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Die Stimme · 1950-06-20 · Heft 38 (20.6.1950) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 38 (20.6.1950)
Date
1950-06-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 üZ)/'e Stimme Nr. 38 Israel in der inlernaiionalen Arena ii. Das Interesse der israelischen Außenpolitik war, ist und wird auch in der Zukunft darin liegen, die Beziehungen zu den arabischen Staaten, wie auch zu den Nachbarn des Nahen Ostens zu regulieren. Aus der Entwicklung des vergangenen Jahres kann man viel lernen und eine gewisse Ermutigung schöpfen. Die Abschlüsse des Waffenstillstandes anfangs des zweiten Unabhängigkeitsjahres haben bei den Führern der israelischen Außenpolitik gewissen Optimismus hervorgerufen. Jede dieser Abmachungen bedeutete einen Schritt zum Frieden und wirklich — man mußte annehmen, daß man einem ständigen Frieden nahe ist, nachdem die arabischen Staaten bereit waren die Waffenstillstandsbedingungen zu unterschreiben, — warum sollten sie Bedenken oder Angst haben einen Friedensvertrag zu schließen? In diesem Glauben und in dieser Hoffnung ist Israel in die Verhandlungen, welche unter der Patronanz der Friedenskommission stattfanden, eingetreten, aber die Unterhandlungen haben kein Resultat gebracht. Die Sitzungen dieser Kommission mit den israelischen Vertretern in Jerusalem und in der Kiriah, die monatelangen Besprechungen in Lausanne, die wiederholten Verhandlungen in New York und die letzte Etappe in Genf — sie alle haben keine Spur eines Fortschrittes gezeigt und haben Israel und seine Nachbarn nicht näher zu einem Friedensabschluß gebracht. Eine einzige Linie geht durch alle diese Bemühungen: Israel hat immer wieder bis zur Unendlichkeit unterstrichen, daß es direkte Verhandlungen mit den arabischen Ländern anstrebt und die Friedenskommission hat diesen Vorschlag nicht angenommen. Das Resultat davon war ein absolutes Einfrieren, welches bis zum heutigen Tage dauert. Die israelischen Beweise in der Friedenskommission und in anderen Richtungen haben wenigstens eine Sache geklärt: Die arabische öffentliche Meinung ist noch nicht für den Frieden reif. In der arabischen Welt ist heute kein einziger Politiker, welcher genug Mut oder eine starke Position hat, um offen Friedensverhandlungen mit Israel zu führen. Die arabischen Staaten haben die Waffenstillstandsabmachungen unterschrieben, nicht weil sie den Frieden lieber als den Krieg wollten, sondern nur, weil sie keinen anderen Ausweg gehabt haben. Sie haben unter dem Druck der bitteren militärischen Wirklichkeit unterschreiben müssen. Obwohl die arabischen Führer die Rolle spielten, daß sie nicht als Besiegte unterschrieben haben, so ist es doch klar, daß kein Waffenstillstandsabkommen geschlossen worden wäre, wenn sie nicht im Herzen gefühlt hätten, daß sie nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in politischer Hinsicht besiegt wurden. Nachdem die Abmachungen unterschrieben wurden, haben die Araber eingesehen, daß sie sicher sind und daß kein Grund zur Befürchtung von neuen feindlichen Aktionen seitens Israel vorhanden ist; r^FE^usu’uyfl L JLFE-Qarantie mlrrm’^n Fabrik: Wien IV, Rlenößlgasse 22 KLi'iil ii111*■ r. 11 i.ii'Iht mul Vt-rlcgiT: Xi'ini-di'i'luT I, indi >vi'i lMiid in ("oh-mdcli, \\ i> 11 l\. I ni\iT-iWiIW' ,\r. l/i. lU'di- "iiTt, vmi < i i n n i H * ■ < I, t k t i o r i k < > I i n i. 1 ’in d< n IiiImM \ iT.int wui llirh : H' d;i kli'iir lUid'.ir ,-d,i|i|iliT, Wien III, Wryi ",i I) f 11 f I:: ...