Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1899)
- Issue
- 1 (18.2.1899)
- Date
- 1899-02-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 1 Wiel, Samstag Jiidisebls Volksblatt 15. Februar 1890 Seite 7 Chronik. (Die Unruhe« in Litte nnd die Affaire Dreyfns.) In einem Aufsatze über die Ausschreitungen, die sich an das Liller Verbrechen anknüpfen, schreibt der „Temps“ : ,Lille antwortet auf Algier. Ein anticlericaler Bürgermeister reizt unter dem Vorwände, ihn zu beruhigen, den Zorn des Volkes auf und bedeckt die Mauern mit Anschlägen, in denen er nach Art des ehemaligen Bürgermeisters von Algier, Max R 6 g i s, das Verbrechen verallgemeinert. Weil ein Ordeusgeistlicher eines scheußlichen Verbrechens und des Mordes beschuldigt wird, gestattet sich der Bürgermeister von Lille von einer „clericalen Unsittlichkeit" zu reden und der Gesammtheit die Schande mib Verantwortung für das Verbrechen zur Last zu legen, dessen einer beschuldigt wird. Weil ein jüdischer Ossicier von einem Kriegsgerichte verurtheilt wurde, hielt der frühere Bürgermeister von Algier es für statthaft, alle seine Mitbürger gegen die Juden aufzuwiegeln. Die Episoden des Bürgerkrieges folgen sich und antworten aufeinander. ES gab eine Zeit, in welcher der Unschuldige geheiligt war; und auch der Verurtheilte war es, da er, indem er seine Schuld büßte, niemand mehr etwas schuldete. Wir aber leben in einer Zeit, wo man die Leute schmäht, die man zu Boden werfen möchte, und wo inan denen den Todesstoß noch gibt, die mau niedergeworfen. Dieses Spiel belustigt die Massen offenbar; der Hügel, wo der Galgen steht, ist ihnen nur ein Circus, wo sie sich etwas mehr vergnügen als anderwärts. Wer nicht an diese thierischen Triebe glauben will, der lese nur unter den Denkwürdigkeiten darüber, wie das Volk von Paris sich 1793 unter dem Schaffote benommen hat." Das französische Blatt hat wahrlich nicht Unrecht, da ihm, in seinen heiligsten Tendenzen verletzt, die Entrüstung gerechte Worte in die Feder dictiert: bedauerlich aber bleibt es immerhin, dass erst die Verwundung am eigenen Körper zu menschlichem Fühlen und Denken veranlasst. (Jüdische Schule« in London.) Vor einiger Zeit hatte der königliche Cvmmissär der Londoner Schulen infolge der Wahrnehmung, dass die die große jüdische Freischule besuchenden Kinder ein sehr schlechtes Aussehen hatten, die Verwaltung ersucht, entweder eine Reduction der Schulstunden vorzunehmen oder die Eltern zu veranlassen, dass der Besuch der Chedarim seitens der Kinder unterbleiben mochte. Letzteres wird von den Eltern abgelehnt, trotz eines dringenden Ersuchens Lord Rothschilds, der Präsident der jüdischen Freischnle ist. Nun existieren ähnliche Verhältnisse auch in Leeds mit einer wie bekannt, großen jüdischen Arbeiterbevölkerung und da zeigt sich denn die beachtenswerte Thatsache, dass die Besuchsziffer jener beiden öffentlichen Schulen, wo die jüdischen Kinder den größten Percentsatz bilden, die Höhe von 99, resp. 98 Procent beträgt. Gewiss ein anerkennenswertes Resultat und ein Beweis dafür, wie ernst es den Eltern ist, ihren Kindern eine möglichst umfassende Bildung zu verschaffen. Auch der Gesundheitszustand der Kinder ist ein guter, obgleich das jüdische Viertel in einem der ungesündesten Fabriksdistricte liegt, mit engen Straßen, mit vom Rauch der Rieserrschornsteine erfüllter Luft. (Der Antisemitismus in Frankreich.) Es scheint wirklich, als wachsen die Zustände in Algier der französischen Regierung über den Kopf, wie