Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1956
- Issue
- Heft 98-99 (August 1956)
- Date
- 1956-08-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 98 99 OIE STIMME Seite 7 DR. WOLF HERZBERG AUS ISRAEL ZURÜCKGEKEHRT Unser Ehrenpräsident Herr ’Dr. Wolf Herzberg *st von seiner Reise nach Israel zurückgekehrt und wird demnächst vor einem breiten Forum einen Vortrag über die von ihm i m Lande gewonnenen Eindrücke halten. Zeit und Ort wird der Zionistische Landesverband rechtzeitig bekanntgeben. Pu^oMtnacUUcldeH Heinrich Stein, langjähriger Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes hat mit seiner Frau die Alijah angetreten, Wir wünschen der Familie Stein, deren Söhnen die seit längerer Zeit in Israel leben, viel Glück und Erfolg in der neuen Heimat. Josef Rubin Bittmann, Vorstandsmitglied des Zionistischen Landesverbandes wurde neuerlich zum Vizepräsidenten des Bundesverbandes israelitischer Kultusgemelnden in Österreich gewählt. Dr. Max Gellis, wurde, über Vor- Vorschlag des Zionistischen Landesverbandes, zum oeschäftsführenden Vizepräsidenten des Xeren Kajemeth gewählt. Dr. Isidor Merdinger, der dem Vorstand des Zionistischen Landesverbandes angehört, promovierte zum Doktor - der gesamten Heilkunde. Esriei Seifert, wurde nach Rücktritt des Kassiers zum Finanzreferenten des Zionistischen Landesverbandes einstimmig gewählt. Dipl.-Ing. Siegfried Drill, Vorstandsmitglied des ’Herzl - Klubs, wurde vom Präsidenten des Landesgerichtes für ZRS. zum beeideten gerichtlichen Sachverständigen für die Gruppe Wohnhäuser, Villen und Geschäftshäuser bestellt. Generaldirektor Leopold Prinz, [eierte seinen 50. Gebuitstag. — Wir gratulieren! Die Schwestern Loris Diese bekannten Pianistinnen auf Doppelklavier, wurden nach lsra T zu einer mehrmonatigen Konzert- T< urneo engagiert. Unsere Leser kennen die Kirnstlerinneu und ihre wundorbui cm '• kirhietungen bei Zionistischen Veranstaltungen. Wir wünschen den Schwestern Loris MAT AM IVS2ESZER. In der am 4. Juni statigelunclenen Generalversammlung wurde Herr Otto Glücksmann zum Obmann gewählt, Kassiere sind die Herren 11. Schelzer u Direktor Brüll, Schrift- Dihier Herr Walte» Volk. Dieser Verein hilft, den Ärmsten und verdient die stärkste Förderung. Spenden sind erbeten auf Postscheck-K to CS edil ans lall-Bankverein Nr 90.485 zu Gunsten Konto Nr 3742. Der Hilfsfonds in voller Tätigkeit Herr Dr. George Weis, Generalsekretär des Hilfsfonds zur Hilfeleistung an politisch Verfolgte, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, gab einem Mitglied unseres Redaktionskomitees Gelegenheit, in die Arbeit dieses Fonds Einblick zu nehmen. Seit der Zeit der Publikation des Aufrufes sind nicht weniger als 11.700 Schriftstücke aus aller Herren Länder eingelangt und beantwortet, davon 4500 Antragsformulare, die sich in voller Bearbeitung durch das Sekretariat befinden, Von jeder Zuschrift und jedem Antragsformular muß verständlicherweise ein Akt angelegt werden, der wiederum in mehreren Kartotheken registriert ist. Es erfolgt eine Sortierung nach dem Alter des Einreichenden, seiner Würdigkeit und seinem Wohnsitz. Ist der eingelangte Fragebogen in allen Teilen richtig ausgefüllt, so erfolgt die „Überprüfung": Der Vertrauensarzt überprüft die Angaben über die Gesundheilsschädigung und ob diese eine Verminderung der Erwerbstätigkeit mit sich bringt, die Wiener Polizeidirektion wiederum bestätigt die gemachten Angaben über Staatsbürgerschaft bzw. Wohndauer des Antragstellers und über