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Jüdisches Volksblatt · 1901-11-08 · 45 (8.11.1901) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
45 (8.11.1901)
Date
1901-11-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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/ Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt S. November 11)01 Nr. 45 Herrn Mayersohn gelingen wird, dann ziehe ich mich vornrtheilt und beschämt zurück. Ich erklärte oben, dass mich die Persönlichkeit des Herrn Mayersohn nicht interessiert. In einem Punkte jedoä) stimmt dies nicht ganz. Herr Mayersohn weiß, dass gegenwärtig viele brenneirde Fragen die Menschheit quälen, ehrgeizig jäwch, wie Herr Mayersohn ist, begnügte er sich nicht damit, eine dieser brennenden Fragen zu lösen, sondern ihn gelüstete es, eine womöglich noch brennendere Frage aufzurollen mW so gieng er hin mW rollte die „Koscher-Fleischfrage" auf. Es ist männiglich bekannt, dass die Wiener Juden seit jeher nur Koscher-Fleisch genießen wollten und nicht minder bekannt ist, dass Herr Mayersohn bestrebt ist, seinen Namen auf irgerw einen: Gebiete unsterblich zu mache:: mW also geschah das Verhängnis. Herr Mayersohn wollte der Attila, die Gottesgeißel der Wienerjüdischen Fleischhauer werden. Wenn auf allen Gebieten die sanitären und sonstigen Maßregeln verschärft werden, dachte Herr Mayersohn, warun: nicht auch die religiösen, offenbar nur deshalb auf diesen Gedanken verfallend, weil Herr Mayersohn nicht von der Sanität, sondern von der Religion ist. Also gieng er hin und verschärfte.. Er verlangte, dass jeder jüdische Fleischhauer einem religiösen Geheim-Detective, einem sogenannte:: „Maschkiach", unterstellt werde, den er aus seiner Tasche mit 500 Gulden jährlich honorieren müsse. Woher, :vird man vielleicht fragen, würde man dieses religiöse Detective-Eorps nehmen?- Aber darin zeigt sich eben die Genialität des Herrn Mayersohn. Denn die „Koscher-Fleisch-Frage" sollte gleichzeitig mit einer andere:: nicht minder brennenden ihre Lösung finden, mit der Frage der Versorgung der seit Eentralisieruag des Schlichtens brotlos gewordenen Schächter. Welcher Mittel sich Herr Mayersohn bedient, mn seinen Plan ins Wer'k zu setzen, davon wollen wir vielleicht ein andermal sprechen, für heute inöchten wir nur die eine Frage aufwerfen, welches Recht das Wiener Rabbinat hat, auf einmal smnmtliche Wiener jüdische:: Fleischhauer zu verdächtigen. Es genügt vollkommen, wenn die jüdische Bevölkerung zu ihren Fleischhauern das religiöse Zutrauen hat, denn nach jüdischem Gesetz ist jeder Fleischhauer, soserne nichts Belastendes'aus seiner Vergangenheit vorliegt, ein ebenso guter Jude wie Herr Mayersohn selber. Oder will sich Herr Mayersohn der ultra-or-thodoren zugewanderten Juden erbarmen, die Bedenken haben, das Wiener Koscher-Fleisch zu genießen? Nun dann möge:nan für diese Juden einen besonderen Fleischstand errichten, ausgestattet mit den strengsten religiösen Cautelen. Und sollte die Bevölkerung damit einverstanden sein, dann wird sie von selbst die orthodoxen Fleischhallen aufsuchen und die bisherigen verlassen, so dass diese von selbst im Interesse ihrer Kundschaft um strengere religiöse Ueberwachung ersuche:: werden. Entweder — oder. Jdentificiert sich die Cultusgemeinde mit den: Standpunkte des Herrn Mayersohn, dass die bisherige Fleisch-Manipulation unjüdisch und „trefe" war, dann möge sie erklären, dass Herr Ober-Rabbiner Dr. Güdemann selbst mit der gesammten Wiener Judenheit „maachil