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Jüdisches Volksblatt · 1899-06-09 · 17 (9.6.1899) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
17 (9.6.1899)
Date
1899-06-09
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 17 Wien, Freitag Jüdisches Volksblalt 9. Juni 1899 Seite 7 Verhältnissen angepasst. An me ldun g en mir mittelst Correspondenzkarte mit genauer Angabe der Adresse und des zu frequentieren gewünschten Curses sind schon jetzt zn richten an das Vorstandsmitglied Dr. Leopold K a h n, Hof- und Gerichts-Adoocat in Wien, II., Obere -Donanstraße 47, damit über die Localfrage entschieden ünd' jedem sich Meldenden die Frequenz-Legitimation rechtzeitig zugeschickt werden kann. Bei demselben Herrn oder beim gefertigten Vorstandsmitglicde kann auch der Beitritt als Mitglied des Vereines (Mindestbeitrag 1 Krone jährlich) durch Correspondenzkarte angezeigt werden. M. Fried mann, Lector, II., Novaragasse '-',2. Wir erhalten folgende Zuschrift: LöblicheRedaction! Gestatten Sie mir. Ihnen ein Factum mitzutheilen, das geeignet ist, nicht nur in jedem ehrlichen Juden das Gefühl der tiefsten Empörung zu erwecken, sondern auch der christlichen Bevölkerung die denkbar tiefste Meinung über die Juden beizubringen. Bei der am vorigen Sonntag stattgehabten Frohnleichnamsprocession soll im 9. Bezirke ein jüdischer Armenrath, der Tapezierer Springer, seine Kinder an der Procession haben t h e i l n e h m e n l a s s e u. - Was muss sich die christliche Bevölkerung denken, wo doch am nächsten Tag schon im „Deutschen Volksblatt" zu lesen stand, dass die Frohnleichnamsprocession durch „Judenjüngel" gestört worden sei? Ich ersuche die löbliche Redaction um v o l l i n h a l tliche Aufnahme dieser Zeilen ohne Verschweigung der Namen. Denn wenn Herr Springer das wirklich gethan hat, dann verdient er es, öffentlich gebrandmarkt und der tiefsten Verachtung aller Stammesgenossen preisgegeben zu werden. Genehmigen Sie, u. s. w. *) Regierung, — die Hochachtung der Christlichsocialen docnmentieren? Wer kann das wissen? Christian B. Wir nehmen gute Aufsätze gerne auch von Nichtjnden an, honorieren dieselben sogar sehr anständig, doch muss auch der Tenor des Art kcls ebenso anständig fein.. — Versuchen Sie Ihre Arbeit vielleicht beim „Deutschen Volksblatt" zu verwerten. Das wäre „ein Fressen" für seine Leser. Cm. Graf, Nenftraschitz. Wir bitten um gefällige Angabe Ihres Sommeraufenthaltes, damit wir Ihnen das Blatt znsenden können. Für einen jungen Mann aus sohr guter Familie, Akademiker, in schöner, gesellschaftlich gesicherter Stellung, wird eine reiche Braut gesucht. Offerte unter „Vollste Discretion“ an die Administration des Blattes. jgpSF* Vermittler ausgeschlossen. bekannt. *) Der Name des Einsenders ist uns als vertrauenswürdig Die Redaction. Briefkasten. Wilh. Löbisch. — Ganz richtig — die Eintragung würde ebenso gemacht und werden wir an Regelmäßigkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Lucius. Sie mnthen uns sehr viel zu. Wie können wir wissen, warum Dr. Lueger commandiert hat: „Setzen wir uns!" Vielleicht ist er rcgiernngsmüde? Oder aber wollte er Sr. Excellenz dem Herrn Statthalter als dem Vertreter die An Misere geschätzten Leser! Wir bitten itut gütige Erneuerung des bereits abgeranseueu Abonnements und Bekanntgabe der Adresse in Cnrplätzen und Sommerfrischen, damit die regelmäßige Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleidet. Hochachtungsvoll Die Administration des „Jüdischen Bolksblatt^. Wittter, wollt ihr Sucre Kinder gesund erhalten, kauft keine Kindcnvaqen ans Kvrbgcflecht, dieselben sind Träger der Iiifeetivnskrankheiteii und Brntnester der Wanzen. Kauft blvs hygienische Kinderwagen, mit waschbarer Adjustierung, zmn Liegen