Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 38 (20.9.1901)
- Date
- 1901-09-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches VoBcsblatt 20. September 1901 Nr. 38 ftDerc Viehzucht mit Ackerbau ohne gleichzeitigen größeren Luzerneai.tgrc^)^ Ich habe auf den verschiedenen vor: mir besuchten Colomen allgemein den Wunsch aussprcchcn hören, die Normal-Concesston möge auf mindestens 160 Hectar bemessen tverden, welche im, Brachenwechsel zwischen Korn und Vieh gctheilt wiir^en. Leider ist neuerdings der Fehler gemocht wordeii, nach dem Wegzug verschiedener Familien (im ganzen 120, wovon 40 nach dem Süden von Buenos Ahres verzogen), die freigcwordenen Lose an neue, so viel ich hörte, größtcntheils wenig geeignete Ankönun- "nge zu vergeben, anstatt dies Land den umliegenden alten, nach mehr Ackereigentyum verlangenden Colonisteii zuzutheilen. Mit einer ^Euauftheilulig des Landes müsste auch gleichzeitig möglichst eine Auslosung der in Entre Rios für die jüdischen Colonisten bisher meist vorgezogenen Dorfanlagcn Hand in Hand geben: die Ansiedelung sollte vielmehr ausschließlich nach dem Gruppensystem erfolgen, bei welchem immer nur je vier Familien, jede auf ihrem Laiid direct sitzend, ihre Häuser nahe beieinander haben. Der Zeitverlust, um Mm Acker zu gelangen (in Eritre Rios oft eine Entfernung bis zu fünf Kilometer), sociale Uebelstände und andere llnzuträglichkeiten, Z-. B. die Erschwerung der Geflügelzucht im großen, welche bei der billigen ^lussfracht nach Buenos Ahres sich sehr wohl lohnen würde, drangen dazil, jenes ältere Dorfsystem als durchaus unzweckmäßig zu verwerfen. Alle diese Reformen werden Opfer an Geld und mehr noch ausdauernde Arbeit iind, nach den bisherigen Misserfolgen, festen moralischen Muth erfordern; aber dafür bieten die ganz analogen Beispiele von MoiseSville iind Mauricio die Gewähr, dass das Gelingeri auch in Entre Rios nur eine Frage der Zeit sein kann. „Der liebe Gott," meinte ein alter, graubärtiger Colonist. „wird nach all' den schlechten Jahren unseren Leuten ja doch endlich eiiiinal eine gute Ernte zukommen lassen." Und eine solche gute Ernte würde dem entrerianischen Colonisten vor allem wieder auch Vertrauen in die Zukunft einflößen, das gegenwärtig leider stark erschüttert worden ist. Der Verwalter der Colonie, Herr Lapin, welcher leidend ist, weilt zur Zeit in Europa; aber dafür besitzt die Association an ihren beiden Directoren in Buenos Ahres, den Herren D. Cazes und S. Hirsch, zwei Männer, die seit nunmehr schon sechs Jahren das humanitäre Werk der Gesellschaft mit dem Erfolg geleitet haben, welcher in den blühenden Colomen von Mauricio und Moisesville greifbar borliegt. , Ihnen wird auch die Reorganisation der Colomen von Entre Rios gelingen, deren Fluren, wenn man die jungen Saaten in der hellen Morgensonne so zart, so thaufrisch und so vielversprechend glänzen sieht, man es nicht anmerkt, wie viel Enttäuschung sie doch auch schon manchem redlichen Arbeiter gebracht haben. Entre Rios ist durch seine natürlichen Verhältnisse 'in erster Linie auf die Viehzucht hingewiesen; es spielt als Weideplatz selbst für die Herden Urugnavs eine große Rolle, und ein großer Tbeil der Hunderttausende von Ochsen, die alljährlich in Fray Bentos und anderen Nruauav'schen Saladeros geschlachtet werden, vfleat in der