trefe" gewesen ist, dann wird die gesannnte Wiener Judenheit Bußgewänder anlegen und sich der Offenbarung des Herrn Mayersohn unterwerfe::. War das aber nicht der Fall, mit welchem Rechte wagt man, de:: gesammten Stand der Wiener Fleischhauer zu verdächtigen und ihm unerschwingliche Opfer aufzuerlegen? Die Herren der Wiener Cultusgemeinde nmgen offen erklären, wie es sich bis nun mit dieser Frage verhalten hat, dann werden die jüdischen Fleischhauer auch nicht ermangeln, ebenso offen z:: erwidern. Also entweder — oder. L. Zu den kroatischen Landtagswahlen. (Original-Correspondenz des „Jüdischen Volksblatt".) Agram, anfangs November 1901. In wenigen Tagen finden die Wahlen für den croatischslavonischen Landtag statt und; 8 Landesväter werden ihren Einzug in das Landhaus am Markus-Platz halten. Einstweilen tobt heftiger Wahlkampf in den meisten Theilen des Landes, und beide Parteien versuchen nach Möglichkeit, den „freien Willen der Nation" zu ihrem Gunsten zu corrigieren. Auf der einen Seite steht die Regierungspartei, oder wie sie offieiell heißt, die Nationalpartei, die den Ausgleich mit Ungarn unterstützt und auch mit den Serben einen modus vivendi hergestellt hat. Sie verfügt mit den Stimmen der Beamten, der Serben, ungarischen und deutschen Einwanderern, und schließlich der Juden über 40°[o, und wenn man noch den großen Einfluss erwägt, der vom Obergespan bis zum letzten Gemeindeschreiber auf die Wähler ausgeübt wird, so ist es leicht erklärlich, dass über zwei Drittel der Mandate sicherer Besitzstand der herrschenden Partei sind. Auf der anderen Seite ist die coalierte Opposition eine Vereinigung der verschiedenartigsten Elemente, deren einzig Gemeinsames der Kampf und Hass gegen Ungarn und Serbien ist, seit den letzten Jahren auch stark vom Antisemitismus verseucht. Unter ihren Mitgliedern zählt sie auch Tuskan, den croatischen Schneider, der es bei keiner Sitzung an den gehässigsten und infamsten Angriffen wider die Juden fehlen lässt. Die Coalition hat ihre Anhänger unter der katholischen Geistlichkeit, vom greisen Bischof von Djakovar, Stroßmayer, bis zu den Dorfkaplänen, die ihre eifrigsten Wahlagitatoreil sind, und auf der Straße, im Wirtshause, selbst auf Kanzel und Beichtstuhl das Wort für die würdig befundenen Candidaten führen. Da auch die Majorität der sogenannten unabhängigen Intelligenz auf Seite der Opposition steht, die Masse des Volkes sich aber von der Geistlichkeit Zeiten lässt, so dürfte die Coalition ihren bisherigen Besitz von 25 Mandaten nicht nur behaupten, sondern wahrscheinlich auch um einige vermehren. Die oppositionellen Serben haben zwar auch Candidaten aufgestellt, doch dürfte schwerlich einer von ihnen durchdringen. Uebrigens gibt es in den Reihen der Regierungspartei 26 Serben, die die Interessen ihrer Connationalen aufdas eifrigste verfechten, und deren Zahl größer ist, als sie den thatsächlichen Verhältnissen entspricht. Auch die eine Rechtspartei, deren Führer der Agramer Advocat Doctor Frank, ein ehemaliger Glaubensgenosse ist, geht nur schweren Herzens zur Wahl und dürfte von ihren drei bisher innegebabten Mandaten nur eines behaupten. Im dritten Agramer Bezirke tritt als ihr Candidat der Schriftsteller K u m i c t auf, der vor vier Jahren im Abgeordnetenhause in flammender, beredter Weise die Juden in Schutz nahm und sie den antisemitischen Angriffen gegenüber als Musterbürger des Vaterlandes bezeichnete. Stimmen die Juden für ihn, so ist seine Wahl gesichert, und das Mandat des Domherrn