man das schon seit langer Zeit als die unausbleibliche Folge der Laissez faire- Politik voransgesaat hat. Die Kabylen plündern, wo sie etwas zu plündern finden nnd da der Handel vorzugsweise in den Händen der Juden ist, so kommen diese in erster Linie an die Reihe. Der Ramadan, die muselmännische Fastenzeit, hat begonneil und man tveiß, welcher Paroxismus sich der midelmännischen Bevölkerung dann bemächtigt. In Frankreich geht die Hetze los gegen Juden, Protestanten und Freimaurer, und in Algier gegen Inden und andere — Ungläubige. Die. Franzosen werden am eigenen Leibe das zu fühlen bekommen, was sie den Juden angethan haben. Im übrigen gehen aber die die französischen Gerichte mit anerkennenswertester Promptheit gegen die antisemitischen Aufreizer vor. Der Herausgeber eines „Jüdischen Adressenkalenders" war zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurtheilt worden und hatte appelliert, in der Hoffnung, dass die Strafe hernntergesetzt werde. Er hatte sich bitter getäuscht: das Appellationsgericht erhöhte im Gegentheile die Strafe auf 3 Monate Gefängnis, 1500 Frcs. Kosten und 2500 Frcs. Schadenersatz. Außerdem Beschlagnahme aller vorräthigen Adressbücher, Bekanntgebung des Urtheiles in einer großen Anzahl Blätter und Androhung einer Strafe für jeden Versuch, ein Buch noch weiter zu verkaufen oder nur anzubieten. Es ist das die höchste Strafe, die das Gesetz zulässt. (Französische Geschworene.) Die drei Personen, die sich im September v. I. des nächtlichen Ueberfalles in der Redactiou des revisionsfreundlichen „La Grund Bataille“ und der Bedrohung des Leiters dieses Blattes Roge r schuldig gemacht hatten, standen vorige Woche vor dem Schwurgerichte in Paris, um sich hierüber zu verantworten. Alle Angeklagten, darunter der Leiter des Blattes „Anüjuü“ (Antijude) namens Guorin, wurden f r e i g e s p r o ch e n. Die Zuhörer nahmen das Urtheil mit Hochrufen auf die Armee nnd die Geschworenen zur freudigen Kenntnis; es ereigneten sich keine weiteren Zwischenfälle. Die Herren, die nach einem bekannten Ansspruche „zufällig" Geschworene waren, dürften bald für höhere Richterstellen in Frankreich für befähigt erklärt werden. (Jndenbehandlrmin Russland.) Der russische Minister des öffentlichen Unterrichtes musste einmal wieder :— wie schon so oft — die Ausführung der etwas zu weitgehenden Befehle gewisser untergeordneter Organe gegen die Juden inhibieren. Der Gouverneur von Wladimir hatte befohlen, dass sämmtliche jüdischen Lyceisten zu entlassen seien, sogar jene, die vor dem Schlussexamen stehen. Auf die dringliche öftere Vorstellung der Eltern der Schüler wurde der Befehl doch endlich, tvie »ben bemerkt, annulliert. (Antisemitisches aus der Schweiz.) Der Berner „Bund" theilt mit, dass sämmtliche Ladeninhaber der Stadt Bern durch öffentliche Aufrufe zu einer Versammlung einladen, in welcher eine Besprechung der Maßnahmen gegen daS Ueberhandnehmen und die Gefchäftsgebarung jüdischer Großwarenhäuser stattfinden soll; über den Grund zu diesem Vorgehen schweigt sich das genannte Blatt vollständig ans. Angesendet. Di- Uothlage der Bergarbeiter in Karislav. Von der „Drohobyczer Handelszeitnng" erhalten wir folgenden Hilferuf aus Borislav zum Abdruck: „Die Borislaver Bergbauarbeiter sind bereits ca. ein Jahr, seitdem der Betrieb von dreiviertel der bestehenden Schachte infolge der neueren Vorschriften eingestellt wurde, ganz beschäftigungslos. Sie haben während dieser Zeit alles, was s i e b e s a ß e n, verkauft, u m i h