Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1951
- Issue
- Heft 47 (21.3.1951)
- Date
- 1951-03-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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t Nr. 47 DIE STIMME Seite 7 rniniddie nicht Es icn die me en. vie stesse aislur hr- Lirmrer cht ing;u- )41 lkes er- ^e- 2r- Jie 10I cht ienv» erm- 3el 2Sür als 4 a ni> iw cht ler lee ar, vediles lean rr ee nd lf- 7 1 KLEINE NOTIZEN _auslscad Koalitionsbereitschaff der Allgemeinen Zionisten Suezkanal-Blockade aulgehoben Aegypten dürfte die Beschränkungen für die Durchfahrt durch den Suez-Kanal demnächst aufheben, da es sich herausgestellt hat, daß Oel und Kriegsmaterial auf anderen Wegen als durch den Suez-Kanal nach Israel gelangen. Fortsetzung von Saite 6 zugreifen und sie der begleitenden SS zur Liquidierung zu übergeben. Die Erklärung, die General Eisenhower vor dem Verlassen Deutschlands am 23. Januar dieses Jahres abgegeben hat, daß ein klarer Unterschied zwischen dem regulären deutschen Soldaten und dem deutschen Offizier einerseits und Hitler und seiner verbrecherischen Clique anderseits bestehe und daß die Tatsache, daß „gewisse“ Personen im Krieg unehrenhafte und verächtliche Handlungen begangen haben, nur die betreffenden Personen belaste, wird vor der Geschichte keinen Bestand haben. Es ist erwiesen, daß Hitler die deutschen Generale noch vor dem Ueberfall auf Rußland angewiesen hat, den Kampf iim Osten nicht mit ritterlichen Methoden, sondern als „weltanschaulichen“ Vernichtungskampf zu führen, und es steht fest, daß kein General es damals gewagt hat, Hitler entgegenzutreten. Im Gegenteil liegen Befehle höchster deutscher Heerführer wie der Generalfeldmarschälle von Brauchitsch, von Reichenau und von Mansteiin vor, in denen diie deutschen Soldaten aus „völkischen“ Ueberlegungen heraus zur Rücksichtslosigkeit und zum Mord aufgestachelt wurden. Die Erklärung von General Eisenhower steht überdies in einem solch auffallenden Gegensatz zu seinen eigenen früheren Auffassungen, daß man im ihr mit der „Times“ ein „ziemlich eiinstudiiertes Kompliment“ wird erblicken dürfen, das auf deutscher Seite einen guten Eindruck machen sollte. Lange genug haben ja maßgebende deutsche Kreise eine militärrische Beteiligung an der Verteidigung Westeuropas von der vorgängien Wiederherstellungg der „Ehre des deutschen Wehrmamns* abhängig gemacht, jener Ehre, die offenbar nicht verletzt war, als man die jüdischen Mitbürget aus der Waffengemeinschaft ausschloß und als man wehrlose Zivilisten niedermachte. V Die Gnadenakte der amerikanischen Besatzungsmacht haben den bitteren Beigeschmack einer Konzession an das nationalistische Deutschland. Sie werden in weiten deutschen Kreisen, um die Formulierung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu gebrauchen, als das verstanden, „was sie wirklich sind: als nachträgliche Freisprüche“! Auf diese Weise wird die Bedeutung der Nürnberger Rechtssprechung untergraben, bevor sie noch in das Bewußtsein des deutschen Volkes eingedrungen ist. Es muß überdies der Die Allgemeinen Zionisten sind jetzt genau so bereif, wie vor den kürzlich stattgefundenen städtischen Wahlen, eine Koalitionsregierung mit der Mapai zu bilden, allerdings nur unter gewissen Bedingungen, erklärte ein Sprecher der Partei. Diese Bedingungen, welche die Allgemeinen Zionisten als lebenswichtig für das Wohlergehen des jüdischen Staates betrachten, sind : 1. Beide Parteien müssen im voraus ihre Zustimmung zu einem Minimumprogramm, besonders bezüglich der ökonomischen Probleme, geben. 2. Die Koalition darf nicht gemäß der gegenwärtigen Stärke der Allgemeinen Zionisten in der Knessefh zusammengesetzt werden, sondern muß mehr in Uebereinstimmung mit Resultaten der städtischen Wahlen konstituiert werden. 3. Die Mapai muß ihre Vorherrschaft in der Koalition aufgeben und alle Regierungsstellen und Aufgaben müssen gleichmäßiger verteilt werden. Das kürzlich getroffene Abkommen zwischen der Mapai und der linken Mapam, in den städtischen Verwaltungen zusammenzuarbeiten, hat die politische Situation in Israel weiter kompliziert. Dieses Abkommen schuf eine ziemlich einzigartige politische Situation, denn während in der Regierung die Mapai mit dem Religiösen Block und der Progressiven koaliert ist und die Mapam in der Opposition, ist in den örtlichen Regierungen die Mapai mit der Mapam in Koalition und die Religiösen und die Progressiven in der Opposition. Stärkt unsere Reihen, tretet dem Zionistischen Landesverband bei! Sekretariat: Wien IX., Universitätsstraße 4 Telefon A 264 73 durch den Kontrahenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien XI, Gartenbau ANNA DINER, Telephon U 16 6 74 — vis-a-vis 