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Jüdisches Volksblatt · 1899-11-24 · 41 (24.11.1899) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
41 (24.11.1899)
Date
1899-11-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 1 Wien. Freitag Jüdisches Volksblatt 21. November IS!M) Nr. I I ifj m ürd smenkt-'. gab zur Aitttvmt, cr keime das bezogene Blatt nicht: er werbe sich aber darüber unterrichten lassen und dem Treiben desselben, wenn ein solches stattgesnnden habe, Enthalt zn gebieten trachten. Weiters versicherte der Minister, dass ihm das Treiben des Antisemiten Elnbs bekannt sei. Er Habe diesbezüglich dem Polizei-Tireetvr entsprechende Weisungen bereits .ckommen lasse::, damit der Club seine Propaganda einstclle. .ftnm Schlüsse führte der Minister ans, die Deputation könne -aren Stammes und Religionsgenvssen die Versicherung geben, dass die bulgarische Negierung ihnen jederzeit den nöthigen Schub werde angedeihen lassen, damit sie ruhig im Lande leben Tunten. London.! D i e Juden und de r 5t rieg i n S ü da f r i i a.) Wie die ganze englische Bevölkerung, zeigen auch die englischen Juden an dem Kriege Englands gegen Transvaal sich lebhaft interessiert. Ter EbieftRabbiuer Dr. Adler ver Diese Erscheinungen aus der Zeit des herrschenden Liberalismus, in welcher kurzsichtige und jedes historischen Sinnes bare Juden das Ende aller Verfolgung nnd den endg'ltigen Sieg der Gleichheits- und Brudcrlichkeitsideen gekommen wähnten und jedeil, der eine Wiederkehr früherer Verhältnisse auch nur für denkbar erklärt Hätte, sicherlich znm mindesten einen Dnminkopf oder einen Rückschrittler nnd Finsterling genannt hätten, so traurig sie auch sind, machen doch nicht den abstoßenden, ja anwiernden Eindruck, welchen derartige Erscheinungen in der Aera des rohesten Antisemitismus auf jeden feinfühligeren Juden, der sich noch einiges Ecgefnhl für seine Volksgenossenschaft bewahrt hat. Hervorrufen müssen. Heute, wo ein brutaler, rücksichtsloser Vernichtungskampf gegen uns Inden geführt wird, in dem kein Mittel zn schlecht oder zn niedrig wäre, sollte man wohl glauben, dass die Erkenntnis der Lage, die Empfindung der gemei isamen Roth die Inden l.rsste ein Gebet um Sieg der englischen Waffen, welches in j wieder znm Zusammenschlüsse, znm festen Aneinanderhalten geallen Synagogen Kantor-Bais feierlichst bei Ansheben der Thora! ^ührt hätte. Heute sollte mau die Wiederherstellung der atteit verrichtet wird. Lord Rothschild beschenkt jeden Soldaten,! Solidarität für selbstverständlich halten, da nur durch gemeinter auf den Kriegsschauplatz abgeht, mit Pfeife und Tabak.! U>"e Abwehr Gefahren abgewendet und durch Vereinigung Bei allen Geldsammlniigcn für die Verwundeten in Transpaal i a(Iei' Hilfsmittel eine Kräftigung der Widerstandsfähigkeit der und für die Witwen nnd Waisen der Gefallenen betheiligcn jüdischen Aolksgesanmitheit erzielt werden kann. Doch nein, üch die Inden mit nanihaften Beträgen. - Zur zweiten s^ch heute noch gibt es in den Reihen der Inden Feinde der Ervedition sind ebenso wie zur ersten viele jüdische Soldaten Solidarität. Freiwillige eingeschifft worden. Der jüdische Militärgeist-! Wir tvollen nicht etwa als Beispiel loche Reo. Franris L. Eohen hat einen Aufruf erlassen, in welchem er eine spceielle Sammlung für die Familien der indischen Soldaten anregt. Däne Zweifel wird dieser Aufruf Wiederhall finden nnd werden für diesen Zweck bedeutende Summen gesammelt. Jüdische Solidarität. Eine der hänsigslen und ältesten Anklagen gegen die Juden ist die des festen Znsanimenhaltens, des innigen Verbandes, welcher alle Glieder des jüdischen Volkes fest aneinanderknüpsen soll, wodurch wir, wie die beliebte Phrase bautet, einen „Staat