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Die Stimme · 1952-03-01 · Heft 60 (März 1952) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1952
Issue
Heft 60 (März 1952)
Date
1952-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 60 Seife 7 DIE STIMME Nachrichten aus Israel füc Sott* Sef(d Dov Joseph’s Rücktrittsabsichten Jerusalem. Jacob Shapiro, Mitglied der Kroessefh und früherer Rechtsberater der Isra el reg ierutig wird altfgefordert, das Amt des Justizmimsters 7,11, übernehmen an Stelle des jetzigen Justizmiini,sters Dov Joseph. Die Abdankung Dov Josephs ist das Resultat von heftigen Protesten der ^seelischen Richter gegen die letzte Rede des Ministers in der Knessetb, in der et die Milde der durch die Gerichte ausgesprochenen Urteile kr.tisici te. Investitionen in Israel Eime Wirtschaftsabteilung zur Forderung von privaten Investitionen in Israel wurde durch die Partei der Allgemeinen Zionisten in Mexiko gegründet. Elias Sourasky, ein prominenter Geschäftsmann und Mitglied der Allgemeinen Zionisten wurde zum Vorsitzenden der Wirtschaftsabteilung gewählt. Seine Mitarbeiter sind Leon Dult 7. in, Flics er Shapiro, J- Ledermann und S. Dultzin, 120.000 Dollar Aktien einer privaten Aktiengesellschaft unter dem Namen „Dagon wurden bereits ausgegeben. ORANGEN NACH RUSSLAND Der israelische Frachter „Rimon“ brachte eine Ladung von 60.000 Kisten Orangen nach Odessa. Es ist die erste Sendung von israelischen Zitrusfrüchten an die USSR nach der Gründung des Staates. Weitere Sendungen folgen in Kürze, die Gesamtzahl der gelieferten Zitrusfrüchte soll 150.000 Kisten erreichen. In der Saison 1951/52 wurden bisher 600.000 Kisten Zitrusfrüchte exportiert, davon 330 000 nach Groß-Britannien, am zwei'e'* Stelle der Abnehmerstaaten steht die Sowjetunion, es folgen Norwegen, Finnland , Polen, Schweden!, Belgien, Schweiz, Oesterreich und Bulgarien. * NEUE PAPIERFABRIK In Hedera wird gegenwärtig eine Papierfabrik gebaut, die mit der Erzeugung von Papierwaren im Jahre 1953 beginnen wird. Der Staat Israel wird dadurch 1.5 Millionen Dollar an Devisen jährlich ersparen. * ÄRZTEMANGEL Der dreizehnte israelische Äerztekomgreß, der in Haifa abgehaltcn wurde, verwies auf den Mangel an jungen Äerzton in Israel. Die 3500 Aerzte, die sich im Lande'befinden, sind größtenteils in den Städten konzentriert, während in den Provinzgegenden akuter Mangel herrscht. ELÄTH Dreihundert junge Pioniere haben sich entschlossen, in Elt^h anzusiedeln, wo sie an dem Bau von Straßen, Wasserleitungen und Wohnungen arbeiten werden. »tei. Kiemier in enner Person. Seiner überragendem Persönlichkeit gelang es, das Volk zur ProtestverSammlung gegen die Unterdrückung aufzurufen und zur Erhebung zu organisieren und in die Freiheit zu führen. Er gewann einen solch großen Einfluß über das Volk, daß es ihm auch in die Wüste, ins Ungewisse folgte. Dieses gewaltige Ereignis der Befreiung aus Mizrajim nimmt in der hebräischen Literatur den hervorragendsten Platz ein und spiegelt sich in ihr in den mannigfaltigsten Farben wieder. Es steht im Mittelpunkt des Volksepos und des Ritus. Kein anderes Ereignis der jüdischen Geschichte wurde mit einer so großen Fülle Brief aus Iscad Erna Patak schreibt: Sehr geehrte Redaktion 1 Es kam mir die Nr. 56 Ihrer „Stimme" in die Hand, wo ich Ihre freundschaftliche Gratulation zu meinem 80. Geburtstag fand, für die ich