Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 18 (4.5.1900)
- Date
- 1900-05-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 4. Mai 1900 Nr. 18 Gemüth haben (Beifall), dass siejedeVerletzung deSJudenthums am eigene «Körper verspüren (Beifall), welche als Inden auftreten und sich nicht s ch ä m e n, I u d e n z u sein! (Großer, anhaltender Beifall der ganzen Versammlung.) Vorsitzender Ellbogen spricht dem Referenten den Dank aus und ertheilt das Wort Herrn Plaschkes, der für eine „schlagfertige", energische Politik der Inden eintritt. Hofrath K a r e i s ist für eine nationale Politik, empfiehlt aber weise Mäßigung, weil mit blindem Losgehen nichts erreicht würde. Er habe nach 38jähriger Beamtenlanfbahn am eigenen Leibe verspürt, wie die Gleichberechtigung der Staatsbürger praktisch gehandhabt werde und könne wohl sagen, er habe mit dem Aufgebe» seiner Laufbahn bewiesen, dass er als Jude fühle; er warne nur vor Uebereilungen, ansonst sei er mit der Propagierung der jüdischen Natioualidee ganz einverstanden. Nachdem Herr Weiß in socialdemokratischem Sinne gesprochen und ihm darauf von Herrn Bergmann wirkungsvoll erwidert worden war, pries Herr Beer neuerdings die socialdemokratische Partei als Elixier, worauf Herr Architekt Marmorek in einer temperamentvollen Rede die Nothwendigkeit der jüdischnationalen Propaganda nachwies, jedoch vor dem Bezirksstandpunkte warnte und die Einheit des Judenthums empfahl. Dann trat Dr. K o h n in logischer Begründung seiner Ansicht dafür ein, dass die Juden überall, wo sie einen direkten Erfolg nicht erzielen könnten, für d i e S o c i a l d e m o k r a t i e stimmen sollen. Und zwar deshalb, weil die Regierung und die Christlich-Socialen die Socialdemokratie fürchte n. So wie der Ministerpräsident sich bei Beginn seiner diplomatischen Mission des Gewandes bediente, das für die Gesellschaft passt, mit der er verkehrt, müssen auch die Juden sich der Mittel bedienen, die am zweckdienlichsten seien. Man gebe damit dem Ministerpräsidenten den Revolver, den er verlange, und könne dann auch erwarten, dass der Revolver wirke. In einem Zusätze zu einer bereits beantragten Resolution gab Redner dieser seiner Ansicht die gewünschte Form. Während der Rede Dr. K o h n s ließ ein socialdemokratischer Theilnehmer der Versammlung den Zwischenruf fallen, dass der Volksverein die Wählerschaft ködern wolle. Unter dem Beifalle der ganzen Versammlung bezeichnte Herrn Rappaport diese Behauptung als eine infame Gemeinheit, welchen „leisen Tadel" der Socialdemokrat schweigenden Muthes einsteckte. Nachdem noch Herr Rappaport in markigen Worten die bereits von Dr. Schreiber ausgesprochenen Grundsätze einer nationalen Politik erörtert hatte, wurde die bis 12 Uhr ausgedehnte Versammlung über Antrag des Dr. K a d i s ch geschlossen. Juden aus der Insel Cypern. Es ist bekannt, dass eine Agitation, um die sich Herr T r i e t s ch sehr verdient gemacht hat, für eine Ansiedlungsaction der Juden die Insel Cypern in Aussicht nimmt. Herr T r i e t s ch ist auch jetzt wieder in Cypern, für seinen Gedanken zu arbeiten, und wird darin von maßgebenden Factoren wirksam unterstützt. Jede Ansiedlungsaction hat aber auch ihre Bedenken, und das englische Blatt „Jewish Chronicle" gibt in einem Berichte aus Cypern solchen Bedenken Ausdruck. Man schreibt dem Blatte: „Die Verhältnisse in der Ackerbau-Colonie Margo Chiflick