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Jüdisches Volksblatt · 1901-06-14 · 24 (14.6.1901) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
24 (14.6.1901)
Date
1901-06-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 14. Juni 1901 Xr. 24 ordneten Hauck, Dr. Ellenbogen, Dr. Ofner, Wrabetz und Brzeznovsky. Bei der Abstimmung werden zunächst die Minoritäts-Boten «bgelehnt. Bon den gestellten Abänderrmgsanträgen wird bloß der Antrag Schneider angenommen, wonach bei Paragraph 60, Absatz 2 (Ausnahmen von der Beschränkung des Feilbietens im Umherziehen), die Fassung der Regierungsvorlage wiederhergestellt wird, so dass aus der Ausschussfassung die Erlaubnis zumFeilbieten von Naturblumen eliminiert und das Feilbieten von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft auf die Producenten oder deren Bestellte eingeschränkt wird. Bon den Zusatzanträgen gelangt ein Antrag des Abg. Grasen Serenyi zur Annahme, wonach zu den oberwähnten Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft auch die natürlicheil Säuerlinge hinzukommen. Im llebrigen wird der Gesetzentwurf unter Ablehnung aller sonstigen Abänderungs- und Zusatzanträge in der Fassung des Ausschusses angenommen. Die vom Ausschüsse beantragten Resolutionen werden angenommen, die im aLufe der Debatte gestellten Resolutions-Anträge dem Gewerbe-Ausschusse zugewiesen. Das Gesetz wird sodann auch in dritter Lesung zum Beschlüsse erhoben. Brief von St. Petersburg. (Orig.-Bericht des „Jüd. Volksblatt".) Aus Odessa dringt eine interessante Nachricht zu uns herein. Nicht etwa wegen der Hungerleidenden in Bessarabien, dies ist eine Sache der Wohlthntigkeitsvereine, welche kalt und gemessen ohne jede Aufregung ihr Werk verrichten. Wir meinen eine Nachricht ganz anderer Art, welche die ruhigen Gemüther hier in Aufregung versetzte. Wie bekannt, existiert hier seit langem ein „Verein zur Verbreitung von Bildung unter den Juden Russlands." Dieser Verein bcsitzt in Od.ssa eine Filiale. Seit Jahren war man gewohnt, die Generalversammlung dieses Vereines sehr schwach besucht zu sehen, nnb die Jahresberichte und Vorschläge der Vereinsleitung wurden alljährlich per acclamationem angenommen. In diesem Jahre jedoch zeigte die Generalversammlung, welche anr 28. April in Odessa staitfand, eine ganz andere Physiognomie. Schon das äußere Bild zeigte sich verändert. Der Saal war dicht gefüllt, und zumeist von Mitgliedern der Opposition, welche die national': Idee vertreten. Gleich zu Beginn wurde aus ihrer Mitte der Antrag gestellt, dass zu dieser Generalversammlung ad hoc ein besonderer Secrctär gewählt werde, da der offenste Secretär die Protokolle im Sinne des Vorstandes herrichie. Toc>or Herscheu sohu verlangte, dass der Verein sich mehr dem niederen Schulwesen (Chedei) widmen sollte, und wünschte Einrichtung von Lesebibllvthkkcn und Volks vor träge. Darauf ergriff Herr Dubnow das Wort und führte ans: In heutiger Zeit muss jedes Volk und besonders wir Juden, nicht nur allgemeine Bildung, sondern auch nationale Cultur, Kenntnis der hebräischen Sprache und Literatur in sich ausrnknien. Darum muss die jüdische Schule neben allgemeiner Bildung die Jugend auch mit nationalem Selbstbewusstsein und jüdischer Cultur erfüllen, das Hauptbestrcben des Vereines muss darauf gerichtet sein, den jüdischen Geist in die Herzen der jüdischen Jugend zu tragen. Die Rede wurde mir großem Verfall ausgenommen. Einen noch stärkeren Wiederhall erweckte jedoch eine zweite Rede des Schriftstellers Ben-Ami, welcher den Verein beschuldigte, dass er seine Aufgaben nicht ernst nehme und das Streben des Vorstandes mehr darauf gerichtet sei, sich durch Erzielung äußerlicher Erfolge ins rechte Licht zu setzen. Schließlich mussten die Debatten infolge vorgerückter Stunde abgebrochen werden, und der hartbedrängte Vorstand wurde wieder eingesetzt. Die Reden, welche auf dieser Versamuilung gehalten wurden, sind jedoch auch bis zu uns gedrungen, und die