Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 18 (4.5.1900)
- Date
- 1900-05-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 4. Mai 1900 NV. 18 ess?ii will, schändet mit seiner kundgegebenen politischen Moral hie jüdische Ehre! Es sind talmudistische Rabulistereie,'. zu behaupten, dass man sich mit dem größten Schänder des Iudenthums, dem jeder Jude ein räudiger Hund ist. verbünden darf, wenn es eine politische Schlacht gilt: solche „Compromisse" mögen jenen überlassen bleiben, welche die Herrschaft um jeden Preis wollen; ehrliche Juden verlieren lieber die Schlacht, ehe sie mit solchen Waffenbrüdern kämpfen! Das ist unsere, nicht orthodoxe Ansicht. Wir schätzten und achteten die orthodoxen Judenschaft bisher als eine Gilde strenggläubiger Männer, die für uns ein wenig zu starr an alten und zum Theile veralteten Bräuchen hängen, aber in ihrer starren Consequenz und opferfreudigen Strenge die höchste Achtung verdienen. Die Aeußerüng des Herrn H o f b a u e r, der sich selbst als Führer der Wiener orthodoxen Judenschaft bezeichnete, hat uns e r s ch r e ck t und wir würden es lebhaft bedauern, wenn die Anhänger des Herrn Hofbauer von der gleichen Moral beseelt wären. Im Interesse des Ansehens der orthodoxen Judenschaft märe eine deutliche Aeußerung dieser Judenschaft über diesen Punkt zu wünschen. Eine deutliche Kundgebung darüber, ob die Ansicht des Herrn Hosbauer als eine persönliche aufzufassen ist oder als die Gesinnung der orthodoxen Judenschaft. Ist das erstere der Fall, dann wäre dem ebenso redeals oppositionslustigen Herrn Hofbauer einzus ch ä r f e n, bei nächsten Gelegenheiten entweder sich weise M—äßigung aufzuerlegen oder ausdrücklich zu constatieren. dass er nur ad personam spreche. Denn dieser Herr blamiert mit solchen Aussprüchen nicht nur das orthodoxe, sondern das ganze Judenthum! Eingesendet. (Für diese Rubrik übernimmt die Redaclion keine Verantwortung als jene gegenüber dem Gesetze.) Anzeige. Aus Anlass der am 8. d. M. beginnenden Reichsraths- Session hält der I. österreichische Rechtschutzverein für Hausierer am Montag den 7. d. M., um 3 Uhr nachmittags, im Saale zum „goldenen Widder", II., Taborstraße Nr. 36, eine öffentliche Bereinsversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Stellungnahme gegen den jüngsten Regierungs-Gesetzentwurf, betreffs eines neuen Hausiergesetzes. Referent Doctor Es liegt daher an den jüdischen Stevographen selbst, diese Erniedrigungen, indem sie z. B. Centralvereine gründen, in denen zwei Nichtjuden sind, als deutsch bezeichnen und diese Nichtjuden au die Spitze des Vereines stellen, abzuschaffen. Im Wiener Dame n-S tenographe N--V e r e i n e befand sich eine Christin, die durch das zudringliche, einschmeichelnde Benehmen der jüdischen Stenographinnen hinausgeekelt wurde, da sie das Benehmen dieser Damen, die Bemühungen, eine „Paradechristin* zu haben, nicht verstehen konnte. EinBereirrjüdischerStenographenkönnte in Wien ganz gut existieren. Einerseits könnte dieser Verein jenen unbemittelten Personen, denen die Stenographie aber nützlich, nothwendig, ja unentbehrlich sein kann, kostenlos Unterricht gewähren, andererseits Festlichkeiten, Wettschreiben veranstalten und eine gewisse Geselligkeit und national-jüdisches Bewusstsein fördern. Es ergeht daher an die verehrliche Redaction das höfliche Ersuchen, die Wiener jüdischen stenographiekundigen Personen (System Babelsberger) aufzufordern, behufs Gründung eines „Vereines jüdischer Stenograp h e n" ihre Adressen einzusenden. Dann wird sich bald zeigen, welcher Verein der größere sein wird. Nebenbei bemerke ich, dass in dem Vereine Mitglieder sind, die von der Stenographie sehr wenig verstehen dürften, z. B. I. König, Redactenr (der Shakespeare des 20. Jahrhunderts), Stadtrath Gr äs re. Ein Stenograph. (Wir können diese Anregung nur begrüßen. Die Selbstständigmachnng des Iudenthums muss überall durchgeführt werden, nur dann können die Verhältnisse gesunden. D. R.) Heinrich Sch a r f m e s s e r, Vereinsanwalt. 