Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 42 (18.10.1901)
- Date
- 1901-10-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2432763-2432864-2432906--1204-2434936- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 42 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 18. October 1901 Seite 7 halt heben wir hervor: Schloss und Rathhaus. —- Die gegenwärtige Lage des Trade Unionismns. Von M. Beer. — Der Nationalismus in Frankreich. 2. Von Hubert Lagadelle. (Schluss.) — Missgünstiges über oie Meistbegünstigung. Vor: K. Kautsky. — Das Ende eines Communaldramas. Von Robert Albert-Zwickau. — Notizen: In eigener Sache. — Feuilleton: Dem neuen Jahrtausend entgegen. Eine naturwissenschaftliche Umschau von Dr. Friedrich Knauer. Stimmen ans dem Publicum. (Ideal-Schreibmaschine.) Unentbehrlich für jedes Comptoir. Vorzügliches System. Diese Schreibmaschine wurde im Mai 1901 in Berlin mit der goldenen Medaille prämiiert. Wir verweisen unsere geschätzten Leser auf das Inserat in der heutigen Nummer. Eingesendet. Eine Bitte um Necht. ES ist hohe Zeit, dass die competcnten jüdischen Kreise zu der von der Regierung vorbereiteten P r e s s u o v e l l e Stellung nehmen und unsere Forderungen de Jeg« ferenda rechtzeitig anmelden. Hier ist das richtige Feld für die Probemobilisierung zur Organisation der österreichischen Juden. Möge der rührige Jüdische Volksverein das Banner entsalten und den Schosar zur Sammlung blasen, sich aber mit den großen conservativen Körperschaften: Cultusgemeinde, Gemeindebund und Allianz — neidlos in die Führung theilen, wofern sie kräftig mitthun wollen. „Titün li lmfschi bisch’elössi we&mi bewäkoschössi!* Unsere „concreten Beschwerden" lauten: Für gleiche Pflichten gebüren uns gleiche Rechte. Wir sind aber entrechtet. Wir fordern. den vollen Rechtsschutz, nöthigenfalls durch Ergänzung des Gesetzes, vor allem aber durch Anwendung des bestehenden Gesetzes. Wozu gibt es einen Paragraphen gegen dieAufreizung zuHass undVerachtung, wenn jeder antisemitische Presslump, mit der Schere arbeitend, uns tagtäglich seinen Geifer ins Gesicht spritzen und an unserem Ruin, unserer Verunglimpfung sich bereichern darf? Wenn die Staalsanwaltschasten angewiesen wären, nach dem Wort und Geiste des Gesetzes vorzugehen, so dürfte wohl nicht eine einzige Nunnuer dieser unübersehbaren Subelpresse uncvnfiseiert erscheinen. Die Besudelung unserer erhabenen Religion soll nicht geduldet werden. Am wenigsten zienit sie den Priestern einer christlichen Kirche. Der Staat ist es seiner eigenen Würde schuldig, Hetzpriestcrn das Handwerk zu legen, aber kraftvoll und nicht mit SchüchternheitVnd Sanftmuth, welche die Geschäfte des Judenverfolgers Deckert so wirksam gefördert hat. Heißt es mit gleichem Maße messen, wenn man den Forscher M asary k für eine ernste wissenschaftliche Abhandlung straft, dagegen den Spießgesellen Schwer und Baxa den weitesten Spielraum und Vorsprung lässt zur Bearbeitung der VolkSinaffen, zur Anstiftung von Aufruhr und Plünderung? Wer immer anlässlich eines Verbrechens zuerst den Ber« dachr „RitUalmord" ausspricht, soll gerichtlich bestraft werden. Denn offenbar will er die Justiz irresühren, vielleicht seine eigene Schandthat mit dem Mantel christlicher Liebe bedecken Wie oft haben doch im finsteren Mittelalter christliche Schurken bei Nacht und Nebel eine blutige Christenleiche in die Judengaffe geschleppt, die dann am Morgen prompt entdeckt wurde. Und dafür mussten dann die Juden der Stadt oder der ganzen Provinz bluten und auswandern. Dr. P. