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Jüdisches Volksblatt · 1899-03-03 · 3 (3.3.1899) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
3 (3.3.1899)
Date
1899-03-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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n Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 3. März 1899 Seite 5 Nr.!)> Die Conferenzen sollen für den hebräischen Sprachunterricht denselben Zweck haben, wie Bezirks-Lehrerconferenzen für den allgemeinen Unterricht. Der Wert der Conferenzen im allgemeinen ist von berufener Seite a!s ein vorzüglicher anerkannt worden. Es kommt überhaupt darauf an, wer dieselben leitet. Des Weiteren mich darüber zn äußern, finde ich nicht für nothwendig. Diese Conferenzen sollen in Brünn stattfinden. Mitglieder derselben seien: 1. Die von den Cultusgemeinden Mährens angestellten Rabbiner. 2. Die an den öffentlichen Volksschulen Mährens angestellten Lehrer, welche mit dem Religions- und hebräischen Unterrichte betraut sind. 3. Diejenigen jüdischen Lehrer, welche an solchen Schulen in Mähren wirken, welche von den Cultusgerneinden erhalten werden. Den Vorsitz in diesen Conferenzen führe der Landesrabbiner in Brünn und in dessen Verhinderung der von der Conferenz gewählte Vorsitzende. c) Die Bibliothek enthalte hebräische, jüdisch-pädagogische und wissenschaftliche Werke. Dieselbe habe ihren Sitz in Brünn und sei die Benützung derselben den Mitgliedern des mährisch-jüdischen Lehrstandes freigestellt. cl) Strebsamen und hilfsbedürftigen Lehrern der oben bezeichneten Anstalten ertheile der Landesmassafonds über Ansuchen eine dauernde oder zeitliche Unterstützung. Dadurch wäre die Lehrerschaft den Vertretern des Landesmassafonds subordiniert. Den Delegierten, sowie den Curatoren des Landesmassafonds schien diese Idee bereits vorgeschwebt zu haben, da dieselben mehrere Rabbiner als Jnspectoren für den hebräischen und Religionsunterricht in Mähren eingesetzt haben. In früheren Jahren konnte jeder Mische Lehrer in Mähren auf die Unterstützung durch den Landesmassafonds rechnen. Der mindeste Beitrag, welchen derselbe jährlich gewährte, war 40 fi. Diese Einrichtung war ganz jüdisch, sollte einem armen Lehrer eine Aushilfe von dem Geld'e verweigert werden, das doch seine Väter herbeigeschafft haben?! Hat der Landesmassafonds seine Hände dazu geöffnet, um den hebräischen und Religionsunterricht in Mähren zu inspirieren, so darf er auch seine Hände nicht verschließen, um die angeregten Reformen einzuführen! Lehrer A. G l ü ck. Theater, Kunst und Literatur. (Burgtheater.) Drei Einacter von Arthur- Schnitzler. „P a x a c e i f u s" spielt in Basel zu Beginn des 10. Jahrhunderts. Warum gerade damals — ist unergründlich. ' Denn Theophrastus Bombastus Paracelsus tritt uns im Stücke nicht als eine aus seiner Zeit zu erklärende Persönlichkeit entgegen. Ueberhaupt tvird er nur sehr mangelhaft individualisiert. Er ist bloß Typus — nein, nicht einmal das, der Dichter will ihn nur als solchen, und zwar als den Typus des genialen Menschen, im Gegensätze zn dem Dutzendmenschen, der durch Cyprian mit seiner hausbackenen Liebe, seiner protzenhaften Selbstsicherheit und seiner empörten Eifersucht sehr gut repräsentiert wird. Aber in Wirklichkeit ist Paralelsns dieser Typus nicht, er ist. vielmehr der gleichgiltige Leiermann, der die Kurbel des Stückes dreht. Diese Kurbel aber ist die Hypnose. Schnitzler hat die Hypnose schon einmal verwendet — in seinem „Anatol". Dort