Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1957
- Issue
- Heft 101 (Januar 1957)
- Date
- 1957-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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' Mt I) I I s! | \| M! '\ i \'M |. | I. 1' - Ai : DAK m; > \ Israel kämpft um sein Recht! sk h a i i Lid mi n all m V - t; \-.-ll l'jt | j. - den J hau Mit'.’harp- (!■" Lfit'i'-ui rpa rt y Iw-,;• u tb-n Im u hst mi A i'gr* .rd (~'t'11i! 1 nau! /waau'ii ilu -m PiP< lit dar Part w <^nii'iund dom ( r‘\v;S'.en ihrem iuflcnmni m - aenüi'-ar /u PosA'hrn halten and J: naht iiesiand-'n hal.■■ i. IA, gibt in dc'r frage Israels k ine doppelte Loyalität. \’ur die, •n;,wn die mi! Israel -ire gr-sch|o ■ Pcmit leiden. sind wirkliche .lud w,. Labt nnhnffen. daß gm-ad im fad Israel nicht so heiß ymmssfwie gekocht wird, I a ß-t uns auf kocht und Gerechtigkeit verhauen, nbeilaßt uns — alle Jucken aul der Welt — auf der Wacht st-'dien, zusammen mit Israei. Theodor Körner Ein großer Mann, ein lauterer Charakter mit ödem Sinn, der im Geringsten wie im Bedeutensten treu war, sch:ed am 4. Jänner 1957 aus dem Leben. Der Tod Theodor Körners, des Präsidenten der Bundesrepublik Österreich bedeutet einen Verlust, den wir Juden mit dem ganzen österreichischen Volk tief betrauern. Sein Vertrauen zur Wahrheit erfüllte sein Herz, aus dessen Fülle die reinste Moral kam. Welches Amt immer Körner inne hattte, waren seine Taten und sein Verhalten vorbildlich. Körners Verhalten vor seinen Mitmenschen •war von reiner Ästhetik bestimmt und sein Leben war die Inkarnation der Anständigkeit. Körner war der Antisemitismus fremd und er verabscheute jede Regung, die auf Verunglimpfung der Juden abzielte. Als die Wiener Kultusgemeinde im Jahre 1946 den 120-jährigen Bestand des Wiener Stadttempels feierte, erschien beim früheren Bürgermeister Körner der damalige Amtdirektor der Kehila, um ihm die mündliche Bitte vorzutragen, dem feierlichen Gottesdienst in der Seitenstettengasse beizuwohnen. Körner sagte ungesäumt sein Erscheinen zu und -zog den Funktionär der Kultusgemeinde in ein Gespräch, das ausschließlich den Fragen der Juden in Wien gewidmet war. Der Bürgermeister zeigte ein wachsendes Interesse am Schicksal der nach 'Wien zurück gekehrten Juden und gab treuherzig der Hoffnung Ausdruck, daß ihre Wiedereinordnung von Glück begleitet sein möge. EHRE dem Angedenken des Mannes, der die reine Menschlichkeit immer hoch hielt. Braver. Leset und verbreitet die „Stimme? ' o-n .0 , w , i.,p, wJ'"!1 -re w 1 cim;t ,t <!><■ i-Li.i illiing ii will zu I : i f I; - J mi:i - I '1(0 Iri nun f : <:! ii i . in; -•; i i.i. ■ i ialhiiwl .,1 i A<:-n,ihn: seherm ■! ‘-m Imw- I- ,rv. Mid >st r<ind -c hwn I : iipo m - ü (I■ ■ / me ' um Ga v I'wi h-M htur’ Jo-: \ i >|l versamm iioi" der \" Tr inten Nationen ist damit zu ein-un ganz wesentlichen Teil erfüllt. aber Hm Pfpvr Israels best dien aul Käumung za Ido — und daraut kann dm o "-.amb- Regierung mcht ino-h< n. I uhrend*- Beamte des nmerikdiVsc h»-n Außenministeriums stallten -ach aul dem Standpunkt, daß KrnH ..keine Varteiraus der Agg res.