Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1952
- Issue
- Heft 66 (September 1952)
- Date
- 1952-09-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 66 Seite 8 ___ ,,,J‘_!lTIiV!IV,ii — Kleine Nachrichten aus Israel- Scliiktm neuer Einwanderer auf den Namen >on Klie/er Kaplan. Der nein- Schikun im östlichen leil von kf.ir S ib i wird den Namen \ »n Klie/er Kaplan S. \. trauen. KOLON IK \1 ION 32 neue Siedlungen im Jahre 5712. Statt den im K donbntinnsplan für das .1 dir 5712 1951 52 vorgesehenen 20 Siedlungen, werden im Laufe dieses Jahre'. 02 neue Kolonien errichtet werden. Der C.r aß teil dieser Siedler kommt aus den Maaharath, Insgesamt werden im •Jahre 5712 ca. 700 Familien auf 20.000 Dimam Baden anyesiedelt werden. Projekt /.ur Bewässerung des Negev s durch den Jirkon. Etui 8 Millionen Dollar und viele Millionen Pfund werden in der Durch fülli una dieses Bew ässerungsprojektcs investiert werden. Alle Arbeiten, die mit dem Abteilen des Jarkanwassers nach dem__\cgev verbunden sind, sollen bis 1055 vollendet werden. Zur Bewässerung der Wüste werden jährlich 18t) Millionen m; Wasser geliefert werden; etwa das Doppelte des ganzen W asserkonsums von Israel im Jahre 1050. Dieses W'asserquanUim. das zur Bewässerung van ca. 1 , Million Dunam genügt, w ird durch zwei Biesenrühren aus dem Jarkau dem Negev zugefilhrt werden. Zentrale Traktorstation im Negev. Das Kolonisationsdepartement der Jcwish Agency hat eine zentrale Traktorstation auf dem Kviseh Merhavim (früher Hunger-Chaussee genannt) irn Negev errichtet, die sechs neue Moschavim bedienen soll. Große Melkprci für Privatwirtschaften. Zwischen den Gesellschaften „Rusc-V und ..Tene" einerseits und einer Gruppe ausländischer Kapitalisten andererseits wurde ein Vertrag für den Bau einer Zentralmelkerei der Privatwirtschaften abgeschlossen. Der Bau dieser Zentrale wird etwa 500.000 Pfund kosten._ an denen sich beide Teilhaber zu je 50° >) beteiligen. Diese Zentralstelle ist imstande, 20.000 Liter Milch täglich zu venu heilen und wird mit den modernsten Maschinen ausgerüstet. Außerdem bcabsii htigtt ..Tene" große Kühlräume zur Aufspeicherung der Milch zu errichten. Dattelpalmen im Negev. Ks werden Versuche gemacht, Dattelpalmen aus dem .Jordantal und der ßcitschanebene nach dem Negev zu verpflanzen. wobei es sich herausgestellt hat, daß das unterirdische Wasser im Negev diese Pflanzen zur Genüge ernähren kann. Die Dattelpalmen werden viel zur Auflebung des Negevs beitragen, der dadurch seinen W iistencharakter einbüßen wird. \\ OHM N G S B K SCH A I I U N G 14 .Millionen Pfund für Schikun. 14 Millionen Pfund, oder 1000 Pfund pro Familie, benötigt mun, um 14.000 Familien (davon 11.000 in Zelten und 8000 in ungenügenden Behausungen; noch vor Ausbruch der Winterregen in beständigen WOhnungen unterzubringen. 700 Wohnungseinheiten aus dem lokalen ungeschliffenen Stein. Das Arbeitsministerium macht neuerdings Versuche, W ohnungen aus hiesigem Baumaterial zu bauen, um an importierten Materialien, die mit großer Deviscn- \ er ausgahung verbunden sind, zu spuren: Nach diesem Sv stein wurden bereits 700 Wohnungen für Olim in Bosch llaavin, auf dem Kastei, usw. aufgcstellt. Ilat/.nr — eine Stadt in Obcr-Galilea. Zwischen Bosch Pina und Ayeleth Haschuch tr. wo im Altertum die Stadt Ilat/ur stand, wird jetzt eine neue Stadt, die denselben Namen tragen soll, aufgebmt. Zunächst werden 200 Wohnungseinheiten von je 2' , Zimmern mit Nebenräumen gebaut. Zusammen mit weiteren 400 Kinheileu werden sie die Grundalge für die zukünftige für 10.000 Kinwohncr bestimmte Stadt bilden. Beim Bauen von llatzur wird mit dem lokalen Baumaterial, das aus einer Mischung von Lehm. Kalk und etwas Zement bestellt, experimentiert. W ieder einmal ein \ ersuch an Devisen zu sparen. INDUSTRIE Die Fabrik . Avik” produziert Chloromizitin. Fine Gruppe italienischer Juden hat in der Fabrik ..Avik" bei Bamat Gan, die pharmazeutische Präparate und Medikamente