Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 1 (5.1.1900)
- Date
- 1900-01-05
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2432763-2432811-2432812--0398-2433996- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 1 Wien. Freitag Jüdisches Volksblatt Jänner! 900 Nr. I Ich will nur in Kürze aus unsere Abwclirmethode gegen die Beschuldigung des Ritualmvrdes Hinweisen. Mit einem großen Auslvande von Gelehrtheit und Belesenheit eitleren wir Stetten mw dem Talmud, päpstliche Butten, wissenschaftliche und politische Autoritäten, betteln um Gutachten bei hohen kirchlichen Würdenträgern n. s. w. und versprechen uns hiervon einen Erfolg. Bei nur einigem 'Nachdenken und bei Verfolgung der politischen Erscheinungen müssen wir jedoch zu dem Schlüsse gelangen, dass alle diese Mittel vollständig wertlos sind. Sagen wir es offen heraus: Gegen uns kämpft Rom beziehungsweise die Meciosin niilitans, unser alter Feind und die mit ihm durch vitale Interessen liierten Factoren. (Siehe das Verhalten des päpstlichen ..Osscrviilore lloniaiio“, ferner der vergebliche Weg des verstorbenen Cardinals Schönborn nach Rom zur Hintanhaltnng des Antisemitismus.) Dies? b/ael t, der sich zu atten Zeiten Fürsten und Staaten beugten und die in der Auswahl der Mittel, wenn es gilt, einen Zweck zu erreichen, nach dem bekannten Grundsätze : Ter Zweck heiligt die Mittel, nie scrvpnlös gewesen, braucht den Antisemitismus, um den Völkern einen Köder hinzuwerfen und dadurch die Blicke vou sich abzuwenden und vollzieht gleichzeitig einen kleinen Racheaet für die ihr in den Sechzigerjahren nach ihrer Auffassung durch den Liberalismus geschlagenen Wunden. Dazu kommt noch, dass man säst allgemein in der Gründung, Förderung und Verbreitung der socialdemokratischen Idee ein Werk der Juden sieht und uns dafür will büßen lassen, ungeachtet der immer mehr zutage tretenden Erscheinung, dass, so wenig uns die kirchlichen Autoritäten schützen, so wenig uns der verblasste Liberalismus Schutz gegen die Reaction bielet, ebensowenig uns das Heil aus der Socialdemokratie erblühen wird. Der freisinnige jüdische Geist bildet eben nur den Mauerbrecher für freiheitliche, humane Ideen, wir holen anderen die Kastanien aus dem Feuer und können dann gehen oder — werden ganz einfach hinausgeworfen. Diese Ueberzengung, dass wir nur allein auf uns selbst, auf unsere eigene Kraft angewiesen sind, verpflichtet uns auch ----- soll das Märchen vom Ritualmorde endgiltig von der Bildflüche verschwinden — von der Regierung mit allem Nachdrucke zu verlangen, selbe möge eine Enquete hervorragender, unbefangener, theologischer, selbstverständlich in Hebraicis bewanderter Autoritäten sämmtlicher Confefsionen einberufen, welche dieses Märchen auf seine Glaubwürdigkeit zu prüfen hat. Auf Grund der sorgfältigsten Prüfung und des hieraus gefällten Urtheiles, das ja nur ein negatives, das heißt ein iiir uns sprechendes sein kann,, müsste dann die Staatsgewalt alle gegen das Judenthum und seine Bekenner geschleuderteil Verleumdungen und Beschuldigungen u n lt a chsichtlich ohne Rücksicht auf die bekannten Einflüsse nach dem zeitweilig nur auf dem Papiere stehenden § 302 verfolgen. Die ursprüngliche Ignorierung dieses Paragraphen in Bezug auf uns Juden hat ja bekanntlich in seinen weiteren Consequenzen zur Verwilderung der Sitten zur Außerachtlassung anderer Gesetze und