das Datum seiner Auswanderung. Das Magistratische Bezirksamt bescheinigt dem Einschreiter, daß er keine Leistung nach dem Opferfürsorgegesetz in Anspruch genommen hat. Sind alle diese Formalitäten erledigt, so erhält die Zuweisungskomrriissjon den abgeschlossenen "Akt zur Begutachtung. Diese Zuweisungskommission setzt sich aus verantwortungsvollen Persönlichkeiten zusammen, dj»e ihre anstrengende Arbeit ehrenamtlich übernommen hat. Verständlich, daß nicht alle einlangenden Fragebogen richtig ausgefüllt sind, dann werden die notwendigen Unterlagen verlangt, und oft entwickelt sich eine umfangreiche Korrespondenz. Aber alles — so konnte sich der Reporter überzeugen — wird auf möglichst unbiirokratisrhe Weise erledigt und man gewinnt den Eindruck, daß in diesem Hilfsfonds nicht nur mit Eifer sondern auch mit Herz gearbeitet wird. Alles ist darauf eingestellt, den Antragstteller zu seinem Recht, und letzten Endes zu seinem Geld zu verhelfen. Wenn es nach dem Willen der Leitung und der Mitarbeiter ginge, würden die ersten Beträge noch vor Ende des Jahres zur Auszahlung gelangen —- und dies hofft, das Kuratorium, an der Spitze sein Vorsitzender Generaldirektor Sobek und der unermüdliche Geschäftsführer Dr. George Weis. Die Aufgaben des Hilfsfonds sind hinlänglich bekannt und wir wollen nur kurz wiederholen, daß dieser Fonds geschaffen wurde, um bedürftige Opfer des Nazismus, d,e sich im Ausland befinden und daher den Wohltaten des Opferfürsorgegesetzes nicht teilhaftig werden können, einen bestimmten Betrag, gestaffelt nach Alter, Bedürftigkeit usw, zukommen zu lassen. Die österreichische Regierung hat zu diesem Zweck 550 Millionen S, zahlbar im Laufe von elf Jahren zur Verfügung gestellt. In einem Aufruf wendet sich das Kuratorium an die Berechtigten ihren Anspruch geltend zu machen und wir empfehlen, die Antragsformulare beim nächsten österreichischen Konsulat anzufordern und ehestens an die Adresse: Hilfs fonds, Wien 45, Postfach 138, möglichst genau ausgefüllt, abzusenden. LEOPOLD EHRLFCH-HICHLER „1938" — ein Wiener Roman. Der bekannte Autor und bewährte Zionist Dr. Leopold Ehrlich- Hichler schrieb einen Roman ,,1938", ein Wiener Roman (Europäischer Verlag) und wählte zum gegebenen Stoff den Vorwurf 1938. Die Hauptfigur dieses Romans ist der aus den Schriften Dr. Ehrlichs bekannte Dr. Gustav Mautner, ein Selchwarenfabrikant, der kunstbefließen ist und oft zur Feder greift um Geschehnisse festzuhalen, die kullarpo Lisch wi'hti° sin I und der Vergessenheit nicht verfallen dürfen. Die Hauptfigur des besprochenen Romans ist. in Wien geboren, genoß hier die Erziehung, glaubt an den österreichischen Menschen, an die Menschlichkeit und daran, daß der Jude, der dem österreichertum das Beste gab, in Fällen von Not, nicht im Stich gelassen werden wird. Der gewaltsame Einbruch der verkommenen Nazismus in Österreich macht seine Illusion zuschanden. Die nazistischen Bluthunde stürzen sich auf ihn und legen ihm zunächst eine Kontribution auf, die er in Waren leisten muß. Seine von ihm persönlich geleitete, gut fundierte Fabrik, muß er um einen äußerst geringen Betrag dem Ariseur überantworten, widrigenfalls droht diesem Juden das nazistische Konzentrationslager, das nur im Dritten Reich entstehen konnte. Völlig ausgepliindet t, steht Dr. Mautner mittellos da. Die Gestapo läßt von ihrem Opfer nicht mehr. Der Jude bekommt den Nazibefehl, die Grenzen des Dritten Reiches in kürzester Frist zu verlassen. Nun beginnt für ihn der Weg des Leidens, der