r L e b e n z n f r i st e n und den Hunger ihrer Frauen und Kinder zu stillen. Jetzt, nachdem sie ein ganzes Jahr am Hungertuche nagten, hat das Elend den Höhepunkt erreicht. Starke, arbeitsfähige Männer schleichen wie Schatten umher, hungernd und verzweifelnd, ohnmächtig, den Hunger ihrer nach Brot schreienden Kinder zu befriedigen. Den Sabbath, wo nach jüdischem Ritus die Wohnung, sie mag noch so klein und eng sein, hell beleuchtet, der Tisch schön gedeckt ist und Fleischspeisen aufgetragen werden, kennen diese Leute nicht mehr. Finster ist es in ihren leeren Wohnungen auch am Sabbath, und von Fleischspeisen ist gar keine Rede, da sie nicht einmal über trockenes Brot verfügen. Der Tod hält reiche Beute in Borislav. Jüdische Arbeiter sterben den Hungertod. Und wir Inden, deren Religion und Nationalität auf Barmherzigkeit und Gerechtigkeit gegründet ist, sollen ruhig zusehen, wie Hunderte unserer treuen Glaubensgenossen aus Mangel an Arbeit mit ihren Familien dem sicheren Tode entgegengehen? Wir appellieren daher an den bekannten W o h l t h ä t i gkeitssinn unserer Stammesgenossen, mit vereinten Kräften dem Elend der Borislaver Bergbauarbeiter so rasch als möglich abzuhelfen. Es handelt sich hier nicht um A l m o s e n, um momentane U n t e r st ü tz u n g, sondern darum, diesen Leuten, welche ohne ihr Verschulden in Noth und Elend gerathen sind, Arbeit zu verschaffen. Die Borislaver Bergbauarbeiter sind zu jedweder noch so schweren Arbeit fähig. Habt also Erbarmen mit diesen Unglücklichen, verschafft ihnen Arbeit, und Ihr werdet in ihnen treue, redliche und anhängliche Arbeiter finden. Vereinigt Euch daher alle zur Bildung eines Hi lfsc om ites, um so rasch als möglich diesen Unglücklichen Arbeit zu verschaffen." Volkswirtschaftliches. Gm Creditnnd UnLerstühnngsnerrin für Kleingemerdetreidende. Bericht und Antrag an das Eomit« der Gewerbeversannnlung. Als vor nun mehr als einem Jahre der „Jüdische Volksverein" sich constituierte, da dachten seine Gründer daran, sich bei der Propagierung ihres Programmes vor allem an das jüdische Gewerbe zu wenden. Aus zweierlei Gründen: In keiner Schichte der jüdischen Gesellschaft ist das Gefühl nach einem engen Zusammenschluss, einer Organisation der Juden so stark, wie bei dem schwergedrückten, doppelt leidenden jüdischen Gewerbestande, und nirgends lässt sich Positives besser und erfreulicher schaffen, als bei diesem. In rascher Ausführung dieses Gedankens suchte der „Jüdische Bolksverein" Fühlung mit den jüdischen gewerblichen Kreisen, um so direct die Klagen und Wünsche derselben kennen zu lernen. Auf diesem Wege wurde der Verein insbesonders durch den „Verein zur Unterstützung jüdischer Gewerbetreibender" thatkräftigst unterstützt. Abgesehen von der speciellen Judennoth, wie viele jüdische Gewerbetreibende durch den Antisemitismus christliche Kundschaft verloren hätten und tvie trotz alledem viele Juden es noch immer scheuten, beiin Inden arbeiten zu taffen, waren die Klagen die des Gewerbestandes überhaupt; vor allein: Der Mangel eines kräftigen, unterstützenden Credites. Um über diese Frage vollständige Gewissheit zu erlangen, berief der „Jüdische Bolksverein" am 11. Mai v. I. eine große Gewerbeversammlung ein, die von über 1500 jüdischen Gewerbetreibenden besucht war. Die Versammlung sprach sich dahin ans, es mäge vor allem daran gearbeitet werden, eine Quelle für billigen Credit zu verschaffen, falls man überhaupt daran denke, etwas für den Gewerbestand zu thnn. Es tvnrde ein