aber mit viel mehr Glück. Dort wusste er im rechten Augenblicke auf sie zn verzichten, um uns gerade durch diesen Verzicht einen tiefen Blick in die Menschenseele thun zu lassen. Hier aber ist ihm die Hypnose eben nur Kurbel. Der Leiermann dreht sie, um uns zn zeigen, wie eine sehr brave Ehefrau vormals mit Gedanken an einen anderen in die Ehe getreten ist und jetzt wiederum nahe daran war, mit einem zweiten anderen ein Opfer ihrer Sinne zll werden. Das Problem, das ich das der „halbtreuen Ehefrau" (im analogen Sinne wie „Demi-Vierge") nennen möchte, ist ja sehr interessant. Aber es ist eben im „Paracelsus" nicht dramatisch gelöst, sondern spielt sich sehr glatt von den Einlagewalzen des Werkels ab. Hoch über „Paracelsus" steht „Die Gefährtin". Allerdings entbehrt auch dieses Stück, insvferne, als es wenig Handlung anfweist, des dramatischen Lebens. Aber es gehört eben zn jenen modernen Stücken, die es mit den Seelenvorgängen fein civilisierter Menschen zn thun haben — mit Seelenvorgängen, für die Handlungen eine zu derbe, Züge verwischende Bersinnlichnng sind, die vielmehr nur in Worten und Wortlosigkeiten ihren dramatischen Ausdruck finden können. Sieht man die'Sache so an, so ist „Die Gefährtin" eine Leistung erstell Ranges. Das Stück behandelt des Eheproblem, innerhalb desselben besonders aber die große Frage: Darf im Herzen des nach Geist und Gemüth höchstentlvickelten lnvdernen Menschen noch Platz für die Ehrfilrcht sein/? Professor Robert Pilgram beantlvvrtet diese Frage verneinerld. Er ist eben vom Leichenbegängnisse seiner um vieles jüngeren Frau znrückgekommen. Er weiß, dass sie ihn betrog, mit einem seirler Schüler betrog. Er versteht sie, er versteht ihn. Und dann, sie war ihm ja auch eine „Gefährtin" geworden. Schmerz fühlt er keinen. Erst, wie er jetzt erführt, dass das ehebrecherische Verhältnis ans beiden Seiten nicht Liebe, sondern ein loses, kurzfristiges Liebeln gewesen, ergreift ihn tiefes Leid — um sein verfehltes Leben, das er nicht anders hatte entrichten tvvllen, um das vermeintliche Liebesglück der Beiden nicht zu stören. Von den ersten zwei Stücken sticht das letzte, „Der grüne Kakadu", vollständig ab: Eine Massenscene mit kräftigen, dramatischem Puls, aber doch dramatisch unzulänglich, weil aus dem kaleidoskopartigen Geschwirre Massen- und Einzelschicksal nur theatralisch, nicht lebendig hervortritt. Es ist der 14. Juli 1789. In der Pariser Spelunke „Der grüne Kakadu" sehen wir Sch«uspieler, die Verbrechertypen spielen und Adelsleute, die sich an den gespielten Verbrechen ergötzen. Dazwischen hinein ragt die große, starke Leidenschaft des männlichen Stars der Truppe, Henri, zu seiner Gattin, der leichtfertigen Schauspielerin Leocardie. Diese Leidenschaft führt den Heißblütigen, kurz, nachdem er den Mord aus Eifersucht gespielt, znm wirklichen Morde an dem Galan feiner Frau, einem Herzog. Vor aller Augen geschieht die That. Mit ihr und bei» unmittelbar darauf erfolgenden Hercinströmen des Volkes, das eben von der Erstürmung der Bastille kommt, schließt das Stück. Die Zeichnung des entfesselten Pöbelthnms und der adeligen Entartung ist bis auf einige, zu dick anfgetragene Striche gelungen. Ob sich zwischen den drei Stücken ein Jdeenband schlingt? Vielleicht! Möglicherweise die Eifersucht: Die Eifersucht des besitzstolzen Spießbürgers in „Paracelsus", die Eifersucht des edelgearteten, wenig civilisierten Jnstinctmenschen in „Der grüne Kakadu" und die Ueberwindung der Eifersucht