\ui Inn lu>". liindi- und Kunsld r 111 k i i <-i. v< > i in. Holler iV (! < * 1111 *.. liiwidlsrln!l in. Ir II., Wien III. K ul I it"m-wc 7. sie fanden deshalb keinen Anlaß, den Abschluß des Friedens mit Israel zu beschleunigen und damit eine Last neuer politischer Verantwortlichkeit im Bezug auf die öffentliche Meinung in ihren Ländern auf sich zu nehmen. In der jetzigen politischen Lage gibt es nicht einen arabischen Staat, der aus dem Mehr als zweihundert Studenten aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien werden zum Besuch des Sommer-Institutes erwartet, welches während der Monate Juli und August 1950 unter dem gemeinsamen Protektorate der Zionistischen Weltorganisation (Jugend-Departement) und der Hebräischen Universität abgehalten werden wird. Dieses Institut ist für Studenten (Graduierte und Nichtgraduierte) aus englisch sprechenden Ländern gedacht, die ihre Sommerferien in Israel zu verbringen wünschen. Das Hauptquartier des Institutes, das vom Jugend-Departement der Zionistischen Weltorganisation verwaltet wird, befindet sich in Jerusalem. Während des Monates Juli werden die Studenten Vorlesungen an der Hebräischen Universität besuchen: außer Vorlesungen in Hebräisch ist eine Anzahl von Kursen in englischer Sprache vorgesehen. Ein wesentlicher Zug dieser Einrichtung wird ein umfassender, von cLr Zionistischen Weltorganisation (Jugend-Departement) organisierter Studienkurs über zeitgenössische, auf Israel und die zionistische Bewegung bezügliche Fragen sein. Erleichterungen für das Studium des Hebräischen werden für die Studenten in verschiedenen Stadien der Fortgeschrittenheit vorgesehen. Die Universität richtet einen besonderen Leseraum für den Gebrauch dieser Studenten ein und ihre Bibliothek wird ihnen gleichfalls geöffnet sein. Lord Boyd-Orr, der größte Ernährungs-Sachverständige der Welt, der zur Zeit als Gast Staatspräsident Weizmanns im Lande weilt, hatte hei der Zusammenkunft mit Versorgungsminister I)r. 1) ow Joseph Gelegenheit, die Tabelle für die Ernährung in Israel zu prüfen. Boyd-Orr erklärte, es liege kein Grund zu Beschwerden über die Ernährung vor. Das Menü sei vielmehr Salo Guttmann r 1 . ■! & Franz Austerlitz Großbetrieb von patentamtlich geschützten Neuheiten Wien I, Helferstorfferstr.8 Tel. U 21-2-95 Friedensabschluß profitieren könnte. Es ist richtig, da oder dort können sie etwas erreichen, — Transitmöglichkeiten, Bewegungsfreiheit oder erneuerte Handelstätigkeit. Diese Dinge sind aber für die arabischen Staaten nicht so lebenswichtig, und können die politischen und psychischen Schwierigkeiten überwiegen, welche auf dem Weg zum Frieden mit Israel stehen. In der jetzigen Lage kann nur ein Druck von außen die Araber zu einem Während des ersten Monates in Israel werden die Studenten nicht nur die Stadt und ihre Umgebung kennenlernen, sondern auch Ausflüge in die weitere Umgebung machen. Ein Teil des Monates August wird für eine Tour unter der Führung erfahrener Reiseleiter durch die Städte und Niederlassungen von Israel vorgesehen. Besuche in die Einwanderungs-Aufnahmezentren und die Gruppen der Jugend Alij ah in der Ausbildung und Besuche verschiedener Typen von Niederlassungen in verschiedenen Stadien der Entwicklung, Exkursionen in Erziehungsanstalten und industrielle Unternehmungen und auch andere interessante Plätze werden arrangiert werden. Die Studenten werden in Gruppen von 35 eingeteilt, deren jeder ein Instruktor zugeteilt ist. Ungefähr zwei Wochen werden von den Studenten bei der Arbeit in landwirtschaftlichen Niederlassungen verbracht werden. Für ihren Aufenthalt in Jerusalem und anderen Städten wird ein umfassendes Programm kultureller und sozialer Tätigkeit vorgesehen, einschließlich Abenden, die der hebräischen Musik, dem Gesang und Volkstänzen sowie dem Besuche von Konzerten und Theater gewidmet sein werden. Mittels eines