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Jüdisches Volksblatt · 1899-10-13 · 35 (13.10.1899) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
35 (13.10.1899)
Date
1899-10-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. -55 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt IJ. Octobor 1890 Seite 7 Ausland Berlin. Der Centralverein deutscher Staats- Johannesburg. In der hiesigen jüdischen Gemeinde ist die Noth seit den durch die Kriegsgefahr hervorgerufenen schlechten Zeiten ständig gewachsen. Von den 12.000 hiesigen Juden ist wohl kaum einer, der in seinem Erwerbe nicht Unterstützilttgen bereitgestellt, die „Benevolent Socicly“ schon 500 bags Mehl im Werte von circa 10.000 Mark angeschafft, und der Frauen-Berein hat zu dem gleichen Zwecke 1000 Mark bewilligt. Auch die Gemeinden haben für diese burger jüdischen Glaubens hielt am 5. October seine erste empfindlich geschädigt worden ist, trotzdem haben die hiesigen Versammlung nach den Ferien ab. Nach einein einleitenden Vorj jüdischen Wohlthätigkeitsvereine mit anerkennenswertem Eifer trage Dr. Alexander Mayers über „Spinoza und Goethe" namhafte Summen für die Auswanderer w. bereitgestellt. Auch erstattete der Vorsitzende Rechtsanwalt Dr. H o r w i tz den j für die zu erwartende Thenernng in der Stadt sind Bor- Geschäftsbericht über die letzten Monate. Er streifte zunächstj kehrnngen durch Ankäufe von Mehl rc. getroffen worden. Die die beiden Processe in Rennes und Kattenberg. Inder „Helping Hand Society“ hat 10.000 Mark zu derartigen Ausbeutung beider Fälle habe, so führte er ans, der Antisemitismus seinen internationalen, anarchistischen Charakter bewiesen. Selbst das deutsche Vaterland und dessen Ehre werde p r e i s g e g e b e n, tu e it u m a n nur einen Juden verurtheilen könne. Der P v l n a e r M o r d-! Wohlthätigkeitsaction Geldhilfe in Aussicht gestellt. An den p r o c e s s sei, durch die Vernrtheilnng Hülsners keineswegs hohen Feiertagen haben die Gottesdienste nicht weniger Beter erledigt, die Untersuchung werde fortgesetzt und das Endresultat! gesehen, als in früheren Jahren, sogar ein sephardischer Gottesdieser' Nitualmordgeschichte dürfte wohl kaum den Wünschen! dienst fand diesmal statt, wohl zum erstenmale in Südafrika, der Antisemiten entsprechen. Angesichts der Z u r ü rk w eis ung > freilich waren nicht mehr als ein Minjan anwesend dabei, j ü b i f cf) c r (§ cfj ü f c r i it n c it foUtcn bic citct*cjifd)c^ j anftreten und solche Institute, die, wie der vielerörterte 93rief | MicheiUmgerr ttttS dtM UttblicgM. einer Schnlvorsteherin im Westen beweist, jüdische Kinder nur! ~ j Q unter der Bedingung ansnehmen, wenn sie den christlichen! (Er» altes, bewahrtes Klerderreeept.) Alte Religionsunterricht besuchen, völlig meiden. Der Verein habe' Recepte werden mit Vorliebe befolgt, sowohl in der Küche, im in letzter Zeit verschiedene Erfolge, so z. B. bei der Pvstver-j Hause, wie in der Wirtschaft. Und ein solches altes Recept, waltnng mit seiner Beschwerde über die Beförderung antise-1 sich auf bequemem und billigem Wege, gute moderne Kleider mitischer Postkarten, Entgegenkommen gefunden. Die M i ti zu verschaffen, ist die bewährte, auf der uralten, einfachen gli eder z ah l sei besonders in der Provinz erheblich ge-! Grundlage des Tausches beruhende Methode, die seit Jahren st i e g e n, so dass dem Centralverein jetzt an 50.000 Inden! beim Hoflieferanten R o t h b e r g e r auf dein Stefansplatz eiuangehören. °! geführt ist. Man gibt die getrageneil Kleider daselbst ab, sic Müttcherr. recht unzufrieden, rechten Ritualmordhetze und dabei macht ihnen _ ciueti ,11-3(11 strid) durch di- Rcchmüig. 