Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1953-05-01 · Heft 74 (Mai 1953) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1953
Issue
Heft 74 (Mai 1953)
Date
1953-05-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2431292-2431345-2431349--0528-2432156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

DIE STIMME Seite 8 Nr. 74 Aus einem JUisc&ecicUt uoh CUat/a ItisUeni-ltlamec Weife Uityel, Liehe Litern, ich will Luch hier einen \usfltm schildern, den wir unlängst über Heer-Sche\ :i -ins Tute Meer gemacht haben. Ihr werdet ja gelesen haben, daß \ >r Kurzem eine neue Straße \nn Beer- Sche\a nach S idmua am Loten Meere lerti«ii>estel|t wurde. Diese ermöglicht nun. einen solchen \usflug in einem Lage zu machen. \m ersten Pessach- I laibfeiertage \ eranslaltete die Kupat C'.holim für 11 re \ngestell teil einen \usflug nach Sotloma. das biblische Sdom. Wir fuhren um L Ihr früh in be<|uemen \ut>- lnissen ab. \ ar Beer-Scheva beginnt selmn die Sandwüste. dann verläßt man Iboer- Scheva und dann kommt der eigentlich Negev. eine richtige St ein wüste. Steine und nochmals Steine, ein interessantes um! ergreifendes Mild, dann Hügel und Bergketten in \ ei schied eilen Karben. alles dürr mul traurig. stellenweise gibt es nicht einmal Sträucher oder Disteln. Dann kommt eine ganze Hügelkette, die iliw arz ist. \ on eisenhaltigem Gestein, dann gibt es wieder rostrote Hügel usw. Im Mtertum war der Negev von vielen Handels- und Heeresstraßen durchkreuzt und da gab es überall befestigte Herbergen zum l eher nachten. Wir sahen auch d e l eberreste einer solchen Herberge, d e anläßlich einer \usgrabung zu "Lage gefördert wurde und sahen noch die l eberreste der 4 \N achttürme an den 4 Lcken des Hauses, das sicher einen guten Schutz gegen Räuber geboten hat. Die zuerst ebene Straße beginnt dann stark zu fallen und bei einer Biegung Legt plötzlich vor einem das ganze Tal des Toten Meeres. Das Tal ist fast zur Gänze weiß, wohin das Auge blickt, sieht man nur weiße Hügel und weiße Täler, man kommt immer tiefer und tiefer, spürt Ohrensausen und ist dann am Lfer des Toten Meeres. Man hofft auf ein erfrischendes Bad im Toten Meer. das Wasser ist aber sehr warm, wenn man die Hände ins Wasser steckt, spürt man weder den Salzgehalt, noch die Dichte. d:e Karbe ist sehr eigenartig, so ein müdes graubraun, so traurig und tot. Eine Salzgrotte wird dort gezeigt, in der eine Salzsäule steht, die ..Krau des Lot" genannt. Am Rande des Meeres sind schroff abfallende Hügel, die aussehen, als ob man sie mit einem Messer auseinandergeschnitten hätte, sie sind weiß, bestehen aus reinem Salz und haben nur oben eine Schichte vom Winde hingewehten Gesteins. Das Salz wird abgebaut, indem man die oberste Schichte wegkratzt und dann den Berg abträgt. Die Geschichte über Sodom und Gomorha in der Bibel hat sicherlich einen wahren Hintergrund, die W issenschaftler nehmen an, daß im Laufe eines mit einem Erdbeben verbundenen Naturereignisses sich dort das Tal gebildet hat, in welchem das Tote Meer entstanden ist. Es wurde uns auch die Kalifabrik gezeigt, welche etwa 2 km vom Meer entfernt ist. Das W’asser wird in breiten Holzröhren dorthin geleitet, in \ erdunstungsbecken, die wie Fischteiche aussehen und etwa 40 cm tief sind, und dann wird das Wasser dunkel gefärbt, damit es die Sonnenstrahlen noch besser weife UMm absorbiert. W