Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 36 (8.9.1900)
- Date
- 1900-09-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2432763-2432811-2432847--0674-2434349- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Wien, Samstag Jüdisches Volksblatt 8. September 1900; Nr. 36 rimg bedurften, um ihre Heimatsorte erreichen und ihr Leben in den ersten Tagen fristen zu können. Man vergaß, dass es sich in dem Falle der rumänischen Auswanderer nicht um die Lösung einer rein philanthropischen, sondern auch um diejenige einer eminent politischen Frage handelte. So haben nicht nur die Bulgaren, sondern auch die reichen Juden des Auslandes der rumänischen Regierung geholfen, die Judenfrage zu begraben. Ein Glück wird es für die rumänischen Juden sein, wenn das bedrängte Vaterland zu den Waffen rufen und ihnen somit Gelegenheit bieten sollte, sich als dasjenige zu zeigen, was sie nach Recht und Gesetz eigentlich sind, als rumänische Bürger, deren Prärogativen von einer Clique beutegieriger Politiker usurpiert worden sind. Von diesem Standpunkte können die rumänischen Antisemiten sogar einen kleinen Rechenfehler gemacht haben, und der rumänisch-bulgarische Cvnflict könnte zur Ursache einer definitiven Lösung der Judenfrage werden. Da trügen aber nicht die reichen Juden, welche sich immer auf die Retter in der Roth herausspiklen möchten, die Schuld daran, sondern es wäre dem Zufall zu verdanken, dass die rumänischen Juden zu ihren Rechten kämen. Nun hat zwar der Zufall sehr oft wichtige politische Entscheidungen herbeigeführt, es muss aber derjenige ein schwacher Politicus sein, der sich da auf den Zufall verlässt. Eine energische Actio u muss von den Juden Rumäniens und d e s A u s l a n d e s e i ugeleitet werden. Man muss hervorheben, was jetzt mehr oder weniger jeder aufrichtige rumänische Patriot empfindet: dass, während die verstoßenen Juden ein sicheres, zuverlässiges Element sind, die in der rumänischen Bürgerburg aufgenommenen Bulgaren, Griechen rc. sich als staatsgefährlich erweisen. Thatsächlich treten rumänische Beamte, ja sogar Officiere, die bulgarischer Abstammung sind, offen oder im Geheimen gegen Rumänien auf. Die rumänischen Juden haben ein Recht, diesen Thatsachen gegenüber entschiedenst vorzugehen. Sie dürfen sagen: „Man fordert von uns Geld- und Blutsteuer, wir geben sie willig, aber auch wir fordern, was uns als treuen Söhnen dieses Landes gebürt, gleiche politische und bürgerliche Rechte." Es sind Anzeichen vorhanden, dass die rumänischen Juden dies thun wollen. Es fehlen aber die Anzeichen dafür, duss die mächtigen Juden des Auslandes ihnen beistehen werden. Noch können dieselben die jüngst begangenen Fehler gut machen. Werden sie es thun? Möge der bulgarischrumänische Confl-.ct, dessen wichtigste Folge bis nun die Wiederaufnahme der Verhandlungen bezüglich einer Anleihe ist, nach dem Schaden, welchen er der Judenfrage gebracht, wenigstens dieses eine Gute bringen. —yz. Vom Tage. Antisemitische Verleumdungen. Das „Deutsche Volksblatt" hat diese Woche einmal in ganz Oesterreich offenbar keinen Juden gefunden, dem es eine erdichtete Schändlichkeit hätte anhängen können. Es hat sich deshalb das Object seiner Verleumdungen in Russland gesucht und tapfer, wie es ist, mit Frauen angebunden. Das hat seine Vortheile, besonders wenn