Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1964
- Issue
- Heft 122 (Mai 1964)
- Date
- 1964-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1964 ist ein Schekeljahr, erwerbet den Schekel P. b. b. Erscheinungsort Wien — Verlagspostamt 68 Falls unbestellbar zurück an Wien IX, Universitätsstraße 4/4 iimme 6ctyo,vt dcc MltyCtoeUieto’ Ziönisieh, u% ÖsiecccUU u^bbzn nvrntfnr; Zionistischer Landesverband Wien, Tel. 33 75 84, Postsparkassenkonto 134.292 Mai 1964, Preis S 3.—, Nr. 122 z Treue dem unparteiischen Herzl-Weizmann-Zionismus Vor einiger Zeit fand in Paris eine nationale Landeskonferenz der Zweige unserer Goidstein - Halperin - Konföderation in Frankreich statt, die einen außerordentlich reichen Erfolg zeitigte. Im Präsidium saßen außer den Askanim des europäischen Konföderationsbüros die Chawerim M. Topiol, Ing. W. Torontschik, A. Rosenblatt und J. Warszawski. Auch Gäste aus Frankreich und dem Ausland saßen am Präsidialtisch. Die ausländischen Freunde waren: Frau Ros Halperin, die Führerin der bedeutenden Frauenorganisation Amerikas Hadassah, der Präsident des Waad Hakehillot Sir Barnet Jänner, der israelische Generalkonsul in Paris Zwi Locker, der i verehrte Raw Tschaskala, Vertreter von Misrachi- und Hapoel Hamisrachi, der bekannte Pariser zionistische Askan Zwi Lewin, Führer der Poale Zion Hitachduth, der Admiral Kahn, Vorsitzender des zentralen Constitoire, Sch. Schwarz, Präsident der Konföderation in Belgien, M. Lermann, Generalsekretär der Achduth Haawodah- Poale Zion, und Dr. De Vries, Präsident der Konföderation in Holland. In seiner Eröffnungsrede hat Präsident Topiol sich auf die aktuell wesentlichen Probleme des Zionismus und seine Aufgaben konzentriert. Der Redner hält es für ein selbstverständliches Postulat, daß die Medinath Israel die geistige Kraft darstellen müsse und werde, um das jüdische j Selbstbewußtsein in der Galuth zu stärken und weiter zu entwickeln. Israel reifte gleichsam zum modernen Pentateuch und ist in der Lage, das jüdische Volk in Ehren am Leben zu erhalten. Genau wie einst die Thora unsere Einigkeit und Einheit, unseren Bestand in der Galuth gewährleistet hat, ist heute Israel das geistige Zentrum, aus dem Juden ihre Lebenskraft schöpfen können. Der Redner äußerte konzeptible, philosophische Gedanken hinsichtlich des Zionismus unserer Konföderation und führte aus: Die Goldstein-Halperin-KonfÖderation hat sich rechtzeitig auf die Erfordernisse des modernen Zionismus, auf Israel und auf den souveränen Willen der nationalen jüdischen Massen eingestellt. Eine Bewegung darf nicht statisch bleiben und der Zionismus, nach Errichtung der jüdischen Eigenstaatlichkeit, muß seine Tätigkeit, sein System, seine Struktur und sogar seine Sendung nach dieser Richtung hin einstellen. Die Konföderation, welche in der modernen Zeit lebt, führt die Politik eines Topiol bei uns zu Gast den Weg nach Israel freigeben werde. Die neuen Immigranten aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs sind durchaus keine Last für Frankreich, im Gegenteil. Es handelt sich überwiegend um hochqualifizierte Handwerker sowie andere arbeitswillige und arbeitsfähige für die Wirtschaft nützliche Kräfte, die für einen Staat nur ökonomischen und kulturellen | Gewinn bedeuten. Allerdings geht die Einordnung der Neuankömmlinge gesellschaftlich langsamer vor sich, als wirtschaftlich, doch wird die Konsolidierung auch hier in wenigen Jahren Wirklichkeit werden. Chawer Lapter hatte in diesem Zusammenhang sehr interessante Fragen aufgeworfen, die Anregung zu einer auf hohem Niveau geführten Diskussion gaben. Be. Der Zionistische Landesverband hatte am 11. Mai den Präsidenten des Pariser Konföderationsbüros und Mitglied des Aktionskomitees in Jerusalem, Herrn Topiol, zu Gast, der vor einem relativ kleinen aber sehr interessierten Forum über die politische und wirtschaftliche Lage der Juden in der Welt, inklusive Israel, einen Vortrag hielt. Die Formulierung seiner Auffassung war faszinierend und die Aufzäumung der Probleme war uns in diesem Aspekt und von diesem Gesichtspunkt aus bis jetzt nicht geläufig. Wir erwähnen zum Beispiel die neuesten territorialen Umschichtungen der Juden, darunter der großen Zahl algerischer Juden, die nach Frankreich zuwanderten. Topiol gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch Sowjetrußland in absehbarer Zeit seinen Juden