2. Rückwirkung der Gewerbenovelle auf den Hausier-j unsere religiösen Bedürfnisse aufzufinden sein, Handel. Referent Dr. Arnold Ascher, Ehrenpräsident 3. Discussion zu den obigen Referaten Verehrliche Redaction! Beiliegend erhalten Sie einen Ausschnitt aus dem Deutschen Strolchblatt vom 23. April, bezüglich dessen Inhaltes ich Ihre Aeußerungen erwarte: Aufruf! Die antisemitische Bewegung schreitet vorwärts, zieht immer weitere Kreise, mit Ausnahme weniger Verblendeter, die sich von den Juden nasführen lassen — nur die Stenographie seufzt noch unter dem Joche der jüdischen Herrschaft. Nun, nicht länger können Zustände wie die gegenwärtigen geduldet werden. Deswegen hat sich am 5. April der I. Deutschösterrcichische Stenographenbund constituiert, der in dem Bestreben gipfeln soll, eine christliche Phalanx gegen die jüdische Uebermacht zu bilden. Es sollen mit der Zeit die jüdischen Berichterstatter in den öffentlichen Vertretungskörpern (Reichsrath, Landtag, Gemeindestube), in Versammlungen, Sitzungen der Genossenschaften, bei Festlichkeiten, überhaupt überall und jederzeit durch ch r i st l i ch e ersetzt werden. Das christliche Volk verlangt mit Recht unverfälschte und nicht gefärbte Berichte über alle Vorgänge im öffentlichen Leben. Deswegen beabsichtigt der Verein, praktische und tüchtige Stenographen heranzubilden, die allen Anforderungen genügen werden. Es ist eine Herkulesarbeit, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Sie wird und muss uns gelingen, wenn wir die Unterstützung des christlich-deutsch-österreichischen Volkes gewinnen. Unabhängig wollen wir uns machen von dem stenoprophifchen Wettfchreiben des verjudeten Babelsberger Stenographen-Centralvereines. Ist es nicht beschämend, dass Wien bei den Stenographentagen durch einen Juden vertreten wird! Der Verein will die heute unentbehrliche Kenntnis der Stenographie verallgemeinern; es sollen in jedem Bezirke unentgeltliche Stenographiecurse abgehalten werden. Der A u s s ch u s s des I. Deutsch-Merreichischen Stenographenbundes richtet daher an die gesammte christlich-deutschösterreichische Bevölkerung die dringende Bitte, ihn in diesem Kampfe gegen die Juden kräftig zu unterstützen durch Beitritt zum Vereine. Er soll der größte Stenographenverein Wiens lverden, unserer Partei zum Wähle, dem Vaterlande und der Kunst Gabelsbergers zur Ehre." Sie haben ganz richtig bemerkt, dass wir Juden überall nur geduldet sind. Es verhält sich in der Politik ebenso wie in vielen anderen Dingen. Da gibt es z. B. einen „Deutsch-österreichischenTurnv e r e i n", der nach der „Ostdeutschen Rundschau" ganz „verjubet' sein soll. Noch viel ärger liegt die Sache bei den Stenographen. Es ist Thatsache, dass nicht bloß die besten, sondern auch verhältnismäßig die meisten Stenographen Juden sind. Der seit 56 Jahren bestehende Bethausverein in Liesing in Nied.-Oesterr. siebt sich ffit kurzem in die traurige Nothwendigkeit gedrängt, sich hilfesuchend an die edlen Herzen unserer Glaubensgenossen in Nah und Fern inständig bittend zu wenden. All die tausende von Reisenden, die auf den. rollenden Waggons der Südbabn täglich unseren Ort passieren, erblicken vorüberfahrend das bescheidene Häuschen mit der hebräischen Ueberschrift: n:ni -o1?,, Es ist eine gemietete Wohnstätte, worin seit 20 Jahren unser friedlicher Verein in frommen Andachtsstunden sich versammelt und wo unsere Kinder durch einen berufstreuen Lehrer einen gediegenen Religionsunterricht erhalten. Doch plötzlich, wie ein Blitz aus blauen Lüften, kam uns die unerbittliche Kündigung dieser Miete, und bei den hiesigen localen Verhältnissen dürfte kaum eine wieder zu mietende Oertlichkeit für so dass uns in dieser traurigen Bedrängnis nichts anderes übrig blieb, als uns mit Anspannung all unserer Kraft einen Baugrund anzukaufen, wo in bescheidenster Weise unsere Andachts- und Unterrichtsstätte sich erheben solle. Doch jeder, der unsere materiellen Verhältniffe kennt, weiß es, dass wir, ein Verein von Familienvätern, die mit schwerer Mühe ihr täglich Brot erwerben, durchaus nicht imstande sind, auch nur den bescheidensten Aufbau aus unseren geringen Mitteln zu bestreiten. Ein schwerer Schicksalsschlag war für uns in dieser harten