und Sitzen verstellbar, und Patentkürbcii ans Metall. Empfohlen von ärztlichen Capaeitäten! Grösste Reinlichkeit! Höchste Eleganz! T FS A UM A NN ”•f- Privilcginnis-Jnhaber, Wien, VI., Millergasse ß Li. iiiLU ITA i" , sgjj,. >vcrthlosen Nachahmungen wird gewarnt; unrecht wenn obcnstehcnde Schnlzmarkc am Boden des Wagens ersichtlich ist. (81 -ng5g Illustrierte Cataloge gratis nnd franco. ie Hotel und Prachtvoll ge- Regtaurant Guth räumige Säle. Wien, II,, Stefaniestrasse Nr. 6 u, 8. für Diners, Hochzeiten und festliche Veranstaltungen. llestrenouiinirte Küche, grosse Speise-Säle und elegante Passagierzimtner. Elektrisch beleuchtet. Grosse Auswahl bester Gattungen Oesterreich., Ungar, und Ausländer Weine, Schwechater und Pilsner Biere. (85) Trotz höchster Elegance decente Preise. Reservierte Locale für Vereine u. geschlossene Gesellschaften. Privat» Hasidelsschule PORGES WIEN, I. 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Hunderte von ärztlichen Zeugnissen und Danksagungen liegen znr Einsicht vor. Das Honorar wid nach der Art des Leidens berechnet. — Prospekte gratis nnd franco. Uebersehung ans dem Journal „Bomba" in Braila. M. Freilich oder ein Wundermenseh. Unter dem obigen Titel erhalten wir zur Veröffentlichung von itnfercm Landsmann Herrn Ene D. Gagiulescu folgende Zeilen, welchen wir mit Vergnüget: Sinitm in unserem Blatte geben: Braila, I5>. März I8W. H e r r D i r e r t o r! Zn meinem Lei wesen litt ich mehr als gehn Jahre an der schrecklichen Henna, einer Krankheit, welche nur Jene, die das Unglück haben, an derselben gn leide», benrtheilen und die Qnalen derselben kennen. In meiner Bergweiflung habe ich kein Opfer gescheut nnd mich mehreren Acrgten anvertrant, aber alle mir gereichten Medicamente hatten zu meinem größten Leidwesen gar keinen Erfolg. Als ich bereits jedwede Hoffnung ans eine Besserung berloren und mich für lebenslänglich vernrtheilt glaubte, diese schmerzvolle Krankheit nicht los zu werden, erfuhr ich von einem Bekannten aus Lemberg, daß sich dort ein gewisser Herr M. Freilich, ein wahrer Wniidermensch, besin et »nd daß sämmtliche Aerzte und Gelehrte über ihn und seine Behandlung, welche nur kurze Zeit dauert, staunen. Da ich nichts mehr zn verlieren hatte, reiste ich sofort nach Lemberg, kehrte in die Anstalt des Herrn M. Freilich, welche derselbe selbst leitet, ein nnd wie dnrcki ein Wunder wurde ich von ihm ohne jedwede Schmerzen im Verlaufe von zehn Tage» vollständig geheilt und besinde mich seht in bester Gesundheit, gerade als wenn ich nie krank gewesen wäre. iemhard Schwarz Goldarbeiter — Specialist (64) in Goldketten eigener Erzeugung. Wien, Vl/i, Dürergasse 4. ■ ■ MÖBEL politiert, altdeutsch u. Barock (78) in grosser Auswahl. Ich sehe mich also verpflichtet, Herrn M. Freilich, der es verstanden, mich ans meinem schmerzvollen Leiden zn errette», öffentlich meinen besten Dank hiemit ansznsprechen mit dem Bemerken, daß ich ihm lebenslang dankbar sein werde nnd glaube auch Denjenigen durch Verösfentlichnng dieser Zeilen eine Wvhlthat zn erweisen, welche nn der schrecklichen Hern a leiden nnd von der Existenz des Herrn M. Freilich, eines Menschen, welcher Wunder schasst und unzählige Belobungen erhalte», nicht wissen. Indem ich Ihnen, Herr Direktor, für die Veröffentlichung dieser Zeilen danke, empfangen Sie gleichzeitig meine Hochachtung. 91 Ene D. Gagiulescu. Ig. Grünauer III., Seidlgasse 37. I niiirrlliinMiiiiq UNd Drncksorten-Verlag SW Mlllßtt L 1. Rumburger Schürzen-Industrie -MW Julius <£ederer, T^umburg, £ grösste und billigste Erzeugung in Oestereich-Ungarn, offeriert Kindersehürzen von 6—45 kr, Frauenschürzen von 12—50 kr., Cloth und Diagonal von 20 kr. bis 1 (1. 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