8hm km»l'km WM»' »,« Herbstes st-h(», sei das alte. Organe des Centrmus nicht der Jud-Usrrcm,d,chaft bcsaMloigc» 1 Klciderrrcept imjetnt Leser,, ins G-dächiiis gernsein und dennoch schreiben dieselben fast elninnthlg und unrer Be-, rufung ans die oft erlassenen Bullen der Päpste, dass es j'. feilten Ritnälmord gibt, und verderben den Hetzern das- §Mld Concept. Man fmut den Aergcr der Antisemiten begreife,!, 4%II denen es trotz eifrigsten Schreiens ihrer Blätter nicht gelingen \ Versäumen Sie ja nicht Leopold Bergers Restauration 11/, Lilienbrunngasse 9 wöchentlich mindestens einmal zu besuchen. Seile!! Sie sich die Ausstellung in (ietriinkon an, Qtonnan uiilssen Sin über die Fülle und Reichhaltigkeit des für OlcllllltJII wenig Gold Gebotenen. , . Sie nur dio unübertroffenen Biere der weltberühmten Trinkeil Nrauereien Kulmhsolisr flölrhrriu, Orig, flilsnsi' »int l.k»gs>- hier aus Drehers Brauerei. Qförban ^'0 sinh mit einem echten »iederösterreichischen Wein Oidl itcfl ij,j(x>r von!l kr. aufwärts. 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Wir werden unserem Ziele näher kommen, das mögen sich die Herren vom Centrum, wie die mit den krummen Nasen, gesagt sein lassen!" Das Wien. (Jüdische Vereinigung „Jordania".) Der j Wiener Beamten- und Handelsangesteltten-Verein „Jordania" j theilt hierdurch mit, bafsT sich sein BerelnZlocal nunmehr II., - Gredlergasse '■> (vis-a-vis der Frachtbörse) befindet, wohin auch! alle Briefe und Inschriften an den Verein zu richten sind. Gleich- * zeitig wird bekannt gegeben, dass der Verein anfangs Oetober; d. I. drei Lehrcurse eröffnet, die von VereinSmitgtlödern u n- | entgeltlich frequentiert werden können. Es sind dies: 1. Ein; Curs für einsache und doppelte Buchhaltung, verj vu Kilo Ltzee, feinst Smrchong. . 1.25 Vä „ „ „ Mandarin. 1.80 „ „ Slingschow (Longo . . . . 2.— J/^ „ hochfein Kaiser-Melrrttge. 3- V* ,, ,. „ Mandarin(Oronge-Geschm.) 3.25 V* „ „ „ Moskauer Mischung . . 4.- Vä „ „ „ Karavauen-Pecco-Blüte . 3.- 1 Liter echter, alter Jamaika-Rum. 2.F A rM- Provinz- Wersundt per Stach nähme ab Ws oder gegen Vorhercmsendmrg deS Betrages Emballaae wird nicht berechnet. Coro Wie» von 5 Kilo an franco ins Haus gestellt. UD'ee-''' - Köflerrt" E' DampfdeLriev. ns Affaire hilfreich beizuspringen" und schließt seine Ausführungen „Wir erwähnen diese Fälle nur, um zu zeigen dass die Centrnmsblätter in ihrem Eifer, den Juden zu dienen, bte Heiligen mtb die päpstliche Bulle leugnen und Lügen strafen. Eine saubere Gesellschaft, D tl m nt heit und N i e d e r t r a ch t sind hier vereint." Nun weiß wenigsteiis die elericale Presse, was sie ist, wenn sie dein Pärchen Weng-Schneider nicht blind gehorcht! London. Es ist nicht uninteressant, dass bei vier dem nächstens in dieser Stadt stattsindenden Kircheueongreß von den drei zur Vorführung gelangenden kirchlichen Musikstücken das eine von einem Inden compvniert ist. Es ist das Stück: „Wie schön sind deine Wohiinngen, o Israel und deine Zelte, o Jakob!" das Charles Salamon nach dein bekannten Psalm compvniert hat und das in allen Kirchen Englands gejnngeu wird. Dauer des Enrses eingehoben. Anmeldungen für die Curse sowie Erklärungen zum Beitritte in den Verein sind an Herrn Egon Lederer, I., Wippliugerstraße H zu richten. — Jeden Samstag finden abends im Veremslocale Vorträge u u d D i s c u s s i o n e n statt. (I., Obere Donaustrasse 47 (vis-a-vis der AugartenVirilcke). Yicr noiio Ssifort-Billards mit PfäcisionsmaBtinsIls. -+- Tiicjlich cjsiiffnet bis 3 Uhr früh. Separierte Spielzimüiei'. — Vorziifjüeiie Erfriseiuingen. bei Anwendung von Binder’s echt amerikanischem Fussboden-Oel aatiseptischer AViik.my-. 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