-, tun" ziehen dürle und ford -rten deshalb \ <* 1 ■ - gen Rückzug D -nue-w! näher vertritt Israel d:-- Au11<isung daß es nicht Aufgabe d--r „UV sein kann, ein System von kechtsbrüchen m einseitiger \\ eise wledorherzustellen. Die I ad<iyun-Angrille von der Zone von Gaza aus sowie die Sperrung der heuen Schiffahrt un Suezkanal und im Goll von Llat waren klcflri kedhtsbrücJie unter Verletzung von Beschlüssen der Vereinten Nationen. Die Organisation hat die Pflicht für Recht in dieser Welt zu sorgen, welcher Aufgabe sie in höchst unvollkommener Weise nachkommt, aul keinen Fall kann jedoch gebilligt werden, daß sie für zweierlei Rocht eintritt. Das ,,Recht" der Ägypter, israelische Siedler an der Grenze von Gaza und israelische Schiffe im Golf von Elat. anzugreifen, dieses will Israel;nicht wiederherstellen lassen. Die Amerikaner verweisen Israel darauf, es solle nach erfolgter Räumung Garantien durch die „UNO" verlangen, doch können die Araber mit Unterstützung der Russen sowohl im Sicherheitsrat wie in der Vollversammlung jeden Garantiebeschluß verhindern — und daher rührt der hartnäckige Widerstand Israels gegen die Forderung nach Räumung ohne Bedingungen. In dem Moment, in dem diese Zeilen geschrieben werden, herrscht in allen Kreisen Israels die Überzeugung, daß ohne konkrete Garantien — nicht nur in Form papierner Beschlüsse — die Zone von Gaza und die Meerengen von Stherm e: Scheich nicht frei gegeben werden — komme, was wolle. Ober dieses „komme, was wolle" wird in Israel heute sehr viel debattiert, und die Überzeugung wächst, daß in diesen Tagen eine Epoche in der Außenpolitik des jungen Staates z.ueade. gegangen ist. Die ersten Jahre der staatlichen Existenz Israels standen im Zeichen des Aufhaus unter amerikanischem Wirtschaftsprotektorat. 1 Iatten früher die Engländer, abgesehen von ihrem politischen Einfluß, die führende Rolle im wirtschaftlichen •p'ii A ui; ka n> < ii m >.:• ’• -■ Mi .Im -r mp -1 ,- 1m:; |-| ■ i 1,1 i i Hli! (i. .. I! M A if-nmn.- * im m-m c-, ..finn. (I!-- ou ■ du 1 . h. - n• ■ u 'p-v, mmei -m |, a ,m b ■!■ v f-Ml -ndf-n! -nge Pindiüi; <m di,- { SA b-u t ' rl -m A uf» im- ' cii d- - r \ -• v: n igo-11 stfifp -n m spm/- und im Anai-!\' ui Iii k t «ml!1 ■!' V i rt schal l sb i II: df-r ISA -st ••ingeste||t. Sir ist muh eien Erklärung m des amen Panischen Außenministers nicht mn bis zur willigen B'dolgung der U\- Beschlüss:- unierhrnch'Mi, sondern sie wird Pis zu -ir.er ..neuen gründlichen Prülung" zurückgehalten In dies'■ , /urTickhaitung" wird auch Ägypten '• jnPe/ wen, cb'ch hat Israel nichts davon, vz-nn Ägypten fmanHwle Sc hwierigkepen gemacht werden. Israel muß damit rechnen, daß es Pis auf weiteres keine amerikanischen Hi,fr,n bekommt, die immerhin 5b bis 60 Millionen Dollar pro Jahr ausniachten — und diese Tatsache muß di- Wirtschaftsgestaitung des Landes sehr beinflussen. Auf der anderen Seite eröffnet dieser Wandel jedoch Möglichkeiten, die man 1 rüber nicht vorausgesehen hatte. ln den Zeiten von Truman und Acheson hatten die Vereinigten Staaten die Wirtschaftshilfe ohne politische Bedingungen gewährt, um dem Staat der Flüchtlinge, dem Land der Opfer Hitlers aus humanitären Gründen auf die Beine zu helfen. Unter dem Regime von Eisenhower und Dulles wurden die Beihilfen jedoch