im Staate", eine in sich geschlossene Einacit bilden sollen. Tie praktische Seite dieser Ansicht gibt sich Bärin kund, dass man nicht nur die Fehler und Vergehen des einzelnen der jüdischen Gesammtheit zur Last legt und jeden einzelnen Juden fühlen lässt, was man gegen die Gesammtheit an Hass und Vorurtheilen empfindet, sondern dass man den Juden eine so weitgehende wirtschaftlich? Solidarität unterschiebt, dass man jeden einzelnen Inden durch dse jüdische Gesammtheit für versorgt Hält, wodurch man sich mancher materiellen Verpflichtung enthoben wähnt oder sein Gewissen ob mancher Sünde beschwichtigt. Wie fast jede der gangbaren Ansichten über die Inden, ist auch die vielverbreitete Ansicht über die Solidarität der Inden nmvahr, und zwar müssen wir sagen, leider unwahr. Freilich hat es Zeiten gegeben, wo auch dies anders war. In den finstersten Zeiten tiefsten Druckes haben unsere Väter aus dem treuen Zusammenhalten, ans dem festen Zusammenstehen Widerstandskraft und Muth geschöpft; sie :anben darin nicht nur eine wirtschaftliche Stütze, sondern auch die Kraft zur Pflege idealer und cultnreller Güter. Kein veruüllftig denkender Mensch hat daraus unseren Vätern einen Vorwurf gemacht, denn es ist nur natiirlich und selbstverständlich, dass Menschen gleicher Abstammung, gleicher Lebensanschauung, gleicher Sitten, gleicher Interessen sich aneinanderschließen : dass Menschen, die unter demselben äußeren Drucke leiden, die denselben Gemüthsschmerz, den eine kalte Außen- :uelt nicht zu verstehen vermag, miteinander theilen, die von denselben Gemüthserregnngen, von denselben Wünschen und Hoffnungen beseelt sind, sich als eine zusammengehörige Einheit richten, deren Theile auf einander angewiesen sind, weil sie nur bei ihresgleichen wirkliches Verständnis und damit auch wahrhaftes Mitgefühl und aufrichtige Hilfsbereitschaft finden können. Es blieb der Epoche der Assimilation Vorbehalten, diese indische Solidarität zu zerstören, welche unsere Väter in den schlimmsten Zeiten der Verfolgung vor tieferem wirtschaftlichen und sittlichen Niedergange, ja vor gänzlichen Untergang bewahrt hat. Nicht etwa, dass die Solidarität der Juden von selbst sich gelockert hätte, weil sie durch die Besserung der äußeren Verhältnisse überflüssig geworden ist. iUeiu, bewusst und absichtlich haben die Assimilanten daraus hingearbeitet, das Band, welches die einzelnen Glieder des jüdischen Volkes umschlang, zu zerstören, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und das Bewusstsein der jüdischen Volkseinheit zu tilgen. Wie oft haben wir von Assimilanten die ans unsere Reichen verweisen, die sich so gern „nix zn derkennen" geben nnd sich so gern au andere Gesellschaftskreise andrängen, sondern ans ein viel drastischeres Beispiel von bewusster Trennung der Volksgeineinschaft, nämlich auf die durch einige Zeit mit Vorliebe betonte Unterscheidung von westlichen und östlichen Juden. Dass diese geistige Kinderkrankheit von den „modernen" Inden noch immer nicht überwunden ist, bewies erst kürzlich wiederholt die Prager jüdische „Gemeittdezeitirng", die sich stolz in die Pose warf, und verächtlich von den polnischen Juden sprechen zn müssen glaubte. Wenn es ein Protzenthnm gibt, das ven Gipfel der Lächerlichkeit erstiegen hat, so ist es dies Pcotzenthrnn rein äußerlicher Anpassung oder Nachahmung in Sprache und Kleidung, welches hier zur Schau getragen wird. Die Ereignisse der letzten Wochen in Böhmen und Mähren sollten doch wohl die Herren von der „Gemeindezeitung" belehrt haben, dass, ebenso gut als die Wellen jndenfeindlicher Excesse in Galizien bis in Böhmen verspürt werden, so auch diesmal die den böhmischen Inden in Polnn und Knttenberg angehängten falschen