sorgfältig abgestimmten Programmes, Vorlesungen, Seminarien, Zusammentreffen mit verschiedenen Elementen der Bevölkerung und mit prominenten Persönlichkeiten der hauptsächlichen Interessengebiete und reichlicher als notwendig. Besonders die heranwachsende Generation sei sehr gut genährt, was auch der Augenschein zeigte. Die Höhe des Fleisch-Verbrauchs sei nicht maßgeblich, da reichlich Fleisch zur Verfügung steht. Dr. Dow Joseph berichtete über diese Unterredung mit Lord Boyd-Orr, die in Anwesenheit hoher Begierungsheamler stattfand, hei einem Empfang, den der Tel Aviver Journalistenverhand für ihn anläßlich seiner Rückkehr aus USA. veranstaltete, wo er für den United Jewish Appeal tätig war. Lord Boyd-Orr erklärte in der gleichen Unterredung, Ministerpräsident Ben Gurion, ein hervorragender Mann, werde zweifellos den Plan verwirklichen, Israel hinnen fünf Jahren ernährungsmäßig autark zu machen. Lord Boyd-Orr erbot sieh, fünf der größten Ernährungs-Experlen der Welt zu Gutachten heranzuziehen, »laß die Ernährung in Israel mehr als ausreichend ist, um die Volksgesundheil zu bewahren. Friedensschluß gegen ihren Willen bewegen. Sollte es zum Beispiel USA für wichtig halten, daß im Mittleren Osten Stabilität herrschen soll und der Meinung sein, daß die Friedensabmachungen dieser Stabilität helfen würden, so müßten die Vereinigten Staaten einen starken, dezidierten Druck auf die arabischen Länder ausüben, denn nur dann werden diese Staaten zum Abschluß eines Friedens zu bewegen sein. (Schluß folgt.) mittels einwandfrei geplanter Exkursionen nach den Städten und ländlichen Teilen des Landes hofft man, den Studenten einen anregenden Einblick in das Leben von Israel, seine Probleme und Bestrebungen sowie seine Leistungen zu geben. Die Bezahlung, welche den Aufenthalt von 50 Tagen in Israel umfaßt, wird es den Studenten ermöglichen, frei von allen Sorgen der Unterbringung, Nahrung und der Beförderung zu leben, da alle diese Arrangements, ebenso wie die Exkursionen, die Aufenthalte in den landwirtschaftlichen Niederlassungen und die Organisation der Seminarien durch das Jugend-Department in Israel unternommen werden, das keine Anstrengung scheut, das Wohlbefinden der Besucher zu sichern. Das Sommer-Institut hat in den Vereinigten Staaten, in Kanada und Großbritannien bedeutendes Interesse hervorgerufen. Auch Südafrika hat diesem Projekt Interesse entgegengebracht, obwohl die Teilnahme aus dieser Region eine beschränkte sein wird, weil die Sommerferien für die Studenten in der südlichen Hemisphäre in die Monate Dezember und Jänner fallen. Unter den Studenten-Organisationen, die am Sommer-Institut mitarbeiten, sind: The Intercollegiate Zionist Federation of America. Zionistische Studenten-Föderation von Amerika. The Hillel Foundations in the Unidet States. Hillel-Gründungen in den Vereinigten Staaten. The Inter-University Jewish Federation of Great Britain and Ireland. Jüdische Inter-Universitäts-Föderation von Großbritannien und Irland. Das Sommer-Institut wurde im Jahre 1949 zum ersten Male eingerichtet und ist das einzige, von der Zionistischen Weltorganisation und der Hebräischen Universität geförderte Projekt seiner Art. Der Hebräischen Universität und dem Jugend-Departement der Zionistischen Weltorganisation schließen sich in der Förderung des Sommer-Institutes der Keren Kayemeth Leisrael (Jüdischer Nationalfonds) und der Keren Hayesod (Jüdischer Aufbaufonds) an. Werbung hebt Umsatz I iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiy KUNST UND WISSENSCHAFT Sommer^Universitäts-Institute in Israel Lord Boyd-Orr erklärt: Die Ernährung in Israel ist gut

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