Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1953-11-01 · Heft 80 (November 1953) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1953
Issue
Heft 80 (November 1953)
Date
1953-11-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2431292-2431345-2431354--0571-2432204
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 80 DIE STIMME Interessantes aus Israel 1)11. STADT JERUSAEM Seit dem Entstehen des Sl:i:ite.s ist die BcNölkrrung der Ilauptstudt v m 70.000 eiiif KjO.OOO Seelen gestiegen. Dir Zentraliernng der Regimmgsämlcr in Jerusalem hat Niel zum Prospertirrrn dieser Stadt heigetrugen. 25 JAHRE GIW ATM BRENNER Der Kibbuz Givatli Brenner, der im w esentlielicn noii Chaluzim aus Mitteleuropa aufgebaut wurde, die durch ihn schon Nor dem Strom der llitler/eit am chaluzisehen Aufbau des Landes teilhatten. leierte kürzlich das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Aus .‘33 Chawerim und 150 Dunum Boden wurden in dieser Zeit 0)11 Mitglieder mit 12.500 Dunum Boden und ein großes Zentrum landwirtschaftlicher und industrieller Fähigkeit. \ or Eintritt in die Diplomatie verbrachte unser Konsul Arieh Eshel und seine F rau siele Jahre in diesem Kibbuz. ZM HERMANN SCHAl'lRA Die sterblichen Beste von Brof. Zvi Hermann Sehapira, des Urhebers des Jüdischen Nationalfonds, und die seiner Gattin sollen im Dezember d. J. von Köln nach Jerusalem gebracht und dort bestattet werden. Hermann Sehapira war Brofessor der Mathematik an der Universität Heidelberg und starb 1898 im Alter \on 58 Jahren, drei Jahre bevor der .‘3. Zionistische Weltkongreß in Basel seinen Gedanken eines Jüdischen Nationalfonds in die Tat umsetzte. „KOL ISRAEL- —DAS RADIO ISRAELS ln einer Umfrage, die kürzlich unter den Hörern der israelischen Radiostation ..Kol Israel” (,,Dic Stimme Israels“) veranstaltet wurde, erreichte klassische Musik die Spitze der populärsten Progrummteilc. Das Orchester „Kol Israels“ wird von Georg Singer dirigiert, der vor 1938 in Beug als Dirigent am Deutschen Theater tätig war. CIIASON 1SCII GESTORBEN Im Alter von 72 Jahren ist in Bnc Brak Buw Abraham Jeschayahu Karelilz gestorben. Er kam vor 20 Jahren aus Litauen nach Israel und galt als eine der größten Autoritäten des thoratreuen Judentums. In der letzten Zeit wurde er öfters genannt, nachdem Bremier Ben Gurion ihn aufsuchte, um in der Frage der Frauen-Dienstpflicht von ihm einen Bat zu bekommen. Er war einer der anerkanntesten Gelehrten auf dem Gebiete des jüdischen Rechts. An der Bestattung nahmen zahlreiche Mitglieder der Regierung, der Kncsscth, des Babbinats und tles öffentlichen Lebens teil. OBSTERNTE BRINGT 45 MILLIONEN PFUND EIN Die Obstplantagen wurden im Jahre 5713 erweitert und erstrecken sich auf 423.000 Dunum. Der Wert des gelieferten Obstes beträgt 45 Mill. Isr. Bfund. GROSSE CHEMISCHE WERKE IN BEER SI1EVA Eine neue chemische Fabrik ..Machtescliim", die speziell Chemikalien zur Bekämpfung von Schädlingen in der Landwirtschaft erzeugen wird, wird demnächst in Beer Shcvn errichtet werden. Die Fubrik wird 150 Arbeiter beschäftigen, und ihre moderne Einrichtung ist aus der Schweiz und aus USA gebracht worden. (iOO.OOO BESl GI1ER IN DER VI SSTEL- Ll NG ..EROBERUNG DER WÜSTE" Die Ausstellung ..Eroberung der Wüste in Jerusalem wurde in der Zeit vom 22. September bis zum 14. Oktober 1953 \on tiOO.OOO Besuchern aufgesucht, d. h. von über einem Drittel der Bevölkerung Israels. ln 22 Tagen ihres Bestandes machte die Ausstellung einen gewaltigen Eindruck auf alle Besucher, die insbesondere in dem Pavillon der Regierung Israels in anschaulicher Form die großen Errungenschaften Israels bei der Kolonisation noii Wüstengebieten vor Augen geführt erhielten. Ar je Shenkar. der Vorsitzende des Industrielien-Verbandes Israels, erklärte zum Abschluß der Ausstellung: ..Obgleich ich die industriellen Errungenschaften Israels wie die zehn Finger meiner Hände kenne, war ich dennoch über die großen Leistungen erstaunt. Bald wird es nichts mehr geben, das nicht in Israel erzeugt werden kann." WIZO EIIUDIIM zur Wizo-Jause mit Modeschau an der GASTSPIELBUHHE CASANOVA Wi'h I, Dorotheirgasu 6—8 Samstag. 