4. Tor Best Hungen werden im Friedhofsamt der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien I, Seitenstettengasse 4, Telephon U 27 115 und in der Kanzlei am Zentralfriedhof, 4. Tor, Wien, Simmeringer Hauptstraße, Telephon U 15 2 23 für beide Friedhöfe 1. und 4. Tor, entgegengenommen. Ausführung sachgemäß und billigstl Eindruck entstehein, daß Amerika aus Erwägungen der Opportunität heraus auf eine wahrhafte Sühne der von Deutschen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verzichtet — dies ausgerechnet im Zeitpunkt, in dem die Konvention der UNO zur Bekämpfung des Geinocid in Kraft getreten ist! Die Auswirkung auf die ohnehin widerwillig und schleppend geleistete materielle und vollends die moralische Wiedergutmachung an den Verfolgten des Naziregimes ist unabsehbar. Die Gnade, die den Kriegsverbrechern zuteil wird, bedeutet zugleich, daß die Opfer in Ungnade gefallen sind. Die Bemühungen der wahrhaft demokratischen Kräfte in Deutschland, die zur Selbstbesinnung aufrufen, werden torpediert, wenn, wie dies aus den Berichten McCloys und des Beratenden Ausschusses k’ar hervorgeht, Gnade gewährt wird, bevor die Schuldigen Einsicht an den Tag gelegt, geschweige denn Reue gezeigt haben. Der Weg zum deutschen Wiederaufstieg wird verschüttet, und paradoxerweise sucht man Deutschland dadurch zu einer Mitverteidigung der demokratischen Welt zu gewinnen, daß man den demokratiefeindlichen Kräften Absolution erteilt uind auf eine Demokratisierung Deu f s ch 1 a n d s v erz lebtet. VI Man darf ruhig prophezeien, daß sich die Amerikaner in den Erwartungen, die sie an die Gnadenakte Neue Schilfs werft in Haila Kürzlich wurde im Schoham-Biiro in Haifa die Gesellschaft „Mif'Alei- Jisrael Le Maspenoth we'Handassah“ gegründet mit einem Kapital von ca. einer halben Million IL. Partner sind „Schoham“ und „Solei Bonch“ einerseits und die „Mif Alei Haifa Le Handassah” andererseits. Zu den ersten Tätigkeiten der Gesellschaft gehört die Errichtung einer Werft und einer Helling an der Kishon-Miindung — wo die Bauten für den neuen Hafen Anfang März beginnen sollen — zur Reparatur von Schiffen aller Größen und zum Bau neuer Schiffe (aus Stahl) für Fischerrei, Hafen- und Küstendienst. Schon in der ersten Phase werden ca. 500 Arbeiter dabei Beschäftigung finden. Die Ausrüstung ist aus früherer Zeit bereits vorhanden. Die Gesellschaft hofft, daß die Regierung ihr die Lizenzen zur Beschaffung von erforderlichen Rohmaterialien erteilen würd. Das Werk kann dem Staat Hunderftausendc von Devisen sparen und durch Reparaturen an fremden Schiffen in Haifa einbringen. Vorbereitungen zum Kongreß Der vorbereite;'de Ausschuß für den 23. Zionistenkongreß, bestehend aus 13 Partei-Vertretern, zwei Repräsentanten der Nationalen Fonds und Mitgliedern der Zionistischen Exekutive, beriet auf seiner gestrigen ersten Sitzung in Jerusalem über das Programm des Kongresses. Der Kongreß wird sich — wie kurz gemeldet — mit der Revision des Baseler Programms und der Beziehung zwischen Z. O. und der Medinath Jisraes zu befassen haben. Zu den Hauptaufgaben der Z O. gehören heute Jugendalija, Kolonisation, Bodenfragen, Einordnung der Ali ja, Touristik und Privatimvestkmen. Das Ä. C. soll das Recht erhalten, die Auf gaben Verteilung innerhalb der Z. O. abzuändern. Der Knesseth soll ein Gesetzesantrag über den rechtlichen Status der Z. O. vorgelegt werden, die als Repräsentantin des jüdischen Volkes in der Diaspora in allen aut den Staat bezüglichen Fragen anerkannt werden soll. knüpfen, getäuscht sehen w?erden. Ihre Geste wird in Deutschland weit weniger als Großmut denn als Unsicherheit und Schwäche aufgefaßt werden, und der Appetit der „Besiegten“ wird allen Erfahrungen zufoge nur wachsen. Die offenbare Fehlrechnung der Amerikaner wird aber einen nur sehr schwachen Trost für alle diejenigen bilden, die zuversichtlich damit gerechnet hatten, die Alliierten würden Deutschland zur Einsicht in seine Verfehlungen veranlassen und die Voraussetzungen dafür schaffen, daß sich die Katastrophe, die von Deutschland aus über die zivilisierte Welt eingebrochen ist, niemals w iederholen kann. („Neues Israel“ Zürich) Heinrich STEIN Wien IV, hvoriltnilrafi« 24 Telephons U 49 0 64 ERZEUGNISSE: Selbstroller RollvorhSnge Verdunkelungen Bretterjalouslen Holzrollbalken Durchsichtige Schaufensterrollos 13. Teilet WIEN I, SALZTO RQ ASS E 5 TELEKON U 25-4-85 HERREN-, DAMENKLEIDER UND -MÄNTEL MODISCHE SPORT- UND REQENSCHUTZBEKLEIDUNQS- EABRIK Salo Guttmann & Franz Austerlitz Großbetrieb von paten tarnt lieh geschützten Neuheiten Wien I, Helferstorferstr. 8 Tel. U 212 95 Max HEITNER & Co. Großhandel in Textil-, Wirk- und Strumpfwaren Wien I, Marc Aurelstraße 10 Tel. U 26 4 27