ir haben auch noch die l’hosphatfabrik besichtigt und dann hat man uns den IMat/, gezeigt, wo Kaolin gefunden wird. Dieses wird auch im Tngbau gefördert, es hat eine rotviolctte Karbe und haben die Stellen, wo es gefunden wird, alle Töne von rot bis dunkel- \ iolett. Auch sahen wir Stellen, an denen Rohstoffe für die Glasfabrikation gefunden werden. W eun man Beer-Scheva verläßt, fä111 einem eine Tafel auf mit der Aufschrift: ..Ghauffeur hast Du auch genug Wasser und Benzin bei Dir?": denn wenn man einmal Beer-Scheva verlassen hat. gibt es kein Siißwasser mehr. Dies wird wohl bald aufhören, weil überall nach Süßwasser gegraben wird und berechtigte Hoffnung besteht, es zu finden. Die fahrt zurück war recht lang, eintönig durch die Landschaft, sie hat etwas Heroisches, etwas Beängstigendes in ihrer Ocdc. Trostlosigkeit und \ erlassen - heit. \\ ir hatten geglaubt, daß wir keiner Seele im Negev begegnen würden und wir hatten deshalb auch ein bißchen Angst, aber am Strande des Meeres tra- Caf6 — Bar — Tanz Wl«n IX., Porzellangasse 39 Tel. R 52 405 D, ZIERING Ein- und \ erkauf von Nähmaschinen aller Arten, auch Universal und Zick-Zack. Elektrokocher. Eigene Reparaturwerkstätte. Wien VII, Apollogasse 20, Tel. B 34304 A. GlUcksmann & Sdhne Wellpappe- und Kartonagenfabrik, Druckerei und lithographische Anstalt Moderne, zweckmäßige, bedruckte u. unbedruckte Kartonagen in jeder Ausführung, sowie Tragtaschen, Mappen, Schnellhefter und Briefordner, Drucksorten aller Art. Wien XVII, Beheimgasse 77 Telefon U 50 3 28 und U 50 3 29 „TABU” Warenhandelsgesellschaft W. Bursztyn WIEN VI, MARIAHILFERSTR. 51 TELEPHON B 24 204 TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION GROSSHANDEL IN TEXTIL-, WIRK-, STRICK- UND STRUMPFWAREN MAX HEITNER & CO, IMPORT — EXPORT WIEN I, MARC AUREL-STRASSE 10 TELEFON U 25 4 27 I ci! wir wenigstens 1000 Menschen -in. und auf dem Rückwege trafen wir überall Autobusse und große und kleine Privatuutos. und als unser Autobus ('inmal wegen eines Defektes stehen blieb and den Wog \crstcllte. mußt:’ eine ganze Autokolonne hinter uns sieben bleiben und warten, die Leute stiegen aus. um sieh die Reine ein bißchen zu \ er treten und da wimmelte es plötzlich in der Einöde \on lustigen und lachenden Menschen. Das einzig Auffallende war. daß jeder Mann ein Gewehr trug, denn bei Reisen in den Nege\ muß jrd \s \ut > bewaffnet sein. Aul dem Rückweg hielten wir in Beer- Scheva an, im alten Peile der Stadt, der. wie jeder Wohnort, den wir um den Arabern übernommen haben, häßlich mul verwahrlost ist. Es wohnen nur mehr wenige Juden dort, da die anderen schon in den neuen Teil übersiedclt sind. der nette, saubere Schlkunim, hübsche öffentliche Bauten, schöne Parks und viele Bäume hat. I m 10 l hr abends kamen wir recht müde, aber vergnügt und tun ein Erlebnis reicher, zu Hause an. JÜebetfyct&en h-acU Iscaei Auskünfte erteilt das Sekretariat des Zionistischen Landesverbundes in Oesterreich, Wien 9., Universitätsstraße 4. BÜROHASCHINEN / BÜROBEDARF EINKAUF VERKAUF Maschinen mit h 8 bräl sc her Schrift lagernd AUGUST GUNYIS WIEN IX. SGHLIGKGASSE 2 TELEPHON R 53-0 75 Eigene Reparaturwerkstätte KREDITE erteilt Jüdische Sparu. Kreditgen. m. b. II., Wien I., Dominikancrbustei 24, Tel.: R 27 5 55, Kl. 261 an jüd. selbständige Kuufleute, Gewerbetreibende und an freie Berufe. Ski- und Touristenklub HAKOAH W erbet und werdet Mitglieder des Ski- und Touristenklub llakoah! Ihr genießt eine 25«/oige Preisermäßigung auf allen Bahnen. Die Hütte ist ganzjährig bewirtschaftet und gelten folgende Preise: Zimmer mit Betten pro Bett und Nacht S 10.