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstraße 59 (Telephon Nr. 13920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreie» Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualisicierte Arbeitskräfte sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Am 12. October 1901 standen in Vormerkung: I. Classe: Manuelle Arbeiter. 1 Anstreicher. — 3 Aufpapper und Lederzurichter. — 4 Bäcker und Zuckerbäcker. — 2 Bildhauer und Steinmetze.-Bronzearbeiter. — 4 Buchbinder. — 6 Buchdrucker. — 1 Bürstenbinder. — 6 Bureaudiener. —• 1 Drechsler. — 1 Elektromonteur. — 4 Friseure. — 23 GrschäftSdiener. — — Glaser. — 4 Gold- und Eilberarbeiter, Juweliere. — 3 Hausknechte und Hausbesorger. — 7 Installateure. — 3 Biaschinisten und Heizer. — 31 Hilfsarbeiter. — 2 Hutmacher.-Kellermeister und Kellerburschen. — 1 Kappenmacher. — 7 Kellner. — 0 Kutscher. — 9 Laufburschen und Lehrlinge. — 1 Lithograph. — 7 Magazineure. — 4 Mechaniker. — 5 Metalldreh er, Gießer und Schleifer. — 1 Photographen. — 21 Schlosser für Bail und Maschinen. — 16 Schneider für Herren und Damen. — 8 Schriftsetzer. — 8 Schuhmacher. — 8 Spengler. — t Tapezierer. — 1 Niemer. — 13 Tischler. — 4 Uhrmacher. — 5 Zeichner für Bau und Eonstruetion. — 4 Zimmertnaler. II. Elaste: Kaufmännische Angestellte. 6 Vrantweinverschleißer. — 22 Buchhalter und Eorrrfpsndenten. — 65 Commis diverser Branchen. — 24 Conrptoiristen und Strazzisten. — li Jneaffanten. — 5 Kanzlisten und Schreiber. — 3 Manipulanten und Expedienten. — >5 Praktikanten. — 10 Reisende, Ptatzvertreter und Agenten. Weibliche Abtheiluug. 9' Bonnen und Kindergärtnerinnen. — 72 Comptoiristiuuen. — 1 Cravatenzuschneiderin.-Dienstmädchen und Stubenmädchen. — 2 Empfangsdamen. — 8 Sxpedientinnen und Manipulantinnen. — l Hilfsarbeiterin. — 1 Kanzlistin. — 4 Eaffafräulein. — 2 Kindermädchen. — 1 Köchin. — 1 Mafchinnähvrin. — — 25 Praktikantinnen. — 5 Schneiderinnen. - 31 Verkäuferinnen und Verfchleiherinnen. — 1 Weißnäherin. — 7 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Tlaffe: Geistige Arbeit. 80 HattSlehrer und Hofmeister. — s Lehrerinnen. Das Bureau des Vereines hat seit seiner VrKffnnng im November 18:m) bis inelusive 18. October 1901 8838 Vermittlungen durchgeführt, und zwar: 1204 Vermittlungen in der I. Claffe (manuelle Arbeiter) 712 „ u „ II. „ (HandelSangesteSte) 851 „ „ „ weiblichen Abtheiluna 71 „ „ „ III. «laste (geistige Arbeit). Der vSV?(21 im Hotel Metropole sieht dem P. T. Publicum zur Veranstaltung von Banketten, Hochzeiten und Familien-Soupers zur Verfügung. Hochachtungsvoll Alplions Herold\ Restaurateur. Kais, und köuigl. anSschl. priv. Sctiu.h.werk: aus Ledergeflecht Einziger hygienischer Schuh. Gesetzlich geschützt, stlerztlich empfohlen» Durch meine langjährige PmxiS und Erfahrung ist cS mir gelungen, einen Schuh!ii erfinden, welcher als iai SSontommcnfte auf dein Gebie c oer hygienischen Fustbekleicung bezeichnet neiden k-nu, demzufolge auch von hervorr>:gcnben ärztlichen Capaeitäle» de, inachtet würbe und empfohlen wird. Dies ist bas von mir erfundenc, gesetzlich gelckiitztc Schuhwrrk aus Leder- DieS ist bas von mir erfundenc, gesetzlich gelckiitztc Schuhwerk aus Ledergeuemr, oer einzige uygieiii>cpe «aiuo, oer aucn rinwrociungen vourvmmen cnstpricyr. Dcrs-lve verschafft den, Fuße »onnale Aued.instung, ist sehr leicht, elastisch, bequem und höchst eleaani. Di,sc Schute aus L,dcrgei!echt, sind auch mit der von mir erfundenen k. k. paten» ierten Einfüt.crung zur Befestigung beS lästigen Fußschweißes, mit auch Frostbeulen und Hiiynerangen erhältlich. -------- Josef H a n z I i k ---------- Patentinhaber und Erzeuger Wien, XVIL, Weissgasse Nr 4. Preise für Schuhe aus Ledergestecht sswarz, braun oder gelb: He, reuschuhe.per Paar Kr. 24.— Daiueuschuye.per Paar Kr. 20.— Kinderschuhe ..... per Paar v. Kr. 8.