Not, des Elends und der Angst, woraus es schier keinen Ausweg gibt. Der Inhalt des Buches kennzeichnet den Autor als einen klugen Beobachter, der ebenso ernste wie traurige Geschehnisse einzufangen versteht und dem Leser die bittere Not des Judentums in der Galuth vor Augen führt, allerdings mit der Absicht, den Wert der jüdischen Heimat Israel zu unterstreichen, Dr. Kurt Schubert zum Professor ernannt Der österreichische Unterrichtsminister Drimmel hat den bekannten Dozenten Dr. Kurt Schubert auf Vorschlag der Fakultät zum Professor für hebräische und aramäische Sprache und Geschichte an der Wiener Universität »ernannt. Diese Ernennung krönt den raschen wissenscliaftlichen Aufstieg eines interessanten jungen Mannes, dessen Name nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in der gesamten Welt des Judentums mit höchster Achtung genannt wird. Dr. Schubert, ein Wiener aus einer aus Böhmen stammenden, streng katholischen Familie, entschloß sich als junger Student unter dem Eine!ruck des barbat ischen Vorgehens des Nationalsozialismus gegen das Judentum, llebraistik zu studieren und brachte es auf diesem Gebiet in k'.i'zestor Zeit ui au Poordentlichen Kenntnissen. Es war ihm auch möglich, währen:! der Verfolgi ngszeil in Wien zahlreiche lhoraiolkn und hebräische religiöse Literatur vor dev Vernichtung zu retten. Schubert, gegenwärtig Vorsitzender der ehristl ich-jüdischen Arbeitsgemeinschaft in Wien, ist in vielen Kongressen als Redner uidgetrelen und dm eh zuhlieicho Vorträge in Österrreich, Deutschland, Israel und der Schweiz bekannt geworden. im letzten .fahr erschien bei Herder in Wien-Freiburg sein Buch „Oie Religion des rmcMnblischen .Judentums''. Dr. Ursula Schubert, seine Gattin, Orienlalistin von Beruf, ist dm Tochter des Ministeiral raten im Wiener Innenministerium Dr. Alfons Just, dessen Name mit der Geschichte des Staates Israel verbunden ist. Hist hat in seiner Eigenschaft als Leiter des Res so. ts „Flüchtlinge" im österreichischen Innenministerium in den Nachkriegsjahien Tausend.'» von jüdischen Flüchtlingen aus dem Osten, die zur i laranah, der indischen Untergiundarmee, in das Palästina der britischen Mand.itsherrschait wollten, durch Österreich durchgeschleubt und sich damit seht wosent.li h um die Siä kung de StueLkräite verdient »»'macht, die im Augenblick der Ausrufung -des Staates Israel dem konzentrischen Angriff der arabischen Staaten mutig, glänzend ausaebildet und erfolgreich widerstehen konnten L A M 'du, EINMALIGES SONDERANGEBOT .1UDAICA Hein.ich Giaeiz, Volkstümliche Geschichte der Juden, 3 Bände, Leinen, fast neu S 200.— M- Mudde, Der Geist der jüdischen Kultur und das Abendland, Okfctvbcincl, Leinen qob , fast neu S 95 - Die Bücher der Bibel, Zeichnungen von E. M. Lilien, 3 stä ke Bonde, f:i-! neu S 220 — M- Monde!-oh»'. Gesammelte Schriften. 8 3de gebunden, gut erhalten S!60 — M- A- W:e. en. Neues hebräischewlen!-.. luv. V'/ürleibuch, neu S 70 — L f-ou htwcmge-, Der jüdische Kiicj. L-amn, gut erhuiton 7 o - Sd-elom Avh, Die Mutter, Roman, fru.; neu 7 ö ■ - Schalem Asch, Von den Vätern. fast neu s 35 — Max Biocl, RoubenS Ein gcsch hilvhe. Rom:,-., aus clor jüdischen Gosch,slito 5 30 - A UM es. Der owi. qu Jude am Ziel, gebunden S 30 - D- Levy, 100 Jcibie aus d:m t Ten d juclischon Volkes im ZoitaÜor des Tal ud in losen Einbund S 40 - D»e Menge Sch-ift. hebe, Che, W» „st douf- .eher Obei sei zun kJ, sicirko: y »2 D; DU (DU' AllhJ gut erhullen S '50- Auflagen an d'a Adm ,,Dm St-nwo" ante. JudVou"