Beschuldigungen ihre Stöße bis nach Galizien fortpslanzen. So gut die Inden in Böhmen durch die in Galizien in Mitleidenschaft gezogen werden, so auch umgekehrt. Eine wirksamere Jllnstratwn der jüdischen Solidarität sollte es doch wohl nicht geben. Wenn es heißt, dass traurige Ereignisse die Gesinnung der Menschen veredeln, so hat sich dieses Wort an den Herren in Prag nicht bewährt. In roher Weise die unglücklichen polnischen Juden verhöhnen, ihre oft nur in Aenßerlichfeiten bestehende Sonderart ihnen öffentlich znm Vorwarf machen, zeigt eine Gesinnung, die ihre Vertreter zn würdigen Genossen eines Gregorig und Schneider stempelt. Wer anders als wir Inden sollten ein tiefes Verständnis für die Ursache all der cultnrellen Schäden, die in unserer Mitte bestehen, besitzen °? Von wem anders können wir eine gerechte Würdigung all dessen erwarten, was eine Jahrhunderte währende V:rsolgnng an Spuren znrückgelassen, als von denen, die entweder selbst oder deren Väter, diese Verfolgung am eigenen Leibe verspürt. Die Inden, die unseren armen Brüdern im Kaftan. gegenüber ans ihre vermeintliche Gesells.chaftsfähigkeit pochen, die tragen nicht nur eine beklagenswerte Oberflächlichkeit des Urtherls und des Gemüthes zur Schau, sondern zeigen auch, dass dce Geschicke ihrer Väter, die den gelben Fleck trugen, an ihnen spurlos vorüber gegangen ist.DieMeinnllg mancher Inden, dass sie sich schätzen, indem sie die gegen die Jndenheit im allgemeineil erhobenen Borwürfe bloß auf einen Theil abzuwülzen suchen und, indem sie auf diesen ohnehin schwer bedrückten Theil noch einige Steine schlendern, sich in Positur werfen und stolz verkünden: „Sehet, wir sind nicht so wie diese"; diese Meinung ist doch durch die Thatsachen für jeden, der Augen, Ohren und ein Gehirn hat, längst als falsch erkannt. Ein derartiges Vorgehen hat praktisch keinen anderen Erfolg, als dass es diejenigen, die dasselbe prakticieren, in den Angen sowohl der Inden, als auch der Antisemiten nur noch verächtlicher macht. Unser Unglück sollte llns endlich doch zur Besvunenheit und zur Einkehr geführt haben. Wir sollten doch endlich so weit gekommen sein, zn wissen, dass ivir uns die Gunst unserer Feinde ans keine Weise erwerben werden, und sollten die thörichten Versuche anfgeben, ihnen gefallen zn wollen. Leisetreterei nützt uns nichts, und wollten uurb ans jeden Vorwurf unserer Gegner ängstlich hinhorchen, kämeil wir vor lauter Hin- und Herschwanken zn für die wirtschaftlichen nnd nationalen Interessen dieses Standes eintreteir zn können. $u diesem Zwecke wendet sich das genannte Comitü au alle jüdischen Mitbürger, insbesondere aber an alte jüdischen Corporationen nnd an die jüdische Presse mit der Bitte um Namhaftmachung tüchtiger nnd vertrauenslvürdiger Personen, die ehrlich gesinnt sind, unsere Zwecke zn fördern uub sich als Vertrauensmänner dem Verbände zur Verfügung zn stellen geneigt iväreir. — Sie würden damit die Ausgabe übernehmen, dem Erecntiv-Co mit'- aitsführliche und wahrheitsgetreue Berichte über die Lage der jüdischen Arbeiterschaft in dem betreffenden Orte oder Bezirke znkommen zn lassen, ferner bei der Gründung von Organisationen behilflich zll sein, kurz in jeder Weise die Actionen des Verbatldes zn unterstützen. Das E p e c n t i v - C o m i t e. Anmeldungen sind zn richten: „Verein Emunah", Brünn, Krantmarkt Nr. 11. Anzeige. Donnerstag den 30. November findet eine groß.» Makkabäer-Feier, von sämmtlichen zionistischen Vereinen und Eorporationen Wiens veranstaltet, in den Sofiensälen, Ul.. Marxergasse, statt. Bei derselben kommen mehrere jüdische Chöre unter Mitwirkung eines Tempelchors nnd des jüdischakademischen Sängerchors der Wiener Hochschulen zur Anssührnng. Außerdem haben mehrere bedeutende Knnstkräfte, das Mitglied des Hofbnrgtheaters Herr Karl L o e w e, der Hofopernsänger Herr Horvwitz nnd das Mitglied des Theater an der Wien Fcl. Paula W n r in ihre Mttwirknng zngesagt. Die Feier beschließt ein Tanzkränzchen. Die Tanz mußt besorgt die Kapelle des k. n. k. Infanterie-Regimentes Nr. 25, das Tanzarrangement Herr Singer. Beginn 8‘/2 Uhr. Ausführliche Programme an der Abendcassa. Familienkarten znm Preise von fl. J.