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Die Stimme · 1950-09-11 · Heft 41 (11.9.1950) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 41 (11.9.1950)
Date
1950-09-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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iimme Preis 2 Schilling V. b. b. r^MIMIIMIIHIIHIIMMIIIIIIMIIIIIIIIIINIM^ Redaktion und Administration: * * WienIX, Universitätsstr. Nr. 4/4 f I Telefon A 26 4 73 1 c/lllgemein zionistischeJVochenschvift I S Postscheck-Konto Nr. 134.292 s S s _______ s m m § 11. September 1950 s s s r S Zionistischer Landesverband Wien rrrr D',Lii?r,“T D':n7T rvnnNm Erscheint vierzehntägig V/fJ IIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIMMHMtlHIIIII Nr. 41 - 1950 Rojh-Hajhanah Botschaft Von Dr. Israel Goldstein Vorsitzender der Welt-Konföderation Allgemeiner Zionisten Während die Menschheit zitternd am Abgrund eines drohenden Weltkrieges steht, kann das jüdische Volk dem Neuen Jahr 3711 nur mit tiefer Besorgnis entgegensehen. Die Erinnerung lebt an den Preis, den das jüdische Volk im zweiten Weltkriege zahlen mußte, es war Hitlers grausamer Mord für sechs Millionen und für viele Millionen mehr, Verwüstung und Zerstörung!, und das jüdische Volk hofft und betet aus tiefster Seele, daß das „schlimme Gebot“ eines dritten Weltkrieges a!bgewendet werden möge. Und wiederum hebt sich das Epos von der Errichtung des Staates Israel in kühnen Linien ab als die bedeutendste konstruktive Tat des jüdischen Volkes und als seine große Hoffnung für die Zukunft. Im dritten Jahre seit der Errichtung des Staates Israel, wird die jüdische Emigration nach Israel wahrscheinlich wiederum die Zahl von 200.000 Menschen erreichen, und dieser Massenzustrom wird noch Jahre lang anhalten. Die gesamte Welt bestaunt Israels Emigrations-Politik und kein anderes Volk, groß oder klein, würde es wagen, eine solche Politik zu verfolgen, die der ansässigen Bevölkerung schwere Opfer auferlegt und die Wirtschaft des Landes auf eine fast unerträglich harte Probe stellt. Dieses Epos der Lebensrettung sollte jeden Juden außerhalb Israels zu einer opferfreudigen Großmut anspornen, um ein Zusammen brechen dieser heldenhaften Politik zu verhindern. Die Zionistische Weltbewegung bereitet sich auf den ersten Zionistischen Weltkongreß seit der Gründung des Staates Israel vor, der in Jerusalem am 20. Dezember 1930 beginnen soll. Das Bevorstehen des Weltkongresses sollte die Zionisten überall dazu antreiben, ihre Reihen zu verstärken und ihre Tätigkeit zu vermehren. Unter den verschiedenen Parteien, aus denen sich die zionistische Weltorganisation zusammensetzt, sind die Allgemeinen Zionisten, die Partei der Mitte, im Augenblick die stärkste Einzelgruppe. Sie müssen diese Position aufrechterhalten, zum Wohle des Zionismus und zum Wohle Israels. Allgemein zionistische Führer überall auf der Welt müssen aufgerufen werden, die nächsten paar Monate vor dem Kongreß als eine Gelegenheit zu benutzen, ihre Organisationen über die fundamentalen Probleme aufzuklären, die im Kongreß zur Diskussion stehen werden, die größten Anstrengungen zu machen, im Interesse der Sammelaktionen für die zionistischen Fonds, um die anhaltende Emigration nach Israel zu ermöglichen und eine starke Delegation von Allgemeinen Zionisten zum nächsten Kongreß sicher zu stellen. Uns Zionisten ist es zuteil geworden, mit unseren eigenen Augen die ersten großen Schritte auf dem Wege zur Verwirklichung unserer Vision zu sehen. Wir dürfen es nicht wagen, jetzt unsere Anstrengungen zu vermindern. Das würde heißen, daß wir das Ideal, dem wir zugeschworen haben, verraten würden. Denn der Staat Israel, der noch in seiner Kindheit ist, kann von seinen Feinden erstickt werden, wenn das jüdische Volk ( ihn seinem Schicksal überläßt. Möge das kommende Jahr uns ständig auf der Wacht finden und stets bereit, den Anforderungen der Stunde gerecht zu werden. i Möge das kommende Jahr die Lösung des Problems eines Status für Jerusalem bringen, welche eine internationale Aufsicht über die Heiligen Stätten vorsieht, ohne die Souveränität Israels in dem jüdischen Teil Jerusalems zu beeinträchtigen. Möge im kommenden Jahr zwischen Israel und seinen arabischen Nachbar - Staaten endgültig Friede geschlossen werden. Möge im kommenden Jahr der Staat Israel wachsen und gedeihen. Möge im kommenden Jahr die UNO zu einem starken Werkzeug des Friedens werden. Möge im kommenden Jahr die Drohung eines Weltkonfliktes verschwinden und die Hoffnung auf Weltfrieden näherrücken. ItMlj / ■Olfi v&mm* ..._ 1 ■ ,*<• J Hü _1 * »J $&***$? DER ZIONISTISCHE LANDESVERBAND WIEN IX., UNIVERSITÄTSSTRASSE 4 WÜNSCHT SEINEM VORSTAND, MITGLIEDERN, GÖNNERN UND ALLEN JUDEN DIE HERZLICHSTEN GLÜCKWÜNSCHE ZUM JAHRESWECHSEL!

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