Ihnen und allen die meiner gedacht haben, herzlichen Dank sage- Doch wehre ich mich sehr gegen die mich so sehr überschätzende Art, in der Sie meine geringen Verdienste beschreiben, weil ich mir bewußt bin, nichts als nur meine einfache Pflicht getan zu haben, wie es einer jüdischen Frau zukommt. Mir bat der Zionismus mehr gegeben als ich ihm, das Ideal meines Lebens, den Inhalt desselben, die Fülle, den Reichtum und den Zweck meines Daseins. Dabei wurde mir das Glück zuteil, daß ich das Ziel meiner Sehnsucht erreicht habe, im Lande der Väter zu leben. Unser Land ist klein, arm aber schön, das in dem kurzen Zeitraum Geschaffene grenzt an Wunder und es gibt so vieles was als vorbildlich für alte Staaten gelten kann — trotz aller Fehler und Irrtümer die sich naturgemäß auch ergeben. Die allgemeine Krise der Welt, macht sich auch hier bemerkbar — doch Mut und Hoffnung ist vorhanden auf bessere Zeiten, trotz Widerwärtigkeiten, Rückschlägen und Katastrophen. Der Himmel blaut wieder, alles grünt und blüht und es Ist Frühling, in dem ich lebe, darf noch dienen und helfen, soweit es meine Kräfte erlauben und ich darf sagen: ,Es hat sich gelohnt'. Ich denke viel und oft an Euch lalle, die Ihr mir räumlich entfernt seid, aber denen ich nahe bin im Geiste (und Herzen. Seid mir Alle Alle herzlichst gegrüßt, die noch gedenken Eurer alten Freundin Erna Patak, m. p. Das Arbeitskomitee des Magbith Meuchedeth in Oesterreich hafte die Ehre, für den in Wien weilenden Leiter für Europa und Nordafrika, Herr i Sam vSegal, am 16. Februar einen Empfang zu geben, zu dem hervorragende Persönlichkeiten des jüdischen Lebens Wiens geladen waren. Unter den zahlreichen Festgästen sah man u. a. : Den Konsul des Staates Israel, Herrn Arie Eshel und Gattin, eine Anzahl der neuen Kultusvorsteher mit Präsident Dr. Maurer und Vizepräsident Dr. Wolf Herzberg an der Spitze. Der Vorsitzende im Arbeitskomitee des Magbith Meuchedeth, Herr Kultusvorsteher Gustav Lettner, begrüßte mit herzlichen Worten die Gäste und hob in seiner Rede die Notwendigkeit hervor, an Israel zu denken und alles daran zu setzen, um den Aufbau unseres Staates tatkräftigst zu unterstützen. Diese Pflicht nannte Herr Leitner das elfte Gebot. Der Konsul Herr Arie Eshel forderte die zionistischen Parteien aller Richtungen auf, sich zum Zwecke einer gemeinsamen Arbeit zusammenzuschließen, um dem jüdischen Leben in Wieneinen neuen Auftrieb zu geben. Unter starkem Beifall schloß der Konsul seiitc Darlegungen mit den Worten : „In der heutigen Zeit kann nur ein guter Spender für Israel als guter Jude gelten!" Präsident Dr. Maurer schilderte rückschauend die Entwicklung der Wiener Kehlla seit dem Jahre 1945 und gab das Versprechen, daß er alle seine Kraft auf wen den werde, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, die Kultusgemeinde Wiens auf jenes Niveau zu bringen, das sie vor 1938 besaß. Präsident Maurer versprach, beim Kultusvorstand der IKG den Antrag zu stellen, den Beitrag für die Magbith gegenüber dem früheren Beitrag zu verdreifachen. In Israel wird geheiratet Aus einer vom Statistischen Zentraliinstitut in Rom veröffentlichten Aufstellung über die Eheschließungen in einer Reihe von Ländern während des Jahres 1950 geht hervor, daß auch iim vorigen Jahr noch die Länder, die am Krieg beteiligt waren oder in denen starke Bevölkerungsbewegungen stattgefuinden haben, den