Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1951
- Issue
- Heft 50 (1.6.1951)
- Date
- 1951-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 50 DIE STIMME Seite 7 Prominente Gäste In Israel 1. Trygve Lie. Sämtliche Zeitungen aller Parteirichfungen in allen Sprachen widmeten ihre Leitartikel während der letzten Tage ( hol Hämoad Pessach der Persönlichkeit von Trygve Lie, Generalsekretär der UNO, der am letzten Tage der Pessach-Feiertage in Israel erwartet wurde. Außer der Würdigung seiner Persönlichkeit in einem sehr warmen Ton, wurde besonders hervorgehoben, daß Israel eigentlich das Kind der UNO ist und der friedliche Aufbau und die Entwicklung des Landes eine gemeinsame Sorge Israels und der UNO sind. In diesem Zusammenhang kommt Trygve Lie nach Israel, wo eine entscheidende Frage des friedlichen Aufbaus des Landes auf der Tagesordnung ist. Während des Besuches von Trygve Lie in Israel behandelt die UNO in Lake Success den Konflikt um die Austrocknung der Huleh-Sümpfe. Die Syrier versuchen aus dieser Verwandlung der Sümpfe in fruchtbares Land einen militärischen Konflikt zu fabrizieren. Es ist gut, daß Trygve Lie herkommt, nachdem er seine Besuche in den arabischen Ländern absolviert hat. Bei aller Ueherparteilichkeit von Lie xveiß man, daß er ein Freund unserer Aufbauarbeit ist. Es gab bei ihm einen s-ehr kritischen Moment - wie bei allen Skandinaviern - als Bernadotte, der übrigens auch sein persönlicher Freund war, in Jerusalem ermordet wurde. Es ist ein Ehrenblatt in der Geschichte der Beziehungen der skandinavischen Völker zu Israel, und erst recht in der persönlichen Beziehung Trygve Lies zu uns, daß sie sich von einer gegnerischen Hetzpropaganda derjenigen, die daraus politisches Kapital schlagen wollten, nicht aufhefzen ließen und uns gegenüber obickfiv und freundlich blieben. Diese Zeit gehört nun Gott sei Dank der Vergangenheit an, die diplomatischen Beziehungen zu den Skandinavischen Ländern sind inzwischen hergestellt worden und sehr viele nicht-jüdische wichtige Persönlichkeiten dieser Länder besuchten Israel während der letzten Monate und haben zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen viel beigetragen. Zwei Tage vor Ankunft Trygve Lies, verließ das Land Martin Tranmael, ein führender norwegischer Gewerkschaftler, ein Freund und Mitarbeiter Trvgve Lies. Auch Trygve Lie ist ein führender norwegischer Gewerkschaftler — sein Kreis bat viele Beweise echter Freundschaft u d Verbundenheit mit der Arbeiterschaft Israels geliefert. Die Bevölkerung Israels empfängt Trygve Lie als wahren Freund unserer Sache und ge- Generalrepräsentanz der Atlantic Lloyd Tel Aviv- Haifa Israel Reisebüro bei der Firma Capri Wien I., Graben 10 Offizielle Ausgabestelle für alle Flug-, Schiffs¬ und Bahnkarten Paß- und Visabesorgung maß seiner Stellung wird von ihm erwartet, daß er objektiv und gerecht der Wahrheit entsprechend der UNO und der Welt berichtet, daß die Mission Israel«; Hand in Hand geht mit der Mission der UNO Friede und Aufbauarbeit. 2. Abba Hille! Silver. Am Tage der Ankunft Abba Hillcr Silver bat der „Haboker” eine Karrikatur veröffentlicht, die zeigt wie Silver vom Flugzeug steigt und Ben C.urion mit dem Koffer reisefertig dasteht und sagt : „Dieses Gesicht kommt mir doch etwas bekannt vor.