argentinischen Provinz fett gemacht zu werden. Die Erfahrung, dass, es nicht gut ist, in Entre Rios einen großen Betrieb auf den so vielen Zufällen ausgesetzten Körnerbau allein zu begründen, ist zwar theuer bezahlt worden, aber die Iewiib Aüoc'oO^u, welche bisher schon in den argentinischen Colonien an 30 Millionen Francs, davon etwa die Hälfte an Landerwerb, von der hochherzigen Stiftung des Baron Hirsch investiert hat, besitzt zum Glück die Mittel, um solche Erfahrungen fruchtbringend in der Zukunft verwerten zu MNeN. ' .- J.. .r. ,v i So steht denn zu hoffen, dass in wenigen Jahren auch in Entre Bios die jüdischen Colonisten zu dem Wohlstand und der Zufriedenheit gelangen, die heute schon in Mauricio und Moisesville herrschen, und dass in Argentienien, das dieser Colonisation Vortheile wie sonst kein anderes Land bietet, siir den von seinem Herd vertriebenen osteuropäischen Juden endlich den Segen Moses' in Erfüllung gehe, als er sprach: „Hier wird Israel sicher wohnen; der Brunnen Jakobs wird sein auf dem Lande, da Korn und Most ist, und sein Himmel wird von Thau triefen." Feldmanns „Jüdlem". )Wilhelm Feldmann: Zyclziak, Szkie psychologiczno - spoleczny.) Es ist eine alte Geschichte, die sich noch zu Ende der Achtzigerjahre abspielte, doch bleibt sie noch immer neu. Sie bleibt neu, weil der Ort der Handlung Galizien ist, das Land, das mit Schneckenschritten Fortschritte macht, und in welchem das Heute immer dem Gestern gleicht . . . Doch gehen wir lieber sofort zu der Erzählung über: Jicchok Gras, das sechste der lebenden Kinder Mendel Grass, war in der Kleinstadt Zapieeek in Galizien geboren und brachte mit zur Welt jenen aufgeweckten und aufgeregten, fast revolutionären Geist, der berufen ist, an allem Hergebrachten zu rütteln und das bethörte Volk auf neue lichtvolle Bahnen zu leiten. Von seinen Eltern zum hohen Berufe eines Rabbiners bestimmt, muss er eifrigst den Talmud studieren, worin er es auch 31t einer staunenswerten Vollkommenheit bringt, dass ihn darob alle feine Mitschüler, die Klaus-Bachurim, beneiden und heimlich ihm einen Hass nachtragen. Allein es tauchen allmählich in feinem Kopfe Fragen und Zweifel auf, auf die der Talmud ihm just keine befriedigende Antwort geben kann. Er ist ein Forschergenie von Geburt, der über alles fragt und auf den Grund eines jeden Dinges eingehen will. Fragen ist der Urgrund zum Zweifeln und die ersten Zweifel machen den Menschen im Glauben schwanken. Jiechok verliert die Glaubensfestigkeit, indem er zu fragen anfängt: Wozu dies und das? Warum hat Gott dies erlaubt und jenes verboten? Warum donnert's und warum blitz's? und dergleichen. Von frühester Jugend auf wird dem jüdischen Bachur eingeschärft, der Talmud sei das vollkommenste Werk der Welt, alles was darin geschrieben steht, musst Du hochhalienund als Quintessenz des menschlichen Wissens betrachten. Alles, was in den profanen Büchern Wissenswertes geschrieben steht, ist auch im Talmud enthalten, daher macht der Talmud das Studium jener Bücher unnöthig. Enthalten sie hingegen solches, was im Talmud nicht vorhanden ist, so ist es nicht mehr wissenswert und verleitet zur Gottlosigkeit. Der Jude — wird ihm eingeprägt — muss glauben und darf nicht fragen. F r a g e n h e i ß t s ü n d i g e n. Allein dem menschlichen Forschergeiste lässt sich nicht gebieten. Mit