anderen vorangehen. So steht Israel mit 14 Eheschließungen auf 1000 Einwohner an der Spitze; es folgen die Vereinigten Staaten mit 11, die deutsche Bundesrepublik mit 10.6, Neuseeland (mit der europäischen Bevölkerung) mit 9.2, Oesterreich und Dänemark mit 9.1, Kanada mit 9, Luxemburg mit 8.6, Belgien und Norwegen mit 8.3, die Niederlande mit 8 2, das Vereinigte brit. Königreich; mit 8, Frankreich und die anglo-amerikanische Zone Triests mit 7.9 Eheschließungen auf 1000 Einwohner. Dies letztere Verhältnis weisen auch die Schweiz und Chile auf; Schweden hat 7.7, Portugal 7.6, Spanien 7.4, Ceylon 6.8 und Irland 5.4 Eheschließungen unter je tausend Einwohnern. Aus der Reihe tritt Italien, wo ebenfalls unter tausend Einwohnern nur 7.5 Ehen geschlossen wurden. Hier ging die Zahl der Heiraten auch in den ersten neun Monaten des Jahres 1951 noch weiter (auf 6.9) zurück. EINEN NEUEN HUT NUR VON RICHARD „dec CP LJ W/A 07 WIEN 1, ADLERGASSE 4 TELEPHON R 20 2 71 Hui des Uecch." /. Basswe-fr WIRKWAREN UND WÄSCHE-ERZEUGUNG Tel. R 29043 Wien I, Fleischmarkt 16 Tel. R 29044 Postspaikassen - Konto Nr. 30.937 Der Gast, Herr Sam Scgal, lebhaft akklamiert, hob d‘e aufopferungsvolle Arbeit ('es Präsidenten Leitner hervor, der unterstützt von Herrn Elias Scha pirn und von dem Leiter der Aktion, Herrn Ing. Bnu.mnnn für den Magbith Meuchedeth für Oesterreich hervorragendes geleistet hat. Anschließend gab der Redner in einer groß angelegten Rede einen Ueberblick über die militärische,wir! schuf fliehe und außenpolitische Lage des Staates Israel. Die Ausführungen Sam Segals machten auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck und erweckten das Gefühl, daß die Hilfe, die wir Israel angedeihen lassen, ircht nur eine Pflicht, sondern ein Herzensbedürfnis eines jeden Juden sein muß. Die Ausführungen des Redners waren oft von stürmischem Beifall unterbrochen und der Schlußsatz seiner Rede „Israel muß im Interesse aller Juden stark sein, um den Feinden, wenn es nötig ist, die Stirne bieten zu können", löste minutenlangen Beifall aus. Zum Schluß dankte der Vizepräsident des Magbith, Herr Elias Schapira den Rednern für ihre interessanten Ausführungen, den Gästen für ihr Erscheinen und knüpfte daran die Bitte, in ihren Kreisen für den Gedanken des Magbith, somit für Israel zu werben. Was wir Juden Wiens zur Stärkung Israels beizutragen vermögen, ist die tatkräftige Förderung des Magbith Meuchedeth, u. zw. in der Weise, daß wir nicht mit „milden Gaben" beitragein, sondern Opfer bringen, die dem großen Aufbauwerk in Israel und dem Kibbuz Galujoth würdig sind. F. M. ZEUGEN GESUCHT! Am 10. November 1938 sollen im Zuge der Judenverfolgungen zahlreiche Juden in Wien, II., vor dem Polizeikommissariat In der Leopoldgasse an einem Mikrophon vorbeigeführt, von einem dort stehenden Mann befragt und von den sie eskort'renden Personen brutal mißhandelt worden sein. Personen, welche Äugenzeugen eines solchen Vorfalles waren, werden ersucht, sich beim Landesgericht für Strafsachen Wien, Wien VIII, Landesgerichtsstraße 11, Abt. Vg 8 c, I. St. Zimmer 85, zwecks Auskunftserteilung zu melden. Israel-Abteilung Ermäßigte Fahrten nach Israel zu den Feiertagen ab sofort. Anmeldungen bei; Capri-Reisebüro Wien I, Graben 10 Telephon R 26100 Offizielle Verkaufsstelle aller Flug-, Schiffs- und Bahnlinien

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