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Die Stimme · 1951-04-19 · Heft 48 (19.4.1951) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
1951
Issue
Heft 48 (19.4.1951)
Date
1951-04-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 48 HAKOAH-NACHRICHTEN Jüdischer Sport in Frankreich und Schweiz Ich wurde in Paris von Herrn Präsidenten Dr. Simon auf das herzlichste empfangen und erhielt von ihm einige interessante Mitteilungen über die zionistische sportliche Bewegung in Frankreich. Leider sind die Juden in Frankreich in sportlicher Beziehung für den jüdischen Sport wenig empfänglich und der Zusammenhang ist ein ziemlich loser; so war es z. B. nicht möglich von den reichen Juden in Frankreich Beiträge für die Sportler zur Maccabiade nach Israel zu bekommen, die Reise nach dort mußte unferh’eibcn. Herr Weingarten, der Sekretär der Maccabi in Paris, schilderte mir die Verhältnisse in jüdischen Sportkreisen als trostlos. Nach der Befreiung war großes Interesse namentlich seitens der Emigranten für die Hakoah in Paris vorhanden und es wurde damals reichlich gespendet, um Fußball, Schwimmen und Boxen betreiben zu können. So bemühte sich insbesondere Herr Sekretär Weinberger und Herr Salzberg, ein alter Hakoahner, der übrigens eine reizende Bar am Mont Martre besitzt, wo viele alte Hakoahner verkehren. Nachdem die Emigranten sukzessive Frankreich verließen, waren bald keine Mittel da und so vegetierte der ganze jüdische Sport in Frankreich. Um das Verhältnis unserer französischen Brüder zu vertiefen, habe ich für Juli- August diese in die Hakoah-Hütte auf dem Semmering eiingeladen und diese Einladung wurde mit Freuden akzeptiert, so daß wir bis zu 40 französische Sportler *und Begleiter, die auf eigene Kesten zu uns kommen, als Gäste werden begrüßen können, und wir wollen ein kleines Sportfest am Semmering veranstalten. In keinem Verhältnis zu dieser tristen Lage in Frankreich, steht die wunderbare Organisation in der Schweiz. Herr Burgheimer und viele angesehene Juden kümmern sich dort um den Sport. So sind überall die Maccabi-Verbände in guten Händen und speziell in Zürich hat die Maccabi in dem Präsidenten Burrgbeimer einen der besten Betreuer. Es werden in der Schweiz ziemlich alle Sportdisziplinen betrieben und jedes 2. Jahr findet eine kleine Maccabiade statt, zu der wir jetzt schon eimgeladen wurden. Die Züricher Maccabi besitzt auch ein herrliches Alpenhaus in Schwallbrunn, Kanton Appenzell, 1000 m hoch am Fuße des Säntisgebirges. Die Hütte ist erstklassig eingerichtet und bietet 25 Sportlern Platz, Trainingszeiten Tisch-Tennis : Dienstag und Donnerstag von 7 'bis 9 Uhr, VIII., Langegasse 69 (Ecke Alserstraße). Schwimmen; Mittwoch 7—V29 Uhr Jörgerbad Donnerstag 7—V.-9 Brünnlbad. Kinderschwimmen : Donnerstag 5—7 Brünnlbad. Kinderturnan : Dienstag 6 Uhr, VII., Neustiftgasse 100 Damenturnen; Dienstag 7 Uhr, VII., Neustiftgasse 100 Leicht-Athletik : Freitag 7—9 Uhr, VII., Burggasse 14/16. JOS. REINL Wien I, Herrengaise 17, Tel. 11 27215 Bahn — Auto — Flugzeug - Schiff Inland — Ausland — Übersee Spezialverkehr nach Israel Auskünfte, Fracht, Transportberatung Erstklassige Vertretungen an allen größeren Plätzen ist mit angenehmen Armeebetten, eigener Küche etc. eingerichtet. Ich habe auch unsere Schweizer Brüder für August auf unsere Hütte eiingeladen, wogegen