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Jüdisches Volksblatt · 1899-08-18 · 27 (18.8.1899) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
27 (18.8.1899)
Date
1899-08-18
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 27 Wien, Freitag1 Jüdisches Volksblatt 18. August 1899 Seite 7 und Halt und je tiefer sie dringen, je weitverbreiteter sie sind, desto mächtiger ist ihr Schutz vor den brausenden Stürmen... Nun wird man fragen, wie sott der Stoff einer solchen Nationalliteratnr beschaffen sein, welchen realen Bedürfnissen soll sie entsprechen, wird sie nicht in der Diaspora als eine Treibhauspflanze sich ausnehmen? Wir sind ja gezwungen, in und mit den anderen Völkern zu leben, wir sind ja mit unserem ganzen Wese» an ihr sociales und cultnrelles Dasein gekettet! Auf diese Frage will ich im Schlussartikel antworten. Hazofo. Eingesendet. Löbliche Redaction! Ich bitte freundlichst um Aufnahme nachstehender Zeilen: In einer Zuschrift an den Herausgeber der „Fackel", die in Nr. 19 des Blattes veröffentlicht ist, beschimpft ein Einsender die jüdischen Religionslehrer in der ordinärsten Weise. Der Betreffende leistet sich nachstehende Sätze: „Im Gegensätze zu den christlichen Religionslehrern,_ die zumeist wahre Freunde ihrer Schüler sind, ist der jüdische Religionslehrer der geschworene Feind seiner Zöglinge. Das Uebelwollen, die Roheit, mit der er ihnen entgegentritt, schüchtern den Knaben ein, widern ihn an, wenn er älter wird. Kein Professor verklagt seine Schüler bei jeder Gelegenheit, jeder verzeiht gerne ihre jugendlichen Irrungen; aber der jüdische Religionslehrer ist ein eifervoller Gott, der da ahndet bis ins tausendste Geschlecht." Ich glaube, es meinen ehemaligen Religionslehreru schuldig zu sein und auf diese Angriffe einige Worte antworten zu müssen. Ich studierte an drei Gymnasien (in Gaya, Brünn und Wien) und hatte vier Religionslehrer (in Gaya die Lehrer Krivaeek und Margolius, in Brünn Professor Doctor Grünfeld, in Wien Professor Kanitz) und muss erklären — und ich glaube, dass alle ehemaligen Schüler dieser Herren mir gewiss beistimmen werden, dass alle diese Herren ihren Schülern in der freundlichsten und honorigsten Weise entgegenkamen, bei jeder Gelegenheit, soweit es in ihrer Macht lag, bei den anderen Professoren ein gutes Wort für dieselben einlegten und so zu „wahren Freunden" der sie hochachtenden Schüler wurden. Was die Herren Graubart und Weiß betrifft, so kenne ich dieselben nicht; ich glaube zwar das, was über sie in dem Artikel erwähnt wird, auch nicht, allein, wenn es auch so wäre — wegen zweier Herren einen ganzen Stand in der unfläthigsten Weise beflegeln, das ist eine Manier ü In Vergani. Für die Aufnahme dieser Zeilen bestens dankend, bin ich Hochachtend Ihr ergebener stuck, zur. Theodor Müller, II., Schwarzingergaffe 8. Aus den Wischen Organisationen. (Der israelitische Landes-Lehrerverein für Böhmen) hielt am 14. August in Prag seine 26. ordentliche Geueralversammluttg ab. Der Obmann Herr S. Springer begrüßte die zahlreich Erschienenen und gedachte des Ablebens der Kaiserin. Sodann erstatteten der Schriftführer des Vereines Herr Rabbiner Freund aus Bodenbach, sowie der Cassier Herr M. Z i n n e r ans Beraun ihre Berichte, welche einstimmig zur befriedigenden Kenntnis genommen wurden. Aus diesen Berichten ist zu entnehmen, dass der Verein 182 wirkliche Mitglieder zählt; der Bereinsbeitrag wurde auf 3 fl. festgesetzt. Sodann hielt Herr Rabbiner Freund über die vom Vereine herausgegebene hebräische Lesemaschine einen Vortrag mit Demonstrationen. Herr Rabbiner A. Stein aus Nadnitz sprach sodann über Geschichte der Inden in Böhmen. Der Vortrag des Herrn Rabbiners G o l d st e i n aus Nimburg „Auf abschüssigen Bahnen" rief eine lebhafte Debatte hervor, in die namentlich das Ehrenmitglied des Vereines Herr S. Königsberg eingriff. Der Redner erntete für den Josef Schlesinger’s Buchhandlung 100 Wien, I., Seitenstettengasso 5, Budapest, Königsgasse i. Grösslos Lager von hohräis lion Büchern, GebotbÜchorn und llitualion Woll- und Soidon-Talis etc.. Sifro, Thora und Zugohür. Anfertigung von Synagrogren-Paramenten als Vorhängen, Thora-Mäntelchen, Altar- und Ku7.eld0r.ken, Trauhimmol etc. mit ochtor Gold- oder Silborstickerei nach den schönsten modernen Zeichnungen. Bücher-Katalogo und Verzeichnisse für Buchhtindlor, sowie Koston-Uoberschliigo für Kunststickereien und Zeichnungen auf Verlangen gratis und franco. nv- Hotel und SIS' Restaurant Guth Wien, II., Stefaniestrasse Nr, 6 u. 8. für Diners, Hochzeiten und festliche Veranstaltungen, Bostrenonimlerfce Kilo,ho, grosse Speise-Stile und elegante Passagierzimmer. 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Wir beehre» uns, mitzutheilen, dass wir nach Wien, m/1, Schlößelgasfe Nr. 11 übersiedelt sind, und bitten, von unserer neuen Adresse freundlichst Notiz zu nehmen. Da eine große Zahl von Abonnenten mit den Abonnementdbeträgen rückständig sind, werden wir uns gestalten, die k. k. Post mit der Einhebung zu betrauen, und bitten um gefl. Einlösung der Postanfträge. Hochachtungsvoll Die Administration des „Jüdischen Volksblatt". Briefkasten. D. P.. . . tt, Biala: Besten Dank für Ihre Liebenswürdigkeit. An Herrn D. R. in B. haben wir die Nummer gesendet. G S. irr H.: Das ist nicht mehr eine Lüge, sondern ein ganzes Lügengewebe, zu welchem eine erkleckliche Summe von Unwahrheiten verwendet wurde. Dr. Carl Beck, Dr. Raab, 21. Feigelstock, Aron Hunser, Simon Pragan, Ad. Freud, Julius Nacht: Abonnent entsbeträge richtig erhalten. Besten Dank. Hermann Gärtner: Leider unverwendbar. Mannscript erliegt bei uns retour. Dr. Max Steif: Erledigung folgt brieflich. 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