endlich zur Missachtung der staatlichen Autorität geführt. Dies mögen sich die staatlichen Machthaber stets vor Augen halten! Solange nicht von Seite des Staates die Grundlosigkeit dieses dem Gehirne eines Teufels in Menschengestalt entsprungenen Märchens deeretiert und dessen Weiterverbreitung als strafbar erklärt wird, werden wir allen in seinem Gefolge befindlichen Unbilden ausgesetzt bleiben, sowohl seitens unserer ihrer Ruchlosigkeit sich wohlbewussten Gegner, als auch jener, die bona lido zu handeln glauben. Obiges Verlangen müssen wir unbedingt und unter allen Umständen an die Regierung stellen, damit endlich tabula rasa gemacht werde. In jüngster Zeit mehren sich in den antisemitischen Blättern die Berichte über Ritualmorde. Aber gerade dieser Umstand spricht in schlagender Weise für unsere Unschuld. Denn, wer wäre wohl so unvernünftig, uni — unter einem Glasdache wohnend — Steine auf dasselbe zu werfen. Und wir Juden oder eine jüdische Secte sollte so beschränkt sein, in einer derart bewegten Zeit geradezu ostentativ verbrecherische Handlungen zu begehen? 0 sancla simplicitas! M. Fische r. Versammlung eines jüdischen Vereines. < E i n Bild aus d e m L e b e n. — E s t a n n a u ch ein anderer jüdischer Verein sei n.) Die jüdischen Vereine und Gemeinden pflegen sich am liebsten zur Zeit des Chanuka-Festes zu versammeln. Nicht, als ob ihre Mitglieder mit den alten Makkabäern etwas gemein hätten; — ach, die Zeiten sind längst vorüber. In diesen traurigen Tagen der Compromisse, in welchen jüdische Banquiers und Advocaten, mit den Heilobrüderlu Arm in Arm das Jahrhundert in die Schranken (denken Sie aber nicht an die Börsenschranken) fordernd, zur Wahlurne schreiten, in diesen finsteren Tagen, in welchen schlecht getaufte Germanen und Slaven und Socialdemokraten ihr Müthchen an der etwas runzligen Stammmutter kühlen, sind die Makkabäer definitiv von der Tagesordnung abgesetzt; kaum, dass man sich getraut, das Wort vom .Jüdischen Volke" zu sprechen, ohne befürchten zu müssen, für einen in der Cultur zurückgebliebenen Philister gehalten zu werden. Und dann hat ja auch der sehr friedliche Herr Oberrabbi in der Synagoge so rührend gepredigt, wir seien ja nur eine Minderheit, daher müssten wir uns accomodieren und dürften nicht kämpfen, obwohl wir Israel heißen; wir müssten vielmehr Compromisse schließen. Armer, in der altgriechischen Cnltur zurückgebliebener Juda Makkabi! Warum hast Du Dich nicht accomodiert? Warum hast Du Dein und der Deinen Blut hergegeben? Hättest Du Dich assimiliert, dann hätten wir freilich auf die Predigt des Herrn Oberrabbi verzichten müssen, und hätten kein Chauuka-Licht, wohl aber einen Christbaum angezündet. Doch wohin verliere ich mich? Ich wollte ja von der Bereinsversammlung sprechen. Sie ist also gut besucht. Die Apathie und Lethargie iu jüdischen Kreisen ist geschwunden. Es sind zwei Minjanim, d. h. 20 Leute, erschienen, ohne den Präsidenten, die Schriftführer, die Bicepräsidenteu, die Ausschussmitglieder, die gewesenen und neu zu erwählenden, und die jüdisch-nationalen Studenten mitzuzählen. Der Verein hat einige hundert Mitglieder. Wie man also sieht, ist die Versammlung „stattlich". Sie wurde aber auch durch bewährte Tambours zusammengetrommelt. Die Stunde schlägt. Die Eröffnung der Versammlung erfolgt. Der Vorsitzende hält eine Rede. Er gedenkt des bedrängten Israels, er