siebengliedriges Activnscomitö gewählt und dasselbe mit den Vorarbeiten zur eventuellen Lösung dieser Frage betraut. Dem Cvmitü gieng vor schon längerer Zeit nacbstehender Bericht und Antrag zu. Das ComitO hat sich vorläufig für diesen Antrag entschieden wtb arbeitet mit aller Kraft an der Verwirklichung desselben. Warum dieselbe bislang von keinem thatsächlichen Erfolge gekrönt wurde, daran sind Umstände schuld, über die das Ende des Berichtes Aufschluss geben wird. Man wird bei Erörterung der Frage eines Credites für die Kleingewerbetreibenden wohl vor allem an die Creierung einer Erwerbsnnd Wirtschaftsgenvssenschaft (Spar- und Vvrschussverein) mit beschränkter Haftung denken. Gegen die Errichtung einer derartigen Genossenschaft sprechen höchst wichtige Bedenken, die ihre Ursachen tyeils in dem Wesen der Creditgenoffenschaften selbst, theils tu der derzeitigen Lage des Gewerbestandes haben. Erfahrung wie Statistik zeigen vorerst eine Thatsache: Während die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossertschaften in der Provinz, auf dem Flachlande, nahezu ausnahmslos blühen, ist bei vielen in Wien gerade das Gegentheil der Fall. Ans dem Flachlande, wo der Gewerbestand schon an'sich unter bedeutend besseren Prodnctions- und Existenzbedingungen lebt, ist er deshalb materiell günstiger situiert, also zahlungsfähiger und demgemäß auch kreditfähiger. Des Ferneren ist eS einer Kleinstadt mit zehn-, ja zwanzigtausend Einwohnern nicht sonderlich schwierig, das Genoffenschaftsmitglied gründlich zu kennen nnd bei Kreditgewährung demgemäß geradezu „auf sicher" zu gehen. Wozu noch der Umstand kommt, dass die Ge-* nossenschaften durch den Mangel der Großbanken bei dem schon gut situierten erwerbenden Bürgerthum freien Spielraum haben. Das sind Verhältnisse, die in der Großstadt keineswegs ^zutreffeu. Der Gewerbestand lebt hier unter bedeutend schlechteren Prodnctions- und Existenzbedingungen, ist materiell ganz miserabel sitniert und — in kaufmännischer Bedeutung des Wortes — geradezu zahlungsunfähig. Dazu kommt die craffe kaufmännische Unbildnng des größten Theiles der Kleingewerbetreibenden. Eine geregelte Buchhaltung kennt man gar nicht; es kommt sehr, sehr häufig vor, dass Gewerbetreibende nicht wissen, wann ihre Papiere fällig sind, man» lebt sozusagen von der Hand in den Mund. Die Statistik zeigt uns in Wien auch das demetttsprechende Bild. Einerseits Genossenschaften, die, ltm sich halten ztt können, nur auf wirklich besser situierte Kreise sich beschränken, daher dem Kleingewerbetreibenden .gar nichts nützen, anderseits solche, die ihre Versuche, dem Kleingewerbe zu helfen, durchwegs mit schweren Verlusten bezahlen, sich nur mühsain halteil, ja vielfach sich anflösen. Selbst die Humanitätsanstalten für Kleingewerbetreibende zeigen dasselbe Resultat. Ueberall bedeutende Rückstände, die zwar in den Büchern weitergeführt werden, wohl aber zum größten Theil nur ans dem Papier gut sein dürften. Das sind die Thatsache», mit denen jedermann rechnen muss, der etwas wirklich Segensreiches für das Kleingewerbe schaffen will. Diese Verhältnisse geben aber auch gleichzeitig die Fingerzeige dafür, wie eine neue Institution beschaffen sein müsste, die all die geschilderten Uebelstände vermeiden wollte. Diese Institution müsste derart beschaffen sein, dass sie 1. sich selbst erhalte, d. h. dass der zu erwartende Abfall (Verlust) aus den eigenen Einkünften gedeckt werde, 2. die Möglichkeit einer leichten nnd bequemen Zahlung der