einem Fragebogen wird er in die Welt gesetzt und die Antwortrubriken muss er sich selber mittelst Forschenö und Grübelns ausfüllen. Jicchoks Geist ist derartiger Natur. Er möchte alles erfahren und alles wissen: Wie der Mensch entstanden? Wie die Welt geschaffen wurde? Alis welche Weise der Schöpfer aus Nichts greifbare Materie erzeug;, oa doch er nibilo nihil fit? und endlich, wer beim der Schöpfer sei? Jicchok fragt, seine größte unverzeihlichste Sünde, und er wird im Städtchen gehasst und verfolgt, als Epikores, Gottloser, verschrien. Die Bekanntschaft, die er mit Schlome, einem Schüler der Volksschule, macht, und der ihn in mechanisch ausgelernter Weise belehrt, dass der Donner und Blitz nicht die Zornbezeugungen Gottes sind, sondern durch rein natürliche Vorgänge hervorgerufen werden, ist ausschlagge, bend für seine Zukunft. Er kehrt dem Talmud, der hinsichtlich des Donners und Blitzes jeden vernunftgemäßen Aufschluss verweigert, den Rücken und wendet sich mit besonderem Eifer den profanen Studien zu. Das Entscheidungsmoment für seine zukünftige Lebensbahn und für sein zukünftiges Unglück ist das Freundschaftsbündnis, welches er mit den Sommerfrischlern L u dw i k und seiner Schwester L u s i a, die auf die Ferien von Lemberg nach Zapieeek kamen, anknüvkt. Lusia erweckt zum erstenmale in seinem Herzen ein ästhetisches Gefühl, einen Sinn fürs Schöne, für die Schönheit der Natur und die eigenartigen Frauenreize, und macht ihn mit einer neuen Welt- und Lebensanschauung bekannt. Ludwik pflanzt in sein Hirn verschiedene Ideen: Schwärmerei für europäische Civilisation, Assimilation der Juden, Aufgehen in anderen Nationen. Ludwik unterrichtet ihn deutsch und Lusina polnisch und er ist ihnen — ein gehorsamer aufmerksamer Schüler. Besonders bezaubert ihn Lusia mit ihren reizenden Augen und mit ihrem süßen Lächeln. Ihre liebliche hellschallende Stimme klingt wie Engelgesang an seine Ohren. Es erwachen in ihm, von ihr unbemerkt, ungeahnte und unbekannte Gefühle, Gefühle voll der Zärtlichkeit und Liebe. Es ist ihm, er weiß nicht wie. Amor hat ihn mit seinen Pfeilen heimgesucht. Aber sie steht thurmhoch über ihm; er vermag zu ihr nicht einmal emporzublicken. Er liebt sie, ohne es zu wagen, an sie zu denken, oder, besser gesagt, er denkt an sie, ohne es zu wagen, sie zu lieben. Bald sind die Ferien vorüber . . . Ludwik bezieht die Universität in Krakau, und Lusia sanimt Mutter begeben sich zurück nach Lemberg. Mit diesem Ereignisse ist der Abschluss der schönsten Stunden in Jicchoks Lebens, des Lebens voll der Hoffnung und Erwartung, voll der Ideale und Zukunftsträume, und es beginnt ein Leben für ihn voll der Leiden und Drangsale, der Hoffnungslosigkeit und Resignation . . . Auf Anrathen Ludwiks begibt fiel, Jicchok nack Lemberg, der Hauptstadt Galiziens, der Centrale polnischer Civilisation und Cultur. Er sucht daselbst das Haus der Mutter Ludwiks auf, und zu seinem größten Erstaunen begegnet ihm diese zwar freundlich, doch zurückhaltend höflich, mit einem überlegenen Lächeln der Großstädteriil. Lusina, das sonst offenherzige und gutmüthige Mädchen, kommt ihm kalt mld gezwungen entgegen, denn die Etikette der Großstadt, die Sitte der großstädtischen Cultur, erlauben es ihr nicht, mit einem Bachur mit Schläfenlocken Bekanntschaft zu haben und freundschaftliche