haben sich dank der Hilfe der Jewish Golonisation Assotiation gebessert. Jeder Ansieder hat zu seinen früheren 100 Dunam fernere 100 erhalten, so dass jetzt der Besitz jedes einzelnen ca. 18 Hektar beträgt. Ferner hat die Colonie eine zweite Mähmaschine erhalten und wird noch eine Dreschmaschine bekommen, endlich ist jedem Bauern ein europäischer Pflug zur Verfügung gestellt worden. Durch die Vergrößerung des Besitzdrohten, förderten sie dagegen das Studium der exacten und medicinischen Wissenschaft. Noch in jüngster Zeit erklärte der Gaon Rabbi Elijahu aus Wilna, „die verdammte Philosophie habe Maimonides irre geführt", während dieser selbe Gaon zu gleicher Zeit seinen Schüler Rabbi Baruch aus Sklow beauftragte, den Euklides ins Hebräische zu tradieren. Es ist hier nicht der Ort, die Gründe dieser Gegensätze zu erörtern, wir wollten bloß auf die Erscheinung dieses grellen Contrastes aus Anlass der Gutachten der Rabbinen auf das erste mathematische Werk Slonimskys aufmerksam machen. So arbeitete Slonimsky sich immer tiefer in seine Lieblingsstudien hinein und schon im Jahre 1835 erschien sein zweites Werk über die „Kometen" im Drucke, und wieder ein Jahr später finden wir ihn in Warschau mit der Herausgabe seines Werkes „Tol'doth haschomaim" und der Veröffentlichung einer Rechnungsmaschine beschäftigt. Zahlreiche Professoren der Mathematik an der Warschauer Universität riethen ihm nach Berlin zu gehen, und versahen ihn mit warmen Empfehlungen an dortige Gelehrte. Slonimsky entsprach diesem Rathe und kam nach Berlin gerade zur Zeit, als dort ein wissenschaftlicher Kampf über das jüdische Kalenderwesen entbrannt war. Slonimsky lässt einen von kritischem Geiste getränkten Artikel vom Stapel laufen, welcher seinen Ruf unter den Gelehrten Berlins begründet, so dass der große Astronom Jdeler ihn ersucht, Slonimsky möge sich durch ihn Alexander v. Humboldt vorstellen lassen, welcher sich bemüht, ihn dem Könige als ein Phänomen vorzustellen. Zu dieser Zeit wurde seine Rechenmaschine patentiert. Von Berlin nach Warschau zurückgekehrt, veröffentlichte er mehrere Werke, bis er endlilch im Jahre 1862 die „Hazesira" erscheinen lässt, welche damals speciell die Naturwissenschaft als auch die neuesten Erfindungen auf dem Gebiete der Mechanik in populär gehaltener Form den Juden in hebräischer Sprache zugänglich thums werden die Einnahmen steigen, durch die Maschinen die Ausgaben der Coloniften für Hilfsarbeit bei der Ernte sich vermindern. 9!ebeneinnahmen erwachsen jetzt den Leuten auch aus dem Ertrage der Milchwirtschaft, da jedem noch eine Kuh zugewiesen wurde. Die J. G. A. hat ferner neue Speicher bauen lassen, da in den alten das Getreide vor dem Regen und den Ratten nicht geschützt war. Endlich sind Baumpflanzungen angelegt worden, von denen man für die spätere Zukunft guten Ertrag erhofft. Der Gesundheitszustand hat sich gebessert, auch die Ernten stehen gut und bedürfen nur noch etwas Regen; kommt dieser, dann wird das Ergebnis ein vorzügliches sein. Kürzlich war der Director der Ackerbauschule der Alliance in Jaffa, Herr N i e g o, hier, nm im Aufträge der J. G. A. die Situation zu prüfen und darüber zu berichten. Es ist noch nicht bekannt, welchen Eindruck er von Margo Chiflick empfangen hat. Durch die Cypern-Agitation des Herrn T r i e t s ch veranlasst, kam vor einigen Monaten eine kleine Anzahl Rumänen hierher. Als erster traf