— aufm. Nr. 14 091. Behördlich concess. Etablissement für Gas- und Wasser-Anlagen Philipp Schnepp ™""”n Wien, IX., Miillnergasse Nr. 5 empfiehlt sich rar Anftwtigiuig vnw Sas!elt(ll)öey «i>d in Neubauten, Fabriken und Wohnungen, sowie fiacte» crr)d Ziosri-Hiv-uchic;ösy i Lager von . g L SIS S t © ä» SS *=«-! für Gas und elektrische Beleuchtung. M Pr»»i,'zV»rsa»dt sehr gewi»er-basr und g,ru so wie bei p»rs4«licher Austvabl. DaS nein reich illustrierte MSbelatbum gegen Ar-srntun^ den 30 kr. in Briefmarken. Sämmtliche Pv»vis«seudnnge» Werk«« bet mir gegen Bruchscheide« am TrauSPort kostenlos affernrricl. OBEL JJpira,™ für Brautleute, Hotels u. Villenbesitzer unter Garantie solidester Erzeugung in riesiger tliiSwahl zu besonders billigen Preisen bei Specialhaus für Pravinzversandt lieu,.Vtt.. ^iebenalekug. Ln.2 Erle Brei rgafse. Vollständig eingerichtete Inter-eurs. Tpecialitäten für Heirats-Älusstirttungen und Mllen-GinrichtiMgen. in bekannt bester ^.rt. Usd' Billigste Preise. "-"WM Auch auf Raten. Zahn-Atelier J. LÖBL, IX. Älserstr. 44 (Eingang Hebragnsse 2). — Spreehstyadec bis 6 Uhr abends. — Cafe Pirus VII., Mariahilferstrasse 2. Elektrisch beleuchtet. Sämmtliche In- und ausländische Journale. August ßiückner, Cafötler. bie schönsten und biligsten Grabsteine (nnso) von 15 fl. aufwärts bekommt man bei J. Finosus Steinmetz- und Steingrayeur-jtfeister II., Rothenattrngaöae 23. Aphrodite-Urania. Erste Österreichische k. k. concessionierte Hochzeits-Arrangement-Anstalt Wien, I., ECärntnerstrasse 28, Beilegung von Hhehindernissen, Beechaffung aller Heiratadocumente, BesorgungdesgesamintenHochzeitsarrangements, Vermittlung von Ausstattungen jeder Art, Hochzeitstafeln etc. etc. Prospecte gratis und franco. Solideste Bedienung. COUIS fRUHW1RTH Photograph Wien, XVI., Peyerlgasse 5. Aufnahmen von Architekturen, Oelgemälden, sowie von kunstgewerblichen Photographien. — Künstlerische Portrails in jedem Format und in jeder Ausführung. : Ansichts-Postkarten in Lichtdruck. Schönste Ausführung und billigste Preise. Möbel Haus Heinrich H/irso VI., Gumpendorferstrasse 98 Haltoslelle der elektr. Strassenbahn Guinpendorfor-Kircho Reichsortiertes Lager von gediegenen und trockenen Möbeln, complete Heirats-Ausstattungen, Bureaux-, Vorzimmer- und Kuchen-Einrichtungen. -*-*-*-*^«* Weinhandlung Hobest Wmn Kellerei: XVI., Grundsteingasse 34. Lager und Verkauf von nur echten Natürweinen in Flaschen! und Gebinden. Lager von echt franz. Cognac, CuDa-undi Jamaica-rRum. Bestellungen werden ins Haus zugestellt.! Bestellungen toiite man zu richten XVIIJ/1, YVahringer-] sirasse 100. Erster Wiener Jüdischer Turnverein WIEN, I., Mölkerbastei 5. Turnab©3S,d,@ — ,.-. ■. finden statt: " •.■■■——* für Herren: Montag, Donnerstag, von 71/?—9; für Damenj Mittwoch, Samstag von 6V,—81/,. M. Zeli’s Gafö „Zur Franz Josephs-Bahn“ IX., Althanpiatz 4. Telephon Nr. 12246. Vornehmes, in modernstem Stil eingerichtetes Cat'ö. Vorzügliche Getränke. — Reichste Auswahl der gelegensten —-."7-7=-^--— in- und ausländischen Journale. r=r... AufmerksÄrtnste Bedienung. — Massig« Preise. » U> »W,»M,« 11 u,<n ’intantwgtiMSf'jo Im Verlage von Vandenhoek & Ruprecht ==■-— ■■■■ —— in Göttingen --—:- soeben erschienen: „Der Wliedrist" (S. XXVI1I-|-198.) Von M. FRIEDLAENDER. TW Hötel und 53« Restaurant Guth Wien, II., StefaniestraMo Nr. 6 u. 8 fflr Diner», Hoch*mt«n u. feartliehe Temnstaitungen. BRRtronommftirtB Kftoire, grose« Spsim-Säl« und elegante Passagieirrrnnrer. EUlrtri*ek belenehHi. Gross® Auswahl bester Gn4foRff»n Owrt®rr#i*h„ Ungar, rtnd Ausländer Waiwe, ftehwe®h«1wr u*t Pils*« Biere. Trott ststrckB«' s«WMßd fr«««. Reeerrferta Lmi« für Yffffen % iMütM« LmUMM.