Worte mit ihm zu wechseln. Ihre Augen, die ihn so oft behext haben, senken bei seinem Anblicke, und er kann nicht mehr an ihrem himmlischen Strahle sich ergötzen. Ihre weiche Lerchenstimme dringt nicht mehr an sein Ohr. Wie verschieden ist die Lusia von Zapieeek von der Lusina in Lemberg. Das Leben der Großstadt stellt andere Ansprüche an sie und hat sie mit einem Worte ganz umgemodelt. Dort, in der Vorstadt von Zapieeek, war sie munter und hüpfend, wie ein Reh auf den Bergen, wie die Natur, die sie anlächelte, hier ist sie ernst und steif, wie die Bauten, die sie anglotzen. Dort war sie gesprächig, wie der murmelnde Quell der Berge und ihre Augen blickten milde, wie der klare Himmel jener reizenden Gegend, hier ist sie wortkarg, wie ber; Scythe und ihre Augen blicken schamhaft düster, wie der bej wölkte Himmel einer rauchenden Fabriksstadt. Das ist die - erste schmerzhafte Enttäuschung, die Jicchok von der groß- \ städtischen Cultur und Civilisation erlitt. Moritz, Ludwiks Bruder, ist ein von Natur aus gutgearteter Junge, aber durch schlechten Umgang verdorben und auf schiefe Bahnen gebracht. Er besitzt nicht die Aufopferungsfähigkeit eines Idealisten, gleich Ludwik, der imstande ist, der Idee alles, sein Hab und Gut, ja sogar sein Leben zu opfern. Moritz ist ehrgeizig bis zum höchsten Grade, und der Ehrgeiz ist stets bei ihm die Triebfeder zu allen seinen Handlungen. Er ist zwar freundlich gegen Jicchok, möchte ihm helfen, lässt ihn aber in Stich, da letzterer kein zweckentsprechendes Capital besitzt. Er weist ihn an andere, die ihm zwar helfen wollen, aber nicht können, und die ihn wiederum an andere weisen, die ihm helfen könnten, es aber nicht wollen ... - Jicchok sucht Arbeit, sei es welche Arbeit immer, um sein tägliches Brot zu verdienen und nachts den modernen Studien zu obliegen, um in die Lage zu kommen, seine Idee: Europäisierung der Juden, Assimilierung den anderen Völkern zu verwirklichen. Er hat sich des alten Ghettovorurtheiles entäußert, dass für den Talmud-Gelehrten die Werkeltagsarbeit eine Schande sei. Er weiß, dass dies eine falsche unjüdische Anschauung ist, die dem Talmud geradezu widerspricht, der da sagt: „Liebe die Arbeit, und hasse' die Regentschaft". Allein überall wird er mit einem Kopf-j schütteln empfangen und mit einer Absage entlassen. Er f ist für das Handwerk zu muskelschwach, für. das Geschäft zu unkundig, für die Buchführnug zu unwissend und für schmutzige Arbeit zu edler Natur. Hungernd und darbend wandert er die großen breiten Gassen Lembergs entlang, stets suchend und nachfragend, bis er endlich matt und erschöpft niedersinkt, von einem Polizeimann aufgegriffen und in das allgemeine Spital transportiert wird. So endet die Geschichte Jicchok Grass. Tarnopol. Samliel Meisels. Bücher-Einlaus. Von der Wiener Wochenschrift „Die Zeit" (Herausgeber: Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max Vurckhardt, Dr. Heinrich Kanner; Redaction für bildende Kunst: Prof. Dr. Richard Muthcr) ist soeben das 303. Heft erschienen. Alls denn Inhalt desselben heben wir hervor: Die moralische Frage. Von K. — Johannes b. Miquel. Von H. b. Gerlach. — Der ungarische Reichstag 1806—1901. Von Arpad. — Die deutsche Zollpolitik und das österreichisch-ungarische Zollbündnis. Von Commercialrath Arthur Bittncr. — Arbeit. Schule und