Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1951
- Issue
- Heft 47 (21.3.1951)
- Date
- 1951-03-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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lim m e o/hlgemein zionistischeJdochenschrift Prtis 2 Schilling V.|,k, IIHHIINHIIHMNMNMIINNMNNNIII |T «m j|| Redaktion und Administration: * 8 WienIX, Universitätsstr. Nr. 4/4 8 S Telefon A 26 4 73 | 1 ‘ostscheck-Konto Nr. 134.292 21. Mäkz 1951 i )! Zionistischer Landesverband Wien nrn dmvivt rrnnNnrr x * BfrlllMUmilHItlllliMIIMMUMMIMIIIItwR Nr. 47 - 1951 nrirn J^usfiEmll ans hem 335ndt CEffer 5711 „...Mordechai schrieb alle diese Umstände nieder und schickte Briefe an alle Juden in den sämtlichen Ländern dies Königs Ächaschwerosch, nahe und fern. Auf sich zu nehmen, den vierzehnten Tag des Monats Adar zu feiern, Jahr für Jahr (als die Tage, an welchen die Juden Ruhe erlangten von ihren Feinden, und der Monat, in welchem sich ihnen Kummer in Freude und Trauer in Festlichkeit verwandelten, und sie zu vollbringen als Tage des Wohllebens und der Freude, der wechselseitigen Schenkungen und des Älmosengeheins.) Au?h nahmen die Juden gerne an, was sie schon selbst zu tun angefangen, und was ihnen nun auch Mordechai geschrieben hafte, denn Haman, Sohn Hiamdassas, der Aggagi und Verfolger aller Juden, hatte den Anschlag gefaßt, alle Juden umzubringen, und Pur (das heißt Lose) geworfen zu ihrer Vernichtung und Ausrottung. Als sie (die Königin) aber vor den König kam, wurde beschlossen, trotz jenes ersten Briefes, steinen bösen Anschlag, den er gegen die Juden gefaßt, auf, sein eigenes Haupt zurück zu wälzen, und man hangle ihn und seine Söhne an den Galgen. Darum hat man diese Tage Purim genannt, wegen des Put* (das Los), und darum, wegen aller in dieser Schrift erzählten Vorfälle, was sic darum ersehen, und was endlich für sie daraus geworden, haben die Juden beschlossen, und als ein unverbrüchliches Gesetz auf sich genommen, auch, sich, ihre Kinder und alle, die sich zu ihnen halten : diese beiden Tage Jahr für Jahr nach vorgeschriebener Art und Zeit zu begehen. Auch sind diese Purim-Tage noch immer im Andenken erhalten und gefeiert worden, in jedem Lande und in jeder Stadt, werden auch nie unter den Juden abkommiein, und ihr Andenken wie bei ihren Nachkommen verlöschen.. •yro sro’i _ D-&orte;b'i rwn onmn ns wrpnowirnÄnpsnrnrTa^oa "tes aHwrco "tty npanttov rs a’iyj’ hrri? orry s'p? D'pinrn rotri no» ■oaoioy niorinv jw -ns cmi? ■csinm anwa aninn aro inj sm arw na'paibnr^asai nna^'pj’aarn-iSTO srasrnon» wjnVirs nvbrw» nnxn nrca'a* •ynaapste’K r>Ni r>'tjo vrn -cs rs anm -api ^arnanrrnb-nswnsnnanppn'Mrrw a.N:2va-3S?i oste simis-'sni oiss1'rnn-n arn •&* npn m?ro *'Son a;*i3S -pn ist t.'T'P rafj pj-'ribj» via “S' ns fm -j? a-wm y r-jx.i ’-on ny ppp nsn ab y a-rarpsn trän n'-n'npp vapan’Ss jrsi na naa y is-i ron reen rnvn? sw on*5y ateiäteaTpi a;H -p »ry Äi nb?aa aÜDbi arraa rwn aan ab rs a’bj* nbiOT-iHnrnaa a”b;ai ciao näsn a-am sa n’wri’ßivai -pi -y) nirai rii'ta nnsbpi npra •■)«• sb aaan onimiTOn^” Gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands Appell des World Jewish Congress Dr. Israel Goldsfein, der Vorsitzen* de der Western Hemisphere Executive des World Jewish Congress richtete einen dringenden Appell an den Staatssekretär Acheson, die, durch die Verschiebung der Wiederaufrüstung der Westdeutschen Republik gewonnene Zeit dazu zu verwenden, die gesamte Frage der deutschen Wiederaufrüstung nochmals gründlich zu untersuchen. Er gab seiner Befürchtung Ausdruck, daß die Wiederaufrüstung Deutschlands die Hoffnung auf das Entstehen einer wirklichen Demokratie vernichten und eine ernstliche Gefahr für den Weltfrieden werden würde. Dr. Goldstein erklärte in einem Brief an Sekretär Acheson, daß die Entscheidung, die Wiederaufrüstung Deutschlands zu verschieben, von allen Freunden der Demokratie begrüßt wird. Er wies jedoch darauf hin, daß diese Entscheidung bloß einen Aufschub und nicht eiinie Aufgabe der Pläne zur Wiederaufrüstung der Deutschen bedeutet. Dr. Goldstein umriß die Rolle, die die deutsche Armee und der deutsche militärische Geist beim Aufstieg Hitlers, in der Aufrechterhaltung seiner Herrschaft und in der Vorbereitung des zweiten Weltkrieges gespielt hatte. Er