Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 3 (17.1.1902)
- Date
- 1902-01-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Jüdisches Volksblatt 17. Jänner 1902 Seite 7 Wien, Freitag »Mittheilungen des Vereines für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. Oer Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13.920.) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualificierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Am 12. Jänner 1902 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 9 Anstreicher und Lackierer. — 2 Aufpapper. — ■9 Bäcker. — 6 Buchbinder. — 3 Buchdrucker und Schriftsetzer. — 2 Bürstenbinder. — 3 Drechsler. — 1 Elektromonteur. — 4 Fleischhauer — 3 Friseure. — 1 Glaser. — •6 Goldarbeiter. — 4- Gürtler. — 37 Hausknechte, Geschäfts¬ und Bureaudiener. — 45 Hilfsarbeiter. — 2 Hutmacher. — 5 Kellner. — 1 Koch (Küchenchef, auch für Private). — 7 Kutscher. — 11 Laufburschen und Lehrlinge. — 4 Magazineure. — 3 Maschinisten und Heizer. — 2 Mechaniker. — 2 Metallarbeiter. — 45 Schlosser (für Bau und Maschinen). — 1 Schmied. — 22 Schneider. — 6 Schuhmacher. — 2 Seifensieder. — 19 Spengler und Installateure. — 1 Steinmetz. — 12 Tapezierer. — 6 Taschner. — 18 Tischler. — 4 Uhrmacher. — 1 Weber. — 2 Zeichner. — 10 Zimmer¬ und Schildermaler. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 3 Brantweinverschleisser. — 16 Buchhalter und Correspondenten. — 43 Commis diverser Branchen. — 21 Comptoiristen und Strazzisten. — 5 Incassanten. — 3 Kanzlisten und Schreiber. — 7 Manipulanten und Expedienten. — 11 Praktikanten. — 10 Reisende, Platzvertreter und Agenten. Weibliche Abtheilung. 69 Comptoiristinnen und Kanzlistinnen. — 1 Dienstmädchen. — 1 Federnschmückerin. — 4 Expedientinnen und Manipulantinnen. — 4 Hilfsarbeiterinnen. — 1 Cassafräulein. — 1 Maschinnäherin. — 14 Praktikantinnen. — 43 Verkäuferinnen und Verschleisserinnen. — 1 Weissnäberin (fürs Haus). — 13 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse: Geistige Arbeit. 59 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, ■welche Gymnasial- und Realschüler unterrichten). 10 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inclusive 12. Jänner 1902 3363 Vermittlungen durchgeführt, und zwar: 1443 Vermittlungen in der I. Classe (manuelle Arbeiter) 830 „ „ „ II. . (Handelsangestellte) 1009 „ „ „ weiblichen Abtheilung 81 „ „ „ III. Classe (geistige Arbeit). Behördlich coocess. Etablissement für Gas- und Wasser-Anlagen Philipp Schnepp Wien, IX., Müllnergasse Nr. 5 empfiehlt sich zur Anfertigung von Qaskihiogct) and ^Masse^-AolaAey -in Neubauten, Fabriken und Wohnungen, sowie J|adc» and (Sloset-Binricbfangen Lager von Las sie r n && für Gas und elektrische Beleuchtung. ss> SS> SS? Telephon Nr. 14.091. I Qqq| zum „goldenen Widder“ Ja n I höon Oddl n ßez., Taborstrasse Nr. 36. Heute und täglich 'Grosse Vorstellung des Polnischen Varietes aus Lemberg. .'Zur Aufführung gelangen Solos, Duetten, Possen unter Mitwirkung der beiden berühmtesten Sänger Frau Frieda Zwiebel und Herrn Adolf Melzer. jjjjtip" Täglich abwechselndes Programm. Streng rituelle Küche. Civile Preise. 21 Ziehungen Jährlich! 21 Ziehungen jährlich! Gesammt-Haupttreffer in einem Jahre Soeben erschienen: Illustriertes JUd. 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I Moriz Pozsonyi, Schriftführer. Salo Klausner, Kaufmann, Obmann-Stellvertreter, j Gottlieb Herr mann. Max Pappenheim, leitender Director. | Auszug aus den Statuten des „Creditinstitut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte“ (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung). Gegenstand und Sitz der Genossenschaft. § 2. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Wien und bezweckt: a) bei ihren Mitgliedern durch Entgegennahme von Einlagen, welche verzinst werden, und den Anspruch auf Gewährung von Darlehen erhöhten Sinn für Sparsamkeit und Gapitalsammlung anzuregen; Cb) den Mitgliedern entsprechende, leicht rückzahlbare Darlehen zur Förderung ihres Erwerbes oder zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu verschaffen. Genossenschaftsfonds. § 3. Der Fonds der Genossenschaft wird gebildet: a) aus den von den Mitgliedern zu zahlenden Geschäftseinlagen b) aus dem Reservefonds c) aus dem von der Direction zu beschaffenden Betriebsfonds. Derselbe kann durch Aufnahme von Spareinlagen beschafft werden; d) aus freiwilligen, nicht rückzahlbaren, einmaligen Beiträgen, welche der Genossenschaft, von welcher Seite immer, zur Verfügung gestellt werden. Personen oder Gesellschaften, welche solche Beiträge leisten, sind nicht Mitglieder der Genossenschaft und besitzen weder Rechte noch Pflichten in derselben. Geschäftsänthelle der Mitglieder. § 4. Der Geschäftsantheil jedes Mitgliedes wird auf einen Betrag von 100 Kr. festgesetzt! Das Creditinstitut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte, r. G. m. b. H., Wien, II., Leopoldsgasse Nr. 49 ' übernimmt Spareinlagen zu 4 Percent mit 14tägiger, zu 4 7* Percent mit monatlicher, zu 5 Percent mit dreimonatlicher Kündigung»; bas birectoriun*.