man nicht eine bestimmte Person nennt, sondern gleich pauschaliter lügt. Den Frauen jener jüdischen Soldaten, die jetzt mit dem russischen Detachement nach China zogen, sagte der zum Anfertigen oder Ausschneiden derartiger Lügennotizen engagierte „Redacteur" nach, sie seien so schlau und vorsichtig, sich vor dem Abmarsche ihrer Gatten von ihnen den Scheidebrief ausstellen zu lassen, um nicht als Ehefrauen der in der Ferne weilenden Männer zurückzubleiben. Das Blatt stellt das als eine Speculation hin, den Frauen die mit Ungeduld, bis die Sache zum Abschlüsse käme und einige Monate lang litt sie die Qualen der Ungewissheit. Auch trafen in dieser Zeit die Briefe von den Kindern nur ganz unregelmäßig ein. Endlich berichtete man ihr, dass die Gefahr vorüber sei und sie in ihren bisherigen Wohnsitzen verbleiben dürften. WaS die Mutter aber anbetrcffe, so sei es vortheilhafter, dass sie daheim bleibe, da die weite Reise für ihr Alter zu beschwerlich und sogar gefahrvoll sei. .. * * * Die Frau war nutröstlich über ihre Vereinsamung auf die alten Jahre und die Sehnsucht nach den Kindern meldete sich mit umso stärkerer Kraft, als die Hoffnung, sie wiederzusehen, schon so nahe war. Die Ursache, die ihren Sohn bewogen hatte, den Plan zu ändern, vermochte sie gar nicht zu begreifen. Doch fiel es ihr keinen Augenblick ein, die grenzenlose Liebe ihrer Kinder zu ihr in Zweifel zu ziehen. Auch wir mussten jeden solchen Gedanken abweisen, nachdem »vir das große Bündel gemustert hatten, in welchem sie die Briefe ihres Sohnes Josef und ihrer Tochter Rebekka aufbewahrte. Aus einer jeden Zeile sprach Liebe und Sehnsucht zu der entfernten Mutter, manchmal konnte man einen Ton bitterer Klage über die unabwendbare Nothwendigkeit heraushören, der mau sich mit Schmerz fügen musste. Und doch konnte ich mich des Gedankens nicht erwehren: „Aus den Augen, aus dem Herzen/ Denn einen anderen Grund konnte ich nicht finden, weshalb die alte Mutter zu einem vereinsamten Dasein in der Ferne verurtheilt bleiben sollte. Diese Erwägungen veranlassten mich, ohne Wissen der Alten mich in die Angelegenheit zu mengen. Da ich ihr ständiger Secretär war, legte ich einmal dem Briefe, den ich in ihrem Namen «n den Sohn schrieb, einen zweiten in meinem eigenen Namen bei. Zu meiner Entschuldigung erklärte ich unsere Beziehungen zu der alten Frau, die mich berechtigten, hier ungebeten das Wort zu ergreifen, dann schilderte ich in bewegten Worten, wie schwer die Einsamkeit auf der armen Mutter lastete, wie sehr sie sich nach den Kindern und Enkeln sehne, und schloss damit, dass ich ihnen die Pflicht ans Herz legte, den Seelenqualen der Alten ein Ende zu machen. Möglichkeit einer Wiederverheiratung zu schaffen, wenn ihre Männer nicht zurückkehrten. Nun hauen das katholische Frauen freilich nicht nöthig. Die können ruhig ihre Männer in den Krieg schicken, und, wenn sie nicht wiederkommen, einen anderen heiraten. Da man aber nicht erwarten wird, dass im „Deutschen Volksblatt" jemand sitzt, der am Ende gar die Bestimmungen des katholischen Kirchenrechts kennt, wollen wir den Herren sagen, woher das kommt: Zur Wiederverheiratung einer Witwe ist bekanntlich der Nachweis des Todes des ersten Gatten nöthig. Das kanonische Eherecht bestimmt nun, dass dieser Beweis auch durch Jndicien (Anzeichen) geführt