spricht sogar vom „jüdischen Volke" . . . Ein Banqnier schüttelt das Haupt. Oder ist es ein „dentschnationaler" Fabrikant mosaischen Bekenntnisses oder Nichtbekenntnisses? Ein Advocat sieht nervös auf die Uhr. Er soll heute in den Vereinsausschuss gewühlt werden. Ein Commissionär wird ungeduldig. Er hat ein Rendezvous. Die Rede vou dem „bedrängten" Volke ist zu Ende. „Wie hilft man dem Volke?" Ja, das ist die Frage. Ein Rentier oder Privatier macht ein sehr erstauntes Gesicht. Ist er wirklich bedrängt? Freilich, die Börse ist jetzt sehr flau, und die neuesten telephonischen Nachrichten verkünden nichts Gutes. Also, nehmen wir es hin, Israel, das „Volk" ist bedrängt. Erhöhen wir die Wvhlthätigkeitsqnote um 5 fl., d. i. 10 Kronen allerneuester Währung, damit ist doch den „Bedrängten" theilweise geholfen. Der Rechenschasts- und Cassabericht soll verlesen und genehmigt werden. Wozu? Er ist ja in aller Händen. Wozu also die Zeit vertrödeln? Alles wird en bloe genehmigt und das Absolutorium ertheilt. Man becomplimentiert sich nun. Wir danken dem Herrn X. und der Madame H. Man ist gerührt. Soviel Wohlthätigkeitssinn! Die Madame Z. hat in diesem Jahre um 10 Meter (sage zehn Meter) Barchent mehr gegeben, als im Vorjahre. Es ist einfach rührend. Nun mag sich das bedrängte Israel freuen. Es wird besser, es wird Heller. Die Antisemiten werden durch die jüdische Wohlthätigkeit gänzlich geschlagen. Ein zweites Holleschau ist ausgeschlossen. Wir können mm getrost zu den Ansschnsswahlen schreiten. Einige Herren werden nervös. Das Wahlsieber hat sie ergriffen. Und wenn sie schon nicht in den Ausschuss gewählt werden, bleibt ihnen das Aemtchen der Revisoren. Doch siehe, man steht von einer Wahl ab. Es ist alles abgekartet. Ein paar Männer werden vorgeschlagen. Und man wählt sie en bloe. Sie haben sich um den Frieden im Judenthum besondere Verdienste erworben. Sie sind nämlich Mitglieder des großen deutschen Wahlactious-Vorbereitungscomitos. Das Verdienst muss anerkannt werden. Sie erhalten nun den Lohn für ihre friedliche Gesinnung. Besser ein magerer Vergleich mit Deutsch- Nationalen. als ein fetter Process mit Christlich-Socialen, ist ihre Devise. Wer wird sich auch fortwährend herumschlagen? Friede muss einkehren, und wenn auch die Minderheit — das jüdische Volk (gibt's auch ein solches??) — darunter leidet. Die Minderheit soll sich accomodieren, assimilieren. Das gebietet die Opportunität und das deutsche Wahlactions-Vorbereitungscomite! Das bisschen Schimpfen des deutschnationalen Heiloblattes müssen wir schon hinnehmen. Deshalb sind wir ja im — deshalb sind wir ja Juden. Warum hat er auch gekämpft, der alte Juda Makkabi? Hätte sich auch dem Antiocbus accomodieren können. Das können sie ihm auch heute noch nicht verzeihen, die Mitglieder des deutschen Wahlactions-Vorbereitungscomites. Man eilt zum Schluffe. Die Bersammlrmg der 20 und darüber bauert auch schon 15 Minuten. Und noch einen Punkt der Tagesordnung hat man zu überstehen. Interpellationen und „eventuelle" Anträge. Der „jüdisch-nationale" (lächerlich!) Student dort auf der „äußersten Linken" wird es sich doch nicht beikommen lassen, zu interpellieren oder „eventuell" etwas zu „beanttagen"? Frech genug ist diese Sippe der Nationalen oder Zionisten, so heißen sie doch (lächerlich!). Aber der „jüdisch-nationale" Student erhebt sich hellte nicht. Er übersieht