“ Dies charakterisiert den Konflikt und die Wut der Allgemeinen Zionisten darüber, daß Ben Gurion abgelchnt bat, Silver offiziell als Gast der Regierung nach Israel einzuladen. Ben Gurion fährt in wenigen Tagen nach Amerika und es heißt, daß die Allgemeinen Zionisten von Silver verlangt haben, nach Israel zu kommen bevor Ben Gurion wegfährt. Es ist den Allgemeinen Zionisten gelungen mit einem amerikanisch organisierten Empfang a la Mac Arthur, die gegnerischen Parteien sehr zu ärgern, wobei cs fraglich ist, ob es taktisch richtig war Silver bloß als Parteiführer hinzustellen und zu feiern. Viele Autobusse und 250 Taxis aus dem ganzen Lande sind zum Flugplatz nach Lydda gefahren, um ihn abzuholen. Krinitzyi der Bürgermeister von Ramat Gan hat seine Stadtpolizei zur Verfügung gestellt, um die Ordnung aufrecht zu erhalten, Petach Tikvah hat dazu den orientalischen Beitrag i!egeben dadurch, daß der „Irgun Haschomrim” — wie in den alten romantischen Zeiten — auf Ihren Pferden ankamen, um Silver zu empfangen. Die Reiter begleiteten den Convoy bis zur früheren Wilhelma, wo sie nach alter orientalischer Art Schüsse aus ihren Revolvern gaben. Sowohl in Petach Tikwah, wie auch in Ramat Gan hat der Zug Halt gemacht, wobei Begrüßungsreden gehalten worden sind. In Ramat Gan war der Empfang besonders feierlich, weil Silver ein Ehrenbürger dieser Stadt ist. 3. Rabbiner Dr. Leo Baeck. Der Jischuw und besonders die Einwandercr aus Mitteleuropa freuen sich, dem geistigen Führer, Rabbiner Dr. Leo Baeck, in Israel begrüßen zu können. Es ist nicht sein erster Besuch im Lande. Aber diesmal ist es nicht der Besuch eines Gastes, sondern eines Vortragenden an d. Hebräischen Universität. Die Hebräische Universität veranstaltet Vorlesungen zum Andenken an den englischen General Ch. O. Wingate, den großen Freund des zionistischen Aufbauwerkes. Rabbiner Baeck wird eine Reihe von Vorträgen halten über die geistigen, gesellschaftlichen und religiösen .Wurzeln des Rechts. Die fortschrittlichen Rabbiner Israels haben die Gelegenheit benützt, um eine Rabbiner-Konferenz in Jerusalem einzuberufen, w elche sehr gut besucht war. Rabbiner Baeck war der Ehrenpräsident der Konferenz; es wurde beschlossen, einen Verband der Rabbiner in Israel zu gründen. An der Konferenz nahmen Prof. Klausner, Prof. Gassuto, Prof. Tursinai (Torczyner) und andere Persönlichkeiten teil. Rabb. Baeck sagte, daß Juden in der Golah, besonders in Amerika, nach jüdischer Belehrung lechzen. Ein jüdisches Lehrhaus in Jerusalem soll das Ziel dieser Konferenz sein. Ein geistiges Zentrum, das Ziel Achad Haams, kann dadurch verwirklicht werden. An der Organisierung dieser Konferenz war besonders Prof. Loewinger, der Direktor des bekannten Rabbiner- Seminars in Budapest, beteiligt. Prof. Loewinger erklärte, daß Raw Maimon (Fischmann) sich der Errichtung eines solchen modernen Rabbiner-Seminars zwar widersetze, jedoch zugeben müsse, daß dies eine dringende Notwendigkeit darstellt. Dr. Klausner regte die Errichtung eines Instituts zur Erforschung des geschichtlichen und gegenwärtigen Judentums an und hat vorläufig von der Errichtung eines Rabbiner-Seminars abzuseben, da das Oherrabbinat und die Orthodoxie dagegen seien. Die. Fortsetzung der Konferenz wird am Lag Baomer stattfinden. Es ist erfreulich, daß Rabbiner Baeck, der als Vorsitzender des Keren Hajessod in Deutschland und als Vertreter der „Non Zionist's“ im Council