werden kann. Wenn ein Ehemann sidi in „unmittelbar drohender Lebensgefahr" befand und dann nicht wieder gesehen wurde, gilt er als todt und seine Frau als Witwe. Sie kann also heiraten. Nach jüdischem Eherechte i st das nicht möglich. Bis zum Beweise des Todes eines verschollenen Ehemannes ist die Frau weder verheiratet noch ledig. Es müssen Zeugen seines Todes sein, um ihr die zweite Ehe zu ermöglichen. Im Kriege aber ist dieser Beweis des Todes selten herzustellen, und trotz der säst unumstößlichen Gewissheit, daß sie Witwe sei, wird ihr kein Rabbiner die Wiederverheiratung ermöglichen. Aus diesen, Grunde — um keine für die Ewigkeit ledigen Witwen zu schaffen — lassen sich die Frauen von Kriegern bedingungsweise scheiden. Kommen die Männer nicht wieder, so können die geschiedenen Frauen heiraten. — Und nun noch eine Frage an das „Deutsche Volksblatt": Vor kurzem constatierte es, dass alle jüdischen Soldaten in Russland vor dem Abzug nach China desertieren. Wozu also die ganze Scheidungsgeschichte. „Ein Lügner", sagen die Juden, „muss ein gutes Gedächtnis haben." * * * * Die Urheber des bulgarisch-rumänischen Conflietes — die Juden. So vielemal man in der „D e u t s ch e n Zeitung"' eine Dummheit liest, scheint sie so groß, dass man füglich bezweifelt, ob sie noch übertroffen werden könnte. Aber nur zu bald belehrt dasselbe Blatt einen, dass es an Dummheit und Borniertheit jeden Record zu schlagen imstande ist. So berichtete zum Beispiel das Organ des Herrn Dr. Wähner über die Urheber des bulgarischrumänischen Conflietes. Man könnte natürlich glauben, das Blatt habe sensationelle Enthüllungen gemacht über das macedonische Comite, dessen Förderer und Beschützer. Gefehlt, die „Deutsche Zeitung" bringt die wirklich sensationelle Nachricht, dass der Conflict eigentlich das Werk der Juden sei, die Herrn Peter Carp aus der Verlegenheit, welche ihm die — Judenfrage bereitete, beraushelfen wollten. Ja noch mehr, das antisemitische Organ glaubt sogar daran zweifeln zu müssen, ob der Mörder Michaileanus wirklich ein Söldling des macedonischen Comites war. Wer weiß — ruft es mit Emphase aus — ob die Juden nicht auch diesen Mord verschuldet haben. Folgt ein bedeutsames Ausrufungszeichen, welches wahrscheinlich, den Intentionen des weisen Redacteurs entsprechend, von den verständnisvollen Lesern der „Deutschen Zeitung" ungefähr folgendermaßen aufgefasst werden wird: „Wer weiß, ob nicht gar hinter dex Ermordung Michaileanus ein Ritualmord steckt!" . . Das war doch eine ingeniöse Idee. Angesichts des Aufsehens, welche sie erregte, und durch dieses angeeifert, will die „Deutsche Zeitung" folgende sensationelle Nachrichten publicieren: 1. Die rumänischen Juden haben sich Auf meinen Brief kam keine directe Antwort, nur in dem Schreiben an die Mutter flocht der Sohn eine leise Andeutung ein, die durchblicken ließ, dass es Dinge gebe, welche sich nicht leicht erklären lassen, und dass daraus zuweilen schiefe und ungerechte Urtheile erwüchsen. Diese Andeutung befriedigte mich nicht und erklärte mir nichts. Mein Verdacht wurde nur noch bestärkt. Mittlerweile wurde die alte Frau krank. Sie begriff sofort, dass ihre Tage gezählt seien. Unter den verschiedenen Wünschen, die sie mir für den Fall ihres Tqdes und in Bezug auf ihr Begräbnis an das Herz legte, war auch