diese Friedensversammlung und interpelliert nicht und beantragt nicht. Ist er kampfesmüde oder denkt er an Zion? (Lächerlich.) — Friede herrscht in der Versammllmg. Friede in Israel. Israel schläft. Es ist die Rllhe des Friedhofs. — Doch draußen auf der Straße, welch ein Geheul? Sie sind zusammengestoßen. Deutschnationale Studenten kommen vom Frühschoppen. Sie sind begeistert. Czechen kommen von einer Demonstrationsversammlung. Sie brüllen „ttrom apeklo“! Socialdemokraten haben sich soeben für die Sonntagsruhe erhitzt. Und sie alle treffen sich auf der Straße. Eine Keilerei steht bevor. Die immer wachsame Hermandad aber verhindert die Schlacht, die nun droht. Da ertönt der genieinsame Schlachtruf : „Nieder mit den Inden", und im Chorus brüllen, heulen, zetern sie alle miteinander: „Nieder mit den Jliden", die Keilerei ist vermieden und friedlich brüllen nebeneinander alle, Deutschnationale, Czechen, Christlich-Sociale unb andere Sociale und sogar getaufte Juden: „Nieder mit den Juden" —! Man hört den Schlachtruf, der die erhitzten Äemüther so rasch geeinigt, in der friedlichen Jlldenversammlung. Wozu bedarf es da noch der Jnterpellatiollen uub „eventuellen" Anträge. Der Präsident schließt die Versammlung sehr rasch. Er dankt, man dankt, alle bedanken sich. - Das Mitglied der deutschen Wahlactions-Borbereitungs- Comitos entschuldigt die jetzige „Strömung". Er meint, sie werde bald vorübergehen. Der Präsident meint, man werde darauf noch ein wenig märten müssen. Der Banqnier denkt daran, wie sehr diese Zwistigkeiten, welche unser „armes'* Vaterland zerwühlen, ans die Börse wirken. Bevor es nicht Friede wird, gibt's keine gute Börse. Der Rentier ist besorgt, die Papiere könnten nun wieder fallen, das sei fatal. Der Commissionär wird sicherlich das Rendezvous nicht einhalten können. Der immer optimistische Tambour des Vereines, welcher die Mitglieder zur Versammlung znsammentrommelte, ist dessen sicher, dass der jüdische Wohlthätigkeitssinn nicht aussterben werde. Fräulein Z. hat ihm heute wieder versprochen. Strümpfe für die bedrängten Kinder Israels stricken zu lassen. - Der Student, der Jüdisch-Nationale j lächerlich!), denkt aber an Inda Makkabi. Sein Auge blitzt. Ja, es wird lichter werden in dieser Finsternis. Aber die Jugend dürft Ihr mir nicht verderben, Ihr Friedenshelden! Er Hot nicht interpelliert, nichts beantragt, sie haben draußen ans der Straße laut genug gesprochen. —■ Man geht nachhause. Die Versammlung hat 20 Minuten gedauert. Mau hat nun wieder ein Stückchen Israel gerettet. Die Friedensschalmei ertönte se lieblich, so schön. Schade, dass ihr süßer Laut von der Straße her übertönt wurde. Aber die jüdische Wohlthätigkeit wird den Lärm überleben, so denken sie alle, die 20 Theilnehmer an der Versammlung. Der 21., der Zionist <lächerlich!j, aber denkt: „Wir haben Helden gehabt, wir hatten Makkabäer, sie haben sich mit Heiden, mit Syriern herumgeschlagen, der alte Geist lebt aber noch fort in unserer Jugend trotz unserer Cvmpromissler und Friedenheims. Wir werden auch mit den modernen Antiochen zu Ende kommen. Der alte Gott lebt noch, der Gott Judas des Makkabäers. — Nachdenklich geht der Student seiner Wege. Seliouier. Eingefendet. Zur Iudeufrage iu Croutieu uud Klauauien. Wir erhalten folgende Zuschrift: Löbliche Redaction des „JüdischenVo lksb l a t t", Wien! Auf die anonymen, gegen mich