erbgesessen Hüter und Verwalter dieses Vereines mögen sich an die Worte Pyrrhus' erinnert haben: „Noch ein solcher Sieg . . Hazofe. (Für Form und Inhalt dieser Rubrik übernimmt die Nednction keine Verantwortung.) Wir erhalten folgendes Schreiben: Löbliche R e d a c t i o n! Ein Dr. Krenberger hat mich mit einem Briefe belästigt, der sich lediglich durch Uncorrectheit und Ungezogenheit auszeichmt. Ich habe es natürlich nicht für nothwendig befunden, dem Herrn auf seine Anfragen oder überhaupt persönlich zu antworten. Hierüber schlagt er in der „Welt" gewaltigen Lärm. Nun halte ich es gewiss für meine Pflicht, einem jeden, der dazu in irgendeiner Weise berufen ist, Auskunft zu geben, fühle mich deswegen aber noch nicht verpflichtet, einem x-beliebigen Dr. Krenberger oder Peter Zapfet Rede zu stehen. Auf die Anmaßung eines Zudringlichen habe ich nur eine Antwort: Ich weise ihm die Thüre. Das mag sich Herr Dr. Krenberger merken. Für die Aufnahme dieser Zeilen bestens dankend, zeichne ich Hochachtungsvoll Richard Rappaport. Bücher-Einwuf. Von der „Neuen Zeit" (Stuttgart, Dich' Verlag) ist soeben das 36. Heft des XIX. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalte heben wir hervor: Bismarcks Denkmal. — Die Soeialisten in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Von Julius Bahlteich. — Nach dem Congress. Von Rosa L u x e .n b u r g. — Der Socialismus in Spanien. Von Antonio Gareia Quejido — Notizen: Unser College vom „Vorwärts". Die Entwicklung der Consmnvereine in Oesterreich. St. Gallisches Landjäger-Corps 1657—1897. — Feuilleton: Tschechows Novelle „In der Schlucht". Von Prof. O w s j a n i k o - K u l i k o w s k i j. Ans dem Russischen übertragen von Eugenie Kl io rin. (Schuss.) Briefkasten. Anm. d. Red. Auf mehrfache Anfragen bemerken wir, dass der in der letzten Nummer publicierte, mit „Ein jüdischer Greißler" gezeichnete Artikel itiqjf die Ansichten der Nedaction wiedergibt, dass diese vielmehr bei der Publication sich lediglich von ihrem jederzeitigen Bestreben leiten ließ, die Vertreter der verschiedensten Jnteressentengruppen im „Jüdischen Volksblatt" zu Worte kommen zu lassen. * * Wir ersuchen alle auswärtigen Leser unseres Blattes, uns Nachrichten aus dem Gemeinde- und Vereinsleben der dortigen Jndenschaft zu geben. Besonders erwünscht ist die Einsendung antisemitischer Lokalblätter, welche Angriffe gegen die Juden enthalten. Die Sprechstunden des Heimatsrechts- Bnreans des „Jüdischen Volksvereines" sind jeden Montag und Mittwoch von '/.,8 bis V29 Uhr abends. Auskünfte in Heimatsrechts - Angelegenheiten ertherlt weiters die Rcdaetion dieses Blattes Die Frei-Lefehalle ist an Wochentagen von 12 bis 3 Uhr mittags und von 0 bis 10 Uhr abends, an Sonntagen von 9 bis 2 Uhr, an Samstagen «nd jüdischen Feiertagen von 10 bis 1 Uhr mittags geöffnet. Frimrlierroater will arkriterr! Fachmann in der Eiseubranchs sucht Anftellnng als Magazineur unter bescheidenen Bedingungen. Kanu sofort de» Dienst antretcn. Gest. Anträge unter „Bescheiden" an die Nedaction dieses Blattes. Erzählung v o n Eduard Kulke. (Fortsetzung.) In solcher Weise entwickelte sich in dem unverdorbenen, aber bis aufs äußerste gereizten Gemüthe Gumpels ein unbändiger Trotz. Ein Topf Milch stand auf dem Tische, den die Schamestin in Bereitschaft hielt, um für den Abend einen Milchrahmstrndel 31t machen; er ergriff ihn und wollte trinken, da kam es ihm vor, als ob Bärl Lederer den .Kopf eben zum Fenster hineingcsteckt hätte; vor iLchrecken ließ er den Topf fallen und auf dem Fußboden lag die Milchstraße, die sich rasch gebildet hatte. Dcr Schreck fuhr ihm so in die Glieder, dass er hinsank. Erinnerungen ans seinen Jugendtagen stiegen herauf, längst entschlafene Bilder einer glücklichen Zeit. Jetzt sah>er sich mit Felix im Walde, wie sie weltvergessen ohne Groll im Herzen hin- und herspringen. Ger Geistliche mit dem Glöckl kam ihm in den Sinn und er sprang wüthend auf. „Davon", ruft er, „rührt mein