— LugerbeU ,, 4. — frühstück. Kaffee oder Tee, Butler und 2 Brote ,, 4.— 1 Ei „ I.50 Kompl. Mittagessen: Suppe, Heisch, 2 Beilagen. Mehlspeise S 10.-S 12.— Abendessen ,, (i.-,, 8.— Herbert SCHELZER Generalvertretung und Niederlage der Firma K. JOS. OTTEN, Tuchfabrik in Hohenems, Vorarlberg W ien IX, Servitengasse fl, Tel. A 15 504 Heinrich STEIN Wian IV, PavoriianilraBt 24 Taltphon: U 49 0 84 ERZEUGNISSE: Selbstroller Rollvorhänge Verdunkelungen Bretterjalousien Holzrollbalken Durchsichtige Schaufensterrollos Leset uni nrlnitit „Bll STIMME” Wir gratulieren! Prof. Dr. Ifriitricli Schur, dem Nestor der W iener Medizinischen Schule und hervorragenden Internisten zu seinem 82. Gmtslug. Jacob Zirrniann. d« m hckanntcii jiidi- ‘(licn Sc Uri I Meller, der in Paris wirkt, zu o'än 'ii 00. Geburtstag. tU cendaläac Pc&ß. tfiacUn Bubet Zum To. Geburtstag wurde Professor Maitin Biibcr der Elircndoklortil:'l der I h hröischeu l nivei sität in Jerusalem \ erlichen. Nach Staatspräsident Wei/.mann. Dr. Magnes und Professur Einstein ist Professor Buher mm der vierte Ehrendoktor der l niversität. Dem Bundespcäsidenten and tc die Zionistische Föderation in Oesterreich das folgende Telegramm: ..Die Zionistische Föderation in Oesterreich übermittelt Ihnen, sehr geehrter Herr Bundespräsideiit, anläßlich Ihres 80. Geburtstages den alten jüdischen Wunsch Ad mcah wessrim Schanah — in Gesundheit bis 120 Jahre — Gustav Leitner. Pr"■ sident — Dr. David Schlang Generalsekretär." Am 24. April fand im Stadttcmpel aus dem gleichen Anlaß ein Eestgoltesdienst statt, bei welcher Herr Oberrabbiner Dr. Akiba Eisenberg eine erbauliche Predigt hielt. KLEINER AN/EIGER Netter inlell. besserer Handwerker gut aussehend. sucht svmpath. Mädchen bis 85 J. zwecks Ehe. Auch Provinz. Krdl. Zuschriften an die \dmiuistration (I. Bl. unter ,,Neigung 101" erbeten. Pan- und Keiistruktionsschlosserei empfiehlt sich für alle einschlägigen Schlosscrarbeitcn. Sicherheitsschlösser. Ofenu. Rolll>alken-Reparaturen. Fritz Busch, II., Czernmgassc 4. Mitglied des Zionistischen Landesverbandes. GassenioknL 20 mfür jede Branche mich für Einlagerungen geeignet, abzug-eben; Wohnungstausch im selben I lause möglich. Anbote unter „8. Bezirk 102" an die Administration des Blattes. Anschluß au Dame die sich, wie ich, vereinsamt fühlt, gesucht. Bin Witwe, Faulfünfzigerin. L liier „Freundschaft 108" an die Administration des Blattes. Kür tnciicn Kit und 40/105, Kaufmann, alleinstehend, intelligent, sprachkundig, suche ich passende Ehepartnerin, auch Dame mit. Kind. Zuschriften au die Admin. d. Bl. unter „Seriös Nr. 105.“ Wohnungen in Israel 2 Einzimmerwohnungen in Nathan\<i, 80 Min. von Tel-Aviv, sofort beziehbar, günstig ubzugehen. Angebote unter „Mit Komfort Nr. 108“ an die Adm. d. Bl. Eigentümer, Herausgeber u. Verleger: Zioni slisclier I amdes verband in Oesterreich, IX, Universiliitsstraße 4. Redigiert von einem Be daklion-.kol legitim. Verantwort lieber Hedaklenr : Fritz Midier, Wien II, Krnmmhaum gasse I. - Druck : Donaustadt, Wien II. .Max-Winter- Platz 5, H 47 0 30

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.