-80 int Vorverkauf, an der Abendcassa st. 2, sowie Einzelkarten znm Preise von 60 Kreuzer, an der Abendcassa 80 Kreuzer, sind in bett Localen der zionistischen Vereine, in den Redactionen jüdisch-nationaler Blätter, sowie im Eongressbnrean ebendaselbst zu haben. Das R e i n e r t r ä g n i s f ü l l t d e n O p s e r u der I n d e n e x c e s s e i n Böhmen u n d Mähre n z u. Aus jüdischen Stndentenkreisen. (Festcommers der „Unitas".) Im Festsaale des Kausinännischen Vereines fand Mittwoch den 1-,. d. M. der Eröffaungseommers der jüdisch-akademischrn Vecbindnng „Ualtas" unter "hast statt. Auch milien wohnten dem der zionistischen wn K e l l «er, Rad bin er Dr. W e i st, Dr. Leopold K a h u nnd viele andere. Nach einer herzlichen Begrüßungsrede des Präses Herrn ennd. phil. Alois F i s ch e r ergriff der Vicepräses Herr mod. Gabriel Wolf das Wort^ zac Festrede. Mt scharfen Worten geißelte er die politische Stellung der Inden in Böhinen und Mähren, die, statt für ihr eigenes Voltstham, für fremde Rationalgefühlo eintreten. Ec wies auf Die_ zweideutige Haltung der Soeialdemokratie hin, die mit dena^ Schlagworte „Gleichheit und Brüderlichkeit" dein Inden ihren Schah verweigern. Mir zündenden Worten appellierte der Redner an die jüdische Studentenschaft, durch eifrige Agitation eine Organisation des jüdcschea Volles herbeizasüyren. Mtt einem hnmoristtschen Damentoast des Verbindnngsntitgliedes Herrn tnoil. Ph. Schonwnld schloss der officielle Theck des Eommerses. Der iitoft'ieielle Theil, den zwei gelungene Scadenteiiulke und ein animiertes Tanzkränzchen aussüüten, vereinigte die Theilneh mer noch bis in die frühen Morgenstunden. (Der theologische Verein) veranstaltet Montag den 27. d. eine Ehannka-Feier im Restaurant 5t h u n e r mit nachstehendem Programm: 1. Begrüßung durch das Präsidium; 2. Anstinoen der Ehanaka-Lichter (Herr Obercantor S. D ü n n m a n u); :r. Deutsche Festrede (Herr A. Schwarz): i. Hebräische D wlam uioa (Herr G. Sicher): ->. Hebräische Festrede (Herr S. Zwick)': «. Deutsche Declamation (Herr I. Sonde r l i n g). der Lehre und That in Israel tun und feit der Zeit der Unterdrückung durch die Römer (Tue Tanaim)" mit dein Eröffnnngsvortrage: „Rückblick auf die Periode des zweiten Tempels, religiöse nnd polttische Hanptrichtnngen; Schimon hazadit, Schimon ben Schetach und Jehuda ben Tabai." Zeit: 'Z8 Uhr abends. Ort: IX., Türkenstraste!>, Bureau des Zionistencongresses. Freqnenzkarten unentgelttich ztl erhalten: I. im obigen Bureau, IX., Türkeustraße 0 (auch vor Erössuung bis 7 Uhr); 2. Vereinslocal des Jüdisch-nationalen Vo'cksoereines, I[., Haasgasse 8; N. bei Do ctor Leopolo 5t n h tt, 11., Obere Douaustcaße 47. , t liiwuftvaMuuwaniiaptfjnt iunw*uiMk auwrsstacauxJBca: öetheuerung vernommen, dass ihnen ihre deutschen, czechischenZ keiner positiven Thätigkeit. Unsere Feinde biirfeti sich solidarisch rwlmischen „Conuationalen" näher stünden, als die „Fremden", „anderen Nationalitäten angehörigen" Juden; wie oft haben wir seitens eifriger Assimilanten die Versicherung gehört, bass sie nur durch den Zufall der Geburt mit den Inden anderer Länder oder anderer Umgangssprache in dieselbe Religioiisgenossenschaft gehören, während sie durch freie Entschließung, durch die Regungen des 5^erzens, durch