bei dem höchstentwickelten Civilisationsmenschen in „Die Gefährtin". Die Darstellung war im allgemeinen eine sehr gute. Herr Robert hatte als Paracelsus eine undankbare Rolle. Aber immerhin war cs nicht nothwendig, in Maske und Spiel gar so sehr den „Medicinmann" hervorznkehren. Herr Sonnent h a l gab den Professor Pilgram mit gewohnter Meisterschaft — der abgeklärte, innerlich lebende Denkermensch, wie er leibt und lebt. Weniger gelang ihm der Schauspieler „Henri". Er scheint für diese Rolle doch schon zu alt zu sein. Besonders hervorznheben wäre noch Frl. B l e i b t r e u als Olga Meerholm, eine Nachbarin des Professor Pilgram. Sie spielt die Rolle einer Beratherin, die gewiss zur „Gefährtin" gepasst hätte, mit unnachahmlicher Discretion. Mathias Ach er. (Raimund-Theater.) Die breiartige Posse „Eheflüchtling" hatte bei ihrer Erstausführung am 25. Februar guten Erfolg. Herr Krug, der Autor des Stückes, hat mit Witz und Geschmack die Folgen, welche einem jungen Künstler aus einem Liebesverhältnisse entstanden, zum Inhalte der Posse genommen. Er sowohl, wie auch Herr N a tz l e r, der ein hübsches Couplet dazu schrieb, die Damen' T h ereil und St d) te n, verdienen volles Lob. In einer Episodenrolle hatte Herr Groß mann Beifall. Die Musik, die Herr Godai geschrieben, ist einschnteichelnd und gefiel. L—le. Die alten, ans eine einzige Melodie gestiinmteu Klagelieder vom Niedergänge der Industrie, der Stockung des Handels und des Mangels an Unternehmungslust beginnen allmählich monoton zu werden. Das Leitmotiv dieser Jereiniaden, das ewige Hinüberschielen auf die blühenden Zustände in Deutschland, verfehlt bereits seine Wirkung, denn unsere heimischen Verhältnisse vertragen keine Paralllee, sie sind eben unvergleichlich. Wer früher eine böhmische Kohlengrube fiuancieren wollte, fand die Mittel hierzu bereitwilligst — in Dresden, wer in Oesterreich eine neue Fabrik ins Leben zu rufen beabsichtigte, erhielt das erforderliche Terrain und die weitestgehenden Steuerbegünstigungen — in Ungarn, und galt es, bei Umwandlung eines Tramwaynetzes auf elektrische Betrieb nngezählte Millionen zu verdienen, so wurden rasch gute Freunde aus Berlin berufen und dringendst gebeten, den Profit ja nicht von der Hand zu weisen. Man kann also ruhig behaupten, dass unser Vaterland in Dingen des Gewerbesleißes keine Concnrrenz zu fürchten braucht. Dass die Früchte dieser emsigen Thätigkeit nicht der engeren Heimat zugute kommen, ist eben ein Koboldstreich des Zufalles, für welchen kein Systeni und keine Gesetzgebung verantlvortlich gemacht werden kann. Ueberhanpt wäre es eine schreiende Ungerechtigkeit, bei uns von der Lahmlegung commercieller Thätigkeit zrt sprechen. Der Kaufmann ist der Träger der Cnltur und kann er nicht in unserem Gesammtsttaate seine hohe Mission erfüllen, so zeigt der Aufschwung einzelner Kronlünder, dass in der Provinz der Begriff des Geldwertes eine viel entwickeltere Stufe erreicht hat, als dies in der Residenz der Fall ist. Die üppige Situation in Galizien liefert hierfür eine köstliche Probe. Während hier mit rührender Sorgfalt arbeitsame Köpfe Vörden Lockungen und dräuenden Gefahren der Actiengesellschaften gewarnt werden, jede Nengründnng an geeigneter Stelle erst reiflichst geprüft und dann in verbindlicher Form abgelehnt wird, ist mrn im nahen Osten viel rascher und sicherer im Entschlüsse. Erst wagen und dann wägen — eine kleine Umstellung des alten Sprichwortes — und fest, recht fest wurden die blutig