ein Blechschmied aus Bukarest mit seiner Familie ein und erhielt von den Coloniften so lange Arbeit, als es gieng. Jetzt, nachdem dieselbe zu Ende ist, musste er mit seinen beiden Begleitern nach Asheriton gehen, wo die Regierung Berieselungs-Arbeiten ansführen lässt. Dort sind bereits 12 Juden aus Galatz thätig und kann auch er Arbeit finden, aber diese dauert nur noch einige Monate. Zwei russische Glaubensgenossen haben anstoßend an Margo ein größeres Terrain gekauft, das sie bebauen wollen, und haben sich an die J. C. A. um die Erlaubnis gewendet, ihre Häuser in der Colonie errichten zu dürfen, damit sie an Schule, Synagoge rc. participieren. In der ersten April- Woche ist Herr Trietsch mit 15 jüdischen Arbeitern aus Boryslaw hier angekommen. Er kann dieselben jetzt bei den "Wasserwerken unterbringen, aber was wird in vier bis fünf Monaten werdenwenn diese Arbeit zu Ende ist? Alsdann wird Herr Trietsch für diese Leute, sowie für die von Rumänien hierhergekommenen Juden, die ja auch nur seinem Rufe gefolgt sind, sorgen müssen, und wenn er dies kann, so ist dies alles, was er zu leisten vermag. Deshalb muss energisch vor der Allswanderung nach Cypern gewarnt werden, denn die Insel ist capitalsarm, der Arbeitslohn daher sehr niedrig und Arbeit schwer zu finden. Kürzlich war Herr Dr. Marburg, Professor ander Berliner Universität, hier, der sich auch für die Arbeiten des Herrn Trietsch interessiert und Beziehungen zu dem Berliner Colonisationsverein „Esra" hat. Während einer kurzen Reise, die ich mit ihm machte, erklärte er mir, wie sehr er ein starkes Herbeiströmen von Juden nach unserer Insel bedauern würde, nachdem er gesehen hätte, dass die Chancen für dieselben, hier Arbeit zu finden, so gering seien. Er ist willens, diejenigen zu unterstützen, die schon hier sind, und ihnen dauernde Arbeit zu beschaffen, indem er in Gemeinschaft mit anderen Herren ein Grundstück erwirbt, das durch diese Leute bearbeitet werden soll. Erst wenn dieser Versuch Erfolg hat, kann die Sache ausgedehnt werden." Vom Tage. Die Juden in der Armee. Seitdem Herr Bergani die „heimatliche" Moral mit jener von Mühldorf vertauscht hat, geht er eifrig der Corruption nach, wo sie sich auch zeigt; — ausgenommen von den Recherchen sind nur die jüdischen Banken, die es an Pauschalien nicht mangeln lassen. Auf seinen Excnrsionen hat er auch in einem Blatte etwas von einem Officiersverein gefunden und bearbeitet das nun entsprechend. Das ist nur lobesam; niemand, welcher den getauften Herrn Haber jun. kennt, wird ihm diese Kopfwäsche missgönnen. Nur sollte Bergani bei der Sache bleiben. Was machen sollte. Doch erhielt sich das Blatt nur kurze Zeit. Bloß etwa- 20 Nummern erschienen, da inzwischen Slonimsky von der russischen Regierung berufen worden war, als Lehrer und Jnspector an der Rabbinerschule in Sitomir zu wirken. An dieser Schule wirkte Slonimsky, bis dieselbe im Jahre 1873 geschloffen wurde. Diese zehn Jahre hatten ihn geistig wie physisch so sehr occupiert. dass er von Wissenschaft und Literatur Abschied genommen zu haben schien, und selbst die Schrift über Mathematik, welche er nach dieser Zeit veröffentlichte, hatte nicht mehr die Bedeutung und konnten sich seinen früheren Werken nicht anreihen. Abermals gieng er nach Berlin, um dort die Auferstehung der „Hazesira" zu erwirken, doch die Zeiten waren andere geworden, populäre Naturwissenschaft in