erzeugt, etwa 1 , Million Dollar inv estier t. Mittels ihrer modernen Visriistun;: und technischen Instruktion, die sie aus dem italienischen Konzern in Milano erhält, beabsichtigt die Fabrik zur Hcrstelulug von Sintomizin (Chloromizin) heranzutreten. Bisher hat die ..Avik" dieses Präparat nur in seinen letzen Stadien hergestellt: der chemische Prozeß umfaßt insgesamt 17 Stadien. Phosphat im Negev. Die Phosphatfunde im Negev können als zufriedenstelllend bezeichnet werden. Die Bergwerke liefern z. Zt. etwa 100 Tonnen täglich, jedoch hofft man. es in den nächsten Monaten auf 400—500 Tonnen Phosphat zu bringen. Die phospliate werden nach Haifa gebracht, wo sie in einem zentralen Düngerwerk zu künstlichen Düngern verarbeitet werden. Der Import von Phosphaten nach Israel hat datier vollkommen aufgehört, ja. es werden jetzt die Export-möglich-! keilen des hiesigen Phosphats behandelt. Die Negev-Bergwcrke liefern außerdem etwa 00 Tonnen Sand täglich für die Glasfabrik „Phocnicia" und ca. 25 Tonnen Porzellansand pro Tag für die lokale Keramikindustrie. Kaiscr-Fraz?r Automobile nach Brasilien. Die in der lokalen Kaiser-Frazer Fabrik erzeugten Autos wurden u. a. nach Brasilien exportiert, wo ihre ausgezeichnete moderne Ausfertigung großes Aufsehen erregte. 70 Isracl-Jndustrieunternehmungen werden ihre Erzeugnisse in Izmvr ausstcllcn. 70 Israel . Industrieunternehmungen w er den an der Internationalen Ausstellung in Izmvr teilnelimen und ihre Erzeugnisse auf dem Gebiete von Metall, Keramik, sanitäre Installation, Farben, Phurmaeie, Feinmechanik usw. dort ausstellen. Auf dieser Ausstellung werden zum ersten Mal Israel-Autorei feil und Phosphate aus dem Negev ausgestellt. Im Allgemeinen haben die israelischen Produkte gute Aufnahme in der Türkei gefunden und ist anzunclimen. daß unser Io '.[.Mit dorthin im laufenden Jahr den Beim«' von 2 Millionen Dollar erreichen wird, gegenüber 1 Million im Vorjahr. M A RITIME TÄTIGKEIT l m einen Wellenbrecher in der Haifa- Boy zu bauen, wurde dort das Meer 500 Meter vom Ufer zurückgedämmt, auch mußte der Lauf des Kisehons umgcleitct werden. Schwere Stcinfclsen werden ins Meer geschlendert, insgesamt etwa 85.000 Tonnen, die die Basis für den 800 Meter langen Wellenbrecher bilden sollen. Bau einer Werft in der Näh? von H aifa. Kuweit des Hafens von Haifa soll eine, Werft zur Bemontierung von Schiffen auf einer Fläche von 440 Dunum gebaut werden. Man wird in dieser Werft Schiffe bis zu 14.000 Tonnen ausbessern können, und so große Beträge an Devisen sparen. .000 Personen beim Hafen von Haifa beschäftigt. 900 Arbeiter und Beamte sind beim Hafen von Haifa beschäftigt: um etwa 200 Personen mehr als im Vorjahr. Di? zukUnfttige Kirya in Jerusalem. Die ,,Kirva“, die im Westen Jerusalems auf einer Fläche von 17.000 Dunum aufgebaut werden soll, wird das Gebäude der Kncsscth (Parlament), das Büro des Staatspräsidenten, Büro des Ministerpräsidenten, das Außen- und Finanzministerium und 7 andere Ministerien, wie auch einen zentralen Park und Bassin enthalten. Das provisorische Gebäude für das Auswärtige Amt soll in 3—4 Monaten fcrtiggcstclit werden. Ca. 600 Arbeiter sind täglich bei den Bauten und beim Straßenlcgen beschäftigt. Die Ministerien werden in sechsstöckigen Gebäuden von ca. 300 Zimmern untergebruclit, aber zunächst werden die Häuser mir vierstöckig mit ca. 200 Zimmern sein. Der Plan der Kirya ist auf 4 Millionen Seelen in Jerusalem berechnet. i: B / I E II U IN C UND KULT U B Hochschule für Pädagogik in Jerusalem. Eine neue Lehranstalt für Pädagogik, die die Pädagogische Fakultät der Hebräischen Universität, das Hebräische Lehrerseminar in Jerusalem und andere Lehrerseminare enthalten soll, wird demnächst in Jerusalem errichtet. Die Schüler dieser Lehranstalt werden nach drei- Das Wirlsehaflsprogramm der Allgemeinen Zionisten. Der Außendienst der Partei der Allgemeinen Zionisten in Israel gibt einen neuen Nachrichtendienst in englischer Sprache heraus. Wir