erworbenen Sparpfennige der Aermsteu der Bevölkerung angelegt, so sicher und dauerhaft, dass nur nervöse Naturen den abenteuerlichen Gedanken hegen konnten, die eingelegten Gelder nicht wieder zurückzubekommen. Jene pessinlistischen Zweifler mögen sich nicht ängstigen; der weitausschaueude Blick eines trefflichen Generaldirectors hat sie plötzlich zu Besitzern authentischer Petrolenmqnellen nmgestaltet, und wenn auch nicht die ersparten Barschaften sofort flüssig gemacht werden können, wird dies doch sicherlich mit dem dagegen eingetauschten Erdöl der Fall sein. Dieser Artikel ist jetzt zum Gegenstände einer brennenden Tagesfrage geworden, und gar sv schlecht scheint die Sache nicht zn stehen, nachdern drei große Wiener Finanzinstitnte in friedlichem Wettbewerbe auf den Plan getreten sind, um sich an der Saniernngs-Action zu betheiligen. Welche Bank auch immer auf dem Naphtafelde sich behaupten tvird, macht ein gutes Geschäft, mögen in Galizien die Erdwachsgruben als auch die Meinungen über kaufmännische Verantwortung und Rechtlichkeit noch sv untergraben sein. Es gibt eben Unternehmungen, bei welchen der Nutzen nicht auf der Hand, sondern unter der Erde liegt, und vielleicht ließe sich mit Hinweis hierauf die geplante Reform des Actiengesetzes, welche die Reorganisation von Gesellschaften ins Auge gefasst hat, die sich nur auf der Rinde unseres Planeten befinden, sinngemäß ergänzen. Ein unterirdischer Verwaltnngsrath wäre eine Einrichtung, dem unsere oberflächlichen Capitalisten gewiss volles Interesse entgegenbringen wirden. Aus den jüdischen Organisationen. Ausruf! An unsere Glaubens- und Gesinnungsgenosse« in Oesterreich! Seit zwei Jahren ist der Jüdische Volksverein in Wen mit ehrlichem Eifer bestrebt, eine politische Organisation aller Juden zn schaffen, die, ihr eigenes Interesse im Auge behaltend, als ein gewichtiger, gleichwertiger und gleichberechtigter Factor in allen politischen und wirtschaftlichen Fragen, ähnlich allen anderen Nationen Oesterreichs, mitznsprechen berechtigt sein soll. Von bem Bewusstsein getragen, dass es unmöglich ist, eine große, im Innern gefestete Organisation der Ausübung der staatsgrnndgesetzlich gewährleisteten Rechte zu berauben, war unser Bestreben bis jetzt stets darauf gerichtet, gegen jeden derartigen Versuch mit aller Energie Stellung zu nehmen und. so nicht wenig zur Verhinderitng derartiger Attentate beizntragen. Doch nicht bloß darauf darf sich unsere Thätigkeit beschränken, wir müssen anch in der Lage sein, Positives zn schaffen. Ersprießliches für unser Vvlk zn leisten. Zn diesem Zwecke ist die Ausbreitung und Vergrößerung der Organisation unbedingt nothwendig. Wir richten daher an alle unsere Stammesgenoffen, die der Meinung sind, dass der Worte genug seien, dass endlich zum thatkräftigen Schaffen gekommen, die dringende Aufforderung, sich unserem Vereine anzuschließen. Aus Wien, ans allen Städten und Städtchen unseres großen Vaterlandes sind uns Mitglieder willkommen. Nur wenn wir alle als pitt geeintes Volk dastehen werden, wird man es nicht wagen, uns unsere Menschenrechte abztlsprechen. Wir sind nur schwach, solange wir in uns selbst, uneinig sind. Vereinigen wir uns und wir sind unüberwindlich. Wir bitten alle jene Stammesgenoffen, die sich für unsere Bestrebnngen interessieren, mit uns in mündlichen oder schriftlichen Verkehr zu treten. Briefe sind zn richten an die Redaction des „Jüdischen Volksblatt", II., Haasgaffe 8. . Der A u s s ch u s s des Jüdischen V o l k s v e r e i n e s. (Jüdischer Volksverem.) Derselbe hielt Donnerstag den 2. d. M. seinen allwöchentlichen Discussionsabend ab. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder lind Gäste durch den Präsidenten Herrn E l t b o g e n hielt der Schriftsteller Herr Brandes einen Vortrag, in welchem er, anschließend an die Tendenzen des Vereines, in formvollendeter und gedankentiefer Weise betonte, dass die Juden, mögen sie in politischen und socialen Fragen noch so vielen Parteien angehören, in nationaler Beziehung geeinigt sein sollen. Dem geistvollen Schriftsteller lohnte am Schluffe seiner Ausführungen reicher Beifall der Anwesenden. Sodann wurden in anregender Weise Fragen wirtschaftlicher Natur einer Discussion unterzogen. — D i e Discussionsabende des Jiidischen Volksvereines finden regelmäßig jeden D o n n er sta g um 8 Uhr abends i m V ere i n slocale, II., Haasgasse 8, statt. Donnerstag den 9. März Vortrag des Herrn Rabbiner D r. Templer über „Die Zusammengehörigkeit der Juden als Volksu it b Religionsg envssenschaf t".— (Säfte, auch Dame n, willk o m m c n. (Zehnter Bezirk.) Das Purim-Kränzchen, das unsere Parteigenossen in den Rappel-Sälen veranstalteten, ist glänzend ausgefallen, trotzdem die gesammte Partei der Alten, allerdings gegen ihr Versprechen, durch Abwesenheit glänzte. Uebrigens war es so besser. Wenigstens wurde die herzliche Gemüthlichkeit, die in diesem großen Kreise von Freunden herrschte, durch keinen Mission getrübt. So konnte sich die Unterhaltung ungestört und ungetrübt bis zu jenem Grade entwickeln, der in einem Kreise gleichgesinnter Genossen immer erreicht wird. Die Pause wurde durch Vorträge eines Quartetts, sowie durch verschiedene Festreden ausgefüllt. Wie lange eigentlich der „Abend" dauerte, wissen wir nicht. Als unser Berichterstatter Freitag f r ü h den Saal verließ, drängten sich Jung und Alt noch immer mit gleicher Lust znm Tanze. Es erübrigt uns nur noch, des Paares zu gedenken, das den Tanz eröffnete — Frl. Camilla Frankfurter mit Hrn. I e l l i n e k — sowie wenigstens einiger derer, die um das Zustandekommen dieses schönen Festes sich besondere Verdienste erwarben, der Herren M a n d l, Frankfurter, Dr. R o s e n t h a l re.-Es ist eigentlich eine falsche Scham, die uns bewegt, über die Vorgänge in der außerordent-i liehen Generalversammlung zu schweigen. Wenn es aber den Herren der Majorität mit ihrem „Bürgermeister" an der Spitze beliebt, durch ihr Benehmen Stoff für Notizen im „Deutschen V o l k s b l a t t" (Freitag den 24. Februar) zu geben, so haben sie sich damit selbst gerichtet. Wir haben der moralischen Ohrfeige, die ihnen das „Deutsche Volksblatt" versetzte, keine zweite hinzuzufügen. Es ist zu hoffen, dass durch diese Thatsache die zwei Stimmen Majorität, mit der die Herren diesmal durchdrangen, das nächstemal fehlen werden. (Der humanitäre Verein „Die Brüder",) der alljährlich bei Eintritt der rauhen Winterzeit eine große Anzahl jüdischer Kinder mit vollständigen Winterkleidern versieht, veranstaltet Dienstag den 14. März 1899 in Jg. Schneiders „Weilandhof", II., Klosterneuburgerstraße 33, ein Kränzchen ohne Cvstümzwang, welches den Vorbereitungen gemäß, sich sehr aunisant gestalten dürfte. Infolge des eminent humanitären Wirkens des Vereines verdient derselbe die weiteste Unterstützung unserer Glaubensgenossen. Obmann des Vereines ist Herr Jg. Banmgarten, II., Wallensteinstraße 30.

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