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Jüdisches Volksblatt · 1900-03-09 · 10 (9.3.1900) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
10 (9.3.1900)
Date
1900-03-09
Page
Seite 7 (sequence 8)
Language
German
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Nr. 10 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 0. Mftrz 1900 Seite 7 Verein zum erstenmale unternahm, auch eine Akademie zu■ inscenieren. Der enorm starke Besuch zeigte, »vie beliebt dieses l Kränzchen geworden, und welch sympathische Ausnahme die Ver-, anstaltnng einer Akademie fand. Das große, aus reizenden, jungen j Damen und tüchtigen Herren bestehende Eomitä unter der Leitung! der Vorstandsdamen, der Frauen: Emma Ba m berge r,' Charlotte Lichtblau, Carotine Hoff m a u n. Nina H a l, n,! Eugeuie Walter, Irma Droch, Rosa S p i h und (Srnrna, W e i ft, sorgte mit unermüdlichem Eifer für das Gelingen des! Festes, und so ist zu hoffen, dass ein schönes Sümmchen Rein-! gewinn die humanitären Zwecke des Vereines fördern wird. Unter den Klängen einiger Pi,-cen der Capelle C. W. Drescher! wurde der Abend eröffnet; hierauf folgte die Akademie, bei welcher die Fräuleins Betty es t o j an, Alice H ö t f c y und und Aurelie Navy und die Herren Leopold Kramer und Leopold Nntzler mitwirkten und für ihre ausgezeichneten Vorträge stürmischen Beifall fanden. Nun trat Terpsichore in ihre Rechte, und erofsneten über sechzig Paare, bestehend aus dem jungen Damen- und Herren-Eomitä, das Tanzkränzchen, welches bis in die Morgenstunde währte. Um einen Begriff des zahlreichen Besuches zu haben, sei noch erwähnt, dass mehr als 1 so Paare an der ersten Quadrille theilnahmen, welche mir kundiger Hand Herr Ferdinand R a thner, Solotänzer in der Hofoper/dirigierte. Und so ist nur noch zu wünschen, dass das Reinerträgnis dem äufteren Gelingen des schönen Festes nicht nachstehe. (Kranken - Untersttthungsverein „Liwias Chen".) Am A>. v. M. fand unter dem Vorsitze des Obmannes, Herrn Leopold Gold, die XIII. ordentliche Generalversammlung dieses Vereines statt. Nach Verlesung des Jahresberichtes wurde der Bereiusleitung einstimulig das Absolutorium ertheilt. In die Vereinsleitung nmrben folgende Herren gewählt: Als Obmann Leopold Gold, Obmann-Stellvertreter Leo Schnürer, Cassier Anton L o e w, Schriftführer Isidor Kerne r, Schristführer-Stellvertreter Paul H e r ch e s, Controlor Josias Golds ch m i d t, Ausschuss-Mitglieder : Sal. Triger. Jacob M ä r z, H. Schiff m a n u, M. M iugelgrü u, ^ldolf ohn und B. K o h l b a u e r. (Humanitärer Gesettigkeits - Verein „Rndolfsbund") Dieser seit dem Jahre 188t) im Dienste der Humanität stehende Verein veranstaltet am 17. März im Hotel „Bayrischer Hof", II., Taborstrafte :m, eine Masken-Redonte, deren Reinertrag dem Bekleidungsfonds des Vereines zuflieftt. Die Musik besorgen die Kaiser-Jäger. Drei wertvolle Damenpreise für Masken und drei Herrenpreise bilden unter anderen Ueberraschuugen, die eine angenehme Erinnerung an das Fest bilden. Karten, nur auf Namen lautend, sind beim Obmanne, Herrn Armenrath P o l l a k, l I., Große Mohreiigasse A'>, erhältlich; Preis für Herren Kr. 2.