R u b e t i e wird von einem Manne vertreten, der sich nicht scheut, den Angriffen eines Tnskan gegenüber auch seine Meinung, ungeachtet des Beifalls der Menge, zugunsten der Juden zu sagen. Bisher haben die Juden bei allen Wahlen ausnahmslos für die Regierungspartei gestimmt, ihren ganzen Einfluss zu deren Gunsten verwendet und auch große materielle Opfer gebracht. Sie haben auch in vielen städtischen Bezirken den Ausschlag gegegen; würden sie sich bloß neutral halten, so gienge eine ganze Reihe von Bezirken an die Opposition verloren. Natürlich hat sich durch solches parteiisches Vorgehen der Inden ihre Lage zur Gesammtbevölkerung nicht gebessert, im Gegentheil, der croatische Antisemitismus, der übrigens im Volke keine tiefen Wurzeln hat, datiert fast ausschließlich von den Wahlen her. Erst in letzter Zeit geht er langsam vom politischen auch aufs wirtschaftliche Gebiet über. Wie verhält sich nun die Regierungspartei solchen treuen Parteigenossen gegenüber? Trotzdem die Juden 5°|u der Wähler ausmachen, einen großen Theil der Intelligenz des Landes in ihren Reihen zählen, gewährte sie ihnen bisher nur ein Mandat. Und dieses Mandat soll ihnen jetzt genommen, der Landtag muss j u d e n r e i n werden. Zwei Sessionen hindurch vertrat der hauptstädtische Advocat Dr. Ludwig Schwarz den serbischen Bezirk Vrginmost und nahm sich der Interessen seiner Wähler in warmer Weise an, bis eines Tages die Vrginmoster Wähler im Amtsblatt erklärten, sie seien zwar Anhänger der Nationalpartei, einen Juden aber wollen sie nicht als Vertreter. Statt dass die Regierungspartei Dr. Schwarz jetzt in einem sichern Bezirke, wo die Juden einen einflussreichen Theil der Wähler bilden (z. B. Agram II.) aufstellte, candidierten sie ihn in dem seit jeher oppositionellen Kopreinitz, wo er erst, nachdem die erste Wabt annulliert wurde, und bei der zweiten Wahl auch Blut gesiossen ist, gewählt wurde, Natürlich hieß es im ganzen Lande, die Inden feien an allem schuld. Der Tag der Kopreiniher Wahl bedeutet ein starkes Aufblühen des hierländischen Antisemitismus. Und jetzt stellt die Partei in dem so schwer eroberten Bezirke nicht Dr. Schwarz auf, sondern einen pensionierten Beamten, der Landtag soll e b e n j u d e n r e i n w e r d e n! Dr. Schwarz wird in Sissek candidiert, wo bei der letzten Wahl Tnskan 1100 Stimmen, der Regierungscandidat 90, sage neunzig Stimmen erhielt. Aehnliche Verhältnisse sind in Krapina, wo der Jude Fabrikant F a r k a s candidiert wurde. Beide Candidaten lehnten jedoch die unter solchen Chancen angebotenen Candidaturen ab. Doch der Schein einer jüdischen Candidatur muss gewahrt werden, man bedarf ja der jüdischen Stimmen, und Dr. Schwarz wird.von der Regierungspartei in Samobor aufgestellt, der sicherste Ort der Opposition, wo die Regierungspartei bei der letzten Wahl keine Candidaten aufstellte, denn in dem Bezirke ist er aussichtslos. Dem Juden kann nran aber alles bieten. Doch die Schlussfolgerungen sparen wir uns bis nach der Wahl aus. L. S. Bücher-Emlaus. „Jung Juda", Zeitschrift für uns e r e Jugend" erscheint alle vierzehn Tage in Prag und bringt Aufsätze aus der jüdischen Geschichte, Erzählungen über große Männer in Israel, Märchen, Perlen aus dem Talmud und Räthsel. Als Eigenart, welche sie vor allen anderen jüdischen Zeitungen auszeichnet, bringt sie in jeder Nummer Uebersetzungsausgabeu aus dem Hebräischen und lehrt das Kind, sich an den hebräischen Buchstaben zu gewöhnen. Diese Zeitschrift ist in ihrer Art die einzige in Mitteleuropa und in jeder Beziehung empfehlenswert. Der Abonnementspreis beträgt 1- Kronen fürs ganze und 2 Kronen fürs halbe Jahr. Von der „Neuen Zeit" (Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das 5. Heft des 20. