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Jüdisches Volksblatt · 1900-03-23 · 12 (23.3.1900) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
12 (23.3.1900)
Date
1900-03-23
Page
Seite 7 (sequence 8)
Language
German
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fr »s Wien. Kreifag .Jüdisches Volksblatt n. Mörz 1900 Seite 7 Briefkasten. E. S. in F. Sie finden Ihren Anssatz in der heutigen Mrmmer. Es zeigt sich auch hier wieder, dass oft Fernstehende ein treffenderes Nrtheil über Dinge haben als deren Urheber. Besten Dank und Gruß! B. G., Nenbaugasse. GS ist befremdend, schreiben Sic, Inserate von Juden im „Figaro" und im „Weltblatt" zu sehen. Ja lieber Herr, Sie können solche auch im „Deutschen Bolksblatt" lesen. ES gibt Juden, die in dem Augenblicke, wo sie ihr Inserat in einenr antisemitischen Blatte lesen, sich für gar keine Juden mehr halten. Selbstverständlich nützt sie das Inserat in den Blattern nichts, denn die Leute, die das Blatt lesen, kaufen doch nichts bei ihnen. Aber diese Art Juden vergessen eben gerne ihre Nasen und sind von dieser Manie nicht zn h-ilen. Dagegen inserieren sie „principiell" in Judenblättern nicht und „lesen keine solchen." Die antiseniitischen Blätter leben ja von den Juden. Die Juden kaufen sie, Judenbanken bezahlen sie. Das wird erst anders werden, wenn das nationale Gefühl sich vertiefen wird und wenn Juden solche assimilatorische Hanswurste boycottieren «erden. Aber das wird noch lange dauern. Ihre Anregung ist übrigens nicht übel. Senden Sie uns nur solche Listen ein. Besten Dank und Grus;! Beda, hier. Es ist uns bei dem starken Verkehr in unserer Redaction leider nicht möglich, uns die Namen aller Einsender zu merken; auch nicht alle Schriftzüge können wir behalten, unr sie wiederzuerkennen. So erklärt sich das Räthsel. Zum brieflichen Verkehre haben wir nicht immer die Feit. Sie müssen uns also schon entschuldigen. C. 5k. Besten Dank Der Urlaub des Redacteurs war schuld daran, dass die Versammlung nicht besucht wurde. S„ Zarazih. Ja, wir wissen nicht, was wir in der Sache thun sollen. Ans Ihrem langen Memorandum gieng die Angelegenheit nicht klar hervor. Es wurde Ihnen daher^znrückgesandt. Wir werden gerne einen Artikel bringen, wenn Sie uns die Thatsachen, über welche Sie sich beklagen, kurz und deutlich nnttheilen. Wir können aber doch nicht eine Satzschrift von soviel Vogen abdrucken. P., Lemberg. Sie finden Ihren interessante;; Brief in der heutigen Nummer. Vielleicht trägt er zur Aufklärung der Sache bei. Jedenfalls wäre es interessant, zu erfahren, welche Gründe die Arbeiter veranlasst haben, wieder aus der Arbeit zu gehen. JÜDISCHER VOLKSVEREIN. Mittwoch den 23. März 1900, 8 Uhr abends, findet irn Vereinslocale, II., Haasgasse 8 (Untere Augartenstr. 19), ein freier %Hscussions~fflßend statt, zu dem sümmtliche Mitglieder und auch Gäste eingeladen werden. Tagesordnung: „Der Einfluss der Abänderung der §§ 59 und 60 der Gewerbe-Ordnung aut die Agenten u. Hausierer“. Referent Herr B. Löwensohn. Mit anschliessender freier Discussion. Die Mitglieder werden ersucht, sich an diesem Discusslons-Abeude recht zahlreich zu betheiligen und in ihren Bekanntenkreisen flei.ssig zu agitieren. Die Vereinsleitung. 32 Restaurant L. BGFgeF H., Lilienbrunng. 9 (nächst der StefaniebrUcke). Prämiiert mit dem 1. Preise in der Kochkunst-Ausstellung 1899 in Wien und für Naturweine 1898 in Stadt Steyr (Ober-Oesterreich). Neu!! Vom 1. Jänner 1900 Neu I! sp» besonders ormässigtes Mittags-Abonnement. cs& Abend ä la carte bei civilon Preisen. ntMlellun^ort Hlr Orig. Culmbarbrr l’laschonbier per >/, Dir. Flusch» 10 kr. Orig. Pilsner •/■? I.tr. kla-cbe.II . Klfun-Scliwachator Lairtirhirr '/, I.tr.0 r Roth-Wein Mc.dirinal <> 7 I.tr. Flasahn.II. I.— Waiss-Wein 1 I.tr. von MO kr. aufwärts. Zahntechnisches Atelier VITUS NUKI für die Mitglieder des Lehrerhausvereines WIEN, Döbling, Hauptstrasse (Postgebände). 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