entnehmen der ersten Nummer die Aufstellung eines Wirtschaftsprogramms mit Maßnahmen auf kurze und lange Sieht zur Soforthilfe und endgültigen Gesundung der schwer kämpfenden israelischen Wirtschaft: Der Plan basiert auf den Prinzipien der Produktinnsstcigerimg, der Entpolitisierung des Wirtschaftslebens, einer gesunden Ockonomie in der öffentlichen Verwaltung und eines absolut freien Handels, der sich auf Grund der Gesetze von Angebot und Nachfrage sowohl innerhalb der Landesgrenzen als auch auf dem Weltmarkt richtet. Auch in der Devisenwirtschaft wird größere Freiheit gefordert. So lange die Verwendung der Devisen noch ausschließlich in der Hand der Regierung liegt, hat folgende Prioritatsratc einge-j halten zu werden: Verteidigung, Treibstoff, lebenswichtige Nahrungsmittel, Rohmaterial. Absolute Vermeidung von weiteren kurzfristigen Anleihen der Regierung und l mwandlung der kurzfristigen in langfristige Anleihen wird ebenfalls gefordert. Weit ers die Aufhebung in der Rationierung solcher Produkte, die im Lande selbst erzeugt werden. Und nicht zuletzt eine gründliche Reorganisation des Steuerwesens, vor allem der Einkommensteuer. Be Naziopfar als Objekt von Streitigkeiten ln einer Versammlung der Landesgruppe des Verbandes sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus berichtete Nationalrat Marek über die 7. Novelle des Opfcrfiirgcgcselzes und das Gesetz über die Gewährung von Entschädigungen an politisch Gcmaßregelte im öffentlichen Dienst, die nicht unter das Beamtenentschädigungsgesetz fallen. Der Blind sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer.des Faschismus wird in nächster Zeit alle Organisationen und Vertreter dieser Opfer aufrufen, an einer gemeinsamen Intervention bei jenen Besalzungsmächtcn teilzunehmcn, die noch heute Anspruch auf Besatzungskosten erheben. Diese sollen ersucht werden, wenigstens für ein Jahr auf die Bcsalzungskosten, das sind 453 Millionen Schilling, zu verzichten, damit dieses Geld für die restlose Erfüllung der Ansprüche der Opfer verwendet werden könne. Es ist höchst bedauerlich, daß politische Parteien in Oesterreich die Naziopfer zum Objekt ihrer Streitigkeiten machen, was offensichtlich zu keinem positiven Resultat führen kann. W;ic wäre cs, wenn es diesen Parteien einmal einfiele, jene im Kriege reichgewordenen Naziförderer und Nuznießerl. für die Leistungen zu Gunsten der Nuziopfer heranzuziehen V Israel und Ägypten Jerusalem. Die israeliseh-ägyptische gemischte Militärkommission ist am 4. September zusammengetroffen, um einen Plan zur Verbesserung der gegenseitigen Grenzbeziehungen zu erörtern. Als Folge des von Premierminister Ben Ciiirion in seiner Kncsscthrede gestellten I1 riedensangebots, traf die Kommission das erste Mal nach lOjähriger Pause zusartmicn. Die israelische Delegation wurde offiziell davon informiert, daß der Schwager Exkönigs Faruk, Colonel lsmaili Sherin, der der Vorsitzende der Militärkommission gewesen war, durch Colonel Riad ersetzt wurde. ß. jährigem Studium den akademischen Titil B. A. (Bachelor of Arts) mit dem Hauptfach in Pädagogik, erhalten. 10 „Israel-Preise" für Literatur u. Kunst. Das Erziehungsminislerium hat beschlossen, 10 „Israel-Preise“ für Literatur, Wissenschaft und Kunst, die jährlich verteilt werden sollen, fest/ulegen. Diese Preise sollen die Literatur, Kunst und wissenschaftlichen Forschungen im Lande fördern. Die Preise sjSndi (ton je 1000 Pfund, und müssen die betreffenden Kandidaten in Israel tätig sein. Bevor Sie anderswo Kohle, Koks, Anthrazit, Briketts, Holz einkmifen, beraten Sie sich — unverbindlich für Sic — mit mir! ICH BIETE IHNEN: BESTE (QUALITÄT STAUBFREIE SORTIERUNG TROCKENES BRENNMATERIAL PÜNKTLICHE ANLIEFERUNG ZI JEDER GEWÜNSCHTEN STUNDE Billigste Preise auch für kleinste Mengen. Kohlcnhandlung WALTER VOLK Wien IX., Garnisongasse 12 Tel.: A 23-7-36 BOrgtfür qualHäI Oft kopiert Nie erreicht Schuherzeugung Wien III., Münzgasse 5 Telephon U 19 408