28. November 1953 Beginn: Ib Uhr Entree u. Konsumation nach Wahl: S 15.- Karten an der Kassa und bei den Ausschußmitgliederu: A 14 5 65 1152 467 R 50 0 75 Erste Häuser der W iener Haute Couture, Kinder-. Beiz-. Hut- und Schuhmodelle. Bitte, geben Sie diese Einladung an Ihre Freunde u. Bekannten weiter. Fördern Sie durch Ihre Teilnahme den gesellschaftlichen Zusammenschluß aller jüdischen Frauen Wiens in' der WIZO. Die Wiener Hakoah bei der Maccabiade 1. W IZO ist in 49 Ländern organisiert und bereitet zusätzliche Organisationen in 6 weiteren Ländern vor. 2. Die gesamte Mitgliederanzahl der WIZO beträgt ungefähr 200.000 Frauen. 3. W IZO ist die einzige parteilose, zionistische Frauenorganisation der Welt. 4. WIZO verrichtet als Pionier die zionistisehc Frauenarbeit in der Golah (mit Ausnahme von USA). 5. WIZO arbeite! als Pionier des Zionismus in vielen Ländern von Lateinamerika. 0. WIZO betätigt sieb in jeder Sphäre der zionistischen Arbeit in der Golah und in Israel, vor allem für den jüdischen Nationalfonds und die Jugend- AI ij all. ”. WIZO arbeitet als Pionier auf dem Gebiete der sozialen Wohlfahrt für Frauen und Kinder u ndfiir die Erziehung der Frauen in der Landwirtschaft. in der llausw irtschaftslchrc und in der Bcrufsschulimg in Israel. Durch die großzügige l nterstützung des Bundesministeriums für l nterrieht. fies allgemeinen Spurtverbnndes. des österreichischen ob, topischen Komitees und nicht zuletzt des ..Joint"’ und der Kullusgemcinde Wien war es möglich, daß 32 Sportler des S. C. Hakoah Wien au der 4. Maccabiade te.ilmen konnten. Nach einer abwechslungsreichen Fahr! schifften w if uns in Marseille am 14. September ein und kamen am 20. September in Haifa an. Von hier wurden wir in 'Autobussen nach Tel-Aviv gebracht: bereits während der Fahrt konnten wir die große Anteilnahme der Bevölkerung an diesem weltumspannenden Treffen der jüdischen Sportler erkennen. die sich in immer w iederkehrenden Ov ationen äußerte. ln Tel-Aviv gab es ein eigenes Mtircabiadedorf, in welchem wir mit den anderen Sportlern untergebracht wurden und von wo man uns zum großen Stadion in Bamat-Gan beförderte. In der ea. 80.000 Personen fassenden ausverkauflen Sportanlage, nahmen die einzelnen \a*'i)iien in alphabetischer Folge Aufstellung marschierten, von einer israelischen K^-cnabtcihmg angeführt, ein. I nsere Mannsein.. ' an ‘ :>l SPI,Z:' wurde freudigst akklamicrf. Am folgenden Moiiatg begannen bereits für die Leichtathleten die Bewerbe, die im Stadion von Tel-Aviv ausgetragen wurden. Ganz hervorragend schlug sieh bei diesen W ettkämpfen unsere 4 x 100 m Staffel. I nscre Leichtathleten erreichten unter 15 Nationen den 6. Platz. Zur seihen Zeit versuchten unsere Tennisspieler ehrenvoll abzusehneiden, was ihnen jedoch mit Rücksicht auf die Teilnahme noii Wimblcdonspielern leider nicht gelang. Am 25. September begannen in Haifa die Wettkämpfer der Schwimmerin Bat Galim. Unseren Schwimmern gelang cs in 4 Bewerben unter den ersten 10 aufzuseheinen. Ganz ausgezeichnet schlug sieh die Wasserballmannschaft, welche in den Finalkämpfcn einen dritten Platz und damit die Bronzemedaille