Boryslaw findet am 11. Mürz in Mraznica statt. Humanitärer Verein „Marpe Lanefesch" (Seelenheil). 2. „Osten" statt. An diesem Tage vollendet der Verein „Osten" das füiifundzwanz'igste Jahr seines Bestandes. Tagesordnung: 1. Festrede, gehalten voin 1. Vicepräsidenten Herr«: S. Singer. 2. Bericht über die 26jährige Thätigkeit des Vereines. 8. Erstattung des Verwaltnngs- und Rechenschaftsberichtes deS Jahres 1001 und des Berichtes der Revisoren. — Ertheilung des Absolutoriums an das Comitee. 4. Wähl deS Präsidenteil und von fünf Comiteemitgliedern, ferner drei Cassa-Revisoreil und drei Schiedsrichtern. 6. Eventuelle Anträge und Jnterpellatiolien seitens der Vereiilsmitgtieder. Für das Comitee des Kalifinäiniischeu Uuterstützllngs-Vereines „Osten" iil Wien: Die Schriftführer: Jril. B. Weiß, Leon Widrich. Der Präsident: Kais. Otath I. Fluss. Der Verein „Tomech Ewjnnnim" zur Nuterstütznua armer Zugereister (2., Herulineugasse 6). hielt am 23. v. M. Geueralversamnlluug. Vereiusobmami Obercantor At. Schorr eröfsnete die Versalnnltllng, begrüßte die zahlreich Erschieneneil und ergriff zilr Tagesordnung das Wort. Er belerichtete in treffenden Zügen die Vereinsthätigkeit im abgelallfeneil Jahre mld wies ziffernmäßig nach, welch günstige Erfolge dieselbe aufzuweisen hat. Es ivurderi seit Jahresfrist nicht tveuigcr als 2446 Personell mit sabbathlichem Freitisch unb überdies eine ansehnliche Zahl Hilfsbedürftiger mit namhafteil (tzeldiniterstützliiigeii bedacht. Mit eitlem Appell an den betvahrtell Wohlthütigkeitssinil unserer Glmibeilsgeilossen, dem Arbeitsbörsen, F. Peltoutier, ansführlichec besprochen. — Inhaltsverzeichnisse und Berichte über deil Socialismus in den Zeitschriften, Anfragen, Nachweise und Notizen vervollställdigcn das Heft. Tie „Documente des Socinlisiiliis" kosten pro Quartal 3,76 Mark (Einzelheft 1,26 Mark); combilnert mit beu „Socialistischen Monatsheften" sind sie zlun ernläßigtell Preise von ilisgesamiilt 4 Mark pro Oliartal zu haben. Zn beziehen durch alle Buchhaudluilgen, Colporteure lind Postaustaltcii (Postzeitltilgs-Kätalvg Nr. 2060 a» bezw. 0961 a), ferner direct durch den Verlag der „Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 36, Lützowstr. 86 a. (Zusendung unter Kreuzband oder in geschlossenem Collvert.) Probehefte kostenfrei dllrch die Expedition. Voll der „Neuen Zeit" (Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das 21. Heft des 20. Jahrganges erschieueu. Alls deul Inhalt heben wir hervor: Ueber den Absollltislnus. — Victor Hugo. Voll Franz Diederich-Bremeil. — Die Situation der socialistischeil Beivegung in Frankreich. Von Jean Longuet. — Die Krise in Nnssland. Von I. KärSki. — Die Grüiiduiigsthätigkeit im Jahre 1901. Voll Dionys Zituier. — Splitter. — Literarische Rundschau: Heinrich v. Shbel, Die Begrüildiing des Deutschen Reiches durch Wilhelm >. Dr. M Nettlau. Michael Bakuiiin. Dr. I. Gotdstciil, Die Gewerbefreiheit uild ihre Licht- und Schattenseite».