der, den sie nur besonders einfchärfte, eine Anzahl hebräischer Bücher, die ihr Gatte znrückgelassen hatte, ihrem ältesten Sohne zukommen zu lassen. Auch sollte ich ihn von ihrem Tode telegraphisch benachrichtigen. „Meine Kinder in Amerika," erklärte sie mir mit einem Seufzer, „haben gewiss schon alles Jüdische vergessen, welches sie gelernt haben. Sie haben gewiss bereits ihre ganze Jüdischkeit schon vergessen. Aber mein ältester Sohn Josef, das bin ich überzeugt, wird nach meinem Tode Kaddffch sager, Mischnajoth lernen, und auch seinen Kindern noch werden die heiligen Bücher vonnntzen sein, die sie von der alten Großmutter überkommen haben" . . . Als ich diesen letzten Willen der Greisin vollzog, wurde ich erst gewahr, welch einer Täuschung sie sich in dieser Beziehung hingegeben hatte. Die Antwort auf den Brief, den ich dem Sohne bei Lebzeiten der Mutter geschrieben, traf nach deren Tode ein. Die Kinder dankten uns iu warmen Worten für die Theilnahine, die wir der Mittler gevndmet, und gestanden uns den Grund, weshalb sie ihnen ewig fern bleiben musste — Die arme Frau wusste nicht, und es war gut, dass sie nicht wusste, welch einen hohen Preis ihre Kinder für da» Recht hatten bezahlen müssen, außerhalb des für die Juden bestimmten Ansiedelungs-Rayons wohne» bleiben zu dürfen. War es ihr nicht schwer genug, vereinsamt zu sein, wozu hätte sie noch erfahren sollen, dass sie auch verlassen war? . . . selbst aus den Dörfern vertrieben, um dem Ministerium Cantacuzeno Verlegenheiten zu bereiten. 2. Die rumänischen Juden haben selbst ihre Geschäfte und Wohnungen in Jassy demoliert, um demselben Ministerium Unannehmlichkeiten zuzufügen; und 3. Wie man erst jetzt erfährt, sind die Krawalle in Bukarest von den Juden selbst veranstaltet worden, um das damalige antisemitische Ministerium Stourdza zu stürzen. Ja noch mehr, die ganze rumänische antisemitische Bewegung ist eine Erfindung der Juden. Was wird nur Herr Vergani zu seinen Schmücken sagen, wenn er alle diese Nachrichten in dem „gesinnungsverwandten" Blatte liest? * -ft ch An die Adresse des Hauses Rothschild. Auf dem Umwege über Brüssel, und zwar aus der gut unterrichteten „I n d ep e n d e n c e Bel ge", erfahren wir, dass die rumänische Regierung in Paris die Unterhandlungen wegen einer Anleihe wieder ausgenommen hat. Ja noch mehr, die Unterhandlungen sollen bis nun günstig verlaufen und dem Abschlüsse nahe sein. Das Haus Rothschild soll das nöthige Geld hergeben. Voller Besorgnis fragen wir uns, ob man ganz an die Lage der rumänischen Juden vergessen hat'? Sollte die jüdische Finanz von dem allein vernünftigen Standpunkte des Do ut des abgekommen sein und darauf verzichtet haben, das Geld nur nach Aufhebung gewisser Ausnahmsgesetze herzugeben? Sollte die rumänische Negierung abermals in die Lage kommen, mit von Juden erborgtem Gelde die Ausnahmestellung der rumänischen Juden aufrecht zu erhalten, ja sie noch zu erweitern? Wir wollen und können dies nicht glauben. Es wäre wirklich eine Schande, wenn die jüdischen Finanzmänner auch diesmal die Hoffnungen ihrer rumänischen Glaubensgenossen trügen würden, wenn sie den Antisemiten beweisen würden, dass der rumänische Jude von seinen einflussreichen Brüdern im Auslande im Stiche gelassen wird. Es heißt, das Pariser Haus Rothschild habe große Summen für