gerichteten Angr iffe in Nr. 4-3 erkläre ich: 1. Es ist unwahr, dass ich entrüstet bin, weil die Kritik mein Buch todtgefchwiegen hat. Wahr ist vielmehr, dass ich mein Buch keinem croatischen Fachblatte zur Recension einsandte, weil es keine solche gibt. 2. Unwahr ist ferner, dass in einem Wiener Blatte vor zwei Jahren regelmäßig Berichte über mich erschienen. Wahr ist vielmehr, dass seit meiner 3jährigen Amtsthätigkeit kaum 3 Notizen daselbst erschienen sind, wahr ist ferner, dass ich selber den Bericht aus Sissek geschrieben und mit meinem Namen unterfertigt habe, den jedoch die „Oest. W." aus mir unbekannten Gründen weggelassen hat. 3. Unwahr ist endlich, dass ich einen Strafantrag gegen den Agramer Rabbiner Dr. Jacobi eingebracht habe. Wahr ist vielmehr, dass die Anzeige gegen Dr. Jacobi von dem Vorstande der Karlstädter Gemeinde bei der hohen Landesregierung eingebracht wurde. Karl st a d t, am 12. Dezember 1890. Hochachtungsvoll Dr. M. Schwarz, Rabbiner. Ans den Orgamsaliorrerr. <Jüdischer Bolksverein ) Mittwoch den 3. Jänner 1900 fand im Bereinslocale ein Discussions-Abend statt, an welchem Herr Dr. K a d i s ch einen Bortrag über die nationale Politik d e s I u d e n t h u m s in Oesterreich hielt. Das zahlreich erschienene Publicum bctheiligte sich recht lebhaft an der dem Vortrage nachfolgenden Discussion. So unter anderem Herr Lehrer Schulhof, der in längerer Ausführung wohl die Nothwendigkeit einer nationalen Politik des Jndenthnms zugestand, jedoch in politischen Fragen das Handinhandgehen mit der socialdemokratischen Partei anrieth. ferner Herr Dr. Landesberger, der in ziemlich scharfen Worten das Sichverstecken hinter einer anderen Partei verurtheilte und zur Bildung einer selbständigen Partei aufforderte. Ueberdies sprachen noch mehrere andere Redner über die Nothwendigkeit, den wirtschaftlichen Verhältllissen der armen Inden mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden. Nach einigen sehr treffenden Schlussbemerkungen des Referenten schloss der sehr animiert verlaufene Abend um 11 Uhr. — Mittwoch den 10. Jänner 1000 findet im Locale des Jüdischen Volksvereines, II., Haasgasse 8 (Untere Augartenstraße 19), ein Discnssions-Abend statt. Tagesordnung: Fortsetzung der Debatte über dir nationale Politik der Juden in Oesterreich. Referent Doctor H. Kadis ch. Sämmtliche Mitglieder werden höflichst hierzu eingeladen. Gäste, anch Damen willkommen. („Rudolfs-Bund.") Bei der am 17. December im Hotel „Bayrischer Hof" stattgehabten Kinderbekleidung konnte man sehen, welcher Sympathien dieser Verein sich erfreut. Unter den weihevollen Klängen eines Chorals, vorgetragen vom Herrn Obercantor Baue r und dem Chore unter Leitung des Chordirigenten L e v i t, führte der Obmann Herr Josef P o l l a k mit dem Ausschüsse die Kinderschar, 130, in den Saal, worauf er die zahlreichen Gäste, insbesondere die Herren: Abg. Kar eis, Obmann des Ortsschulrathes K l e b i n d e r, dre Gemeinderäthe H e l b i g und M ü l l e r, Mensch, N i e b a u e r, Bezirksschulrath Wagner, die Armenräthe H upka und H offmann, begrüßte. Stürmisch acclamiert wurde die Ansprache des Herrn Klebinder, der das humanitäre Wirken des Vereines besonders hervorhob, ihm den Dank des Ortsschulrathes anssprach und den Verein zu fernem zehnjährigen Bestände beglückwünschte. Hierauf hielt der Obmann die Festrede, in welcher er das Wirken des