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bruno Schönlank f. — Episoden des Zollkrieges. — Beiträge zur Geschichte der Volksschule. Vou Heinrich Schulz. I. Die Entstehung der Volksschule im Mittelalter. — Moderne Kunstströmungen und Socialismus. Von I. Karski. — Haushaltungsrechnungen der Arbeiter. Von Adolf Braun. — Notizen: Strömungen im deutschen Genossenschaftswesen. Die Zollerträge seit Abschluss der Handelsverträge. Capitalistenmoral. — Feuilleton: Des Königs Einzug. Eine wahre Begebenheit, beobachtet von Ferdinand Frey. Die „Socialistischen Monatshefte" (Administration: Berlin W., Lützowstraße So A) haben soeben das November-Heft ihres VII. Jahrganges erscheinen lassen. Aus den: Inhalte desselben heben wrr hervor: Dr. Eduard David: Rückblick auf Lübeck. — Eduard Bernstein: Parteidisciplin und Ueberzeugungstreue. — Friedrich Hertz: Justiz und Politik in Oesterreich. — Dr. H. B. Adams-Lehmann: Neue Geschlechtsbahnen. — Otto Lang: Der Socialismus in der Schweiz. Dr. Mathieu Schwann: Der Weg der Civilisation. — Georg Schöpflin: Die sächsischen Landtagswahleu 1901. — Wilhelm Bvlsche: Gedanken über die Schule. — Rundschau: Politik, von Richard Calwer. — Wirlschaft, von Max Schippel. — Socialistische Bewegung, von Oscar Petersson. — Gewerkschaftsbewegung, von Hemrich Bürger. — Genossenschaftsbewegung, von G. David. — Sociale Communalpolitik, von Dr. C. Hugo. — Geistige Bewegung, von Christian Mutschler. — Notizen, von Sadi Gunter und Eduard Bernstein. — De Preis des Heftes beträgt 00 Pfennig, per Quartal 1.50 Mark. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Colporteure und Postanstalten (Postzeitungs-Katolog Nr. 6961), ferner direct bei der Expedition der „Socialistischen Monatshefte", Berlin W, 35, Lützowstraße 85 A. (Zusendung unter Kreuzband oder geschlossenem Couvert) Probehefte und Verlags- Kataloge gratis und franco. Constantinopel, von H e r n: a n n Barth. Der XL Band der mit vielem Beifall aufgenommenen und bisher trefflich durchgeführten Sammlung der „Berühmten K u n st st ä t t e n" (Leipzig und Berlin. E. A. Seemann) beschäftigt sich mit den Reizen Stambuls. Groß sind die Anforderungen, die das vielseitige Thema an seinen Autor stellt: denn wer schildert die landschaftlichen Reize des Bosporus, die uralte vielbemegte Vergangenheit von Byzanz, das wechselnde Treiben des bunten Völkergemischs, das sich dort durcheinander bewegt, ohne mit der Cultur und den Sprachen, mit Geschichte und Kunst deö oströmischen Reiches und der mohammedanischen Eroberer genau bekannt zu sein? Das vorliegende Werk überrascht durch die intime Kenntnis dieser Dinge, durch die an interessanten Details fast überreiche, manchmal sprudelnde Schilderung der Oertlichkeit, der historischen Vergangenheit, der Sitten nnd Gebräuche. Sogar armenische, syrische, portugiesische Citate flicht der Autor ein und erweist sich als ein höchst kenntnisreicher Manu, der die Sprache virtuos handhabt und aus dem Vollen schöpft, wenn es gilt, dem quellenden Reichturn des Gegenstandes gerecht zu werden. Den Hanptbestandtheil des Werkes nimmt die Schilderung der Kunstschätze Constantinopels ein, die überdies durch 103 wohlgelungene Abbildungen vorgeführt werden. Nicht nur Orientsahrern, Geschichtsfreunden und Kunsthistorikern, sondern