unsere Mitglieder seitens der Schweizer für August als Gäste in ihr Alpenheim geladen sind. Der Sport wird auch steitens der Israelitischen Kultusgemeinde sehr unterstützt. Ich hoffe, daß durch die Anwesenheit der Schweizer und durch den Gegenbesuch unserer Sportler in der Schweiz, engere Beziehungen als bisher sich ergeben werden. Präsident Burgheimer hat mir für alle Hakoahner die herzlichsten Grüße mitgegeben und der Hoffnung Ausdruck verliehen, uns bald gesellschaftlich und sportlich näher zu kommen. Robert GHicksmain Präsident der Hakoah Schwimmer und Wasserballer Besuch in Antwerpen. Die Schwimmer und Wasserballer des S. C. Hakoah - Wien wurden vom Makkabi in Antwerpen anläßlich ihres 25-jährigen Jubiläums nach Belgien eingeladen. Die Sportler aus Wien, weMie unter der Leitung ihres bewährten Vorstandsmitgliedes, Herrn Walter Beck, am Freitag, den 6. April 1951 in Antwerpen ankamen, wurden auf das herzlichste empfangen und von ihren Gastgebern auf das Beste bewirtet. Tags darauf fanden die sportlichen Kämpfe statt. Unsere Hakcah siegte nach einem schönen Spiel gegen Bar-Kochba London im Wasserball 5:4, obwohl es in der ersten Hälfte 3:1 für Bar-Kochba stand. Auch aus der 7x50 m Staffel gingen unsere Sportler siegreich hervor. * Leichtathletik. In Wien gewann Herbert Schindler von der Leichtathletik-Sekiton am 8. April 1951 beim WAC-Waldlauf die bronzene Medaille. Cafe-^Restaurant HERREHHOF WIEN I., HERRENGASSE 10 TELEPHON U 27 4 23 CLUBRÄUME — SPIELZIMMER Generalrepräsenfanz der Atlantic Lloyd Tel Aviv- Halfa Israel Reisebüro bei der Firma Capri Wien I., Graben 10 Offizielle Ausgabestelle ffir alle Flug-, Schiffs¬ und Bahnkarten PaO-und Visabesorgung Du Staat 1statt und die tritodst, Bewegung. Eine Spezialkommission der Sochnuth hat einen Entwurf für ein Statut ausgearbeitet, der nach vorherige! Beratung im Schoße der Regierung der Knesscfh zur Beschlußfassung vorgelcgt werden soll. Damit soll das Verhältnis der Zionistischen Bewegung zum jüdischen Staat gesetzlich geregelt werden. Der Entwurf umfaßt fünf Artikel, ln welchen die Anerkennung der Zionistischen Bewegung als alleinige Vertretung des jüdischen Volkes in der Go’ah, in Fragen, die Israel betreffen, und die Kompetenz der Sochnuth als juristische Person für Angelegenheiten der Al i [ah und Kolonisation festgelegt werden. Eine von der Regierung zu ernennende Kommission wird, im Einvernehmen mit der Kommission der Sochnuth, die endgültige Fassung des Gesetzentwurfes beschließen und die Weite Heftung desselben an die Knesscfh vorbereifen. Sämtliche zionistischen Parteien ha- Briefmarken Israels Die jüdische Jugend und die Erwachsenen können jetzt schmerzlosen Unterricht in alter und neuer Geschichte durch das Betrachten der farbenfreudigen israelischen Briefmarken nehmen. Diese kleinen Stückchen Papier stehen bei den Sammlern im der ganzen Welt hoch im Wert — nicht nur weil sie die Geschichte von der Wiedergeburt Israels als Nation erzählen — sondern weil ihre Existenz eine Bestätigung der biblischen Prophezeiung von der Rückkehr des jüdischen Volkes in seine Heimat darstellt. Diese Rückkehr ist in der Tat eines der beliebtesten Briefmarken-Themen in Israel. Die vor kurzem herausgekommene 20 Prufa-Marke z. B. ist der Aliyah Befh gewidmet, dieser gefährlichen „illegalen“ Einwanderung aus den