die rumänischen Auswanderer hergegeben. Diese Auswanderer bilden aber den allergeringsten Theil der rumänischen Juden, im Lande selbst harren die Hunderttausende der großen politischen Hilfe, welche ihnen die jüdischen Finanzmänner gewiss bringen können. Wenn das Haus Rothschild die Verhandlungen leitet, so obliegt ihm umsomehr die Pflicht, etwas Greifbares zu erreichen, da die rumänischen Antisemiten ohnehin behaupten, jetzt werde die Anleihe schnell zum Abschlüsse gelangen, da die reichen Juden Eile haben, sich die für die Auswanderer gespendeten Gelder mit Zinseszinsen wieder einzubringen. Chronik des Judenthums. Inland. Baden bei Wien. Bekanntlich besitzt der hiesige Weltcurort, die von Jahr zu Jahr an Berühmtheit zunehmende Thermenstadt, nebst einer erklecklichen Anzahl einfach und luxuriös ausgestatteter Badeanstalten und Sanatorien auch eine reichliche Auswahl von Vergnügungs- und Erholungsorten, eine ganze Serie zierlicher, wvhlgepflegter Park- und Gartenanlagen und eleganter und mit allem Comfort eingerichteter Etablissements, woselbst den Curgästen Gelegenheit geboten ist, nach den Mühen und Strapazen der jeweilig absolvierten Badeprocedureu Rast und Erholung zu finden und die von Schwefel und sonstigen Mineralien geschwängerte Atmosphäre der Curhäuser mit der würzigen, wvhlduftenden Luft der freien Gvttesnatur vertauschen Die offitiellen Vertreter. (Ein Capriccio.) Goldig flutet das Licht der Vormittagssoiule in den herrlichen Jnnenraum des Tempels. Siebenfarbig bricht es sich in dem Behang der Leuchter, lässt hier und dort die schweren Goldverzierungen aufflammen, huscht zurückgeworfen über kostbare Stickerei, über schön bemalte Wände. Elegant gekleidete Herren in Cylinder und Handschuhen sitzen in den Bänken, vornehm und zufrieden die Gesichtszüge. Sie lauschen andächtig der Predigt des Rabbiners, der über die erhabene Mission Israels spricht, Israels, das in alle Welt zerstreut wurde, die einzig wahre Gotteslehre unter den Völkern zu verkünden. Er hat geendet. Da tönen von draußen her, aus einiger Entfernung Klagen und Verwünschungen in den prächtigen Raum. Unweit lagert ein großer Trupp Inden, Hunderte Familien. Arme Juden. Wieder hat sie ein Land ansgespieen, und sie wanderten weiter. Wohin, iu welches neue Elend? Es ist alles einerlei nur weg, weiter, die einzig wahre Lehre des Jndenelends den Völkern vor Augen zu führen, die Mission Israels zu erfüllen: Wandern, in Elend von Land zu Land. Die Klagen tönen bis in diesen stillen Raum. Aergerlich ob der Störung sehen sich die feinen Herren um. Schon aber setzt mit erhabenen, brausenden Tönen die Orgel ein und macht bie Klagen unhörbar. Das aber ist das officielle Judendthum: das zur Außenwelt spricht, das von der Kanzel predigt, das satt und vornehm in den Bänken sitzt, das erhaben aus der Orgel tönt. * * * r .. . Die Nacht hat sich über unsere Stadt gebreitet, der Feind der Bildung und der Humanität, des Fortschrittes ist in unsere Mauern eingezogen. Da muss jeder Bürger, der ein Freund des Fortschrittes ist seine Pflicht thun. Alle Kraft, die wir aufzubringen vermögen, müssen wir daransetzen, den Antisemitismus zu bekämpfen. Unsere Freiheit, unsere heiligsten Güter sind bedroht. Wer nicht mit einzieht in diesen Kampf, der verliert alles Recht, zu kämpfen, der hat ein menschliche-