Bedrängnis der unerwartete Tod der großen edlen Philanthropin Frau Baronin Clara Hirsch s. A. in Paris. Nach Gott setzten wir unsere Hoffnung auf diesen Engel in Menschengestalt. Diese edle Hand, unermüdlich im Helfen und Wohlthun, wäre sicherlich auch für uns hilfbereit geöffnet gewesen. Und so heben wir unsere Augen zu den Bergen, von wannen soll uns Hilfe kommen? Mögen daher edle, gütevolle Herzen unserer Glaubensbrüder, deren schönster geschichtlicher Ruhm noch immer die mitleidvolle Theilnahme und Hilfbereitschaft ist, uns großmüthig die helfende und rettende Hand reichen, damit wir in freudiger Bälde den glücklichen Tag erleben, wo in unserer Mitte wieder eine bescheidene Heimstätte frommer Andacht und gediegenen Jugendunterrichtes sich erhebe, und sicherlich wird der allgütige Gott den edlen großmüthigen Herzen reichlich jede Spende lohnen. Der hochachtnngsvollst gezeichnete Vorstand des Liesinger Behausvereines Jacob Papanek. schließlich durch Gründung einer Vereinsbibliolhek ist er bestrebt, der ihm vorgezeichneten Aufgabe gerecht zu werden. Es versteht sich selbst, dass d e r V e r e t n sich bei Ausführung seines Programmes des jüdischen Charakters stets rn er st erLi nie bewusst ist und auch i m m.e r w ä h r e n d bleiben wird. Der religiösen Frage stehen wir, um Missverständnissen zu begegnen, auf das Unbefangenste und Vorurtheilfreieste gegenüber. Hier gibt es kein „Für" und kein „Wider"! Dem Vereine als solchen steht in Glaubenssachen gar kein Wirkungskreis zu, und das nationaljüdische, nicht das confessionelle Moment war die Basis unserer Vereinsgründung. Hatte der Verein auch anfangs mit der Indifferenz oder gar Indolenz der Masse zu kämpfen, so wird und muss sch ja doch endlich die Erkenntnis siegreich Bahn brechen, dass der von uns betretene Weg der einzig richtige und erfolgreiche ist. Keine einseitige Stellungnahme für die oder jene Partei, keine lästige Aufdringlichkeit, aber auch keine lächerliche Abgeschlossenheit, Schonung der nationalen und religiösen Gefühle anderer und endlich gesellschaftliche Emancipation mögen unsere Parole sein, dann wird auch die Achtung und das Woblwollen aller billig denkenden Menschen nicht ausbleiben. Die Vereinsleitung richtet daher an alle Stammesgenossen, die noch nicht jeglichen Sinn für Volksthum, Bildung und culturelle Bestrebungen eingebüßt haben, die höfliche Einladung zum Anschlüsse an unseren Verein. Gering und für jedermann leicht erschwinglich sind die materiellen Opfer, die ivir fordern, groß hingegen der Nutzen und der Wert für jeden Einzelnen, der sich nns anschließt! Amins- Md Nkchmmlunssbenchtk. (Matinee.) Frau Ernestine Wilhelm veranstaltete am 30. April eine Akademie mit Theater zu humanitären Zwecken. Diese Veranstaltung kann als eine sehr gelungene bezeichnet werden. Das Publicum ließ an -Qualität und Quantität nichts zu wünschen übrig. Die Veranstalterin wird es nicht bei diesem Erstlingsversuch bewenden lassen, sie plant im Sommer ein Fest im Freien in größerem Stile. Dieselbe hofft, auch dann auf den Zuspruch ihrer Gönner und Freunde rechnen zu können. (Die Israelitische Allianz zu Wien) hält am Sonntag den 13. Mai 1000 um 10 Uhr vormittags im Saale der Israelitischen Cultusgemeinde, I-, Seitenstettengasse 4, 2. Stock, ihre siebenundzwanzigste ordentliche General-Versammlung ab. Die Tagesordnung enthält: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereines im Jahre 1890. 2. Bericht über die finanzielle Gebarung im Jahre 1899. 3. Wahl von 5 Vorstandsmitgliedern mit vierjähriger Functionsdauer. 4. Neuwahl des Beirathes für die Dauer von drei Jahren. 5. Etwaige Anträge der P. T. Mitglieder. Ung.