Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 27 (5.7.1901)
- Date
- 1901-07-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Nr. 27 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 5. Juli 1901 Seite 7 it und je Im Von u mit e ver- 1 s ch e hr erer jih verker t und s Jlilollen ieller, ischen weritiaem it oen :l. rnrin- Mtch zu thuu, lsamdann i und : Vom mand;eueu menhmeu sonst oeder : besame zum einer ereu, r; csaber unreinweranhätte h in Ge- Geheruicht ziti- Liujlige jten, tierfeu, eine lusdie tum anienongen anön-!II um!INesicht lche hie m- 56 ten und bilden daher eine der wichtigsten Grundlagen der ganzen Industrie. Wir finden ihn schon bei den Völkern, die noch auf der primitivsten Culturstufe stehen, und sehen ihn in dem modernen Culturstaate als ungeheuere Machtwelche die Circulation des Capitals ermöglicht und besorgt. Es uuterliegt demnach keinem Zweifel, dass cs eine hervorragende Pflicht des Staates ist, den Handel zu förder n." Sehen Sie, werte Genossen, in solchem Tone sprechen gebildete, sachkundige Männer aus Ihrem eigenen Lager über die Bedeutung des Handels und den Wert der Handeltreibenden; mit dem Dreschflegel als Argument aber werden Sic sich nicht viele Freunde schaffen; der Handel, werte Genossen, ist so alt, als die Welt; er kann wohl andere Formen auuehmen, als es gegenwärtig der Fall ist, und das führt Ihr Freund Oswald Köhler in seinem Buche (Knechtschaft und Freiheit, Dresden, Verlag R. Schnabel 1893) ja sehr schön aus; aber mit demselben Rechte, mit dem der Lohnarbeiter die Förderung seiner materiellen Interessen durch den Staat begehrt, mit demselben Rechte treten auch die Handeltreibenden mit ihren spccifischen Staudesforderungen au den Staat heran; daran werden Sie auch noch eine geraume Zeit nichts ändern können, und wenn Sie noch so sehr über die Gründer schimpfen; Sic werden damit nur erreichen, dass Sie in Oesterreich und speciell in Wien die Position der bereits ins Wanken gerathenen christlich-socialen Partei stärken; und nun nichts für ungut. Für uns jüdische Kaufleute ergibt sich aber aus dem Gesagten eine wichtige Lehre. Unsere christlichen Standesgenosscn haben ihre Vertheidiger; da wir Juden jedoch in unserer wirtschaftliche,, Bedrängnis nicht immer zu unseren Stammesfeinden, den Christlich- Socialen, um Schuh betteln gehen können, so müssen wir. zur Selbsthilfe greifen und uns immer enger aneinanderschließeu; darum jüdische Kaufleute, Greisler und Gewerbetreibende, wenn Ihr nicht in Eueren alten Tagen schlecht bezahlte Bedienstete von Consumvercinen werden und ihr Gnadenbrot essen wollet, so organisiertEuch! D. j. G. Bücher-Einlaiis. Revision des „Socialismus" von Dr. Alfred Nossig. Berlin, Bern 1901. Akademischer Verlag für sociale Wissenschaften. Die Schrift Nossigs ist sicherlich kein epochemachendes Buch. Ebensowenig wie Bernstein ist er der Kant der Socialwissenschaft, auch er hat die Frage, wie ist Socialismus als Wissenschaft möglich, nicht gelöst. Ja, man wird in seinem Nevisiousversuche des Socialismus nicht einmal die P r o b l e m st e l l u n g überall mit Freude begrüßen können. Aber eine ganze Anzahl anregender Bemerkungen über die Natur des modernen Großbetriebes, über die Coucentration des Capitals, über die Zusammenbruchshvpothese wird ,nan darin finden. Die moderne Erkenntnistheorie, F. A. Lange-Stammler scheiueu mir zu wenig berücksichtigt worden zu sein. Dafür werden einige französische Schriftsteller, wie ich glaube, übermäßig herangezogen. Auch der Unterschied zwischen natürlicher und künstlicher Coucentration wird im Anschluss an diese Schriftsteller etwas zu sehr breit getreten. Bis zum Kernpunkt der psychologischen Behandlung, der socialen Probleme ist Nossig nicht vorgedrungen. Aber