warnte danin : „Die nicht widerlegbaren Lehren aus der Geschichte zeigen, daß die Wiederschaffung der deutschen Armeen unweigerlich in der Züchtung eines deutschen Ultra-Nationalismus resutiferen würden; sie würde zur Rückkehr derselben Elemente zur politischen Macht führen, die einstmals so viel zum Aufstieg des Nationalsozialismus beitrugen. Sie würde die während der letzten 5 Jahre gemachten Anstrengungen der Alliierten, das deutsche Volk umzuerziehen, zunichte machen; sie würde weiters große Verwirrungen in den Geistern derjenigen Deutschen schaffen, die bereit und willig sind, eiin anständiges vertrauenswürdiges Deutschland zu bauen.“ Diese Warnung ist umso berechtigter, als die Mehrheit des deutschen Volkes noch immer unter dem Einfluß antidemokratischer Ideologien steht. Die Deutschen, führte Dr. Goldstein weiter aus, haben keinen einzigen Beweis geliefert, daß sie dem Nationalsozialismus abgeschworen haben; sie haben auch nicht durch Wiedergutmachung den überlebenden Opfern der Naziverfolgung gezeigt, daß sie die Verbrechen der Hitler-Zeit bedauern. Dr. Goldstern, der auch seine tiefe Beunruhigung über die Errichtung einer ostdeutschen Armee zum Ausdruck brachte, forderte die Alliierten auf, sie mögen ihre Anstrengungen Deutschland zu demokratisieren, intensivieren und die Besetzung solange aufrecht erhalten, bis die Deutschen sich als vollkommen demokratisch er¬ Dier Knesseth-Vorsitzende, Joseph Sprinzak, brachte dein Plenum den Inhalt eines Schreibens des Staatspräsidenten zur Kenntnis, in dem es heißt: Ministerpräsident David Ben-Gurion hat mir die Demission der Regierung mitgeteilt, und ich lud die Vertreter der Knesseth-Frakfionein zur Beratung ein. Die meisten brachten die Ansicht zum Ausdruck, daß sich im Rahmen der ersten Knesseth keine neue Re- Zionisfenkongreß — 31. Juli Die Exekutive der Jewish Agency hat beschlossen, den Zionistenkongreß am Dienstag, dem 31. Juli dieses Jahres zu eröffnen, anstatt wie geplant am 11. Juli. Dieser Beschluß, welcher noch vom Präsidium des Zionistischen Aktionskomitees bestätigt werden muß, wurde angenommen, um zu vermeiden, daß die Eröffnung des Kongresses und die Anfang Juli stattfindenden Knesseth-Wahlen, Zusammenfall en. Keine Abwertung des Israel-Pfundes Finanzminister Kaplan dementierte bei einem Presseempfang Tin der Londoner Israel-Gesandtschaft die Gerüchte über eine bevorstehende Abwertung des Israel-Pfundes. Die Gerüchte seien völlig gegenstandslos uind entsprechen nicht den Tatsachen. Die Verhandlungen, die er in London geführt habe, seien inoffizieller Natur gewesen. Er habe mit den britischen Behörden Fragen, betr. die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und England erörtert. Im Verlaufe der Besprechungen zeigte sich Engslands Bereitschaft, Israel wirtschaftlich zu helfen. Verhandlungen mit Bonn? Dr. Nachum Gold mann hat vor Vertretern der Presse erklärt, daß ersieh an die Israel-Regierung mit der Bitte wenden werde, die jüdischen Weltorganisationen zu bevollmächtigen, Unterhandlungen mit der Regierung von Bonn wegen der Reparationen und Entschädigungen für die jüdischen Naziopfer aufzunehmen. Laut Dr. Goldmann muß man die Höhe dieser Entschädigungen mit der Summe von 1000 Millionen Deutscher Mark beziffern. In der Frage der direkten Unterhandlungen mit der deutschem Regierung sind die Meinungen der Israel- Regierung, der Jewish Agency und des Jüdischen Weltkongresses geteilt. Diie Einen verwerfen definitiv den Gedanken von direkten Unterhandlungen, während Ändere der Meinung sind, daß man unterscheiden muß, zwischen dem Hitler-Aspeckt der deutsch-jüdischen Beziehungen und den finanziellen Forderungen. Nach der Meinung Dr. Goldmanns müssen die Unterhandlungen durch die jüdischen Weltorganisationen und nicht durch die Israel-Regierung geführt werden. gierung bilden lasse und Neuwahlen unvermeidlich erscheinen. Ich wandte mich an Herrn Bein Gurion mit dem Ersuchen, sich um Bildung einer neuen Regierung zu bemühen, doch erwiderte er, daß er dazu keine Möglichkeit sehe. So kam ich zu der Konsequenz, daß die jetzige Regierung, provisorisch weiterr im Amte verbleiben muß, bis nach Neuwahl efie (neue Regierung gebildet sein wird.“ weisen. Präsident Weizmann: Regierung bleibt bis zu den Neuwahlen im Amt