Tagen des White Paper. Das Bild stellt eine überfüllte Emigranten- Barke dar, die auf die von Stacheldraht starrende palästinensische Küste zusteuert. Eine Gestalt, die die Entschlossenheit der Emigranten verkörpert, steht am Ufer bereit, die Barrieren niederzureißen. Im Gegensatz dazu zeigt die Marke zu 40 Pruta eine Reihe von Schiffen und Flugzeugen, die Emigranten an die freundliche Küste Israels bringen. Alle Israel-Marken sind einfach und modern im Entwurf. Viele haben ihre Wurzeln in der jüdischen Geschichte. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die 40-Pruta-Marke, die anläßlich der Zulassung Israels zum Weltpostverein ausgegeben wurde, ein Ereignis, das mit dem 75. Jahrestag dieser Organisation zusammenfiel. Der Künstler hat die Anregung den Liedern Salomons entnommen, die Israel poetisch „das Junge einer Hindin“ nennen. Die Marke zeigt ei ne Rennt ier-Hindin, deren Hinterhufe, das auf einem Globus verzeichnete Israel berühren. Die schnelle Bewegung des Tieres soll ein Symbol sein für die vom israelischen Postsysfcm gebotenen Dienste, das gleichfalls eine Hindin im Schilde führt. Der Verkauf von Israel-Marken in USA wird als eine wichtige Dollartlud le betrachtet. Aber in den Äugen der Israel-Regierung sind sie gerade so wichtig wie Unterrichtsmittel. W. A. Shapiro WIEN VII, KIRCHENGASSE 7 TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION ben sich mit dieser Aktion im Prinzip einverstanden erklärt. * Hi erzu wäre zu bemerken, daß mit der Lösung dieser Frage eine Forderung der Partei der Allgemeinen Zionisten endlich erfüllt wird. Es bleibt bloß abzuwarten, wie sich die Durchführung dieser Sache, deren Regelung gerade vor der Einberufung des 23. Zionisten kein grosses besonders aktuell ist, gestalten wird. Aus der bisherigen Praxis keimten wir nicht den Eindruck gewinnen, daß die Regierung an der Stärkung der zionistischen Organisation ein großes Interesse haben würde. Firmen die wir empfehlen: ANSTREICHER UND MALER Josef Knoller Wien II, Czcrningassc 9 BÜRSTENINDUSTRIE (Rohmaterial) Brüder Löwen stein Wien I, Marc Aurclstraße 3 CAFES UND BARS Cafe Mozart Wien I., Albertinaplafz 2 Pax Wien I., Bauernmarkt 10 ELEKTROMOTORS U. APPARATE Karl Pollak Wien, VI., Burggassc 61 GOLDWARENERZEUGUNG „Mapo" Goldwarenerzeugung Ges. m. b. H. Wien XVII, Theliemanngasse 4 HAUS- UND KÜCHENGERATE- GROSSHANDEL Wilhelm Frank Wien VII, Zieglergasse 19 HERRENKLEIDER Teller Wien III, Hauptstraße 88—90 JUWELEN UND UHREN Friedrich Beck Wien II, Volkerfplafz 1 MECHANIKER Ein- und Verkauf von Nähmaschinen D. Zverfing Wien VII., Apollogasse 20 PARFÜMERIEN „Elsa" Wien I, Steindlgasse 1 PHOTOÄTELIER UND PHOTOHANDLUNG Ester Schoer Wien II, Hollandstraße 16 STOFFE UND KLEIDER Brüder Haber Wien VII, Mariahllferstraße 90 TEPPICHE (Perser, Smyrna, Inland) Arthur Kollmann VIII., Aiserstraße 55/1/14 Eigentümer, Herai^geber und Verleger: Zionistischer Landesverband ln Österreich, IX, UnlversititsstraUe 4 Redigiert von elnem Redaktionskollegium. Redakteur: Fritz Müller, Wien 11, Krummbuumgaise 1 Druck: Doauustadt, Wien II., Max Winterplatz 5 Heinrich STEIN Wien IV, Favoritenstrafia 24 Telephon i U 410 64 ERZEUGNISSE: Selbstroller Rollvorhänge Verdunkelungen Bretterjalousien Holzrollbalken Durchsichtige Schaufensterrollos

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