der Jewish Agency viel Produktives für den Aufbau Palästinas getan hat, wieder einmal vergönnt ist, einen produktiven Beitrag zum Aufbau des Jüdischen .Staates zu leisten. Vizepräsident der Knesseth in*Wien Auf seiner Rückreise aus Amerika nach Israel, hielt sich der Vizepräsident der Knesseth, Herr Dr. Josef Burg, eine der markantesten Persönlichkeiten der Hapoel-Hamisrachi, einige Tage in Wien auf. Dr. Burg w?eilte in New York zur gleichen Zeit mit Ministerpräsident Ben Gurion und hat an den grandiosen Empfängen teilgenommen. In einer kurzen Unterredung berichtete uns der Vizepräsident über seine Eindrücke in Amerika und konnte erfreulicherweise mittellen, daß die im Gang befindliche Finanzaktion in der U, S. A. die erwarteten Hoffnungen erfüllen dürfte. Ben Gurion wird In den nächsten Tagen nach Israel zurückkehren und die Früchte seiner Arbeit werden auf die Wirtschaftslage zweifellos einen nachhaltigen und überaus günstigen Eindruck machen. Ueber den Zweck seiner Auslandsreise befragt, erwiderte Dr. Burg, daß er einerseits die Probleme des religiösen Judentums in der Golah studieren, andererseits seine Freunde über die Verhältnisse in Israel iin formieren wollte. Während seines Aufenthaltes In Wien hatte Dr, Burg eine längere Besprechung mit dem Leiter des hiesigen Palästina-Amtes und den hier anwesenden Schlichim. Einer Einladung, in Wien einen Vortrag zu halten, konnte Dr. Burg aus Zeitmangel nicht entsprechen. F. M. Waldbad Purkersdorf DER SCHÖNSTE AUFENTHALT SPORTBASSIN, KINDERBASSIN SONNENBÄDER, LIEGESTÜHLE 50.000 mJ WALD 10 Minuten von HQttaldorf TRANSYLVANIA Internationale SpedltionsgaeellBchaft WIEN IV, HEUMÜHLGASSE 20 Telephon A 32 2 26 B 29 Q 45 Telegramm-Adresse „Transped" Speditionen aller Art / Verzollungen / Einlagerungen Nah- und Ferntransporte mit eigenen Kraftfahrzeugen SPEZIALVERKEHR von und nach ISRAEL Verpackungen / Übersiedlungen / Sammeltransporte in LIFTVANS s.HßP0 Die idealsten Schulterauflagen aus Watte, beste Paßform, für Damen-, Herren- und Kinder- Bekleidung „HAPO” A chselpolster- Erze agung R UDICH & Co. Wien If, Aspern brückeng. 4 Telephon R 45 5 63 Hilde Zadek — Kammersängerin Wir freuen uins, unseren Freunden mitteilen zu können, daß die sehr populäre Künstlerin Frau Hilde Zadek zur Kammersängerin ernannt wurde. Der Zionistische Landesverband und die Redaktion der „Stimme” gratulieren zu der wohlverdienten Auszeichnung. A. Leon Kubowitzki der frühere Generalsekretär des World Jewish Gongress in New York, der zuletzt diese Institution in Israel vertrat, ist zum israelischen Gesandten für Polen und die Tschechoslowakei, mit dem Amtssitz in Prag, .ernannt worden. Buchdruckerei A. Glücksmann & Söhne Wien XVII, Beheimgasse 77, Tel. A 29 2 27, A 28 0 29 Alle Arten von Drucksorten Holen Sie bei uns Offerte ein KAUFMANN gut situiert, Sechziger sucht geschäftstüchtige Frau zwecks Ehe. Unter „Rituell Z 459” San die Verwaltung des Blattes. Gutaussehender tüchtiger Mann 45/168 sucht feinfühlende, liebe Frau bis 35, kennenzulernen. Beiderseitige Diskretion. Zuschriften erbeten unter „Auswanderung Z 456‘ an die Administration. Vermählung Am 24. Mai fand die Trauung des Herrn Dr. Saja Viktor Fein mau n mit Fräulein Dr. inerc. Felicia Bloch statt. Dr. Feinmann ist der Sohn des früheren Vizepräsidenten der Zionistischen Föderation Oesterreichs. städtische Versicherung