gewäsrten Credite biete, um so das Zustandekommen größerer Summen zu vermeiden, 3. die Möglichkeit der persönlichen Mahnung und Eintreibung des Darlehens seitens der bewachenden Organe gewähre, 4. dass sie die Nutznießung noch anderer Vortheile auf jeden Fall gewährleiste, 5. dass sie endlich kattfmännisch erziehlich wirke. Man ersieht sofort, worauf diese Grundsätze Hinweisen: ans einen großen, capitalskräftigen Verein, der mit Mitgliedsbeiträgen. sowie mit ben üblichen Mitteln aller Vereine arbeite, und nebst einer etwaigen Kranken-, Witwenu. s. w. Unterstützung auch die Darlehensgewährung pflege. Doch kommen auch hierbei noch zwei Grundsätze in Betracht. 1. Dürfen die Mitgliedsbeiträge nicht zu hoch sein. ' 2. Muss die Darlehenssection sich nur aus ordentlichen Einnahmen erhalteit können. ' Um die Möglichkeit einer derartigen Jttstitution näher beleuchten zu können, hat der Verfasser die Resultate des schon erwähnten „Vereines zitr Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender", der eben nebst den üblichen Utitersttttznugen noch Darlehen — allerdings nur bis zum Maximalbetrage von 50 st. — gewährt, statistisch zusammengestellt. *) Selbst hier im kleinen zeigt die Darlehensgebarung das oben geschilderte Bild. Nach den Ausweisen hätte der Verein allerdings nur einen ganz minimalen Effcctivverlnst. In Wahrheit steht die Sache doch anders. Wie man ans der Tabelle ersieht, sind die Darlehensrückstände immer im Steigen begriffen, sie schleppen sich von Jahr zu Jahr fort. Es wird immer weniger gezahlt, als geliehen wird — zwar traurig, aber wahr! Trotzdem hat der Verein in 13 Jahren es aus nichts so weit gebracht, daß er in den letzten vier Jahren durchschnittlich 82'54 Percent seiner Gesammteiunahmen in Darlehen, 35'78 in Unterstützungen verausgabte *) nnd sein Vermögen trotzdem um 25’24 Percent vermehrte. Diese Thatsach'e genügt, um zu beweisen, auf welch gesunder Grundlage eine derartige Selbsthilfe-Institution steht. Allein von ausschlaggebender Bedeutung wird die Beantwortung folgender Fragen sein: 1. Ergeben sich ans den vorliegenden Resultaten Fingerzeige für die Organisation und Geschäftsgebarung bei einer bedeutenden Vergrößerung des Vereines oder Neugründung eines ähnlichen? 2. Lässt sich daraus eilte ziffermäßige Basis für einen in großem Maßstabe betriebenen Credit- und Unterstützungs- Verein festsiellen, der allen oben ausgestellten Forderungen entspricht? -(Schluss folgt.) *) Die diesbezüglichen Tabellen werden der nächsten Numtner des „Jüdischen Volksblatt" als Beilage beigegeben werden. D. R. *) Zur Erklärung dieses anscheinenden Widerspruches diene folgendes: In die Tabellen sind als „Gesammreinnahmen" nur die wirklichen ordentlichen Einnahmen attfgeitommen. Mittel hatte der Verein viel mehr zur Verfügung, und zwar einerseits aus dem jeweiligen Cassavortrag andererseits aus den jeweiligen Darlehensrückzahlungen. * i i i im mum iw ir nnn „ Vriefkajten der Redaction. Jmpresi. Wenn Sie die Nummer gelesen haben, werden Sie es begreiflich finden, dass wir uns für die deutsche Staatssprache gerade nicht begeistern. Reisender in Westböbmen. Besten Dank für Brief. Wir bitten, vor allem nur Zustände im Schul- und Lehrerstande. Oberlehrer R.d., Ung.-Brod Artikel acceptiert. Erscheint in einer der nächsten Nummern. Lehrer A G... . <t, Ung.-Brod. Leider ju unvollständig. Brief folgt. A n d i e H e r r e n E i n s e n d e r. Wir bitten, dringend Manuscripte stets nur auf einer Seite des PapierS j# beschreiben.