zu einem Milte] politischen Druckes, und bei jeder Gelegenheit deuteten Beamte des amerikanischen Außenministeriums an, daß sie sie sperren würden, wenn Israel ihre Wünsche nicht befolgen würde. Durch dieses Vorgehen wurde eine unerträgliche Atmosphäre geschaffen, und mehr als einmal wurde die Möglichkeit einer Loslösung von dieser Art von Unterstützung erwogen. Wenn Israel jetzt vielleicht genötigt sein wird, ohne die Hillen auszukommen, so wird dies große wirtschaftliche Schwierigkeiten für das Land mit sich bringen, doch ist der moralische Vorteil unverkennbar, denn Israel wird genötigt werden, auf eigenen Füßen zu stehen — und danach streben weite Kreise seit langem. Die neue Zeit wirtschaltlicner Schwierigkeiten wird jedoch auch dadurch gekennzeichnet werden, daß Israel politisch nicht mehr so isoliert ist wie früher. Die Annäherung an Frankreich und an mehrere westeuropäische Staaten ist unverkennbar, und wenn manche von ihnen — vor allem England — noch sehr vorsichtig im Einschlagen einer neuen Politik sind, so werden objektive Gegebenheiten die Bildung einer neuen Front schneller als vermutet bewerkstelligen. Der amerikanische m . ni ,-n zu- <i-,-n --n, u t •Heu \ : - A uz-', h'-ii m ii1 ■■ ü (br all! i 11 n Haß (ii.-!<u w , - m ,-1 i ,j l .urnpu io-.* \\-m'-v|.'m iimu a , . Ain.-nka n I u r; 1 pa >) 11 s'. < ■ I nA: <! ■ ul und t - ran k ■■ reich diiskomm-Mi whl, die es b.-i verächtlich abtul — diese Frage ist bis heute keineswegs geklärt "•( beeßluda kommt imi h;>u.e r rw a-jn mm Ii n/u : S. > sehr aiu b d i L'm.A und der (P’neraisekivtär der P'\ ::<uh \\ iederhersßblung des ■-tatim qua stre|v>n m;igen yi ist dieser schon de-.weg-di nulit mehr zu erreichen, weit sieh in den wenigen Jagen des Sinai-Krieges die absolute Unterlegenheit Agvplens herausstellte. Die Sinai Halbinsel erhält Kairo nicht dank seines Einsatzes, sondern durch Eingreifen Dritter, zurück. Ägypten selbst ist als militärischer Faktor für lange Zeit ausgeschaltet, von ei rer „zweiten Runde" ist keine Rede mehr. Hatte man bisher Israel geraten, es solle territoriale Konzessionen machen, um die „übermächtigen Araber" zu besänftigen, so zittern diese heute vor der mi.itärischen Kraft Israels. Diese Tatsache kann bei allen künftigen Verhandlungen nicht übersehen werden, und sie hat auch das Ansehen Israels in den Augen der westeuropäischen Staaten, vor allem England, gestärkt. Zeitungen sind ein gewißes Barometer für den politischen Einfluß eines Staates. Das „Gewicht" der amerikanischen Blätter im Straßenbild Tel Avivs geht langsam zurück, und französische und englische Zeitungen schieben sich mehr und mehr in den Vordergrund. Das ist nur eines der Anzeichen dafür, daß Israel in eine neue Epoche in seinen Außenbeziehungen eingetreten ist. Diese Zeit bringt große Gefahren — vor allem in wirtschaftlicher Beziehung — mit sich, jedoch auch neue Chancen. Auf jeden Fall besteht der Status quo nicht mehr, Israel hat nicht mehr einen konzentrischen Angriff seiner Nachbarn zu fürchten — und die Konsequenzen dieser Veränderung werden nicht ausbleihen. Achtung! Vormerken! Der pMtimbcdl des Keren Kayemeth Leisrael findet am 24. März 1057 im Kursalon statt!