Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 42 (15.10.1950)
- Date
- 1950-10-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2431292-2431325-2431333--0280-2431883- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
■•-- - 'V5- T?.vWv-i' :<W/7'^ WVrH W* ":V x**f*W®W&l^Tr.!mifV'S‘&:- *.JirXT--'> $k&-W' r«r' Nr. 42 DIE STIMME Warnung an Deutschland bei der Zusammenkunft jüdischer Führer aus Israel, Europa und den beiden Amerikas Üwas Heues im Heuen }aUe! Um tönern InmlijehcvSfeti Wunsch dec jüdische« Kreise nudi/uk,mimen, hilf das Oestcrrcichische Veikeiirsluireau einen Israel-Service eintje iclifet. Unser U ipnrfer hesudife daraufhin das größte ösfemödiisdie Reisebüro und hörte dort folgendes: ,Wir stellen unser Unternehmen mit diesem Service in den Dienst des jüdischen lieisepublikuttis, wie aller anderen Reisenden, die aus gesdiiiftlidien oder privaten Gründen eine Fahrt oder einen Abstecher, in das sagenumwobene Israel planen. Wir werden auch Einzel- und Gesellsdmffsreisen veranstalten, die in eines oder mehrere der vielen schönen Länder führen, nach denen man sich sehnt. Die stetig ansteigende Zahl der internationalen Messen z. IV, bietet im sidi erholenden Europa dem reisenden Fachmann einzigartige Novitäten, nebst einer Unmenge unterhaltender und interessanter Attraktionen..“ , Was soll also für den Reisenden von Ihnen aus getan werden V Was bietet dieser neue 7a - Schalter , Israid-Servicc“ 7“, war unsere Frage. , Nun", antwortete Herr Feigenbaum, der Löter des neuen Israel-Reisedienstes, „Beratung, wie die Reise vor sich gehen soll, — welche Verkehrsmittel bevorzugt werden, — wie die zur Verfügung stehende Zeit am Besten ausgenüt,.t werden kann und dergleichen mehr. Nicht jeder hat Zeit und Geld nach Belieben. Selbst bei beruflichem Evprtß-Tempo läßt es sich einrichfen, daß die Reis: nicht als Hetzjagd und mit empfindlichen pekuniären Hinschränkungen, sondern bequem und erfieididi durd.geführf wörd. Abgesehen von den üblichen Reisevorschriften gibt es auch rein private Anliegen, Wünsche, an die der Reisende selbst im Augenblick nicht denkt. Hin nachträgliches , ich hätte sollei...“, „es wäre besser gewesen wenn...", wollen wir verhüten. 'Eben das ist unsere Aufgabe", sagt Herr Feigenbaum, „für das Publikum denken und mit ihm ausdenken, wie es gemacht werden soll. Der Reisende soll feststellen : der Sinn des Wortes .Service’ wurde erfüllt, lind zwar nicht nur .fahrplanmäßig’, sondern, daß darüber hinaus eine Reise zustande gekommen ist, an die man gerne zurückdenkt. Viele Leute, die Urlaub haben, können sich nicht entschließen wohin, und ob per Bahn, Autobus, Schiff oder Flugzeug. Teils, weil sie die Fülle von Kombinationen, die es gibt, nicht kennen, teils weil sie spezielle Wünsche nach Sommer- oder Wintersport haben, einen Kurort aufsuchen wollen und Anderes nickt- Die Kundschaft soll es getrost uns überlassen. Der Schalter 7a, Isracl-Serviec, wird bereitwillig die Sorge das .Wohin und Wie’ übernehmen und diese Fragen befriedigend lösen. Das inländische jüdische Publikum soll an Allem, was unser Dienst bietet, teilhaben und der israelische Ausländer sich bei seinem Oesterreich-Aufentliah auch was das Reisen anbelangt, wohl fühlen. — Rciseberatung und Ausarbeitung bis ins kleinste Detuil.“ Zuni Schluß macht uns Herr Feigenbaum auf den neu geschaffenen Israel Paket-Service aufmerksam, auch wieder eine Einrichtung, die dem jüdischen Publikum dienen soll. Das war das Leitmotiv der uns gewährten Unterredung. Wir Zeifungsleufe können dazu nur sagen : „Ein erfreuliches Progainm 1 Bestes Gelingen, Israel-Service 1 Generalrepräsentanz der Atlantic Lloyd Tel Aviv- Haifa Israel Reisebüro bei der Firma Capri Wien I., Graben 10 Offizielle Ausgabestelle für alle Flug-, Schiffs¬ und Bahnkarten PaB- und Visabesorgung Kino Warnung, daß die Alliierten Vorkehrungen treffen sollten, damit die Gewährung der unbeschränkten Machtbefugnisse an Deutschland nicht eine ernsthafte Bedrohung für das jüdische Volk mit sich bringe, wurde Donnerstag, den 28. September durch Dr. Israel Goldstein, den Vorsitzenden der Amerikanischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses ausgesprochen, als 35 Führer des Jüdischen Weltkongresses aus Israel, Europa, Lateinamerika, Kanada und den Vereinigten Staaten eine 4-tägige Exekutiv-Sitzung im Empire Hotel eröffneten. Zu