Gesellschaft. Von Karl Jcutsch. — Die Zuchtwahl des Weibes. Von Heinrich Driesmans. — Karl Spitteler. Von Eduard Platzhoff. — Zur Reform der bildenden Kämst. Von Lothar b. Kunowski. — Die Woche: Politische Notizen; Volkswirtschaftliches; Kunst und Leben. — Bücher. —• Revue der Revuen. — Betrachtungen eines Hochgeborenen. Skizzen aus der österreichischen Aristokratie von Edith Gräfin Salburg. Abonnements auf diese Wochenschrift, vierteljährig 6 Kronen (6 Mark), nehmen die Post, alle Buchhandlungen und die Administration, Wien, 0. Bezirk, entgegen. Das Freie Wort. Inhalt: Der Katholikentag in Osnabrück. Aus dem deutschen Genossenschaftswesen v. Dr. H. Crüger. Ostprenßische Landarbeiterverhältnisse v. Masovius. Die Stellung der Kirche znr Feuerbestattung v. Dr. 5k. Weigt. Streitbare Philosophie. Dr. M. Kronenberg. Das buddhistische Wohlwollen (maitri) und die christliche „Liebe". Büchertisch. Altjüdische Romane und Novellen in griechischer Sprache. Eine neue Theorie zur Erklärung der erzählenden Apokryphen des Alten Testaments von Dr. M. Rosenmanu, Bezirksrabbiner in Floridsdorf. Wien 1901, R. Löwit. Stimmen am dem NndUrum. Bekannt ist die Werkstätte E. Löblich & I. Dohnal dadurch, dass sie stets mit den n e u e st e n E r f i n d u it g e u u n d F 0 r tscy ritten gleichen Schritt hält. Ans S. 8 findet der Leser auch die besonderen Specialitäten dieser Firma. Trotz Concurrenz jeglicher Art ist die billig st e Quelle von Drucksortcn in Wien die Buchdruckerei Max Pock, 1. Bezirk, Wipplingerstraße 36. Ein vornehmes in modernem Stile eingerichtetes Cafe ist M. Zells^Cafe, 9. Bezirk, Althanplatz 4, Telephon Nr. 12 246, nahe von Franz Josefsbahn, Stadtbahn und elektrische Trainway. §vUfhaftm* Hermann Eltbogen, Wien, Max Pappenheim, Wien, Dr. Vierer, Lemberg, I. Hochfeld, Lemberg, Oberingenieur I. Lau, Olmütz, Verein „Morica", Wien, D. Kaufmann, Gmunden, Moritz Ihr, Lemberg, Eh. Bloch, Dclathn, Ernst Löw, Wien, E. Wilhelm, Wien, Dr. Kobnk, Jaworow, M. Haber, Kolomea. Herzlichen Dank. E. Wilhelm, Wien. Aufrichtiges Beileid! Der tkSV? Q.1 im Hotel Metropole steht dem P. T. Publicum zur Veranstaltung von Banketten, Hochzeiten und Familien-Soupers zur Verfügung. Hochachtungsvoll Ä.lplious Herold* Restaurateur. Aphrodite' Erste österreichische k. k. concessionierte Hochzeits-Arrangement» Anstalt Wien i.3 KäB"n£nefi*sf:B*&sse 28- BeiLegung von Ehehindernissen, Beechaffung aller Heiratsdocumente, Besorgung des gosammtenHochzeitsarrangements, Vermittlung von Ausstattungen jeder Art, Hochzeitstafeln etc. etc. Prospecte gratis und franco. Solideste Bedienung. Comptoirist, welcher sechs Classen Gymnasium und einen Handelsschul-Curs absolvierte, Stenograph, mit dreijähriger Praxis, sucht Posten. Gell. Zuschriften an Simon Jaul, Wr.-Neustadt, Sonnwendgasse 16. Todes=Anzeige. Gebrochenen Herzens geben wir die tieftraurige Nachricht, dass unser heissgeliebter hoffnungsvoller Sohn, beziehungsweise Bruder HANNS am 12. September, abends 8 Uhr, 20 Jahre alt, nach Gottes Rathschluss, nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Bestattung des theuren Verblichenen fand am Montag, den 10. September statt. Friede seinem Andenken! Wien, 13. September 1901; Josef und Ernestine Welheim geb. Guttmann als Eltern Julius, Carl, Ignatz, Michael, Theodor, Susanne, Elise, Marie als Geschwister.