errang. Inzwischen hatten sieh unsere Tischtennisspieler in Tel-Aviv ganz ausgezeichnet geschlagen. Hertha Dukes war Vs gelungen, im mived-double eine Silbermedaille und im Fraueneinzel eine BronzemeduiJIc zu gewinnen. Unsere Herrenmannschaft belegte in der Gesamtwertung den 4. Platz. An den letzten beiden Tagen trat unsere ITandballmamiscliaft an. die sich eine Silbermedaille erkämpfen konnte. Am 29. September wurde im Stadion noii Bamat-Gan die Maccabiade feierlich beendet und damit fand eines der groß- Empfang für Dr. Freeden ln der norigen Nummer ..Die Stimme" berichteten wir über den Empfang, den der Keren Kajcmet in Wien zu Ehren des llemi Herbert Ereeden aus Jerusalem gegeben hat. Infolge eines drucktechnischen Eehlers, ist die Persönlichkeit des Herrn Dr. Bernhard Manier nicht erwähnt und seine repräsentatiNc Punktion nicht gewürdigt worden. W ir holen cs nunmehr mu h und freuen uns. daß Herr Dr. Manier zu den akti B. Teilet ff; WIEN I, SALZTORGASSE 5 TELEFON U 25-4-85 SI * G I lt ■ s r OI 11 HERREN-, DAMENKLEIDER UND -MÄNTEL IV DIU KOUVIIIHMSIK l? MODISCHE SPORT- UND REGENSCHUTZBEKLEIDUNGS¬ REINWOLLENE DAMEN- U. HERRENSTOFFE KAMMGARNE FABRIK TWEEDE IN NEUESTEN MODEDESSINS SEIDENNOUVEAUTfiS TEL. U 21-3-88 artigsten Ereignisse seinen würdigen Abschluß. Wir alle, die wir daran tcilnchmcn durften, danken auf diesem W^cgc unseren Förderern und grüßen die jüdischen Sportler in der Welt. Nor allem unsere Freunde in Israel. W iener Ifakoahner Scnulterauflagen aua Watte, beata S? HQPQX n Paßform, für Damen-, Herren- und Klnder- Bekleidung 99 HAPO 99 Acbselpolster- Erzeugung RUDICH& Co. Wien II, Aspernbrückeng. 4 Telephon R 45 5 63 ße^macklösigköitiiii he des „Deinokrati- Die Oktoberausga_ 'Mtte 6 in auffalschen Bund" bring auf bw -lein Titel; lendee Aufmachung unter 'neintli- Marken und Symbole" als ver^ He. eben Humor, eine beleidigende Ansp. lung auf die schwere wirtschaftliche Situation in Israel, trotzdem die Herausgeber des erwähnten Blattes bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, ihre Freundlichkeit Israel gegenüber zum Ausdruck bringen. Dieses Frage- und Antwortspiel kann nicht genug verurteilt werden, dies um so mehr, als der „Bund“ mit Stolz sich rühmt, auch von der nichtjüdischen Be- Nölkeruiur Wiens gelesen zu werden. Nicht weniger geschmacklos und unsinnig ist der unter den Glossen an die Adresse der Zionistischen Föderation gelichtete \ orw urf, daß zum ATirtrag über Maimonidcs auch die Aguda eingeladen wurde, obwohl bei einer früheren in der W eihburggassc stattgefundenen Versammlung dieselbe einen Fluch gegen den Staat Israel ausgesprochen hätte. Darauf ist zu erwidern: l. daß die Behauptung, es sei bei der Aguda-Versammlung ein Fluch gegen Israel ausgestoßen worden, wahrhcitsNvidrig ist; 2. daß es sieh um einen Vortrag gehandelt hat, zu dem auch Anhänger der Aguda, ohne Rücksicht auf ihre jüdisch-politische Einstellung. Zutritt zu haben berechtigt sind. Es ist umerständlieh. daß der „Bund" die im Mitteilungsblatt der Zionistischen Föderation enthaltene Aussendung betreffend die Neujahrs wünsche der Oberrubbiner von Ungarn und Rumänien für d a s b r i t i s e h e J u dent u m als Propaganda für den kommunistischen Ostblock bezeichnet .Wir glauben, daß eine derartige Aussendung deshalb erfreulich ist, weil zum ersten Mal berichtet wird, daß doch irgendwelche Verbindung der Judcnheit dieser Staaten mit dem westlichen Judentum möglich war. Enlklasiige Stolle und Zugehör sowie best« Verarbeitung' bilden die Grundlage der bewährten TELLER KLEIDUNG Hi Strasse 18- 90 U16 2 86

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.