mit bemerkenswer- Stirnrnen aus dem Pudlieum. Die Michelstädter'fche Schuhschwemme im Fabriksgebäude, 7. Bezirk, Neubaugasse 67, ist in den Nachmittagsstunden derart überfüllt, dass wir das P. T. Publicum in seinem Interesse darauf aufmerksam machen, seine Einkäufe daselbst auch vormittags zu besorgen, damit wir imstande sind, den Wünschen unserer Kunden nach Möglichkeit entgegenzukommen. -===== J^ci eiiKf WilAe =- erhalten gegen massiges Honorar Kinder über die Ferien liebevolle Behandlung. — Auch Nachhilfe durch einen Oberrealschüler (VII.). Gefällige Zuschriften erbeten an Katharine Redlich, Göding, Wassergasse Nr. 6. Israelitischer Bethaus-Verein Brigittenau. T rauungstaxen. Kronen 200.— „ 130.— „ 80.- 40.- Anmeldungen bei dem Vereins-Obmanne Herrn Herman Eltbogen, XX., Rafaelgasse 12. Allein echte lg. BaumgaHner’s k. k. priv. Universal ^laickfield’s serseife unentbehrlich für Hausfrauen, insbesondere jene, welche in die Sommerfrische sich begeben. Zu haben in allen einschlägigen Geschäften, Droguen-, Spezerei- und Coloniahvaren-Haudlungen etc. Fabriksniederlage: Wien, XVIII., Währingerstrasse Nr. 116. socialen Religion auf den Urtext zurückgehen. Wie jene, so findet auch diese ihn in der Bibel vor allem in jenem erleuchteten Gebot, das alle anderen zusammenfasst und so die Grundlage abgibt für alle höhere menschliche Cultur: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst."" Im selben Zusammenhänge fügt Nossig diesem Satze die bezeichnenden Worte hinzu: „Das ist der Urtext des modernen Socialismus." »rwtr r. —rrrr-rrvtifn mmn Briefkasten. Treuer Leser, Lemberg. Wir können erst, nachdem wir ein Manuscript gelesen haben, über die Annahme desselben entscheiden. I. Pbg. in Lemberg. Wir haben vergeblich nach Verbindungen mit den bewussten Fachkreisen gesucht. S. F. in KraluP. Wir bitten Sie, doch derartige Acußerungen auf offener Karte zu unterlassen. Der genannte Herr stand an der j Spitze eines ganz anderen Zweigs der Stiftung und hat sich dcr! wirklich verdient gemacht. Die Zinsen des von Ihnen genamlten Capitals werden thatsächlich zur Unterstützung nothleidender Ge-; schäftsleute verwendet, lieber die Art der Bertheilung ivird allerj dings vielfach Klage geführt- I. SP. in Nadworna. Es werden Ihnen Offerten zugehen. Jüdischer Volksverein in Czernowitz. Herzlichen Glückwunsch. | Walter, Ischl. Geht in den nächsten Tagen ab. Herzlichen Gruß! * K. h. Patent Nr. 326. Wichtig für hiesige Geschäftsleute, deren Fabriken außerhalb Wiens liegen. Sehr geeignet —zur ileberstrdlnng in die Sommerfrische. —.— 1 Da unsere fiijte nicht genagelt wird, kann dieselbe jahrelang zum Transport «J’viii/'Ctiv verwendet werden, ohne Schaden nehmen. ■>. Kann unsere Kiste i»i leeren Zustande zusnnnneilgelegt werden, so dass diesctbe nur sehr wenig 'Kaum einnimmt. orm!m!ns Kais.u.kön.bof- $|f Steinmetzmdster — 1781. - " €duardl)du$er SX», Spsfalgasse 19 DIE SCHÖNSTEN *»*»*“» Kraftnahrung TBOPOHappetitanregend und außerordentlich nahrhaft --- ist die Basis für:-— TroM-ZMtlrllk, Tropon-Cakes, Tropon - Chocolode, Ls0poü-(l3c30,?Ir0p0N'-^iüäerli3lirmekI. 4» Tropon (Eiweissmehl) 4 als Zusatz zu .Speisen für Gesunde u. Reconvalescente. Kochbuch „Moderne Kraftküche“ gratis und franco. =s=====Äi=======: Ueberali erhältlich. ■■ . .. ■... Gr8en.-sUig. Tropon- und Viihriillhl-Mcrke -----Lr------ WIEN, Vlll/j, Kochgasse 3. -..... FiiiaJou: M, GRAB-MONUMENTE ™ von fl. 15.- aufwärts. Ausführung jeglicher Steinmetz-Arbeiten. J. Sfr©bl9 C. Sorg Von der hot), lc. k. Stntthalterei conc. H! elf tv i ci fä ls x) s ta 1 \ Wien, XX., Karajangasse 29. Elektrische Beleuchtung und Kraftübertragungen. Telegraphen* und Telephon- Installationen. 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