ganzes Unglück her. Hätt' ich damals nicht die Kappe heruntergenommen, so hätte Bärl Lederer heute mir nichts vorzuwerfen. Aber so hat er sich's in den Kopf gesetzt, ich bin ein „Posche Jißrol" (Sünder) und mache ihm alles nacht Aber was hätt' mir das genutzt", reflectierte er weiter, „wenn Bärl mich heut' für keinen „Posche" halten möchte? Er macht' mir fein Näsele geben! Was nutzt mir aber seinWille, wenn sie nicht will, wenn sie „dawke" (durchaus) haben will, ich soll sein wie er? Wie meint sie das nur. Meint sie gar, ich hätt' studieren sollen?" Hierbei tauchte jenes Bild in seiner Seele auf, wie der Herr mit dem goldenen Augenglas dagesessen ist in Löb Franks Haus und den Felix geprüft hat. „Ich Hab' zum Studieren keinen Kops gehabt", sagte er, sich selbst entschuldigend, „was wär' aus mir geworden, ich Hab' so viel „Sechel" (Vernunft), als ich zu meinem Geschäft brauch', und damit könnte sie zufrieden sein. Was sie mehr Null, das sind ihre Capricen, die sie an sich hat. Felix ist schon damals ein „Ganewkops" (durchtriebener) gewesen, wie er bei der. Prüfung geantwortet hat; alles hat er ausspreuliert. Was hat er damals nicht getrieben mit dem Schlüssel. Was hat denn der Buchhalter damals für eine „Ehochme" (Weisheit) anfgethan? Wenn man ein Schloß aufsperren will, muß man dazu einen passenden Schlüssel haben. Wie heut' denk' ich's noch, lvie die lange Jittel ihn damit ansgelacht hat; denn das lveiß ein jedes Kind. Felix aber ist herumgegangen wie „meschugeh": was hat er damit gemeint? als wie wenn man immer etwas meinen müßte. Wenn wir heut' nicht so ganz auseinander wären, möcht' ich ihn fragen, ob er es heut' schon lveiß, was damit gemeint lvar, wenn einer mit einem Schlüssel ein Schloß aufsperren will." Bei diesem Gedankengang heftete sich sein Auge unwillkürlich an eine Stelle an der Thüre, wo an einem eisernen Haken ein mächtiger Schlüssel hieng. Unwillkürlich erhob er sich und langte nach dem Schlüssel, und wie von einer geheimenMacht getrieben, steckte er ihn, anstatt ihn auf den früheren Platz zurückzubringen, in seine Rocktasche. Der Hunger erinnerte ihn mm wieder daran, daß er nicht wie Felix sei. „Ich lveiß nicht, warum ich mich vorhin so gefürchtet Hab', und wenn Bärl Lederer gar hereingekommen wär'. Ich möcht'. haben, er soll jetzt hereinkommen, augenblicklich möcht' ich mir ein Stück Brot abschneiden." Hierbei nahm er den Laib Brot, schnitt ein tüchtiges Stuck ab und machte einen Versuch, dasselbe an den Mund zu bringen; da fuhr ihm plötzlich etwas durch den Kopf. „Nein", rief er, „da nicht, anderswo", und das Brot lvanderte in seine Rocktasche. „Bärl Lederer soll wissen, wer ich bin, und sie auch, sie soll sehen, ich kann noch mehr wie er." Entschlossen machte er sich auf, gieng hin zu Cheile Gänslerin, kaufte ein Viertel gebratene Gans, indem er vorgab, noch heute Abend ins Dorf hinaus zu müssen, wo er für den nächsten Tag etwas Vorrath mithaben wolle, nachdem er die neun Tage hindurch lauter Mehlspeisen gegessen habe. Die Gans wanderte rasch in seine Rocktasche, in der sich auch das erkleckliche Stück Brot befand, welches er zu Hause früher abgeschnitten hatte. Hierauf gieng er hinüber zu Reb Refol Brantlveinschenker und ließ sich ein Fläschel Brantwein geben, weil er Fußschmcrzen hat und sich die Füß' mit Brantwein waschen und einreiben muß. Auch das Fläschel Brantwein sank hinab in den tiefen Abgrund seiner Rocktaschen, und so beladen gieng er seiner Wege und schlich wie einer, der zur Nachtzeit auf Raub ausgeht, nicht durch die Gasse, sondern hinten aus, scheu umherblickend, ob er von niemand bemerkt werde.. „Wenn sie mich halten für einen „Mamser" (Abtrünnigen)," sagte er, „so will ich thun wie ein „Mamser". Die Nachmittagsstunden des langen und heißen Sommertags schlichen träge dahin, und die Leute in der Gasse brachten sie, so gut es gieng, in Erwartung des Abends zu. Cheile Gänslerin, die schon am Tischeb'ow ein gutes Eeschäft gmacht hatte, sagte