-Brod. (G e s e l l i g k e i t s- und Bildungsverein „A g u d a".) Der Geselligkeits- und Bildungsverein „A g u d a" tritt in das zweite Jahr seines Bestandes. Fern von jeder politischen Parteirichtung, verfolgt unser Verein bloß gesellige, culturelle und humanitäre Tendenzen. In einer Zeit, m der Intoleranz und socialer Druck, Claffen- und Rassenhass das ganze öffentliche Leben untergraben, soll derselbe einen Centralpunkt, einen gesellschaftlichen Sammelplatz unserer Judenschaft bilden, er soll eine Stätte anregender Belehrung, geistiger Förderung und Erholung sein. Durch zwanglose und gemüthliche Zusammenkünfte, durch Veranstaltung von Vortrags- und Discussionsabenden, durch Lectüre einer großen Zahl auserlesener Journale, wissenschaftlicher und humoristischer Blätter und Briefkasten. Belvederestratze. Ihre Anregung, eine Art Arbeits- und Erwerbsvermittlung in unserem Blatte einzuführen, ist bereits früher erwogen worden; nur haben wir jetzt den Raum noch nicht dafür. Das Blatt dürfte alsbald vergrößert werden, dann kommen wir auf die Angelegenheit zurück. Abonnent. Faulmanns stenographische Unterrichtscurse werden Ihrem Vorhaben am besten dienen. Sie erhalten sie durch die nächste Buchhandlung. T., Retz. Besten Dank für die Zusendung. Die Thatsache, dass ein Schlächter namens Kurzweil verurtheilt wurde, ist richtig; vie Infamie der Antisemitenblätter lag nur darin, dass sie den Schlächter mit vem im PolnaerProcesse vorkommenden Schlächter identificierten, um so die Aufmerksamkeit wieder auf die Ritualmord-Angelegenheit zu lenken. Dass in S v i e t t a bei Deutschbrod der Steinmetzer P o d b i r a zwei große Hunde hat, von denen der eine H ü l s n e r, der andere Dreysus heißt, ist interessant; der Sleinmetzer sollte sich jetzt noch einen Esel anschaffen, der „Antisemit" heißt. Das gäbe dann eine sehenswerte Menagerie. L. , Protznitz. Wir antworteten Ihnen bereits an dieser Stelle, dass der Aufsatz nicht druckfähig ist. Wir können nicht imnler brieflich antworten, es fehlt uns die Zeit dazu. M. W., Steyr. Wir haben die uns avisierten Broschüren noch nicht erhalten, können also auch noch nicht urtheilen. Jecheskel hakanhen. Die Arbeit wurde nachträglich noch eingefügt, da es im Raume so passte. Die Angelegenheit, welche die „Wage" besprach, haben wir ja schon vorher besprochen. Ueber die Persönlichkeit, welche Sie in Ihrem Schreiben vom 23. erwähnen, können wir leider keinerlei Auskunft geben. S., Lemberg. Wir haben bereits einen Bericht in Aussicht, doch können auch zwei nicht schaden. Zeitungen sind abgegangen. Besten Dank. (Spende.) Ein mitleidiger Glaubensgenosse in R o k i tz a n in Böhmen sandte uns für die hungernden Boryslawer Bergarbeiter 30 Kronen, welchen Betrag wrr sofort seiner Bestimmung zuführten. GlMbkilsbn'ldkr! Uolksgenossen! Der Anfang des neuen Jahrhunderts sieht Oesterreich in einem beispiellosen Chaos von endlosen Wirrnissen verstrickt. Heftiger denn je tobt der Kampf der Nationen und Parteien durch die Länder und entfesselt rücksichtslos die geheimsten, wildesten Jnstincte der Massen. Nur ill einem Punkte sind alle Parteien und Nationen einig: Im brutalen Kampfe gegen die Juden. Von allen Seiten verlassen, gesellschaftlich geächtet, wirtschaftlich boycoltiert, politisch rechtlos, bleibt uns Juden nur e i u Weg übrig: Der Weg der Selbsthilfe. Diese einzig mögliche Bahn hat der „Jüdische Volksverein" betreten. Der „Jüdische Volksverein" hat während der kurzen Zeit seines Bestandes durch seine erfolgreiche Thätigkeit bewiesen, dass seine auf jüdisch-volklicher Basis beruhenden Tendenzen die einzige Möglichkeit bieten, unsere Gegner mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Der „Jüdische Volksverein" erstrebt vor allem die Organisation der Juden Oesterreichs auf demokratischer, volklicher Basis nach dem Muster der anderen in Oesterreich lebenden und wirkenden Nationen und Parteien. Nur diese Orgauisation kann uns Juden in die Lage versetzen, uns einerseits nach außen hin politisch unserer Gegner kräftig zu erwehren, andererseits nach innen hin die wirtschaftlichen und culturellen Schäden wettzumachen, die uns Assimilation und Antiemitismus zugefügt. Um dieses Ziel zu erreichen, fordert der Ausschuss des „Jüdischen Volksvereins" alle Juden ohne Unterschied des Standes, die noch ein Herz für ihr Volk und ihre Religion haben, auf, dem Vereine beizutreien. Der „Jüdische Volksverein" soll die Central-Organisation der österreichischen Judenschaft werden, deren Vertretung dann gehört und auch beachtet werden wird. Der Ausschuss des „Jüdischen Volksverein".