hebräischer Sprache zog nicht mehr, und selbst eine rein wissenschaftliche Zeitschrift weckte kein Jntersse mehr. Slonimsky selbst war gealtert, die Energie erschlafft, der jugendliche Eifer hatte die Etasticität verloren; so ward allmählich „Hazesira" ein politisches Neuigkeitsblatt, welches 1885 nach Warschau übersiedelte und dann im Jahre 1889 als Tageblatt unter der Leitung N. Sokvlows, welcher allmählich diese an sich gebracht hatte, zu erscheinen begann, während Slonimsky bloß als Glanzfiaur auf der Bildfläche blieb. Im engsten Familienkreise hat Slonimsky seinen 80. Geburtstag in stiller, ruhiger Weise gefeiert. Kein Blatt hatte einen freundlichen Gruß, ein anerkennendes Wort für diesen Nestor der mathematischen Wissenschaft. Selbst das von ihm gegründete Journal „Hazesira" glänzte aus Bescheidenheit durch Stillschweigen! Wohl ist es traurig, in der Jugend aus dem Leben zu scheiden, doch weit betrübender ist es, seinen Ruhm zu überleben. Rubin A. Braudes. geht der Officiersverein die Juden an? Herr Bergani kommt vom Vereine auf die Juden im allgemeinen und verfteigt sich da zu der Frechheit, aus einem in seinem. Blatte erschienenen Feuilleton eines angeblich russischen Officiers die Folgerung zu ziehen: „Aus diesem Aufsatze ist zu ersehen, dass d'e Juden im allgemeinen v o n k e i n e m N u tz e n f Ü r d i e A r m c e sind, sondern ihrdirectzum Schaden gereichen. Man kann daraus die weitere Lehre ziehen, dass ein so überaus keck gewagter und sehr durchdacht angelegter Einbruch der Juden in die Armee und deren Offieierskreise, wie seitens des Wiener sogenannten Officiersvereines geschehen, sowohl ans militärischen Gründen, wie vom Rassenstandpunkte aus nicht scharf genug bekämpft werden kann." Da Bergani der Armee höchstens als Gemeiner angehört haben kann, hat er gewiss kein Urtheil darüber, was jüdische Officiere für die Armee bedeuten. Man kann doch von einem nicht auf alle schließen. Wofür müsste man nach solchem Principe die polnische Nation halten, der Herr Berg entstammt? Nur nicht generalisieren, Herr Bergani, man geht mit Ihrem Kopfe nicht so unvorsichtig in die Sonne! zu tm Htl da 110 Ir bii S UM de so! von i J chem I f anir d i F d, (Journalistische Wahlmiitzchen.) Das allerdümmste Blatt fämmtlicher Continente, die „Deutsche Zeitung", leitartikelt am 3. Mai über die für die Christlich-Socialen günstigen Vorzeichen zur Wahl und sagt da u. a.: „Zu welcher Höhe der Kampf sich erhebt, welche Hilfstruppen herangezogen werden, zeigt ein Aufruf in der gestrigen „N. Fr. Pr." an die „jüdischen Wähler", in welchem diese zu einer Versammlung, in der über das „augenblicklich actnellste Thema, ,die Inden und die Gemeindewahlen"' gehandelt, pardon, verhandelt werden sollte, geladen wurden. Das Ergebnis war natürlich auch da ein schmähliches Fiaseo. Und doch stellte es der Aufruf des Börsenblattes als „die heilige Pflicht" jedes Juden hin, für den „massenhaften" Besuch der Bersammlung zu sorgen. Die Juden setzen nunmehr ihre ganze Hoffnung in die Radicalen." Man wird zugeben, dass die Auffassung des Herrn Stadtrathes Dr. W ä h n er von der Qualification und von dem Erfolge der Versammlung des Volksvereines eine mehr dumme als individuelle ist. Wir lügen allerdings keine Besucher in unsere Versammlungen, aber es sind gewöhnlich soviel Leute da, als in den jeweiligen Raum hineingehen, und nachdem in der letzten Versammlung