zu ihrer Nachbarin Zipperl: „Das heißt eine Eil', was Gnmpcl hat; wenn er morgen im Dorf geht, hätt' er gar nit Zeit genug. Heut' Nacht muß es noch sein. Morgen hätt' er können frische Gans haben, wenigstens Hab' ich das letzte Stücke! angebracht, was mir von „Schabbes" übrig geblieben ist, und das mir bei der Hitz' bis morgen verdorben wäre." „Was geht das dich an", erwiderte die Nachbarin, „wenn er noch heut' hinausgehen will, „tommer" (vielleicht) hat er heut' noch draußen zu thun; und wenn er verstnnkene Gans essen will, so ist das auch nicht deine „Deige" (Sorge). Ein jeder kann essen, was ihm schmeckt." „Ich sag' ja nichts", entgegnete Cheile Gänslerin wieder, „ich bin ja rfoh, dass er das Viertel Gans gekauft hat. Sein Geld, sein Guste." In nicht allzu weiter Entfernung von den beiden Weibern, die sich über Gumpels Eile und seine sonderbaren Gelüste unterhielten, saßen ans niedrigen Bänkchen, ans Fußschemeln, Balken, Steinen u. s. w. mehrere „Balbatim" (Familienväter) im Schatten eines Hauses, denn die Sonnenhitze lvar drückend. Wären die Frauen auch dabei gewesen, so hätte man sagen können, das Rädel sitzt; aber ohne Frauen gibt es kein eigentliches Rädel, und diese hatten nicht Zeit, sie mußten den Milchrahmstrndel für den nächsten Abend bereiten, damit der geplagte Mann, wenn er des Abends aus der Schul' nachhause kommt, nach dem langen Fasten auch einen guten Bissen zu essen kriege. So saßen denn die Männer allein und zählten die Stunden. , „Wir Inden sind doch ein „Am kodesch" (heiliges Volk)", begann Mechol Pradenik, „so ein „Tischeb'ow" oder „Jomkipper" macht uns doch keine andere Nation nach. Wenn „sie" die Fasten haben, es ist nichts anderes als lvie bei uns die „nenn Täg"; pakatel ein Spass, sie dürfen kein Fleisch essen, dafür fressen sic Fisch und „Belesches" (Kolatschen), als wie wenn das gar nicht gegessen heißen möcht. Das heißen sie fasten. Was meinst du Bärl, so eine Schüssel „Belesches" mit saurer Milch wär' jetzt auch kein schlechter Bissen. Seht da Schloimele Fresier an, der „Gawer" (Speichel) rinnt ihm schon aus dem Maul heraus vor „Simche" (Freude), wenn er die „Belesches" nur melden hört." „Dagegen hat aber auch kein' andere „Uenune" (Volk) solche „Nissim wenifloes" (Wunder und Wunderthaten) anfzuweisen als wie wir. Ein Spaß das, was uns alles für „Nissim" geschehen sind." „Meinst du denn, Bärl, daß wir für die „Nsisim (Wunder) fasten thun?" fragte Gawriele Stuffer, „fasten thun mir wegen die „Geseres" (Leiden), die uns zugekommen sind.' Wenn das „Beßhamikdesch" (der heilige Tempel) lvär' nicht „chorew" (zerstört) geworden, sondern wär' durch ein „Netz" (Wunder) erhalten geblieben, hätten lvir heute keinen Fasttag, sondern ein „Jomhaßimche" (Freudentag) lvie „Purim" und noch ein bissele mehr; aber wir fasten über die „Geseres"; denk dir nur, was unsere „Owes awoißene" (Urgroßväter) haben ausgestanden! Ein Spass das, die „Aßoreh haruge Malchcs, chodsche" (die zehn Glanbensmärtyrer, zum Beispiel). Aperepo (a propos), Reb Selke, seid „moichel" und thnt mich da über etwas aufklären; ich mit meinem narrischen föntöef" l'V.nsiand) kann es nicht herausbrin- (Verstand) kann es nicht Herr ich keine zehn heraus, es sind nur alleweil sieben, die drei andern kann ich nicht finden." . , . „As oßer" (fürwahr), ich versieh' kem Wort von allen:, lvas du zusammenredest", sagte Reb Selke Merene. gesange) Stuffer, --- -, . >r tri * r r herrechnen; aber ihr könnt sagen, lvas ihr lvollt, ich bring nicht mehr lvie sieben heraus." „Ah, die „Aßoreh haruge Malches" (die zehn Glaubensmärtyrer) meint er", sagte Mechol Pradenik. „Kopf milß man haben", fügte er selbstzufrieden hinzu. „Nu „Wade" (gewiss), von was red' ich denn anders, habt ihr's denn nicht gehört?" wendete sich Gawriele Stuft fer an Reb Selke. „Bringt eine „Kinne" heraus", entschied Reb Selke, „du wirst dich grob „toie" sein (irren)." (Fortsetzung folgt.)

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