jedem, der für die tausend Räthsel, die Stambul dem Westländer anfgibt, Lösungen sucht, kann das gehaltreiche Werk, das dem Großberzog Wilhelm Erst von Sachsen gewidmet ist, empfohlen werden. Der Preis für das elegante Buch von 200 Seiten ist nur -I Mark. Vereinsnilchrichten. Wien. („B a r K o ch b a", Vereinigung jüdische. H o ch s ch ü l e r ans G a l i z i e n.) Bei der am 26. d. M stattgehabten Generalversammlung wurden in den Ausschuss für das IX. Semester gewählt: Präses: cand. ing. P. G o l d-r w asser; Vicepräses: cand. jur. I. Haß: I. Schriftführer: stud. ing. A. Badian; 1l. Schriftführer: stud. ing. S. Weinberg: Gastier: stud. ing. M. Wild jener; Bibliothekar: cand. ing. O. Rosenblatt; Ersatzmann: cand. ing. D. Feldman n. Wien. (Allgemeiner B i l d u n g s- und Di sc u s s i o n s - C l u b.) Am 9. d. M. findet im Cafe City ein Vortrag des Schriftstellers Herrn Bernard Tag statt. Zeit: 9 Uhr abends. Toynbee-Halle. Sonntag 10., Hermann Berliner: „Fabel und Anekdote bei den Juden". Montag 11., Dr. Isidor Sadger: Aus dem Gebiete der Naturwissenschaften. Dienstag >2., Doctor Leopold Kahn: „Unsere Hausordnung." Mittwoch 13.. Architekt O. Marmore! infolge Ausfalles am 6. November: „lieber Menschenrassen". Donnerstag 14., Dr. I W. Frieser: „Die Ernährung des Menschen." Freitag 15., Dr. Grüll: Bibel, Erklärung der Sedra. Samstag 16.,' Cvncert: Musik und Gesang. Anmeldungen zu Vorträgen sind zu richten an Dr. Leopold Kahn, VII., Lindengasse I I. Vortrag. Mittwoch den .15. November 8 Uhr abends findet im Festsaale des Jüdischen Volksvereines ein Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Ludwig Lazarus ans Göding über das Thema: „Das Humanitätsprincip in der socialen Gesetzgebung Israels" statt. Gäste, auch Damen willkommen. Die Vereinsleitung. — Wir bitten unsere Leser zur Kenntnis zu nehmen, dass j e d e n M i t t w o ch Vorträge stattfinden. Specielle Einladungen erfolgen nicht. Stimmen aus dem Publicum. (Das „Hotel Central"), eines der besten Hotels des II. Bezirkes, hat einen neuen Hotelier erhalten, der eine neue „S t e h - W e i n st u b e" eingerichtet hat, eine Einrichtung, die sich gut bewährte. Schöne Räume, vorzügliche Speisen und Getränke und eine exacte Bedienung sichern dem Hotel einen guten Besuch, der sich infolge der günstigen Lage des Hotels in der Nähe des Nord- und Nordwestbahnhofes gewiss nur erhöhen wird. * Sonntag den 17. November 1901, :%cl Uhr nachmittags findet im Seitenstetten - Ternpel die Trauung des Fräulein Marianne Kohn, Tochter des Herrn Salo Kohn, Inhabers der Firma Heilmann Kohn & Söhne, mit Herrn Oberingenieur Julius Ster «statt. * Advocat Dr. ADOLF RARES in Lemberg wird seine Advocaturskanzlei gemeinschaftlich mit Herrn Dr. SIGMUND GRÜNSTEIN, Advocat in Lemberg, führen. Briefkasten. S. H., Paris. Wir konnten Ihre letzte Correspondenz nicht aufnehmen, weit schon früher darüber in anderen jüdischen Blättern berichtet wurde. Wir sehen neuen Zusendungen mit Vergnügen entgegen. S. Markus, Bakau. Wir verweisen einerseits aus die heutige Nummer, audererseits theilen wir mit, dass >eine ausführliche Broschüre in Vorbereitung ist. S. Kr. in Breslau. S. dankt für die Anerkennung. Pür haemorrhoidal- Leidende (goldene Ader) ordiniert als Specialarzt (schmerzlose Methode) M. U. Dr. Ka>-i Loop. Schugg von 10 bis 12 und von 3 bis li LJhr. I., Karlsplatz I. S. S t o r c ln In e i m Cafe ssaiff* 3,P©sft” WIEN 11!., Löwengasse Nr. 37. Telephon 0307.

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