der Besprechung der jüngsten Sitzung der Außenminister der drei Großmächte erklärte Dr. Goldstein : „Die Zukunft Deutschlands wirft eine Anzahl von Fragen auf, die nicht nur das jüdische Volk, sondern alle demokratischen Kräfte berühren. Es ist die Lieberzeugung der jüdischen Gemeinden in mehr als 65 Ländern, die jetzt mit dem Jüdischen Weltkongreß verbunden sind, daß die Besatzungsmächte in Deutschland Sicheruingsmaßnahmen treffen müssen, damit Deutschland bezüglich der Wiedergutmachung und Entschädigung an die Opfer des Naziregimes vertragliche Verpflichtungen eingehe. Es müssen gegen die Wieder-Nazifizierung Deutschlands Garantien geschaffen werden. Es muß für die internationale Ueberwachung jüdischer Friedhöfe in Deutschland Vorsorge getroffen werden, um diese vor Entweihung zu schützen. Es müssen Vorkehrungen geschaffen werden, für die Wiedergutmachung Deutschlands an das jüdische Volk, für die Vernichtung eines Drittels des jüdischen Volkes durch das Nazi-Regime mit Unterstützung des deutschen Volkes.“ Die Sitzungen des Jüdischen Weltkongresses, die am 30. September eine öffentliche Versammlung im Hotel Statler umfassen werden, sollen auch Probleme betreffend die kritische Lage der Juden in vielen Ländern und Angelegenheiten im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen zur Diskussion bringen, die gegenwärtig auf der Tagesordnung der Vereinten Nationen stehen. Dr. Nahum Goldmann, geschäftsführender Präsident des Jüdischen Weltkongresses, erklärte in seiner programmatischen Ansprache : „Die zwei Hauptzwecke, für die der Jüdische Weltkongreß geschaffen wurde, bestehen heute noch ebenso zurecht, wie zur Zeit der Machtergreifung Hitlers.“ „Eines dieser Ziele war die Schaffung einer Organisation, welche die Idee der Einigkeit des jüdischen Volkes darstellen und zum Ausdruck bringen. Diese Aufgabe ist heute mehr denn je wesentlich, da die jüdische Einigkeit durch den Kalten Wellpappe-, Kartonagen-, Büroartikel-Fabriken und Druckereien A.GLÜCKSMANNSSOHHE Wien XVII., Beheimgasse 77 A 29 2 27 A 28 0 29 Krieg bedroht ist, welcher darauf abzielt, nicht nur die physische, sondern auch die geistige Einigkeit des Welfjuderfums zu zerstören.“ „Die Wahrung der jüdischen Rechte in der ganzen Welt ist auch ein grundlegendes Ziel des Kongresses“, sagte Dr. Goldmann, indem er moslemitisehe Länder und andere Gebiete als Quellen dieser drohenden Gefahr anführte. Dr. Goldmann forderte auch eine intensivierte, kulturelle Tätigkeit durch den Jüdischen Weltkongreß, um die geistigen Quellen des jüdischen Lebens zu stärken, welches durch die Vernichtung von hunderten jüdischer Gemeinden in ganz Europa geschwächt wurde. Andere Redner, welche in der Konferenz sprachen, waren Dr. A, Leon Kubowitzki und Dr. Arieh Tartakower aus Israel und D.r, Noah Barou aus London. Die Mitglieder des Exekutiv-Comites des Jüdischen Weltkongresses, welche bei der Eröffnungssitzung sprachen und andere Mitglieder aus Latein-Amerika, Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten Staaten werden bei der öffentlichen Sitzung im Statler Hotel, am Samstag, 30. September zu Worte kommen. WIEN VII, KIRCHENGASSE 7 TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION Uatet Stefanie WIEN II, TABORSTRASSE 12 TELEFON R 48246 R 49 5 43 MODERNSTER KOMFORT TELEFON IN ALLEN ZIMMERN RESTAURANT GARAGE M. Platzmann & Sohn Textilgroßhandel und Manipulation Wien I., Salzthorgasse 3 Tel. U 29 4 33 Telegr.: EMPETEX Seite 7 Hungerleider SEIT 1863 führend in EIER u. GEFLÜGEL WIEN III, GROSSMARKTHALLE Telefon U 17 061, U 12372 B SÜSS & CO. TEL. U 18219 LEBENSMITTEL - GROSSHANDEL OBST- UND SÜDFRÜCHTE-IMPORT Wien 111/40, “ ‘ 20 Grabsteine und Renovierungen Erstklassige Ausführung Aufstellung auf allen jüdischen Friedhöfen durch Pa. EMMERICH HAGLEITHEB Wien Kt, Simmeringer Hauptstraße 255 (Eine Haltestelle uor Zentralfriedhof 7. Tor) Kontrahent der Kultusgemeinde Gefahr besteht noch keine — dennoch ist es ratsam, sich schon jetzt durch Bestellung eines Klassenloses, eine der großen Gewinnmöglichkeiten zu sichern. Vor der Ziehung aber ist bei der Geschäftsstelle des Glücks, J. Prokopp, Wien VI., Mariahilferstraße 29, meist kein Los mehr erhältlich — dann ist es zu spät. Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt dieser Geschäftsstellee bei, benützen Sie diese Gelegenheit 1 fc^SlCHERUNG ^98833^331