die Candidatnr des Dr. W ä h u e r für die Leopoldstadt nicht vorgeschlagen wurde, kann man doch wohl von einem Fiasco selbst als Stadtrath nicht sprechen. Solche Mätzchen kann sich Herrn Wähn er gönnen; wenn der Abonnent der „D. Z." damit zufrieden ist, uns kann's nur freuen. Chronik des Judentymns. IrMmd. Cssegg. (Der neue Laudesrabbiner für Bulgarien.) Herr Dr. Markus Ehrenpreis, Bezirksrabbiner in Djakovar und derzeit provisorischer Leiter des Oberrabbinates in Essegg, wurde von den Delegierten des bulgarischen Landescongreffes in Sofia zum Landesrabbiner für Bulgarien gewählt. Dr. E h r e n p r e i s hat sich trotz seiner großen Jugend, er ist 31 Jahre alt, als hebräischer Schriftsteller und als eifriger Anhänger der zionistischen Bewegung rühmlich bethätigt, und berechtigt sein ganzes Wesen, seine gründliche Bildung, sein Eifer für Religion und Fortschritt zur Erwartung, dass er den ihm zugefallenen hohen Posten voll und würdig auszusüllen imstande sein wird. Ein Mord für Herrn Schneider. Zn dieser Angelegenheit erhalten toir von unserem Correspvndenten folgende Zuschrift: Zn voreilig war ich mit meinem gestrigen Berichte. Heute kam neuerdings eine Commission aus Rzeszow, bestehend ans einem vom Kreisgerichte delegierten Herrn Untersuchungsrichter, zwei Aerzten und zwei Gendarmen aus RzeszOw. Das erschlagene Mädchen wurde zum zweitenmale exhumiert, und bald hierauf wurde der Bruder, resp. Sohn der Ermordeten verhaftet, gekettet und dem Rzeszower Kreisgerichte eingeliefert. H n n d e r t und m e hr sogar Inden sind bereit, zu beeiden, dass der Sohn am 14. d. Ai., am Tage des Mordes, von 71/.,—111/4 U h r i n Ty czyn in der Synagoge war, während der Mord zwischen 10—11 Uhr 2‘/a Kilometer weit von Tyczyn verübt wurde und die Erschlagene vor 10 U h r von Christen n o cb lebendig gesehen wurde n. Der hiesige Untersuchungsrichter und das hiesige Gendarmerie-Commando haben ihr Möglichstes gethan und sind Biekih. Zur Resolution der hiesigen Cnltusgemeinde, die im „Jüdischen Vvlksblatt" bereits registriert wurde, sind folgende Zustimmungen eingetroffen: Der Vorstand der israelitischen Cnltnsgemeinde in Nachod schließt sich der am 1. ApVn 1900 im Zunfthaussaale von der jüdischen Versammlung gefassten Resolution in der Affaire A r a t e n vollinhaltlich an und hofft, dass dem in seinem Familienrechte gekränkten Israel A raten rechtzeitig Genugthuung geschehe, wie dies vom Rechte und Gesetze jedem österreichischen Staatsbürger gebürt. Nachod, den 16. April 1900. Jacob K o h n, Vorsteher, Max Goldschmidt, Vorsteher-Stelloertreter. — Der Vorstand der israelitischen Cultusgemcinde in O l m ü tz spricht seine tiefste Entrüstung ans über das Vorgehen der Felrcianerinnen in dem Falle der dem Arme ihres Vaters entrissenen minderjährigen Michalina A r a t e n und hegt zugleich das volle Vertrauen, dass die österreichische Regierung die den Israeliten als staatlich anerkannter Confession zugestandenen Rechte auch gegenüber dem Falle „Araten" voll und ganz wahren werde. Olmütz» 11. April 1900. Der Cultusvorsteher: Ed. Hamburger, in. p. Zt B G! ab sic Bi ut: Jt n n S hil bei lick nie UKl Er an' Fä Th ltn ab< vol Be ab> die sch' Ml voi die W« me' Hai die fei! ihr drc un! seit die ttil sich ein ein die nick gre am fchi hal Ob St Pr zur beo feit bez dai Be De um na! tra nei Di H' get sch' voi Pu trü Ml letz nid An Kö hei die wa der Au tr abf Sä