— , für Damen Kr. 1A<>. (Bereit» „Gemilnth Chesed" in Hernals.) Dieser sehr rührige Verein, der sich als eine wahre Wohlthat den armen Hernalser jüdischen Kindern erwies, feierte am 7. d. M. im Etablissement Seifert (vorruals Tökes) sein Purim-Kränzchen, dessen Reinerträgnis nur zu wohlthätigen Zwecken bestimmt war. Merkwürdigerweise glänzten alle sogenannten Spitzen der Hernalser Judenschaft durch ihre Abwesenheit. Nichtsdestoweniger unterhielt man sich ganz vortrefflich, und dürfte anch der Ertrag des Festes, Dank der außerordentlichen Thätigkeit des Comitös, der Herren Heinrich Kornmehl, Un kerb erg, Pudles rc. re., ein ziemlich ansehnlicher sein. Zu wünschen wäre nur, dass alle Juden, die in Hernals wohnen, zur Einsicht gelangen, dass dieser Verein eine wirkliche Nothivendigkeit für den Bezirk ist und denselberl et»vas mehr unterstützen mögen. P. (Zur Erhaltung des Bethanses) im zweiten Bezirke, Novaragasse 18, veranstaltet Samstag den 10. d. M. ein größeres Cornitö einen Vortragsabend mit Tanzkränzchen in den Prachtsälen des Thiergartens. Der Vortragsabend verspricht sehr interessant zu werden und ist dem Feste, in Anbetracht des löblichen Zweckes, starker Besuch und bestes Gelingen zu wüilschen. Literatur. Jalkut Machiri. S amm t u n g halachischer unb hagadischer Stellen a u s Talmud int b M i d r a s ch i »n zu de u 150 P s a l m e n von R. M a ch i r bei» Abba Mari. Znm erstenmale nach einer Handschrift herausgegeben mit Bemerkungen, genauer Judicierung der Quellenangaben, Varianten und einer Einleitung versehen. Von Salomon V ub e r. (B e r d y e z e »v. Druck und Verlag von I. S ch e f t e l. 1890. 1. Baud XVIII, O.VL, [[. Band 294 S.) — Preis eines Exemplares 7 Kronen od. 6 Mark. Zu beziehen durch die Buchhandlung I. S ch e f t e l, Kieiv. Der Name des Herausgebers Salomon Bub er ist eigentlich genügend, das Werk zu empfehlen. Alles, was Herr Bub er in der Midraschim-Literatur commentiert und ediert, ist nach dem alten talmudischen Spruch: NNNQ «'2L1Q 13W HpTH,, "jpmiö 13^ -)2"l IT zweifellos sorgfältigst durchgesehen und mit parallellaufenden Stellen aus den übrigen verschiedenen Büchern der talmudischen und agadischen Literatur verglichen und revidiert. Der vorliegende „Jalkut" ist für Forscher, besonders aber für Rabbiner und Prediger hochinteressant. Zwar hat der Schimoni auch die Psalmen mit Sa»nmlungen versehen, der „Machiri" aber übertrisft ihn hinsichtlich der Ausführlichkeit seiner Citaten-Anführung, sowie darin, dass er auch solche Stellen anführt, die indireet mit den betreffenden Versen im Zusanunenhauge stehen. Durch diese Vorzüge erhält das Buch doppelten Wert. Wir müssen Herrn Vuber den Da»»k aussprechei», dass er das Manuscript ausfindig gemacht, »int Bemerkungen versehen und durch Beförderung zum Drucke der Oesfentlichkeit zugänglich geuracht hat. Möge ihm ein recht hohes Alter beschieden sein, damit er uns mit noch vielen interessanten und wertvollen Werken erfreuen könne. —n. —s. Krieskasten. S. Meisels, Przemysl. Artikel mit Dank erhalten. Er ist auch gut geschrieben, aber dennoch leider »licht verwendbar. Weshalb gerade dieses The»na, über das wir doch alle einig sind¥ Vielleicht packen Sie die Frage an, »v i e man sich selbst helfen soll! S. P. Steinberger. Besten Dank. Leider nicht venvendbar. Vielleicht anderes. Mamlscript steht gegen Reto»»r»narke zur Verfügung. R. S . . . v, Zarazil. Slntioort brieflich. Privat- HandeBsschule PORGES WIKN, I., Fleischmarkt 10. ieparat-)\blheilung Son^r^t- V\hth(7lhtnn Utr Hm-nm umI Diinifii in tipdl d l ^XvMLIlUll^ hminton Cursmi, di« durch Alter, Sti'llmig, Vorbildung mul lhwhäHinuiitf der Schul« onlrftckl _ sind. Gründliche Ansliilduni; für d;is Mink- und Waren fach. Der 'c Unterricht, wird durch persönliche l'nterweie.mi” ertheilt. VorvS bereitun^ für Ihmkprilfiinjjon. Knaben-Pensionat Porges Wien, I., Fleischmarkt 10. Zahntechnisches Atelier VITUS NUKI Atelier für die Mitglieder dos Lelirerhausvereines WIEN, Döbling, Hauptstrasse (Postgebäude). Halbe Stadtpreise. Sprechstunden 9 — 6. ts. Bt hbj-jus-. mmmi Drucksollen liefert billigst Bucfidückerei INDUSTRIE“ Wien, VIII., Schlasselgasse 11. Die Triesfer Kaffee-Niederlage C. 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