ihr Fühlen und Denken und durch ihre ganze Eultnr zn ihren christlichen „Connationalen" hingezogen und mit denselben zn einer nationalen Einheit verbunden werden. Leider bleiben alle diese Liebesbetheuerungen immer nur ans die eine Seite beschränkt, wird die Ehe immer nur von dem einen Theile geschlossen. Der Beobachter unserer Assimilationsjuden kann ilvch viel traurigere Dinge erleben; er kann beobachten, wie unsere Assimilanten, wo es sich um Judett handelt, alle Objectivität, ja alles Gerechtigkeitsgefühl verlieren, nur um ihre gänzliche Vorurtheilslosigkeit zu zeigen; ja, er kann beobachten, wie unsere Assimilanten in Schmähungen gegen ihre jüdischen Volksgenossen, ja gegen die Gesamintheit ihres Volkes miteinstimmen uitb bett Beschimpferu ihres Volkes kräftig seenudtereu, um, wetttt schott nicht als Deutsche, Czechen, Polen rc. atlerkanut zn werden, so doch wenigstens als Ausnahmsjuden zu gelteu. erklären, deutsche, czechrsche itnd französische Antisemiten dürfen sich verbrüdern, wir über sollen den Anttsemiten zn Gefallen jeden Schein der Sottdarltät ängstlich vermeiden! Wahrlich, wer so denkt, der fnyrt unser Volk dein Untergange zu. Leben, kräftig leben kann das jüdische Volk iure dann, wenn es als eiirheitlicher Orgailisittns besteyt, der jedeit Schmerz, der dem entferntesten Theile zitgesiigt iviro, im ganzen empfindet, der als ganzes auf jede Verletzung eines einzeliteit Therles reagiert und der öte dem ganzen zng-bore stehenoeit 5lräfte den entlegensten Theilen jederzeit zugebote stellt. Ui; r Eingesendet. W i r erhalten folgende Z tt s ch r i s t : Aufruf k Das Executiv-Comite des Verbandes der jüdischelt Handelsangestellten Oesterreichs in Brünn hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine eittheitlictze Organisation aller in Oesterreich lebenden jüdischen Handelsangestellten und Arbeiter ins Leben zu rnsen, um in entschiedener Form MittheilanSett aas dem Palrlrcam. (Hotel- und :>restani.'ativns-Eeöffit>mg ) Am 11. November l. I. hat der allgemein bekannte frühere Kaffeesieder Herr Leopold Binder im l>., Große Sperlgasse?>7, ein mit allem E'omfort eingerichtetes Hotel tutö eine Restauration „zum Gold e n e n Stern" eröffnet, worauf wir unsere .Herren Leser höslichst ansmertsam zu ntachen uns erlaitben. (Billige Fische.) Wir verweisen auf das Inserat der bestrenommierten Fischhandlnng G r ü n f e l d S ch i l l e r, II. Bez., 5kar»teliterplatz, welche zu wirklich stannenswert billigen Preiseit vorzügliche Fische liefeut. Da die Fische zttmeist Donatifische sind, so ist deren besonders gute OnaOtät speeiell hervorztlheben. Die Firma versendet auch jedes Qnantnilt nach der Provinz. (Bodenloser Leichtsinn) ist es, sich für das ganze Leben an einen andereit Menschen zn biitden, mtt ihm eine Familie zu begründen, ohne feine Vergangenheit und Verhältnisse genau zn kennen, ivozu eilte Anfrage bei dem Privat-Deterttv-Jnstituc „Argus" Wien,!.. Bognergasse 15, Stock, verhilft. („Jüdische Volksstimme" — Jerusalem.) Publicistischliterarische Moitatsschrift. Heransgegeben von I. 5f rep p e l. Jrthall der letzten Lknntnter: Das Land der Hebräer (Dr. S. Rubin). - Das altjüdische Zauberwesen (Dr. I. Günzig). - Zur Geschichte der hebräischen Typographie in Krakau (B. Friedberg). — Hebräische Bibtiothek (Jwri Unochi). — Beiträge zur Sprachforschung und Bibelexegese (Dr. I. I. Ung e r). — Literarische Uinschan. — Die Lehreit der letzten Tage (Dr. I. H i r s ch s o h n). — An unsere zionistische Jagend (Josef Klausner) - Literarisches und Religiöses (Dr. A. Bi ach). — Die jüdische Erziehnngslehre (S. Spttzer). — Feuilleton: Ein Gegner CopernikuS' (D. F r t f ch nt a tt tt).

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